Legends of Eisenwald - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Legends of Eisenwald (Strategie) von Aterdux Entertainment
Rollenspiel & Strategie im Mittelalter
Legends of Eisenwald wurde von Aterdux Entertainment aus Minsk über Kickstarter finanziert und am 2. Juli veröffentlicht. Das weißrussische Team definiert es als Mischung aus Rollenspiel und Strategie mit Rundengefechten sowie einfacher Wirtschaft. Also eine Art Might & Magic im Mittelalter? Ob das für 27,99 Euro erhältliche PC-Spiel überzeugen kann, verrät der Test.

Ritter Berthold und Karl der Jäger

Manchmal ist das Artdesign wie ein Omen. Es kann nicht nur ein Fingerzeig für den Stil, sondern auch für Stimmung und Qualität sein – man denke z.B. an The Banner Saga. Bei der Figurenwahl zwischen Ritter, Baronin und Mystiker fragte ich mich: Will da jemand voller Eifer ein mittelalterliches Spectaculum inszenieren, um sich dann in einem kitschigen Märchenwald zu verlieren? So schlimm ist es zwar nicht geworden, aber viel hat nicht gefehlt, wenn man irgendwann von Kirchenchören und Panflöten begleitet auf Ritter Berthold oder Burg Frosch trifft.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Entwickler haben sich viel Mühe mit dem Szenario gegeben, das innerhalb der
Einsteiger werden vorbildlich an die Hand genommen - es gibt viele Beispiele und eine komplette deutsche Version.
Einsteiger werden vorbildlich an die Hand genommen - es gibt viele Beispiele und eine komplette deutsche Version.
umfangreichen Kampagne auch seine gemütlichen Reize hat. Man zieht seinen Helden, der knapp ein Dutzend Krieger repräsentieren kann,  über eine malerische Karte mit Wäldern, Dörfern, Klöstern und Burgen, die mittelalterlich designt sind und sich im Wechsel von Tag und Nacht anpassen – auch manche Quests haben Zeitbezug. Das Abenteuer spielt tatsächlich in Deutschland, zu Beginn werden vor allem Brandenburg und Mecklenburg sowie die Elbe genannt; eine Karte zeigt Burgen im Gebiet zwischen Alpen und Nordsee. Aber so interessant unsere Heimat im Mittelalter auch war, die Erzählweise in diesem Spiel wirkt mitunter albern, dröge bis befremdlich.

Die Elbe brennt, der Spieler pennt

Zu Beginn hat man die Wahl zwischen drei Helden mit anderen Fähigkeiten.
Zu Beginn hat man die Wahl zwischen drei Helden mit anderen Fähigkeiten.
Auch wenn die Weißrussen betonen, bekennende Rollenspieler zu sein und sogar Anekdoten wie „Die Geschichte der brennenden Elbe“ über zwei Seiten einflechten: Sie hätten es lassen und sich mehr auf Planung und Strategie statt Abenteuerflair mit Gerüchten, Quests & Co konzentrieren sollen. Die Geschichte und die Regie laden eher zum Einschlafen als zum Mitfiebern ein. Ich habe mich stellenweise an bebilderte Kinderbücher zum Rittertum erinnert gefühlt, wenn ich in der Taverne den Gerüchten lauschte. Das liegt nicht nur an der Namenwahl wie „Otto von Küstenkauz“ oder „Klauslin Seidlitz“, die keine nachvollziehbare historische Linie verfolgt, sondern auch an den vielen gestelzten Dialogen.

Immerhin kann man dort Entscheidungen treffen, die sich auch auf das Ende auswirken. Überhaupt ist es die Offenheit sowie der Freiraum der Karte mit all den unbekannten Orten, die nach dem sehr zähen Einstieg zunächst zum Weiterspielen animiert: Man muss mit kleiner Truppe seine Familienburg zurückerobern und das Land befrieden, was angesichts der vielen Rebellen und verfeindeten Untertanen gar nicht so einfach ist. Dabei kann man sich seine Allianzen unter diversen Burgherren aussuchen, indem man andere attackiert, darf innerhalb der vielen kleinen Quests etwas recherchieren und sich langsam wieder an die Macht kämpfen, wobei man die Ausgaben und Einnahmen beachten muss.

Kommentare

Isterio schrieb am
4P|T@xtchef hat geschrieben:
Isterio hat geschrieben:Leider habe ich mir das Spiel bereits geholt, da ich eine Art Expedition: Conquistador erwartet habe.
Nein, da kommt es nicht heran - weder erzählerisch noch taktisch. Übrigens: Das Team entwickelt bereits ein ähnliches Abenteuer, Expeditions: Vikings, das wir uns auf der gamescom näher ansehen. Bin mal gespannt. Wenn die Entwickler aus den Defiziten gelernt haben, könnte das sehr interessant werden. Mehr dazu hier:
http://www.4players.de/4players.php/spi ... ndigt.html
Danke, ich habe die Neuigkeiten bereits gesehen und ich bin zuversichtlich, dass dies mehr Spass macht, als LoEW. Das Setting klingt interessant.
Und Banner Saga 2 kommt ja auch demnächst mal raus (nächstes Jahr?). Schade habe ich keinen Nintendo 3DS, sonst würde ich dieses FireEmblem Dingens auch gerne anzocken.
4P|T@xtchef schrieb am
Isterio hat geschrieben:Leider habe ich mir das Spiel bereits geholt, da ich eine Art Expedition: Conquistador erwartet habe.
Nein, da kommt es nicht heran - weder erzählerisch noch taktisch. Übrigens: Das Team entwickelt bereits ein ähnliches Abenteuer, Expeditions: Vikings, das wir uns auf der gamescom näher ansehen. Bin mal gespannt. Wenn die Entwickler aus den Defiziten gelernt haben, könnte das sehr interessant werden. Mehr dazu hier:
http://www.4players.de/4players.php/spi ... ndigt.html
drankenstone schrieb am
MrLetiso hat geschrieben:
Bansheroom hat geschrieben:Der ganze Artikel ist mir persönlich zu subjektiv aus der Sicht des Author geschrieben. Die Story-texte sind nicht alle einwandfrei aber deutlich besser als ICH es von einer deutschen Übersetzung eines weißrussischen Entwicklers erwartet hätte.
Einiges im Artikel ist auch schlicht falsch bzw. vlt. war es in einer früheren Version auch anders, das würde auch die Passage mit den gelegentlichen Abstürzen erklären, denn die waren beim Erscheinen des Artikels bereits per Patch behoben. 6 Truppen darf man ebenso bereits ohne Burg dabei haben. Dann kommt, zumindest für die ersten drei Burgen, jeweils ein Platz hinzu.
Das "fehlerhafte" 2te Ziehen der Bogenschützen kommt ebenso daher dass Bogenschützen 2 Angriffe haben wenn kein feindlicher Kämpfer nebenan steht...
Die "fehlenden" Popups bei Stufenaufstiegen erhält man per Rechtsklick aufs Porträt...
Und ja, der verursachte Schaden wird wirklich zuerst auf dem Lebenspunktebalken und dann als Zahl angezeigt, was für ein fieser Bug.
Auf tatsächliche Unstimmigkeiten wie z.B. dass man nur im Kampf Heilzauber sprechen, zwischen den Kämpfen aber nur (teure) Heiltränke oder (teure) externe Heiler in Anspruch nehmen kann wurde gar nicht eingegangen.
Ich habe nicht den Eindruck das 4Players sich mit dem Spiel ausreichend auseinandergesetzt hat. Die Kommentare bei Steam und auch Bewertungen von Spielern und anderen Magazinen bei metacritic sprechen jedenfalls eine deutlich andere Sprache als dieser "Test".
Erster Kommentar und gleich so ein langer Beitrag über Kritik an der Kritik zu einem Spiel, dass bei den meisten unter dem Radar fliegt?
Ich hoffe deine 2165+ Kommentare waren besser als dieser...
muecke-the-lietz schrieb am
Bansheroom hat geschrieben:Der ganze Artikel ist mir persönlich zu subjektiv aus der Sicht des Author geschrieben. Die Story-texte sind nicht alle einwandfrei aber deutlich besser als ICH es von einer deutschen Übersetzung eines weißrussischen Entwicklers erwartet hätte.
Einiges im Artikel ist auch schlicht falsch bzw. vlt. war es in einer früheren Version auch anders, das würde auch die Passage mit den gelegentlichen Abstürzen erklären, denn die waren beim Erscheinen des Artikels bereits per Patch behoben. 6 Truppen darf man ebenso bereits ohne Burg dabei haben. Dann kommt, zumindest für die ersten drei Burgen, jeweils ein Platz hinzu.
Das "fehlerhafte" 2te Ziehen der Bogenschützen kommt ebenso daher dass Bogenschützen 2 Angriffe haben wenn kein feindlicher Kämpfer nebenan steht...
Die "fehlenden" Popups bei Stufenaufstiegen erhält man per Rechtsklick aufs Porträt...
Und ja, der verursachte Schaden wird wirklich zuerst auf dem Lebenspunktebalken und dann als Zahl angezeigt, was für ein fieser Bug.
Auf tatsächliche Unstimmigkeiten wie z.B. dass man nur im Kampf Heilzauber sprechen, zwischen den Kämpfen aber nur (teure) Heiltränke oder (teure) externe Heiler in Anspruch nehmen kann wurde gar nicht eingegangen.
Ich habe nicht den Eindruck das 4Players sich mit dem Spiel ausreichend auseinandergesetzt hat. Die Kommentare bei Steam und auch Bewertungen von Spielern und anderen Magazinen bei metacritic sprechen jedenfalls eine deutlich andere Sprache als dieser "Test".
Das ist wohl so ziemlich die beste Kritik an einem Test, die ich hier seit langem lesen durfte. So sollte das immer aussehen.
Ich kenn das Spiel nicht, aber man merkt einfach schon beim Durchlesen, dass dein Text Hand und Fuß hat.
+1
Isterio schrieb am
Danke für den Test. Obwohl man sich am Text stören kann, bin ich mit der Wertung durchaus einverstanden. Leider habe ich mir das Spiel bereits geholt, da ich eine Art Expedition: Conquistador erwartet habe. Doch selbst an dieses relativ "simple" (doch sehr unterhaltsame) Spiel reicht es nicht heran. Legends of EW ist ziemlich langweilig. Von Strategie, Taktik oder Wirtschaft merkt man kaum etwas.
Frage an andere Spieler:
Bei der ersten Mission scheine ich Probleme mit 2 Quests zu haben ...
SpoilerShow
1. Ich finde den Ort nicht, wo mir ein Händler den Schädel von diesem alten Priester abkaufen soll. Bei welchem Stein bei welchem Südtor zur welcher Zeit soll das sein? In der Stadt Quellirgendwas ist zwar ein Händler, doch der gibt mir keinen Dialog für den Schädel im Inventar.
2. Dann dachte ich, dass ich alternativ den Schädel im Norden auf einem Hügel zu einem Baum bringen kann in der Nacht, um eine schwarze Halskette zu bekommen, wenn ich die Geisterfrau von ihrem Fluch erlöse. Wo soll das sein? Ich finde den Ort nicht. Den Quest habe ich über die Hexe im Hexenhaus erhalten.
schrieb am

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