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Broken Age (Adventure) von Double Fine Productions
Broken Age
2D-Adventure
Publisher: -
Release:
kein Termin
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Spielinfo Bilder Videos
400.000 Dollar wollten Tim Schafer und sein Team von Double Fine für ihre Kickstarter-Kampagne haben, um ein klassisches Adventure alter Schule zu erschaffen. Doch die Fans spendierten dem Macher von Kult-Abenteuern wie Day of the Tentacle sogar über drei Millionen Dollar und etablierten damit die Schwarmfinanzierung im Spielebereich. Aber reichen Geld und guter Wille alleine aus, um mit Broken Age einen Adventure-Hit zu produzieren?

Die gute alte Zeit

Video
Die englischen Sprecher leisten hervorragende Arbeit.
Fast zwanzig Jahre ist es her, seitdem sich Tim Schafer zuletzt in einem Point'n'Click-Adventure kreativ austoben konnte. Und was hat uns dieser Mann mit seinem herrlichen Sinn für Humor und großartigen Rätseln zum Lachen, Grübeln und Klicken gebracht: Nach seiner Mitarbeit an LucasArts-Klassikern wie The Secret of Monkey Island drücke er dem Genre vor allem mit dem abgedrehten Day of the Tentacle (DOTT) als Nachfolger zu Maniac Mansion (=> zum Rückblick) sowie dem schwarzhumorigen Grim Fandango seinen Stempel auf. Doch auch der thematisch deutlich erwachsenere Biker-Thriller Full Throttle stammt aus seiner Feder.

Nach diversen Ausflügen in Action-Adventure-Gefilde und eher fragwürdigen Experimenten im Bereich der Echtzeit-Strategie – allen voran Psychonauts und Brütal Legend – kehrt man mit Broken Age wie versprochen zu den Wurzeln zurück. Da sind sie wieder, die unterhaltsamen Dialoge im Multiple-Choice-Verfahren, die handgezeichneten 2D-Kulissen mit teilweise wunderschön designten Schauplätzen. Hinzu kommen die liebenswerten Figuren, die stilistisch etwas an die Augsburger Puppenkiste erinnern und die mit ihren simplen Animationen den Eindruck eines Kinderspiels noch weiter unterstreichen. Auch nach zwei Durchläufen werde ich immer noch nicht so recht warm mit dem Stil, der zwar durchaus modern und außergewöhnlich wirkt, aber meinen Nerv einfach nicht trifft. Die Cartoon-Figuren aus DOTT fand ich großartig, den eher realistischen Stil aus Full Throttle passend. Aber hier wollen die Charaktere mit ihren dünnen Streichholz-Beinchen, den hölzernen Bewegungen und der zu sehr auf niedlich getrimmten Mimik nicht zu dem passen, was mir erhofft hatte, als das Projekt auf Kickstarter vorgestellt wurde und der angepeilte Grafikstil selbstverständlich noch kein Thema war. Was fehlt sonst noch an Zutaten für ein klassisches Adventure? Natürlich: Die Rätseleinlagen, die man mit der altehrwürdigen Point'n'Click-Maussteuerung löst.

Keine harten Kopfnüsse

Shay wird etwas zu sehr von der umsorgten Raumschiff-KI "verwöhnt".
Shay wird etwas zu sehr von der umsorgten Raumschiff-KI "verwöhnt".
Und Letztere wird ihrem Namen hier etwas zu sehr gerecht: Man kann den Cursor tatsächlich nur bewegen und auf vorbestimmte Objekte klicken – sei es, um sie zu untersuchen oder automatisch ins Inventar aufzunehmen. Eine Liste an Verben gibt es genauso wenig wie Optionen, um verschiedene Funktionen des Cursors durchzuschalten. Entsprechend begrenzt sind die Möglichkeiten dieser extrem einfachen Steuerungsmethode. Auch das Inventar-Management sowie Interaktionen funktionieren nach dem Drag-and-Drop-System denkbar einfach: Wählt man einen Gegenstand aus dem Inventar aus und hält die Taste gedrückt, kann man ihn bewegen und entweder mit anderen Objekten des Inventars, der Umgebung oder Figuren kombinieren.

Das alles geht herrlich einfach von der Hand, doch vermisst man im Gegenzug Komplexität beim Rätseldesign – und das aus mehreren Gründen: Neben den eingeschränkten Möglichkeiten hinsichtlich der Steuerung ist das Inventar nur selten mit mehr als fünf Gegenständen gefüllt. Zudem sind sämtliche Areale recht klein und damit übersichtlich ausgefallen – kein Vergleich zu den Rätseln, die sich bei Monkey Island 2 über drei große Inseln erstreckt und die grauen Zellen auf Trab gehalten haben. Und sollte es immer noch nicht „Klick“ machen, liefern die Dialoge mit anderen Figuren fast schon penetrant die gesuchten Lösungshinweise. Hier hätte ich von Schafer und seinem Team aufgrund der Historie mehr erwartet. Wo sind die abgedrehten Rätsel, bei denen man auch mal ein bisschen nachdenken und kreativ sein muss? Sie bilden hier leider die absolute Ausnahme und man wird das Gefühl nicht los, in einem Kinderspiel gelandet zu sein, das sich an Zehn- bis Zwölfjährige richtet. Hat Tim Schafer nach seinen Ausflügen in die Sesamstraße etwa vergessen, dass hauptsächlich beinharte Adventure-Cracks seine Kickstarter-Kampagne unterstützt haben, die mit den alten Lucasfilm- und Sierra-Titeln groß geworden sind und ein ähnlich hohes Niveau beim Rätseldesign erwarten? Leider kann Broken Age diese Erwartungen nicht erfüllen.

Kommentare

  • Hast du keine E-Mail bekommen? Project Update #34: To those who can't find their beta keys Backer_white For backers only Posted by Double Fine and 2 Player Productions ? Like We're sorry! We wish you were playing Broken Age RIGHT NOW! Here are the steps to take: 1. Check your email  [...] Hast du keine E-Mail bekommen? Project Update #34: To those who can't find their beta keys Backer_white For backers only Posted by Double Fine and 2 Player Productions ? Like We're sorry! We wish you were playing Broken Age RIGHT NOW! Here are the steps to take: 1. Check your email account junk folder or spam filter to make sure the email wasn't moved somewhere unexpected. 2. Create a Humble Bundle account and go to your library to check your past purchases for the code. 3. Use The Humble key resender here: http://support.humblebundle.com/custome ... y-resender. 4. Email contact@humblebundle.com If your email has changed since you backed, email support@doublefine.com and we'll get you sorted. THANKS! To the rest of you, hope you're digging the beta. Keep those bugs and sweet kind words coming our way Das war eine der Mails in denen das angesprochen wurde. Ansonsten würde ich versuchen einfach den Support anzuschreiben.
  • Äh, wie komme ich als Slacker Backer jetzt eigentlich an Broken Age?
  • Hatte jetzt längere Zeit nur die erste Hälfte (mit Vella) des ersten Teils gespielt und dann bei Shay wegen anderer Dinge unterbrochen. Bin nun durch und das Ende war ja mal sehr cool (hab ich irgendwie nicht kommen gesehen und hat mich geflasht). Die Grafik finde ich wunderschön, versteh da die  [...] Hatte jetzt längere Zeit nur die erste Hälfte (mit Vella) des ersten Teils gespielt und dann bei Shay wegen anderer Dinge unterbrochen. Bin nun durch und das Ende war ja mal sehr cool (hab ich irgendwie nicht kommen gesehen und hat mich geflasht). Die Grafik finde ich wunderschön, versteh da die Kritik irgendwie gar nicht. Stimmen und Sound sind auch sehr gut. Die Story, Charaktere und der Humor haben mir auch sehr gut gefallen. Am ehesten kann ich wirklich die Enttäuschung über die Rätsel verstehen aber die zweite Hälfte mit Shay war schon mal ein Stück schwerer als die mit Vella und wenn sich das weiter steigert ist alles cool. Freu mich jetzt sehr auf Teil 2 und finde meine 15 Dollar Investition sehr gut investiert. Hatte 4 Stunden ne schöne Zeit und wenn es nochmal soviel werden, liegt man damit gut im Bereich vieler Vollpreistitel von damals.

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