The Book of Unwritten Tales 2 - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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The Book of Unwritten Tales 2 (Adventure) von Nordic Games
Zurück in Aventásien
Puzzle-Adventure
Entwickler:
Publisher: Nordic Games
Release:
20.02.2015
18.09.2015
18.09.2015
Spielinfo Bilder Videos

Das haarige „Vieh“ und seine nicht ganz so flauschigen Mitstreiter sind zurück: Fünf Jahre nach dem Debüt bekommt unser Adventure des Jahres 2010 endlich einen ausgewachsenen Nachfolger. Erneut dreht sich die Geschichte um magische Verschwörungen in einem an Tolkien erinnernden Fantasy-Universum, garniert von Unmengen alberner Anspielungen auf Rollenspiel-, Geek- und Fantasy-Kultur. Ob Wilbur, Nate & Co begeistern können, klärt der Test.



Langweiliger Frieden?

Mit den Vieh Chroniken gab es zwar bereits 2011 einen Serien-Ableger, doch der lag nach der Pleite von Publisher HMH lange auf Eis und wirkte bei Release dementsprechend unfertig. Diesmal wollte Entwickler King Art aus Bremen die Rückmeldungen von Spielern fürs Feintuning nutzen: The Book of Unwritten Tales 2 erschien scheibchenweise in Steams Early-Access-Programm. Pünktlich zur Freischaltung der finalen Fassung kommt das Spiel heute auch in zwei physikalischen Varianten in den Handel. Die Geschichte startet ein Jahr nach dem Ende des Vorgängers. Die Armee der Schatten wurde besiegt und die Fantasy-Welt Aventásien muss mit dem ungewohnten Frieden klarkommen. Gnom Wilbur ärgert sich als Zauberei-Professor mit besserwisserischen Schülern herum und Elfe Ivo langweilt sich in der schrecklich perfekten Idylle ihres Elternhauses.

Zurück in Seefels.
Zurück in Seefels!
Schade, dass das Abenteuer so gemächlich startet: Eine geheimnisvolle Seuche scheint zwar allerlei Wesen in pinkfarbene Dinge zu verwandeln und in der Zeitung erfährt Ivo, dass der liebenswerte Gnom Wilbur angeblich den Erzmagier ermordet haben soll. Bevor ich den Ungereimtheiten auf den Grund gehen kann, muss ich mich allerdings erst einmal aus dem Hausarrest befreien und allerlei nur mäßig interessante Rätsel hinter mich bringen: Mal locke ich ihren eitlen Vogel  mit einem Spiegel in die Falle, damit ich ungestört das Anwesen erkunden kann, später bringe ich eine Reihe von Zutaten zu einem Medizinbuch, damit es Ivos ungewöhnliche „Krankheitssymptome“ deuten kann.

Die Magie der Bücher

Es lohnt sich aber, dranzubleiben, denn sobald ich mit Wilbur Seefels erforscht habe, versank ich sofort wieder in der faszinierenden Fantasy-Stimmung, die schon Teil 1 ausgestrahlt hat – und dann begann auch die Geschichte wieder interessant zu werden. Der frisch ernannte Magieprofessor bemerkt schnell, dass mit dem Rektor der Lehranstalt etwas faul ist. Der Paragraphenreiter beauftragt Wilbur mit einer Vielzahl beinahe unschaffbarer Aufgaben, mit denen er das heruntergekommene Institut auf Vordermann bringen soll. Soll Wilbur seinen Mentor, den Erzmagier, schlecht darstehen lassen, damit die hinterlistige Cybill van Buren bei der anstehenden Wahl gegen ihn gewinnt? Droht gar ein Anschlag auf den Erzmagier – wie die Musketier-Ratte Rémi voraussagt? Oder ziehen insgeheim noch viel einflussreichere Mächte im Hintergrund die Fäden? Warum war die plötzlich wieder aufgetauchte Lehranstalt jahrzehntelang verschwunden – und wieso sind manche Zimmer wie die Bibliothek noch immer nicht zurückgekehrt?

Schlimmer als ein Forentroll: Der unmotivierte Hausmeister weiß alles besser und stichelt ohne Rücksicht auf Verluste.
Schlimmer als ein Forentroll: Der unmotivierte Hausmeister weiß alles besser und stichelt ohne Rücksicht auf Verluste.
Die heruntergekommene Schule gehört zu den Highlights der wunderhübsch gestalteten Kulissen. An allen Ecken und Enden finden sich verschnörkelte Erker und jede Menge liebevoll designtes Gerümpel. Wenn Wilbur durch einen schummrig beleuchteten Raum schreitet, verdustert plötzlich sein riesiger, fein dargestellter Schatten die Hälfte des Raums, sehr idyllisch! Auch der Turm in Seefels, ein Luftschiff und viel andere Orte wirken wie gezeichnet, weil King Art neuerdings auf die Projection-Mapping-Technik zurückgreift. Dabei werden großflächige Zeichnungen über ein Drahtgitter im Hintergrund gelegt und dann physikalisch korrekt zurechtgezupft. Durch Pinselstriche und die teilweise ins Bild gemalte Beleuchtung wirken Farben und Details malerischer als bei klassischen Polygonen mit ihren kleinen Texturen. Die komplett dreidimensionalen Figuren davor selbst sehen zwar nicht ganz so beeindruckend aus, wurden aber fein und variantenreich animiert. Leider lockern die Entwickler die Bildregie nur selten mit Perspektivwechseln oder Nahaufnahmen auf. Warum das bei der neuen Technik besonders knifflig ist, erfahrt ihr übrigens in unserer Vorschau zu Silence: The Whispered World 2, welches allem Anschein nach eine deutlich dynamischere Kameraregie bekommt.

 

Kommentare

mindfaQ schrieb am
Deshalb lohnt es sich mMn Deponia, wenn schon, dann in Englisch zu spielen. Dort ist die Vertonung und Besetzung in Ordnung.
Todesglubsch schrieb am
Hab Deponia eigentlich nie gespielt, von daher kann ich wegen dem Humor nichts sagen - aber ich kann Rufus einfach nicht hören. Ich mag ja Monty Arnold eigentlich, aber ich finde ihn hier sowas von fehlbesetzt. Da hätte ich lieber noch ein weiteres mal Sascha Rotermund ertragen.
knusperzwieback schrieb am
adventureFAN hat geschrieben:Mir gehts eher um den Humor von Deponia, mit welchem ich mal so gar nichts anfangen kann.

Ging mir ähnlich. Wobei bei der Knicke-die-knicke-knack-oh-yeah-Szene konnte ich dann doch ganz gut lachen. :biggrin:
Die Rätsel fand ich aber nett, so dass ich es durchgespielt habe und mir auch die anderen Teile wohl früher oder später zulegen werde.
Edna hab ich mal 2-3 Stunden gespielt. Damit wurde ich allerdings gar nicht warm.
Svenc schrieb am
adventureFAN hat geschrieben:Mir gehts eher um den Humor von Deponia, mit welchem ich mal so gar nichts anfangen kann.
Der etwas ZU kindgerechte Grafikstil und die (größtenteils) unsympathische Synchronsprecher tun ihr übriges.
Aber paar Rätsel sind ganz nett.

Deponia habe ich bis heute auch nicht zu Ende gespielt, aus ähnlichen Gründen (der erste Teil endete dazu relativ offen und ohne viel Entwicklung im Plot). Gerade der Charakter von Rufus und die zum Teil gewagten Ausflüge in späteren Teilen wurden auch international heiß diskutiert. Aber das Spiel hat definitiv seinen eigenen (eigenwilligen) Stil und Charakter -- von den meisten Standard-Adventures kann man das nicht sagen. Oder wie Yahtzee gerade in seinem Grim-Fandango-Review so grandios sagt (für mich bis heute das Planescape:Torment der Sparte, Spiele-Feinschmecker wissen, was ich damit meine): http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... ngo-Review
The usual chain of use thing on thing to get next thing is threaded through a showcase of colorful intrigues and characters that Manny's gotten to know over the last year and it paints him as more likable and savvy than the standard adventure game's stock clueless twat!
:mrgreen:
schrieb am

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