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Europa Universalis 4 (Strategie) von Paradox Interactive
Europa Universalis 4
Hereinspaziert, ihr Generäle, Tyrannen, Könige: Knapp vierhundert Jahre voller Konflikte, Herausforderungen und Umwälzungen warten in Europa Universalis 4 auf eure Entscheidungen. Von der Zeit des Kolumbus bis zur französischen Revolution reicht die Spannweite dieses historischen  Abenteuers. Aber Vorsicht: Wer sein nationales Zahnrad überdreht, wird von der Geschichte zermalmt.

Aller Anfang ist schwer

Video
Europa Universalis 4 inszeniert über knapp 400 Jahre Geschichte - von der Expansion der Osmanen im 15. Jahrhundert bis zur französischen Revolution im 18. Jahrhundert.
Wie fühlt es sich an, die Verantwortung für eine von über 200 Nationen zu übernehmen? Nicht für eine mickrige Legislaturperiode, sondern über ganze Epochen? Faszinierend und frustrierend zugleich. Dieses vierte Europa Universalis spielt sich etwa so, als würde man ein antikes Automobil voller exotischer Schalthebel sowie blinkender Anzeigen fahren. Obwohl man Gas geben kann, hat man gerade in den ersten Jahrzehnten nicht die volle Kontrolle über das Lenkrad und damit die Richtung – man steuert scheinbar ins Ungewisse. Aber keine Bange: Hinter zig Wimpeln, Knöpfen und verwirrenden Menüs könnt ihr Entscheidungen treffen, die eure Nation in der Spur halten. Aber was mache ich bloß wann? Und wie reagiere ich am besten auf Geisterfahrer wie Revolutionen oder Eroberer?

Der Einstieg ist gepflastert mit Fragezeichen und Ernüchterungen. Wer nach der Praxis der vom Allgemeinen zum Besonderen strukturierten, aber letztlich zu oberflächlichen Tutorials einfach mal das Nötigste macht und die Zeit beschleunigt, wird immer wieder ins Abseits geschleudert. Selbst, wenn man auf die Empfehlung der Weltkarte hört und
Was ist neu in Europa Universalis IV? Hier die wesentlichen Zusätze:

- eine zoombare 3D-Weltkarte
- neues Machtpunkte/Forschungssystem
- neues Handelssystem
- König kann Feldherr sein
- spürbare Kriegsfolgen
Ottomanen, Kastilien oder Frankreich wählt, die „ideal für Neueinsteiger“ sein sollen. Als (vermeintlich) erfahrener Spieler habe ich bei meinen Versuchen erst die Hanse und dann Venedig gegen die Wand gefahren. Hamburg & Co habe ich nach 50 Jahren in den Ruin gewirtschaftet, weil ich zu schnell Berater und Einheiten produzierte; dann lief es zwar mit den Italienern etwas besser, aber plötzlich standen Österreicher vor Mailand und die Türken fluteten die Adria  – keine Chance mehr für das von zwei Seiten bedrängte Venedig. Was hatte ich falsch gemacht? Viel, sehr viel. Es fehlte vor allem die diplomatische und wirtschaftliche Vorbereitung auf diese äußeren Bedrohungen. Es fehlte die strategische Planung.

Ein Zahnrad im historischen Getriebe

Im Gegensatz zur Sicherheit und stufenweisen Ausbreitung eines Civilization, wo man von
Welches Land darf es sein? Über 200 Nationen von Ulm bis Russland spielbar - auch indianische Völker.
Welches Land darf es sein? Über 200 "Nationen" von Ulm über Schweden bis Russland sind spielbar - auch indianische Völker. Aber Vorsicht: Man kann mit einem Zwergstaat nicht die Welt erobern. Es geht eher darum, wie lange man sich wie gut im Flickenteppich der Macht halten kann.
den Ursprüngen an fast alles direkt entscheiden und langsam aufbauen kann, übernimmt man in Europa Universalis ein viele Jahre oder gar Jahrhunderte existierendes Volk, eine Nation oder ein Bündnis. Dabei kann man sich eine Startepoche vom 15. bis 18. Jahrhundert aussuchen, so dass es zu Spielbeginn ganz unterschiedliche Machtverhältnisse sowie Staatenbeziehungen gibt. Diesen Status quo sollte man hinsichtlich aktiver Bündnisse, traditioneller Fehden sowie Stärken und Schwächen noch vor dem ersten Klick genau studieren, damit man seine eigene Rolle einschätzen und auf geostrategische Gefahren besser reagieren kann. Man kann im Zeitalter der Entdeckungen um Amerika kämpfen oder sich im Dreißigjährigen Krieg den religiösen Verirrungen stellen - all das verlangt andere Schwerpunkte. Und die Clausewitz-Engine wird euch kleine Konflikte und große Katastrophen en masse servieren.

Egal für welche Epoche man sich entscheidet: Die Zukunft ist nicht offen, sondern gespickt mit zufälligen, aber auch festen historischen Ereignissen wie religiöse Verfolgungen, plötzlichen Epidemien oder politische Unruhen. Mal muss man Wendungen wie den Tod des Regenten inkl. sinkender Stabilität ertragen, mal darf man sich zwischen Pest und Cholera entscheiden – sehr selten bekommt man einfach nur etwas geschenkt. Aber dann freut man sich riesig: Etwa wenn man über die Einstellung eines Hofmalers recht günstig die Stabilität des Landes erhöhen kann. Man übernimmt quasi ein Zahnrad, das sich im riesigen Gewinde der Geschichte dreht. Wenn man mit Ulm oder Münster startet, bekommt man ein ganz neues Gefühl für Winzigkeit, wenn Napoleon durchrauscht und die liebevoll gepflegte „Nation“ nebenbei hinwegfegt - mit diesen kleinen Staaten hat man militärisch keine Chance und spielt eigentlich nur gegen die Zeit. Wie lange kann man sich halten? Selbst wenn man die vermeintlich starken Briten mit ihrer mächtigen Flotte begleitet, befindet man sich mitten im Hundertjährigen Krieg, hat überall Feinde sowie enorme laufende Kosten. Außerdem sind da diese verflixt aufmüpfigen Schotten! Nicht zu vergessen die Iren. Und die eigenen Adligen.

Kommentare

  • Ich finde, dass EU4 schon von Beginn ziemlich rund gelaufen ist und die Ebenen recht sinnvoll ineinander greifen. Vielleicht liegt es noch an meiner fehlenden Erfahrung, aber im Ironman-Modus ist es immer nicht einfach. Meine Venedig-Partie läuft zwar sehr gut, aber hätten mich unmittelbare  [...] Ich finde, dass EU4 schon von Beginn ziemlich rund gelaufen ist und die Ebenen recht sinnvoll ineinander greifen. Vielleicht liegt es noch an meiner fehlenden Erfahrung, aber im Ironman-Modus ist es immer nicht einfach. Meine Venedig-Partie läuft zwar sehr gut, aber hätten mich unmittelbare Nachbarn wie z.B. die Ottomanen, Frankreich oder Österreich inkl. Bündnispartner ernsthaft ins Visier genommen, wäre mein Aufstieg schnell ins Wanken geraten. Auch jetzt wäre ich verwundbar, wenn die Franzosen nicht so aggressiv an meiner Seite handelten. Ich wüsste jetzt nicht unbedingt, wie ich ohne großes Glück mit "Nationen" wie Köln, Aachen oder Mecklenburg auf einen grünen Zweig kommen sollte. In ca. 130 Jahren habe ich schon zwei Kriege verloren: Einmal gegen Mailand, weil Österreich als Kasierreich einige völlig unabhängige Nationen (Polen, Litauen, Sachsen etc.) mit in den Krieg gezogen hat. In Brescia gab es eine Schlacht zwischen 120 vs. 110 Regimentern, die ich aufgrund von Flussüberquerungs-Mali, sowie negativer Würfelergebnisse verloren habe. Das andere Mal gegen die Krim, als ich bündnistreu den Österreichern gegenüber war und die Ottomanen knapp gegen mich gewannen, die auf Seiten der Krim aktiv waren. Als größte Handelsmacht weltweit kann ich verlorene Kriege glücklicherweise durch Bezahlung kurz vor richtig schmerzhaften Verlusten zur Beendigung verhandeln. Mittlerweile verhält sich die Bündnis-, sowie Gegner-KI in Kriegen nicht desaströs. Zumindest ist das meine Sicht. Dieses Netz an unzähligen Nationen und Interessen lebt eben auch davon, dass nicht jede Handlung durchschaubar ist. In der Regel verhalten sich meine Nachbarn aber plausibel. Man hätte mich nur vorher angreifen müssen. Die Friedenszeiten könnten besser gestaltet werden, das stimmt. Der Handel verläuft ziemlich passiv und die Events sind meist ärgerlich und in guten Phasen dann auch noch zahlreich. Es läuft dann oft leider darauf hinaus, dass man erobert, stabilisiert, aufbaut, erobert, stabilisiert, aufbaut usw. usf. Im Gesamten aber ein großartiges Spiel. Die DLC-Pakete sind sinnvoll und ein weiterer Patch ist kurz vor der Erscheinung.
  • Ich kann da auch nur bewundern wieviel Detailarbeit drin steckt. Man kann da jeden Berufszweig einzeln beeinflussen und so theoretisch unglaublich viele verschiedene Wege einschlagen was genau für ein Land man sein will. Aber mir ist das zuviel. EUIV ist genau richtig. Wenn man das erstmal kapiert  [...] Ich kann da auch nur bewundern wieviel Detailarbeit drin steckt. Man kann da jeden Berufszweig einzeln beeinflussen und so theoretisch unglaublich viele verschiedene Wege einschlagen was genau für ein Land man sein will. Aber mir ist das zuviel. EUIV ist genau richtig. Wenn man das erstmal kapiert hat, spielt es sich sehr flüssig. CK2 finde ich ein bisschen fumelliger weil da diese Mikromanagementebene reinkommt, aber auch das geht dann ja. Würde mich daher auch für ein Vicky 3 interessieren, denn wenn da die Entwicklung so ist wie von EU3 auf 4, dann nähert sich das ganze meinem IQ an.
  • Ohja vicky 2 ist richtig gut, aber kapiert habe ich es kein bischen

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