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Medal of Honor: Warfighter (Shooter) von Electronic Arts
Medal of Honor: Warfighter
Medal of Honor: Warfighter
Military-Shooter
Entwickler: Danger Close Games
Publisher: Electronic Arts
Release:
25.10.2012
25.10.2012
25.10.2012
Spielinfo Bilder Videos
Vor zwei Jahren konnte sich Medal of Honor endlich von den Fesseln des Zweiten Weltkriegs befreien - wenn auch nicht so früh und so gut wie Call of Duty. Während man dort in Kürze den Schritt auf die Schlachtfelder der Zukunft wagt, bleibt der Shooter mit dem Untertitel "Warfighter" in der Gegenwart. Verpasst Electronic Arts schon wieder den Anschluss?

"Inspired by Actual Events"
Video
Die ersten zehn Minuten zeigen, wie sehr es bei Warfighter abgeht: Gleich von Anfang an zeigen die Entwickler, wie Popcorn-Action aussieht.

Ich kann das Gerede um all den Realismus in Shootern ganz ehrlich nicht mehr hören. Vor allem, wenn es aus dem Mund eines Waffennarren wie Greg Goodrich kommt, Executive Producer der Medal-of-Honor-Serie bei EA. Okay, Waffen, Szenarien oder Slang mögen von den Militär-Beratern, die sich die Entwickler an Bord geholt haben, abgesegnet sein. Aber es ist mit Sicherheit nicht realistisch, wenn ich auch heftigste Einschüsse einfach durch kurzes Ausharren heile, wenn meine Teamkameraden unbegrenzte Munitionsvorräte dabei haben, die sie jederzeit bereitwillig mit mir teilen, wenn ich mehrere Kilometer durch pakistanisches Steppenland rennen kann, ohne auch nur ins Schwitzen zu kommen. Und dabei rede ich noch nicht einmal von den pausenlosen Explosionen, den zusammenfallenden Häusern und Kränen, den Verfolgungsjagden durch dicht befahrene Straßen, in denen wie durch Zauberhand eben doch genau die Lücke frei ist, die der Verfolgte und ich brauchen. Nein, realistisch ist Medal of Honor: Warfighter (MoH) nun wirklich nicht.

Scheiß auf Realismus. Das ist Michael Bay!
Dem MG wird kaum mal eine Ruhepause gegönnt. Und falls doch...
Dem MG wird kaum mal eine Ruhepause gegönnt. Und falls doch...

Fangen wir mit der Kampagne an - die beginnt mit einem mächtig gewaltigen Knall. Da fallen ganze Schiffe auseinander, ein Helikopter wird bei regenfeuchter Nacht mit einem zufällig herumliegenden Raketenwerfer aus der Luft gepult, die Feinde gehen schneller drauf als ein Schwarm Sprotten beim Dynamitfischen. Das Ganze dauert nur ein paar Minuten, erst danach folgt, aus welchem Grund auch immer, das Tutorial. Hier sprintet man zur Abwechslung mal nicht über den gewohnten US-Drillcourse, sondern schlüpft in die unrasierte Haut eines Islamterror-Azubis, der das Dahinschlachten von Ungläubigen lernt. Warum das so ist, wird erst viel später klar, bis dahin übernimmt man die Rolle von zwei Soldaten: Preacher und Stump. Beide wechseln sich ab, was nicht nur Sprünge in den Schauplätzen (von Pakistan über die Philippinen und den Jemen bis nach Dubai und Bosnien-Herzegowina), sondern auch in der Zeit bedeutet - viele der Aufträge erlebt man als Erinnerungen.
...dann nur, um einer Verfolgungsjagd Platz zu machen: Zu Fuß, am Steuer eines Wagens oder Bootes.
...dann nur, um einer Verfolgungsjagd Platz zu machen: Zu Fuß, am Steuer eines Wagens oder Bootes.

Meine gut getarnte Familie

Eine der größten Schwächen des Medal-of-Honor-Reboots war neben der schwachen Technik vor allem die dumpfe KI sowie die kurze Kampagne. Mit der Grafik hat der Nachfolger keine Probleme (dazu später mehr), und auch die Designer haben dieses Mal offensichtlich mehr als nur Rambo 3 zur Inspiration zu sehen bekommen. Klar rennt und schleicht man die meiste Zeit mit dem Gewehrlauf voran durch die Gegend. Aber diese Standard-Missionen werden immer wieder durch interessante Alternativen erweitert, die sich nahtlos in die Action einfügen: Mal muss man unter Zeitdruck und auf hohe Entfernung Gegner mit dem Scharfschützengewehr ausschalten, mal vom Helikopter aus die dicken Geschütze sprechen lassen. Auch greifen die Entwickler dieses Mal mehr denn je zum Stilmittel der Verfolgungsjagd: Egal ob im Auto, im Boot oder einfach nur zu Fuß, dauernd ist man auf der Jagd nach bösen Terroristen und fluchtfreudigen Informanten. Klar, Innovationspreise wird es dafür kaum regnen. Dennoch bin ich für die flüssig eingebundene Abwechslung dankbar.

Kommentare

  • Die Kampagnendauer mindestens verdoppeln. Es ist schön das man versucht den Gefühlszwist eines der Hauptdarsteller mittels den Zwischensequenzen darzustellen, jedoch während der Mission kommt dieses generell gar nicht zu tragen und wenn es nur durch Gespräche zwischen den Protagonisten wäre, dann  [...] Die Kampagnendauer mindestens verdoppeln. Es ist schön das man versucht den Gefühlszwist eines der Hauptdarsteller mittels den Zwischensequenzen darzustellen, jedoch während der Mission kommt dieses generell gar nicht zu tragen und wenn es nur durch Gespräche zwischen den Protagonisten wäre, dann wäre zumindest diese glaubwürdiger. Manche der Level gehen schön in die Breite was leider nicht genutzt wird, hier könnte man schön per KI, versuchen einen zu umgehen oder einzukreisen. Die KI geht zwar in Deckung wenn ma sie beschießt, nutz aber leider die Umgebung nicht zu ihrem Vorteil, das sind Gegner schön in erhöhter Position, und dann kommen die auch noch runter. Das sind so die beiden größten Punkte.
  • Ach ja und noch was, oben steht auch das es für den PC die selbe Wertung bekommt wie auf Xbox360 oder PS3, obwohl Herr Kautz auch schreibt, das auf dem PC die Grafik besser ist. Deshalb müsste es allein schon für PC eine bessere Wertung geben, oder nicht??? Wenn nicht, würde mich mal interressieren,  [...] Ach ja und noch was, oben steht auch das es für den PC die selbe Wertung bekommt wie auf Xbox360 oder PS3, obwohl Herr Kautz auch schreibt, das auf dem PC die Grafik besser ist. Deshalb müsste es allein schon für PC eine bessere Wertung geben, oder nicht??? Wenn nicht, würde mich mal interressieren, nach welchen Kriterien ein Spiel noch bzw. noch nicht bewertet wird. Ich tippe, dass es darauf hinausläuft, wie gut ein Spiel vorhandene Möglichkeiten einer Plattform ausnutzt.
  • Das sich EA die Ziele zu hoch gesteckt hat ist klar, geb ich dir vollkommen recht, und das man mit der Leistung das nicht schafft ist mir auch klar. Der historische Treppenwitz bei dieser Sache ist ja, wie schon von anderen angemerkt wurde ... "Medal of Honor" wurde von 2015 Inc.  [...] Das sich EA die Ziele zu hoch gesteckt hat ist klar, geb ich dir vollkommen recht, und das man mit der Leistung das nicht schafft ist mir auch klar. Der historische Treppenwitz bei dieser Sache ist ja, wie schon von anderen angemerkt wurde ... "Medal of Honor" wurde von 2015 Inc. entwickelt. Das Kernteam an "Medal of Honor" macht sich selbstständig und nennt sich Infinity Ward, bastelt "Call of Duty", welches eine Weiterentwicklung von MoH darstellt. "Call of Duty" etabliert sich neben MoH als zweiter WK2-Shooter-Megaseller. Ein paar Jahre koexistieren beiden Franchises wunderbar nebeneinander. Dann macht Infinity Ward CoD 4 - Modern Warfare und MoH verschwindet auf scheinbar Nimmerwiedersehen von der Bildoberfläche. Drei Jahre später, CoD rulert das Genre unangreifbar, versucht es EA doch noch mal, aber statt den Leuten eine richtige Alternative anzubieten oder Genre Military-Shooter weiterzuführen, kommt jetzt das zweite, uninspirierte Möchtegern-CoD. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man bei EA auf die Idee kommt, DAMIT etwas nennenswert zu reissen. Als einzige Erklärung habe ich nur, dass dort Leute entscheiden, die keinen blassen Schimmer von dem haben, was sie den lieben langen Tag tun.

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