The Inner World - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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The Inner World (Adventure) von Headup Games
The Inner World
2D-Adventure
Entwickler: Studio Fizbin
Publisher: Headup Games
Release:
2013
2013
18.07.2013
31.03.2017
31.03.2017
Spielinfo Bilder Videos

Studio Fizbin startet seine eigene Expedition zum Mittelpunkt der Erde: Ihr Fantasiereich Asposien ist ein kugelrunder Hohlraum, umgeben von unendlichen Erdmassen. Als die Idylle von bedrohlichen Drachengöttern terrorisiert wird, muss wieder einmal ein kleiner Naivling die Welt retten. Kann das junge Team aus Ludwigsburg Daedalic Konkurrenz machen?



Das Abenteuer der Flötennase


Video
Warum um alles in der Welt Robert? Wieder mal muss ein naiver Held die Welt retten, diesmal ist sie allerdings hohl.
Für Robert ist die Innenwelt genau so geheimnisvoll wie für den Spieler. Viel mehr als die Klostermauern hat der vom Windmönch Conroy aufgenommene Protagonist offenbar nie zu Gesicht bekommen. Allzu tragisch nimmt der Naivling die strenge Erziehung aber nicht. Er kennt es eben nicht anders und erforscht die mystischen Welt genau so fasziniert wie ich. Obwohl die gezeichneten Kulissen nicht so detailverliebt aussehen wie in The Whispered World hat Asposien einiges zu bieten, das sofort meine Neugier geweckt hat: enge Altstadtgassen, finstere Sümpfe, schwebende Lichtwesen, mechanische Theater und vieles mehr.


Auch die Geschichte wirft von Beginn an interessante Fragen auf. Wie funktionieren die Windbrunnen, welche die Welt mit Luftströmen versorgen und nach und nach versiegen? Warum steigen immer wieder wütende Drachengötter aus ihnen auf, welche angebliche Sünder bestrafen? Warum hat Robert als einziger Asposer keine gestreifte Nase, sondern eine mit Flötenlöchern? Ist die chronische Missmutigkeit der Diebin Laura nur ein schützender Panzer?

Gestresste Diebin

 

Süß aber angriffslustig: Taube Hack macht ihrem Namen alle Ehre.
Süß aber angriffslustig: Taube Hack macht ihrem Namen alle Ehre.
In erster Linie stört sie sich daran, dass Robert vom verhassten Windmönch Conroy aufgezogen wurde - und natürlich an den naiven Kommentaren, die er zu jeder Gelegenheit von sich gibt. Er kennt nicht einmal die Bezeichnungen für die landesübliche Währung. In seinem Gespräch mit dem Müllhändler kommt ihm das allerdings zu Gute, denn der interpretiert Roberts Fragen als Aufforderung zum Handeln. Robert wiederholt einfach so lange die ihm unbekannten Begriffe wie „Aspiriri“ oder „Asp“, bis der der entnervte Händler ihm eine Handpuppe und Taubenfutter schenkt.

 

Zu Beginn des Abenteuers macht sich Robert auf die Jagd nach der wurstförmigen Taube „Hack“, welche Conroys Amulett gestohlen hat und unheimlich lustig animiert ist. Ähnlich wie die Drachen in Skyrim fliegt sie gerne rückwärts, hackt auf alles und jeden ein und neigt den Kopf ständig zur Seite – was ungeheuer putzig aussieht. Wer sich in Hack verliebt hat, kann sie übrigens nachhhäkeln: In der Retail-Fassung liegt eine Anleitung dazu bei.


Diebische Tauben und ätzende Frösche

Der hochgiftige Schrof ätzt schlimmer als ein Alien - obwohl er eigentlich ein ganz umgänglicher Zeitgenosse ist.
Der hochgiftige Schrof ätzt schlimmer als Gigers Aliens - obwohl er eigentlich ein ganz umgänglicher Zeitgenosse ist.

Auf der Jagd nach der diebischen Taube erfährt Robert, dass die asposische Lebensrealität nur bedingt den Lehren seines Meisters entspricht. Also sucht er Diebin Laura und macht sich mit ihrem Erdschlitten auf in den finsteren Sumpf. Dort erhoffen sie sich, das Rätsel um Lauras verschwundenen Vater zu lüften. Auch dort wimmelt es von liebenswert verschrobenen Figuren. Das hochgiftige Froschwesen „Schrof“ z.B. ist ziemlich einsam, weil jeder Gesprächspartner bei der kleinsten Berührung stirbt. Damit er sich nicht durch den Waldboden ätzt, muss er immer auf einem Stein sitzen.

Ähnlich gefährlich ist der verschollene Windmönch, in dessen Falle Robert getappt ist. Er ist zwar annähern taub und blind, verschießt seine Armbrust-Pfeile trotzdem mit tödlicher Genauigkeit. Auch eine freundlich gemeinte Unterhaltung stimmt ihn nicht um. Die Dialoge sind bei weitem nicht so witzig wie die in Daedalics The Whispered World, der dezent eingesetzte Humor passt aber gut zum Spiel.

Kommentare

Chibiterasu schrieb am
Habe nach Night of the Rabbit jetzt noch "the inner world" an zwei Abenden durchgespielt.
Die niedrige Wertung hat mich jetzt auch echt sehr überrascht.
Ich fand das rundum gelungen.
Es ist kurz, aber die Charaktere sind sehr charmant und einfallsreich, die Vertonung ist gut, die Geschichte nett, die Rätsel meist logisch (hab einmal ne Lösung verwendet) und vor allem fand ich persönlich den Humor recht gelungen.
Und ich hatte nur einen kleinen Bug, der keinerlei Auswirkungen auf den Spielverlauf hatte.
Schade, dass das bei euch anders war und ihr deswegen das Spiel so abgewertet habt (das mit dem einen Spielstand, der immer überschrieben wird, ist echt ne unglückliche Lösung die ich generell in den meisten Spielen nicht so mag).
Inhaltlich hat es die niedrige Wertung aber eigentlich nicht verdient - da würde ich es sofort jedem Adventure-Fan empfehlen.
4P|Jan schrieb am
Laut den Entwicklern sind die erwähnten Beispiele bekannte Bugs. Es war natürlich sehr freundlich, dass mir so schnell mit einem anderen Spielstand geholfen wurde. Aber als Käufer würde es mich ganz schön nerven, wenn ich nur auf diese Weise weiterkäme. Vor allem, weil man ja pro Durchgang nur einen Spielstand anlegt, welcher ständig überschrieben wird.
bigben666 schrieb am
Klar sind Plotstopper sehr ärgerlich. Es scheint doch aber so zu sein, dass die bei gefühlten 99% der Leute nicht vorkommen. Wie gesagt, wenn man sich die Adventureforen so anschaut, hat (fast) keiner Ärger damit. Auch liest man in anderen Tests nichts davon. Und als Einzelstichprobe bei mir konnte ich es auch ohne Bugs durchspielen.
Im Test hier wird aber der Eindruck erweckt, dass der Spieler laufend mit Bugs konfrontiert wird, was nicht der Realität entspricht. Und wenn man im Fazit die ganze Zeit auf Bugs rumreitet, sollte man sich als professioneller Tester doch zumindest die Mühe machen, das Spiel auch auf einem anderen System zu testen. Wenn dann beim 2. und 3. Rechner wieder laufend Bugs auftreten, soll man das auch stark in die Wertung einfließen lassen. So wird aber ein Spiel fälschlicherweise schlechter geredet als es wirklich ist.
froschhund schrieb am
Ich kann zu diesem konkreten Spiel nichts sagen, da ich es (noch) nicht gespielt habe, aber ich werde hier interessanterweise an meine Schulzeit erinnert.
Man kennt ja die Situation - bei der Matheschularbeit hat man eine Aufgabe durchgerechnet und am Ende ist das Ergebnis falsch, weil man irgendwo 10 Rechenschritte weiter vorne eine Zahl falsch multipliziert hat.
Jetzt gibt es den Typus Lehrer, der sagt "Naja, das ist ja ein kleiner Folgefehler, eigentlich ist das Beispiel richtig gelöst" und dir lediglich ein, zwei Pünktchen abzieht.
Das Problem an dieser Sichtweise ist: Wenn der Statiker mit dieser Mentalität aufwächst und seine Brücken später ebenso berechnet, dann stürzt das Ding nunmal ein wenn er statt Mega-Newton kilo-Newton in die Formel eingesetzt hat. (Achtung, absichtlich überspitzte Darstellung).
Fakt ist, in der Praxis interessiert sich niemand für die korrekte Herleitung, Abfolge oder Richtigkeit der einzelnen Schritte zur Lösung der Gesamtaufgabe. Das Einzige, das zählt, ist das Endergebnis.
Und gerade bei einem Adventure, dessen einziges Gameplay-Element aus dem korrekten Lösen streng linearer (!) Rätselketten besteht - die sich als herkömmliche Zustandsautomaten modellieren lassen und deren Korrektheit streng genommen nicht nur berechenbar, sondern sogar beweisbar ist - sind Plotstopper aus Softwareentwicklungssicht schlichtweg arm.
Topmoderne 3D-Rendering-Engine? Nö. Kollisionsabfrage? Nö. Pfadfindungsroutinen? Nö. Künstliche Intelligenz? Nö. Physikengine? Nö. Multiplayer inkl. Netzcode? Nö.
Aber wir haben es nicht geschafft, die Rätselketten korrekt zu implementieren...
bigben666 schrieb am
Ich kann die Wertung in diesem Fall leider nicht nachvollziehen.
Mit Bugs hatte ich keine Probleme und wenn ich mir sonst so Kommentare in Foren anschaue, scheint dies auch bei der überwiegenden Mehrheit so zu sein. Klar sollen auch Bugs in besonderen Konstellationen erwähnt werden, mir scheint das aber der Hauptgrund für die nur mittelmäßige Bewertung zu sein und dementsprechend ist der Punkt m.E. viel zu stark gewichtet.
Und das Beispiel mit den unlogischen Rätseln hinkt doch sehr stark. Es gibt eine Hot Spot-Anzeige, die die Stelle unter dem Stein zeigt. Nutzt man die Anzeige nicht gerne, leuchtet der Hotspot trotzdem rechtzeitig auf, sobald man mit dem Zeiger in die Nähe des Steins kommt. Ist das denn das einzige "unlogische" Rätsel? Das Spiel ließ sich von mir, ohne das ich das grosse Adventure-As bin, ohne Probleme und ohne Lösungshilfe etc., durchspielen. Man muss nur was um die Ecke denken können und dann sind die Rätsel durchweg plausibel.
Ich habe nichts gegen eine kritische Rezension, die Kritikpunkte sind hier aber schlecht nachzuvollziehen.
schrieb am

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