Hegemony Gold: Vorherrschaft im antiken Griechenland - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Bislang fehlt uns ein Test im Archiv zu Hegemony, bei dem es um die Vormacht im antiken Griechenland geht. Die Goldversion des taktischen Echtzeit-Strategiespiels umfasst zwei weitere Kampagnen, die ebenfalls in der Inselwelt von Hellas toben. Lohnt sich die kriegerische Zeitreise?



Kampf um Hellas

Alexander der Große war sicher der bekannteste griechische Herrscher,

In der ersten Kampagne spielt man den steinigen, aber spannenden Aufstieg von Alexanders Vater nach. Leider können die zwei neuen Kampagnen nicht derart überzeugen.  

 da er seine beschauliche Heimat Makedonien in ein Weltreich verwandelte. Aber ihm ging eine Reihe von adeligen Ahnen voraus, die erst den Grundstein für seine Macht legten. So unterwarf dessen Vater Philipp II, der von 359-336 v.Chr. König war, alle Staaten, die sich ihm entgegenstellten. Zunächst waren dies fremde Völker wie Illyrer oder Thraker, aber schließlich auch griechische Stämme. 338 v.Chr. besiegte er Athen und Theben, die damals mächtigsten hellenischen Staaten. Ab diesem Zeitpunkt nannte er sich Hegemon der Griechen, was im Titel "Hegemony" auftaucht. Auch im Spiel geht es um eben jene Vormachtstellung, die immer wieder von Thronrivalen bedroht wird.

Diesen steinigen Aufstieg Philipps II konnte man bereits in Hegemony: Philip of Macedon nachspielen, die auch in der Goldversion enthalten ist. Und diese erste Kampagne entfaltet eine angenehme Sogwirkung. Man fängt ganz klein an mit nur einer Stadt und muss erst einmal die unmittelbaren Nachbarn einheimsen, wozu auch die makedonische Hauptstadt Pella zählt. Dann kämpft man gegen illyrische Armeen aus eher leichten Speerwerfern, bis aus dem Süden griechische Hopliten anrücken. Immer wieder wird das Kampfgeschehen von düsteren Comicfilmchen unterbrochen, die einen neuen Abschnitt markieren. Der Feldzug dient als Tutorial, da das Ganze noch nicht so schwer ist. Man will gennoch gleich nur noch diese eine Stadt erobern, wie man das etwa von Total War kennt.

Königliche Ziele

Erreicht wird dieser Sog dadurch,

Mit dieser Stadt beginnt der kometenhafte Aufstieg des Makedonen, doch rasch kommen neue hinzu.   
dass es klare Etappenziele gibt, die militärischer, wirtschaftlicher oder imperialer Natur sind. Zunächst stellt man eine kleine Truppe auf, die aus schweren Reitern und König Philipp besteht, deren Verschmelzen aufgrund der Steuerung nicht immer reibungslos klappt. Damit erobert man erste Nachbarorte, die noch ohne schützenden Wall sind. Weiter kommt man aber nur, wenn man ein Zwischenziel erreicht. So muss man erst Bardylis besiegen, damit man weiter ziehen kann. Einmal muss man auch eine Mauer um Pella errichten, damit es endlich zur makedonischen Hauptstadt wird. Als Belohung bekommt man öfters neue Einheiten, die man gleich einsetzen kann.   

Obwohl die erste Kampagne noch nicht so knifflig ist, wenn man sich für den mittleren der drei Schwierigkeitsgrade entscheidet, geht es auch manchmal hektisch zu. Etwa dann, wenn man gerade etwas aufbaut, die Kavallerie auf Erkundung ist und plötzlich Feinde heran rücken. Da heißt es dann, ausgiebig auf die Pausenfunktion zurückzugreifen, denn nur so kommt Ruhe ins Spiel. Man kann dort ganz normal Befehle erteilen, die dann anschließend ausgeführt werden. Die Reiterei schickt man im Galopp zurück, damit sie sich in die Bresche wirft. Bis sie eintrifft, müssen Mauern und Stadtgarde die Feinde aufhalten. Der Einsatz der Pause ist beinahe exzessiv, was sogar in der Anleitung beschrieben wird. Leider schaltet Hegemony nicht automatisch in die Pause, wenn es einen Alarm oder Feindkontakt gibt.


Antike Schlachtreihen

Die vielen Kämpfe finden direkt auf der zoombaren 3D-Karte statt,
Obwohl die Reiter schön in Reih und Glied durchs Grün reiten, sind die Formationen für den Sieg eher nebensächlich.
deren grüne Vegetation jedoch eher an Mittel- denn an Südeuropa erinnert. Zudem schaltet das Spiel nicht in einen extra Schlachtbildschirm wie bei Total War, was sogar unmittelbarer wirkt, da man direkt in der Landschaft kämpft, die man auch erkundet. Jedoch muss man auch sofort reagieren, da sonst rasch Türme, Festungen oder gar Orte flöten gehen. Die Schlachten bleiben auch im weiteren Spielverlauf oft überschaubar, weil man selten mit einem Riesenheer kämpft. Meist sind es nur eine Handvoll Einheiten. Es gibt zwar die Möglichkeit, Formationen wie einen Keil einzunehmen, aber das ist eigentlich kaum nötig, da die Armee auch so gewinnt. Obwohl die KI immer wieder heftig attackiert, sind die Kämpfe weniger taktisch als bei Total War.

Wichtig für den Sieg sind Erfahrung, Ausrüstung und Moral. So hat man mit den Reitern um Phillip kaum Probleme, Feinde zu besiegen, die man danach übrigens zu Sklaven machen kann. Die berittene Garde mit ihren langen Lanzen macht alles platt, auch weil die Feinde nicht immer geschickt oder koordiniert agieren. Tauchen viele Gegner auf, fechten einfach noch ein paar Sarissenträger oder Schwertkämpfer mit. Die Einheiten sind also durchaus authentisch, auch weil jedes Volk seine zeitgenössischen Spezialisten hat: Athen hat eine große Flotte, Sparta die unbesiegbaren Hopliten und Persien viele gute Bogenschützen. Allerdings gibt es pro Volk nur etwa sieben Typen, was auf Dauer zu wenig Abwechslung bietet; man kann auch nichts Neues erforschen.

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