Jack Keane und das Auge des Schicksals - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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Jack Keane und das Auge des Schicksals (Adventure) von Astragon
Jack Keane und das Auge des Schicksals

In den letzten Jahren wurde es still um Deck 13 (Ankh), von denen auch Jack Keane stammt. Nach ein paar schwächeren Spielen melden sich die Frankfurter jetzt mit Jack Keane und das Auge des Schicksals zurück. Der zweite Teil des bei Astragon erschienenen Comic-Adventures führt einen wieder in ferne Lande, wo allerhand Geheimnisse zu lösen sind. Haben es die Entwickler noch drauf?



Mann oder Maus?

 

 

Jack ist in die Jahre gekommen. Er gibt sich saftlos, sitzt im Knast und trägt nen altvordernen Bart.
Jack ist in die Jahre gekommen. Er gibt sich saftlos, sitzt im Knast und trägt nen altvorderen Bart.
Jack Keane hatte nie das Charisma eines schlitzohrigen Assil aus Ankh. Der kleine Ägypter war einfach ein liebeswerter Loser, dem man trotz seiner ganzen Tollpatschigkeit nicht böse sein konnte. Jack hingegen sah zwar auf den ersten Blick cool aus und gab sich weltgewandt, blieb aber stets etwas blass. Auch nachdem man dem Londoner durchs halbe britische Weltreich gefolgt war, wusste man immer noch so gut wie nichts von ihm. Viele der schrulligen Nebencharaktere sind einem da weit mehr in Erinnerung geblieben wie etwa der britische Agent, der passenderweise von der deutschen Stimme von John Cleese verkörpert wurde.      

 

 

So wundert es etwas, dass sich Deck 13 ausgerechnet den austauschbaren Seemann für ein Comeback vorgenommen hat. Ganz erfolglos war der erste Teil von Jack Keane nicht, er verkaufte sich gut, so dass der Vorgänger zumindest in Erinnerung blieb. Auch im zweiten Teil wird er wieder von der deutschen Stimme von Johnny Depp gesprochen, was gut passt. Wesentlich mehr Farbe bekommt Jack aber auch hier nicht, da er teils widersprüchlich agiert. Einerseits gibt er sich  ängstlich und versucht, Gefahren aus dem Weg zu gehen, andererseits treibt er sich dennoch relativ sicher im Knast mit den ganzen Halunken rum.

 

Mysteriöses Teil

 

 

Endlich mehr Licht. Der schlecht ausgeleuchtete Knast ist zum Glück nicht der einzige Ort, der vorkommt.
Endlich mehr Licht. Der schlecht ausgeleuchtete Knast ist zum Glück nicht der einzige Ort, der vorkommt.
Alles beginnt im Schanghai des Jahres 1899, wo Jack einsitzt. Von seinem sterbenden Zellennachbarn erfährt der nunmehr Bärtige von einem mächtigen Amulett, das es zu finden gilt. Das Auge des Schicksals heißt es, von dem der Schamane aber auch nur Fragmente hatte. Sonderlich ausgefeilt ist die Story allerdings nichts, denn sie dient eigentlich nur der Überbrückung zwischen den einzelnen Stationen. Viel wichtiger als das ganze Mystery-Brimborium ist jeweils das aktuelle Problem, das man unbedingt angehen sollte. Links oben steht immer ein praktischer Hinweis, damit man auch nicht vergisst, was zu tun ist. Leider geht das nicht so weit, dass echte Hilfe geleistet wird.      

 

 

Dumm nur, dass Jack gerade im Knast sitzt und nix machen kann. Er muss daher versuchen, aus dem Gefängnis auszubrechen. Diese erste Aufgabe ist in Unteraufgaben aufgeteilt, wo man etwa mehr übers Kämpfen lernen soll. So kommt eins zum anderen, da der auch wieder was will, wie man es von witzigen Adventures wie Monkey Island kennt. Später spielt man auch mal jemand anders wie Scharfschützin Amanda. Klar, dass es auch wieder Seereisen gibt; es gibt Abstecher nach Hamburg und Ostafrika. Hinzu kommen skurrile Ausflüge in eine Traumwelt, wo alles etwas anders läuft.

 

Nutze das Inventar

 

 

Wer bekommt was und wofür? Überwiegend sammelt man fleißig Sachen fürs Inventar.
Wer bekommt was und wofür? Überwiegend sammelt man fleißig Sachen fürs Inventar.
Bei den allermeisten Aufgaben handelt es sich um recht lösbare Inventarrätsel, für die man einen oder mehrere Gegenstände suchen muss. So muss man etwa das Buch der Kampfkunst besorgen, um vom recht unfähigen Meister unterwiesen zu werden. Nur gibt es der Wächter nicht so einfach raus. Man muss ihn also weglocken, wozu man sich die Knastregeln genau durchlesen sollte. Dort steht etwas, das sicher niemand in seiner Zelle haben sollte. Hat man das vielleicht schon gefunden? Als Gegenstand müsste es immerhin angezeigt werden, wenn man das entsprechende Symbol drückt. Kombinieren muss man auch mal zwei Sachen, wenn man etwa was auffüllen soll.  

 

 

Hier hat man das Problem, dass man bisweilen wichtige Dinge übersieht. Die Gegenstände kann man sich zwar anzeigen lassen, aber nicht alle Orte, wo man hin muss. So kann man etwa das Buch übersehen, da es verdammt ungünstig unterm Schemel liegt. Oder man findet gleich den Typ mit der Kampfkunst nicht, weil er weiter hinten im Raum ist. Hier hat man auch das Problem, dass der Held bisweilen mittels Tastatur gesteuert wird. Normalerweise geht das mit Maus, aber in einigen Szenen muss man selber ran, was keinen Spaß macht, da die Steuerung verdammt ungenau ist.

Kommentare

DeinTroll schrieb am
Ich kann mich dem Test überhaupt nicht mit anschließen. Ich war ein riesen Fan von Jack Keane und fand ihn um wellen Sympatischer als Ankh und ich kann mich wohl ganz gut an ihn erinnern, von wegen blasser Hauptdarsteller. Und man übersieht leicht was ? Was ist das für ne aussage für ein Adventure ? Einzig wo ich zustimmen kann ist, scheiß Steuerung, überflüssige Hüpfeinlagen und hinzufügen muss ich noch das die Grafik sowas von bescheiden ist. Das Spiel hat ne schlechte Wertung verdient aber aus völlig anderen Gründen -.-.
HanFred schrieb am
BattleIsle hat geschrieben:Hmmh, das geht mir ähnlich. Werde mit den ganzen deutschen Adventures nicht so richtig warm. Immer so gewollt, aber das Gewisse etwas fehlt einfach. Liegt es daran, daß man mit den LA-Klassikern aus den goldenen Ära aufgewachsen ist? Die waren einfach eine ganz andere Liga.
Aber zumindest schmeißt man hier nicht mit Höchstwertungen um sich, nur weil es aus Deutschland kommt.

So sehe ich das nicht ganz. U.a. Daedalic-Adventures finde ich teilweise sehr gut. Die Klassiker hatten den Vorteil, dass sie mit viel Originalität ein Genre prägen konnten, man sollte das aber auch nicht nur mit verklärt nostalgischem Blick betrachten. Rätseltechnisch waren die LA-Titel auch nicht immer über jeden Zweifel erhaben.
Das gewisse Etwas hat mir in Ankh hingegen wirklich gefehlt. Das Art Design hat mir nicht gefallen. Etwas, das mich übrigens auch an einigen Telltale-Spielen gestört hat, BTTF fand ich aber gut und The Walking Dead scheint auch ganz gut zu sein, wenigstens vom erzählerischen Standpunkt. Und das ist eben auch so ein Punkt, der in vielen Games, ganz allgemein und nicht nur in Adventures, zu kurz kommt. Es gibt also einige Dinge, womit mich ein Game "hooken" kann, aber wenn nichts davon drin ist, find ich's halt nicht so berauschend.
Todesglubsch schrieb am
No Cars Go hat geschrieben:Der letzte PC-Teil von Ankh hat hier eine 83 bekommen, der erste Jack Keane 79 - das hättest du jetzt auch ganz einfach nachschlagen können.

Ich hab von der allgemeinen Pressestimmung gesprochen und nicht allein von der 4Players-Wertung.
johndoe981765 schrieb am
Hmmh, das geht mir ähnlich. Werde mit den ganzen deutschen Adventures nicht so richtig warm. Immer so gewollt, aber das Gewisse etwas fehlt einfach. Liegt es daran, daß man mit den LA-Klassikern aus den goldenen Ära aufgewachsen ist? Die waren einfach eine ganz andere Liga.
Aber zumindest schmeißt man hier nicht mit Höchstwertungen um sich, nur weil es aus Deutschland kommt.
HanFred schrieb am
Das ist halt auch Geschmacksache. Deck13 trifft meinen Humor nur selten (der brennende Busch war super!) und ich hatte bei den Spielen immer das Gefühl, dass mit aller Kraft versucht wird, den alten LucasArts Spielen nachzueifern, ohne dabei zu bedenken, dass das für viele Adventure-Veteranen eher langweilig sein könnte. Abgesehen davon fand ich die Spiele inhaltlich zu brav.
schrieb am

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