Hyper Light Drifter - Test, Action, PC - 4Players.de

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Hyper Light Drifter (Action) von Heart Machine
Sprachlos schön
Action-Adventure
Entwickler: Heart Machine
Publisher: -
Release:
kein Termin
31.03.2016
31.03.2016
31.03.2016
26.07.2016
Q3 2016
Q3 2016
26.07.2016
Spielinfo Bilder Videos
"Du also auch?", habe ich dem Bekannten eines sozialen Netzwerks erwidert, nachdem der sein Profilbild mit dem Logo von Hyper Light Drifter ersetzt hatte. "Es ist so gut!", antwortete er nur – und spätestens da wollte ich mir das Spiel genauer ansehen. Dabei hatte ich die Hommage an Zelda gar nicht auf dem Radar, denn mit Links Prinzessinnenrettung verbindet mich praktisch nichts. Es ist aber völlig egal, ob man Zelda kennt oder nicht: Das zauberhafte Abenteuer ist aus sich selbst heraus ein fantastisches Erlebnis!

Stumm und vielsagend

Die Geschichte braucht keine Worte: Starke Bilder und ein famoser Soundtrack erzählen von einer Welt, deren Titanen erstarrt sind, deren stumme Kanonen von Ranken überwachsen und steinerne Hochhäuser nur noch Erweiterungen schroffer Felsen sind.

Ein Kämpfer taucht in dieser Welt auf. Sein leuchtendes Schwert scheint ihren Kreaturen überlegen, aber der Drifter ist von einem Unheil befallen, das ihn wie eine Krankheit überall hin begleitet. Immer wieder übergibt er sich – tatsächlich scheint der Befall im Verlauf des Abenteuers stärker zu werden, anstatt zu verschwinden.

Fantasie statt Erklärgespräche

Ist dieser Kämpfer überhaupt der titelgebende Drifter? Die Vermutung liegt auf der Hand, genannt wird er aber nie als solcher. Immerhin kommt das gesamte Spiel ohne einen einzigen Dialog aus. Selbst wenn sich der Drifter mit den Bewohnern einer kleinen Ortschaft unterhält oder mit Helden, denen er unterwegs begegnet, bestehen Sprechblasen
Famose Bildsprache: Preston erzählt die Geschichte der Spielwelt über fantasievolle Umgebungen.
Famose Bildsprache: Preston erzählt viel über die fantasievollen Umgebungen.
immer aus Bildern. Hyper Light Drifter ist weniger kryptisch als Transistor, regt aber die Fantasie an wie kaum ein zweites. Weil Spielemacher und Grafikkünstler Alex Preston ausführliche Stichpunkte vorgibt, anstatt zu erklären, liegt es an den Köpfen seiner Spieler, sie zusammenzufügen. Ich fühle mich an frühere Spiele erinnert, die einen großen Teil ihrer Erzählung ebenfalls meiner Fantasie überließen, anstatt sich durch tausend Erklärgespräche selbst zu entzaubern.

Inspiriert scheint der Entwickler auch von Ico oder Shadow of the Colossus, denn ähnlich wie in den Spielen von Fumito Ueda verschwimmen die erzählerischen Grenzen zwischen Gut und Böse, während das Ziel, das Besiegen starker Wächter, als klares Ziel erscheint. Schon die schwarze, scheinbar klebrige Krankheit, ganz offiziell eine Metapher für Prestons eigene Herzerkrankung, erinnert an Uedas Symbolik. Mehr als Ueda erzählt Preston dabei über ausdrucksstarke Kulissen – ein Titan, der wie
Sperrige Spielstände

Hyper Light Drifter legt seine Speicherdateien nicht online ab und verschlüsselt sie noch dazu so, dass sie nicht ohne Weiteres auf einem zweiten Rechner verwendet werden können.

Wer das tun will, muss auch auf dem zweiten Rechner einen Spielstand anlegen und sowohl diesen als auch die zu kopierende Datei in einem Editor wie z.B. Notepad++ öffnen. Die .sav-Dateien befinden sich im Ordner Users-[NAME]-AppData-Local-HyperLightDrifter.

Ab Zeichen Nummer 81 muss nun der komplette Eintrag der Originaldatei an dieselbe Position der zweiten Datei kopiert werden.
angewachsen einen fernen Berg umklammert, könnte alleine ein Buch füllen.

Säulen der Macht

Von Beginn an scheint klar, dass der Drifter in dieser Welt einen alten Mechanismus aktivieren muss, um das Übel, das ihn begleitet, zu besiegen. Vier Säulen stehen im Zentrum des Mechanismus' und vier Wächter, jeder ein mächtiger Gegner am fernen Ende eines großen Areals im Norden, Süden, Osten und Westen, schützen jeweils eine Säule. Also macht sich der Kämpfer auf den Weg, den Mechanismus auszulösen...

Schon auf dem Weg dorthin begegnet er gefährlichen Kreaturen, verschlossenen Toren und tödlichen Fallen – es ist gut, dass das Spiel nach Betreten jedes Abschnitts speichert, um den Drifter im Fall seines Todes am Eingang des Abschnitts wiederzubeleben. Immerhin erwarten ihn mit fordernden Kämpfen und akrobatischen Sprüngen zahlreiche Herausforderungen, die ihn selten beim ersten Scheitern das Leben kosten, aber schnell für einen Abzug seiner Gesundheit sorgen.

Kommentare

gollum_krumen schrieb am
Chibiterasu hat geschrieben:Ist ja bei mir auch meckern auf hohem Niveau. Hab's ja beim Erscheinen des ersten Trailers sofort unterstützt.
Bin auch zufrieden - aber meine Erwartungshaltung war halt noch höher.
Geht glaub ich einigen Unterstützern so.

Kann ich verstehen. Das ist der Grund, warum ich prinzipiell bei Spielen, dir ich mir so oder so zulegen will, alle Schotten bis zum Release runterfahre. Nur so viel Hype, dass mein Geldbeutel grünes Licht gibt, danach nicht mal mehr ein Screenshot.
Chibiterasu schrieb am
Ist ja bei mir auch meckern auf hohem Niveau. Hab's ja beim Erscheinen des ersten Trailers sofort unterstützt.
Bin auch zufrieden - aber meine Erwartungshaltung war halt noch höher.
Geht glaub ich einigen Unterstützern so.
gollum_krumen schrieb am
Chibiterasu hat geschrieben:Was bleibt (und was eigentlich den größten Anteil daran hat, dass es für mich als Backer ne leichte Enttäuschung war) ist die Tatsache, dass sie jede Menge geplanten Content gestrichen haben.
Das müsstest du mir schon argumentieren, warum das das Spiel für dich schlechter machen würde, wenn es inkludiert wäre? ;)

Nee nee, der Punkt ist natürlich geschenkt. Hab halt das Glück, komplett über HLD gestolpert zu sein. Kannte es nicht, bis ich es auf gog geschenkt bekommen habe. Erwartungshaltung nur gebildet durch Zitat des Schenkenden: "zieh dir das ma rein, du stehst doch auf so surrealen scheiß". Jep, auf sowas steh ich.
Chibiterasu schrieb am
Ja, zur Musik: sicher Geschmackssache.
Billig finde ich die Trailermusik nicht - dafür den Rest teilweise uninspiriert und monoton (zweiteres passt sicher zur Atmosphäre). Ist für mich auch keine generelle Disasterpiece Sache, weil ich den von FEZ zb lieber habe.
Ich fand ihn auch hier absolut nicht schlecht, hab mir aber etwas mehr Industrial erhofft.
Das mit dem Heilen hab ich ja schon mit wem anderen länger diskutiert. Wenn es euch gefällt, gut so.
Es hat aber schon seinen Grund, dass die Entwickler daran sogar noch rumgeschraubt haben und anscheinend ist hier wirklich die Fixierung auf 30FPS das Problem.
Beim Driften ergibt es irgendwie wenig Sinn für mich, dass es auf der Tastatur leichter für mich ist - und doch war es so.
Mehr kann ich dazu auch nicht mehr sagen.
Was bleibt (und was eigentlich den größten Anteil daran hat, dass es für mich als Backer ne leichte Enttäuschung war) ist die Tatsache, dass sie jede Menge geplanten Content gestrichen haben.
Das müsstest du mir schon argumentieren, warum das das Spiel für dich schlechter machen würde, wenn es inkludiert wäre? ;)
gollum_krumen schrieb am
Chibiterasu hat geschrieben:Ich hab es damals unterstützt und auch bereits durchgespielt (nicht zu 100%, aber fast).
Es hat mir wirklich auch sehr gut gefallen und man kann mit dem Spiel so wie es ist sehr zufrieden sein.
Dennoch bleiben am Ende ein paar Enttäuschungen bzw. Änderungswünsche.
Zb für mehr Komfortfunktionen (würde den Wiederspielwert für mich erhöhen). Ich hätte gerne eine Ingame-Liste, wo man sieht in welcher Himmelsrichtung einem noch wieviele Aufrüstcontainer fehlen. Mit der Zeit hat man keine Ahnung mehr, wo man schon genau gesucht hat.
Ich hätte auch gerne in jedem Gebiet jeweils noch einen Teleporter direkt vor der Bosstüre. Teilweise erreicht man die nämlich nur über Umwege und nicht so, wie es die Übersichtskarte suggeriert - einmal hinfinden würde reichen.
Beim Gameplay gefällt mir auch fast alles, nur die im Test angesprochene Verzögerung beim Heilitem macht hektische Kämpfe ungleich schwerer. Ist natürlich so gewollt - manchmal wird es aber echt krampfig.
Wenn von allen Seiten Geschosse und Gegner auf einen zukommen und man nur hektisch nach ner Sekunde Ruhe sucht um sich zu heilen, verliert man auch gerne die Spielfigur aus den Augen und es kommt schnell zum Tod.
Wird man beim Heilen getroffen, verliert man auch noch ein Heilitem - aber die Heilung findet nicht statt.
Und das Dauerdriften (man gleitet schnell über Fallen und Hindernisse hinweg) ist einfach ein Stück zu mühsam.
Man braucht perfektes Timing beim Buttondrücken und dabei noch eine sehr genaue Reaktion um da zu manövrieren.
Ich habe immer vom Gamepad auf Maus+Tastatur umgestellt damit ich die schwersten Passagen schaffe. Und selbst dann waren es meist 30 Versuche aufwärts...(mit Gamepad war mir das teilweise unmöglich).
Die Präsentation ist top. Mir gefällt der Stil wirklich sehr gut und der Soundtrack ist sehr passend.
Ich hätte mir...
schrieb am

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