NASCAR The Game 2013 (Rennspiel) von Eutechnyx
NASCAR The Game 2013
NASCAR The Game 2013
Simulation
Entwickler: Eutechnyx
Publisher: -
Release:
24.07.2013
Spielinfo Bilder Videos
Formel-1-Ikone Alain Prost verglich seinen Ferrari einst mit einem Truck – die pikierten Italiener setzten ihn daraufhin glatt vor die Tür. Ganz klar: Prost war auf dem falschen Pflaster unterwegs. Hätte er den Vergleich  am Steuer eines NASCAR-Boliden gezogen, sein Teamchef hätte ihm mit Kusshand gratuliert! Bleibt die Frage, ob die nordamerikanischen Superspeedways den viermaligen Weltmeister nicht linksrum in den Schlaf gelullt hätten...

Three wide

300 Sachen auf dem Tacho und zwischen Tür und Begrenzungsmauer passen gerade mal zwei Daumen, zur Klinke des Nebenmanns ein Daumen mehr. Der hat selbst einen Wagen neben sich – zu dritt hängen wir auf dem Gefälle des dreckigen Asphalts. In zwei Sekunden werden wir uns nebeneinander in die Kurve legen, Platz für Fehler gibt es nicht. Berührungen sind zwar keine Seltenheit, allerdings können solche Überholmanöver
Video
Gentlemen, start your engines: NASCAR The Game fängt die Atmosphäre des amerikanischen Kreisverkehrs überzeugend ein.
mehrere Runden dauern. Ganz davon zu schweigen, dass sich häufig Dutzende Wagen rundenlang im Pulk bewegen. Immerhin beschleunigen nach einem Start mehr als 40 Geschosse Rad an Rad. Und das ist Schwerstarbeit für Fingerspitzengefühl und Nerven! Denn NASCAR bedeutet minutenlange Duelle ohne Zeit zum Luftholen.

Fußgefühl

Was auf den langen Geraden eines großen Speedways aufregend ist, kann in den Kurven haarsträubend sein. Denn anders als die Boliden der Formelserien kleben die Fahrzeuge nicht wie aerodynamische Wunderwerke auf der Straße. Ein NASCAR-Auto muss man mit Samthandschuhen fahren – abrupte Gewichtsverlagerungen durch eine schnelle Änderung der Beschleunigung oder des Lenkeinschlags bringen es gefährlich ins Schlingern. Im Handumdrehen touchiert es dann den Nebenmann und löst im schlimmsten Fall eine Kettenreaktion aus oder rast unaufhaltsam in Richtung Streckenbegrenzung.

Und dieses Fahrverhalten fängt NASCAR The Game ausgesprochen gut ein: Das gefühlvolle Spiel mit Gas und Bremse, bei dem erfahrene Piloten beim Herausfahren aus
Three wide: Spätestens jetzt tobt der Puls.
Three wide: Spätestens jetzt tobt der Puls.
einer Kurve Zeit gewinnen, weil sie langsam die Bremse lösen, während sie behutsam aufs Gas treten, gibt das Spiel überzeugend wieder. Durch ruhige Korrekturen lässt sich ein Fehler korrigieren, ein Dreher durch den geschickten Einsatz der Kupplung verhindern. Man kann mit Gas, Bremse und Kupplung lenken – das ist wichtig.

Mir fehlt lediglich ein fühl- oder wenigstens hörbares Feedback, wenn das Fahrzeug langsam die Bodenhaftung verliert. Es ist unerlässlich, diesen Grenzbereich zu erkennen, da er den Unterschied zwischen erfolgreichem Überholmanöver und Dreher ausmachen kann. Und weil man die Simulation nicht wie einen realen Boliden unterm Hintern spürt, sollte sie die Information auf anderem Weg vermitteln.

Kommentare

  • Ich hatte letztens mal die Möglichkeit NASCAR 2013 am PC mit einem Driving Force GT anzuspielen. Ich hatte mir dort einen einfachen Arcade-Racer als Abwechslung zu iRacing erwartet, aber einiges hat mich dann doch enttäuscht. Zum einen hatte ich Probleme überhaupt das Lenkrad richtig einzustellen,  [...] Ich hatte letztens mal die Möglichkeit NASCAR 2013 am PC mit einem Driving Force GT anzuspielen. Ich hatte mir dort einen einfachen Arcade-Racer als Abwechslung zu iRacing erwartet, aber einiges hat mich dann doch enttäuscht. Zum einen hatte ich Probleme überhaupt das Lenkrad richtig einzustellen, da ich keine Kalibrierungs-Option im Spiel finden konnte. Nach einigen Anpassungen im Profiler und dem Force Feedback-Einstellungen bin ich dann zum ersten Rennen in Daytona gestartet. So richtig warm wurde ich aber nicht mit der Steuerung, da mir diese zu unpräzise ist und zu wenig Feedback liefert. Es war mir nie möglich die Linie am Apron oder an der Mauer zu halten. Nachdem ich mich damit abgefunden hatte, startete ich in's Qualifying. Dort konnte ich auf den höchsten Schwierigkeitsgrad in die Top 10 fahren, doch beim Rennen wendete sich das Blatt. Das erste Manko für mich ist, dass man die Kontrolle des Wagens erst ab der Start-/Ziellinie übernehmen kann, was es schwierig macht, den richtigen Lenkeinschlag auf Anhieb zu finden. Das nächste Manko ist die rüpelhafte K.I., die der Meinung ist, das NASCAR ein Kontaktsport ist. Zudem konnte ich auch kaum mit dieser mithalten, weil man sich ja diese bekloppten Upgrades kaufen muss, die nichts mit der echten NASCAR zu tun haben, da dort die Grundvoraussetzungen für alle gleich sind. Nachdem ich also in den Top 40 zurück gefallen war, schaute ich mir erstmal an, was die Anderen so treiben. Dabei fiel mir auf, dass in den Kurven von Daytona maximal ein 3-wide möglich war, was im Gegensatz zum Original zu wenig ist, da dort auch locker 4-wide möglich ist. Dieser Eindruck bestätige sich auch danach in Phoenix. Wenn man z.B. ein Bild vom Game und der realen Welt nebeneinander stellt fällt auf, dass die Autos in NASCAR 2013 wesentlich größer sind als beim Original. Beispielsweise sind die realen Autos etwa so hoch wie die SAFER-Barriers, beim Spiel sind sie deutlich über der Selbigen. Das soll's jetzt auch mit der Kritik gewesen sein. Das unter Gelb der Autopilot eingeschaltet wird halte ich z.B. für nicht so schlimm, darauf haben die meisten Spieler wahrscheinlich eh keine Lust. Positiv an dem Spiel finden ich die gut anschaubare Grafik aber auch die gelungene Atmosphäre, wie z.B. Darrell Waltrip der einen zum Rennen begrüßt. Wäre die Steuerung nicht so indirekt und das Force Feedback etwas präziser würde ich es vielleicht spielen wollen, aber in dem aktuellen Zustand ist es für mich wenig Spaß bringend. Mir ist durchaus bewusst das dies ein absoluter Arcade-Racer ist und rein gar nichts mit einer Simulation zu tun hat, aber zumindest eine präzise Steuerung würde ich erwarten. Doch für alle die nicht durch iRacing "vorgeschädigt" sind, ist dieses Spiel sicherlich einen Blick wert, sofern das entsprechende Interesse an Oval-Racing bzw. NASCAR besteht. PS: 4Players, habt ihr vielleicht mal vor iRacing zu testen? Der einzige deutsche Test von GameStar ist ja leider ziemlich miserabel und benötigt unbedingt einen Ausgleich.
  • D4v3 schrieb:
    Und die Rennen in der Nascarserie gehen ja teilweise über 200 Runden Ist das in dem Spiel auch möglich? Ich wünsche euch was und danke euch für die Antworten
     [...]
    D4v3 schrieb:
    Und die Rennen in der Nascarserie gehen ja teilweise über 200 Runden Ist das in dem Spiel auch möglich? Ich wünsche euch was und danke euch für die Antworten
    Also ich kann 160 Runden bei Indianapolis einstellen. Bei anderen Strecken evtl. auch mehr. Es ist auch kein Arcade-Rennen und keine Sim wie iRacing. Eher Irgendwo dazwischen, aber eher mehr Sim. Man kann das Setup fein anpassen und wenn man alle Fahrhilfen deaktiviert, ist es nicht einfach damit zu fahren. Was die Online-Spieleranzahl angeht, also ich bin schon mit 16 Spieler gefahren. Ob mehr geht weiß ich nicht. Mir persönlich ist iRacing viel zu viel Hardcore und zu teuer. Außerdem kann man nur in der Cockpitansicht damit fahren. Andere Kamereansichten gibt es bei iRacing nicht während des Rennens wie Motorhaubenansicht oder Verfolgerkamera. Und wie schon gesagt: Ein gescheites Lenkrad wie G27 oder Fanatec ist ein muss!! Nur so macht es Spass!
  • Seit ich Nascar Racing 2003 lange Zeit gefahren bin halte ich von diesen Semi Simulationen leider nicht so viel. Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass das Spiel ja eher die große (amerikanische) Fangruppe anspricht als nur die Hardcoresimracer. Das ist auch in Ordnung. Dirt spricht ja z.B.  [...] Seit ich Nascar Racing 2003 lange Zeit gefahren bin halte ich von diesen Semi Simulationen leider nicht so viel. Wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass das Spiel ja eher die große (amerikanische) Fangruppe anspricht als nur die Hardcoresimracer. Das ist auch in Ordnung. Dirt spricht ja z.B. auch eher den Gelegenheitsrallyfahrer an, während sich 98% der selbigen an einem Richard Burns Rally hoffnungslos die Zähne ausbeißen würden. Die Ovalrennen sind übrigens häufig anstrengender als jeder noch so komplizierte Roadcourse. Also 2 Stunden Nordschleife sind leichter als 2 Stunden Darlington, oder noch besser, Bristol. Wer einmal Bristol heile hinter sich hat, weiß, was er geleistet hat. Da hab' ich seinerzeit in 'ner Liga sogar meinen ersten Sieg überhaupt eingefahren, dabei kann ich die Strecke absolut nicht leiden. Nachteil für Gelegenheitsracer ist bei den Ovalrennen aber grundsätzlich die Tatsache, dass ohne Lenkrad nicht viel geht. Übrigens gibt es für rFactor eine recht gute Mod der Nascar Serie und die entsprechend gut organisierten Ligen gibt's auch dazu. Das ist dann aber eben wieder nur für die Hardcoresimracer oder solche die es werden wollen zu empfehlen.

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