Expeditions: Conquistador (Strategie) von Logic Artists
Expeditions: Conquistador
Expeditions: Conquistador
Runden-Strategie
Entwickler: Logic Artists
Publisher: Logic Artists
Release:
30.05.2013
Spielinfo Bilder Videos
Als Kolumbus Amerika entdeckte, begann eine der wichtigsten Umwälzungen im politischen Gefüge der Weltgeschichte: Wo einst Indianerstämme jagten, herrschten knapp 300 Jahre später die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Siedler stießen aber auch nach Süden vor, u.a. nach Mexiko, wo spanische Entdecker auf Azteken und andere Eingeborene trafen. Konquistadoren nannte man sie und dieses Spiel erzählt ihre Geschichte.

Die guten Christen

Sie waren Entdecker, Abenteurer, Soldaten: Konquistadoren zogen mit einem Tross an Kämpfern über den Kontinent, um die Neue Welt zu erschließen. Nein, nicht erschließen – auszubeuten. Ein Konquistador sehnte sich nach dem Gold der Azteken, Mayas oder Inkas,
Video
Der Trailer zeigt Spielszenen von der Eroberung Südamerikas.
die Legende von El Dorado blühte unter den spanischen Eroberern auf. Einheimische schlugen sie meist rücksichtslos nieder, um ihr eigenen christlichen Siedlungen zu gründen.

Und einen solchen Menschen spiele ich in Expeditions: Conquistador...

Strategie und Taktik

Ähnlich wie Heroes of Might & Magic oder King's Bounty verbindet Expeditions: Conquistador das Zug-um-Zug-Erforschen einer weitläufigen Welt mit dem taktischen Rundenkampf, sobald man auf einen Gegner trifft oder ein entsprechendes Ereignis auslöst. Als Schauplatz dient das Gebiet des heutigen Mexikos, auf dem Anfang des 16. Jahrhunderts zahlreiche Stämme leben und sowohl untereinander als auch mit den spanischen Neuankömmlingen im Streit liegen.

Die Gruppe meines Konquistadors trifft auf Stammesführer und andere Personen, hilft bei
Independent-Wurzeln
Expeditions: Conquistador entstand in Dänemark, genauer gesagt bei dem unabhängigen Studio Logic Artists in Kopenhagen.

Eine Kickstarter-Kampagne legte vor einem knappen Jahr die Grundlage für die Finanzierung des Projekts. 70.000 Dollar kamen dabei zustande - wären es 160.000 geworden, hätte Logic Artists es eine zusätzliche Kampagne sowie detaillierte Grafiken kreieren können.
Streitigkeiten und erledigt kleine Gefallen. Das kann die Beschaffung wertvoller Artefakte oder  das Überbringen einer Botschaft sein. Auch das Auslöschen eines Banditen sowie die Verteidigung eines Forts kann dazugehören. Meist winken finanzielle Belohnungen, günstigere Preise auf einzelnen Marktplätzen, oft verbessert man sogar die Beziehung zum Auftraggeber.

Schwere strategische Entscheidungen treffe ich allerdings nicht. Die Entwicklung der Geschichte und die Beziehungen zu verschiedenen Figuren erinnert eher an ein Rollenspiel, das von Dialogen und Entscheidungen getragen wird. Ich war allerdings überrascht, wie viele gut geschriebene Zeilen ich hier lesen durfte. Und wie häufig ich einen Konflikt durch Diplomatie oder richtige Entscheidungen umgehen konnte!

Kommentare

  • Leute, ich will eine ordentliche Spielkritik lesen, keine zeitgeistangepasste moralische Wertung über historische Vorgänge für die ihr gar nicht qualifiziert seid. Ich finde es gerade gut, dass Conquistador die Historie nicht verfälscht und daraus ein rosarotes politkorrektes Abenteuerspielchen à  [...] Leute, ich will eine ordentliche Spielkritik lesen, keine zeitgeistangepasste moralische Wertung über historische Vorgänge für die ihr gar nicht qualifiziert seid. Ich finde es gerade gut, dass Conquistador die Historie nicht verfälscht und daraus ein rosarotes politkorrektes Abenteuerspielchen à la ?wir ham uns alle ganz dolle lieb? macht. Ich habe Geschichte studiert und sehe das differenzierter, denn man kann eine Zeit nur aus sich selbst heraus beurteilen. Moralische Standards ändern sich nun mal und Protagonisten verschiedener Epochen waren vollkommen anders sozialisiert als wir heute. Sie aus heutiger Sicht zu verdammen oder zu verurteilen ist schlichtweg belanglos. Unsere heutigen moralischen Standards, die sich im Laufe der Zeit auch wieder wandeln werden, würde ein Mensch vergangener Epochen als vollkommen verrückt und selbstzerstörerisch beurteilen. Sind wir heute wirklich besser? Wie werden uns die Menschen in ein paar hundert Jahren beurteilen? Ich bitte euch, unqualifizierte moralische Urteile in Zukunft zu unterlassen Ach naja, grundsätzlich ist ja alles, was Du da (bezüglich der Unangemessenheit von Moralisierungen bei der Interpretation von Geschichte) schreibst weitgehend richtig und lesenswert. Du nennst solcherlei Wertungen "belanglos", auch das kann man sicher so sehen. Aber gerade weil es belanglos ist, ist es zumindest in einem Rahmen wie diesem hier auch nicht weiter verwerflich (sofern es nicht in ideologischer Absicht geschieht - etwas, dessen Schmädigs Kritik unverdächtig ist). Einfache Sympathiebekundungen - oder eben das Gegenteil davon - sollten im eher trivialen (geschweige denn wissenschaftlichen) Rahmen einer Spielekritik doch drin sein. Ist ja jetzt nicht so, als hätte Schmädig hier irgendwelche Pamphlete verfasst oder sowas. So wie ich das verstanden habe, versucht Conquistador die damalige Zeit ungeschönt und möglichst realistisch darzustellen ohne zu werten. Für mich als jemand, der Spiele mit historischem Hintergrund liebt, sofern die Historie nicht nur als bloße Kulisse dient, sondern die Zeit auch Ernst genommen wird mit allen Konsequenzen, ist das eine klare Kaufempfehlung! Abgesehen davon ist Expeditions: Conquistador (vielleicht hast Du es ja mittlerweile schon gespielt) auch mitnichten so historisch "korrekt" wie Du es Dir erhofft hast. Es inszeniert gewissermaßen die Taten der spanischen Eroberer als großes, spannendes Abenteuer. Die Konquistadorenclique würfelt sich bunt aus Frauen und Männern zusammen und sorgt mit ihren (toll geschriebenen und sehr unterhaltsamen) Plaudereien stets für einen Hauch von Soap-Opera. Es gibt überwiegend oft die Möglichkeit, sich moralisch einwandfrei zu verhalten und unter der sehr großen Auswahl von Charakteren befinden sich strenggenommen viel zu viele nette Helden von nebenan. Wobei es betontermaßen auch möglich ist, sich eine Gruppe von fiesen Drecksäcken zusammenzustellen und sich in der Handlung des Spiels dementsprechend "niederträchtig" zu verhalten. Die Frage ist natürlich - stören einen solche historischen Verzerrungen überhaupt? Mich jedenfalls definitiv nicht, denn ein Spiel wie Expeditions erhebt nicht den Anspruch historischer Korrektheit, sondern präsentiert sich eher als Abenteuerspiel in einem fiktional-pseudohistorischen Setting. So betrachtet würde ich Dir das Spiel sehr empfehlen, solange Du nicht mit einem historischen Anspruch daran trittst.
  • @ Benjamin Schmädig Nein, nicht erschließen ? auszubeuten. Ein Konquistador sehnte sich nach dem Gold der Azteken, Mayas oder Inkas, die Legende von El Dorado blühte unter den spanischen Eroberern auf. Einheimische schlugen sie meist rücksichtslos nieder, um ihr eigenen christlichen Siedlungen zu  [...] @ Benjamin Schmädig Nein, nicht erschließen ? auszubeuten. Ein Konquistador sehnte sich nach dem Gold der Azteken, Mayas oder Inkas, die Legende von El Dorado blühte unter den spanischen Eroberern auf. Einheimische schlugen sie meist rücksichtslos nieder, um ihr eigenen christlichen Siedlungen zu gründen. Und einen solchen Menschen spiele ich in Expeditions: Conquistador... Oh, böse böse, das geht ja gar nicht. Leute, ich will eine ordentliche Spielkritik lesen, keine zeitgeistangepasste moralische Wertung über historische Vorgänge für die ihr gar nicht qualifiziert seid. Ich finde es gerade gut, dass Conquistador die Historie nicht verfälscht und daraus ein rosarotes politkorrektes Abenteuerspielchen à la ?wir ham uns alle ganz dolle lieb? macht. Ich habe Geschichte studiert und sehe das differenzierter, denn man kann eine Zeit nur aus sich selbst heraus beurteilen. Moralische Standards ändern sich nun mal und Protagonisten verschiedener Epochen waren vollkommen anders sozialisiert als wir heute. Sie aus heutiger Sicht zu verdammen oder zu verurteilen ist schlichtweg belanglos. Unsere heutigen moralischen Standards, die sich im Laufe der Zeit auch wieder wandeln werden, würde ein Mensch vergangener Epochen als vollkommen verrückt und selbstzerstörerisch beurteilen. Sind wir heute wirklich besser? Wie werden uns die Menschen in ein paar hundert Jahren beurteilen? So wie ich das verstanden habe, versucht Conquistador die damalige Zeit ungeschönt und möglichst realistisch darzustellen ohne zu werten. Für mich als jemand, der Spiele mit historischem Hintergrund liebt, sofern die Historie nicht nur als bloße Kulisse dient, sondern die Zeit auch Ernst genommen wird mit allen Konsequenzen, ist das eine klare Kaufempfehlung! Ich bitte euch, unqualifizierte moralische Urteile in Zukunft zu unterlassen und einfach nur Spiele auf Herz und Nieren in Punkto Technik, Gameplay und Spielspaß zu testen. Dafür lese ich euch und vertraue auch auf eure Wertungen in einem Bereich, wo ich nicht die Expertise dazu habe.
  • Für momentan 10? (steam) ist es ein Klasse Kauf... Wer Spiele wie XCOM, Heroes, KB, JA2 usw mag kann für den Preis nicht viel falsch machen. So long

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