Hellblade: Senua's Sacrifice - Test - 4Players.de

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Hellblade: Senua's Sacrifice (Action) von Ninja Theory
Fluch und Segen
Action-Adventure
Entwickler: Ninja Theory
Publisher: Ninja Theory
Release:
08.08.2017
08.08.2017
Spielinfo Bilder Videos
Das ungleiche Paar Monkey und Trip, die einem Trauma entflohene Kat oder die mit der Realität fremdelnde und trotzdem starke Kai: Tameem Antoniades hat faszinierende Figuren erschaffen, seit er als kreativer Kopf des britischen Studios Ninja Theory actionreiche Abenteuer kreiert. Kein Wunder also, dass ausgerechnet er tiefer in den Kopf einer Heldin eindringt, als es je ein Entwickler getan hat. Aber kann Hellblade: Senua's Sacrifice in unserem Test auch spielerisch überzeugen?


Hölle auf Erden

Nun ist Antoniades nicht der Erste, der sich für die Psyche seiner Protagonistin interessiert; das haben gerade in den vergangenen Jahren sogar recht viele getan. Und dennoch standen die psychologischen Besonderheiten im Vorfeld der Veröffentlichung von Hellblade vollkommen zurecht im Mittelpunkt, denn der Spieleregisseur und sein Team haben mit großem Aufwand die Symptome geistiger Störungen recherchiert und einer keltischen Kriegerin zuteilwerden lassen, die sich auf den ersten Blick kaum von Nariko, Bayonetta und anderen Heldinnen unterscheidet. Offensichtliche Teile ihrer Geschichte werden wir in den folgenden Abschnitten übrigens vorwegnehmen.
Um die Seele ihres Geliebten zu retten, geht Senua in die Hölle.
Um die Seele ihres Geliebten zu retten, geht Senua in die Hölle.

Immerhin kämpft auch Senua gegen mythische Kreaturen und löst Rätsel, um Türen zu öffnen. Sie tut das, um ihren Geliebten zu retten. Seine Seele steckt wohl in dem Schädel, den sie bei sich trägt, und sie reist dafür in die Hölle – oder vielmehr einen Ort, den sie dafür hält. Denn anders als die Widersacher gewöhnlicher Heldinnen scheinen „ihre“ Kreaturen nicht real zu sein: Nach dem Tod lösen sie sich in den Schatten auf, aus denen sie gekommen sind. Und die Tore, durch die Senua gehen muss, sind vermutlich nie verschlossen.

Gegen die Grenzen der eigenen Fantasie


Antoniades zeichnet das Bild einer psychisch Kranken, die nur deshalb von einer Dunkelheit spricht, weil zur ihrer Zeit, der Zeit der Wikinger, keine andere Diagnose möglich war. Was Hellblade dabei so besonders macht ist die Intensität, mit der Ninja Theory Senuas Kampf gegen die inneren Dämonen erlebbar macht.
Wirklichkeit und Wahnsinn verschmelzen dabei zu einem großen Fantasy-Abenteuer, in dessen Mittelpunkt die Heldin steht, nicht der Kampf.
Wirklichkeit und Wahnsinn verschmelzen zu einem Fantasy-Abenteuer, in dessen Mittelpunkt seine Heldin steht, nicht der Kampf.


Zum einen ist da natürlich die Tatsache, dass man als Spieler nicht vorankommt, ohne die Kreaturen zu besiegen. Man tut das, indem man leichte und schwere Angriffe verschieden kombiniert, mit einem schnellen Schritt ausweicht, ankommende Hiebe im richtigen Moment zurückwirft und Schildträger mit einem Kniestoß aus dem Gleichgewicht bringt. Die Kämpfe sind wuchtig und taktisch geprägt - Ninja Theory lässt hier erfolgreich seine Muskeln spielen, obwohl die Gefechte im Gegensatz zu Heavenly Sword, Enslaved und Devil May Cry nur einen relativ kleinen Teil des Abenteuers ausmachen.

Zum anderen sind da Rätsel, die nichts mit Schaltern oder Mechanismen zu tun haben, sondern meistens auf dem Beobachten der Umgebung beruhen. Oft muss man etwa die Form eine Rune finden - z.B. in den Ästen eines Baums, wenn man aus der richtigen Richtung drauf schaut. An anderer Stelle wechselt Senua scheinbar zwischen zwei Dimensionen: Mal sieht sie eine Ruine in der Gegenwart, mal das Haus, das sie gewesen ist. Man erlebt also nichts, was nicht auch Tyler Durdens Fantasie hätte erschaffen können, ist dabei aber stets von dem gefangen, was auch Senua aufhält.

Kommentare

mafuba schrieb am
Ok. Danke fuer die ehrliche Antworten.
Schade. Stehe eigentlich auf diesen Psycho-Krams.
Ich such mir dann ein anderes Spiel :)
Usul schrieb am
Hokurn hat geschrieben: ?
22.08.2017 16:13
Die unendlichen Gegnerwellen sind in vielen Situationen eben genau richtig. Zumindest in MW2 und 3 hat man versucht einen Krieg dazustellen. Da geht es nicht um ein kleines Squad-Gefecht sondern einen großen Krieg. Dem einzelnen Soldaten muss das unendlich vorkommen. Während er durch den Schauplatz wandert. Da kann es nicht sein, dass man nach 30 Soldaten das Gefecht z.B. vor dem weißen Haus aufgelöst hat auch wenn das mit guter taktierender KI vermutlich spielerisch anspruchsvoller wäre.
Natürlich gibt es auch einige Situationen wo das Quatsch war aber eben nicht immer und generell. Das empfinde ich als Designentscheidung die man so haben wollte.
Nun ja, so gesehen hast du nicht mal unrecht... d.h. man könnte COD nicht mal in dem Punkt kritisieren. :D
Ich wollte aber eigentlich nur die Verhältnismäßigkeit angesprochen haben.
"Ich mag COD net, weil die Gegner nie aufhören, bis man weiterläuft" klingt in meinen Ohren zumindest OK.
"COD ist der allergrößte Scheiß, den es gibt. Wer sich das mit den Gegnermassen ausgedacht hat, sollte sich nen anderen Job suchen. Alle, die COD spielen, haben keine Ahnung vom Zocken. Und sie haben kleine Penisse!!!" - das ist dann schon etwas anderes. ;)
Usul schrieb am
Die Sequenzen, die nicht so eine Länge haben, sind dann meistens die Kampfszenen... und das ist ja auch nicht das, was man sich unter einem rasanten Gameplay vorstellt. Von daher teile ich die Meinung: mafuba, dat wird nix für dich. :)
4P|IEP schrieb am
Das Spiel hat ein paar sehr starke Sequenzen, aber das Pacing bleibt so langsam wie am Anfang. Ich würde fast sagen, dass es dann nichs für dich ist. Ein paar Kumpels und ich mussten uns durch den Mittelteil durchquälen, waren aber von der Story so überzeugt, dass wir es durchgespielt haben.
Es hat aber durchaus teilweise wahnsinnige Längen.
mafuba schrieb am
Nach dem das Spiel hier und in anderen Magazinen so gut abgeschnitten hat, habe ich mir es auch gekauft und muss sagen, dass ich sehr Enttäuscht bin.
Vielleicht bin ich jedoch mit komplett falschen Erwartungen an das Spiel angegangen. Nach 30-45 Minuten konnte ich mich jedoch überhaupt nicht mehr motivieren weiter zu spielen.
Die Bootsfahrt am Anfang war für mich der absolute Motivations killer, weil sie einfach soooooo in die länge gezogen ist. Die Sequenzen nach der Bots fahrt haben sich auch einfach nur Ewig angefühlt...
Ich bin von Natur aus ein hektischer Mensch - vielleicht kann ich deshalb nichts mit dem Spiel anfangen
Mich würde es Jedoch interessieren, ob auch andere hier den Anfang als "schwach" betrachten und ob es sich lohnt, dass ich mich noch einmal ran setze. Und ganz wichtig ob das Tempo etwas fahrt aufnimmt.
Ist heutzutage ja nicht so dass man keine alternativen Spiele hat, welche einem Persönlich gut zusagen.
schrieb am

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