Revolver360 Re:Actor - Test, Action, PC - 4Players.de

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Revolver360 Re:Actor (Action) von AGM PLAYISM
Der Shooter mit dem besonderen Dreh

Der japanische Entwickler Cross Eaglet zerrt den 2D-Shooter aus seinem Korsett: In Revolver360 Re:Actor dreht sich wortwörtlich alles um den Spieler. Ein Druck auf L oder R und schon neigt sich das eben noch undurchdringliche Kugelchaos zur Seite und eröffnet neue Lücken zum Hindurchschlüpfen. Die Evolution des Shoot-em-ups?



Eine runde Sache?

Im Grunde handelt es sich um ein klassisches Shoot-em-up, in dem das Schiffchen von links nach rechts durch futuristische SciFi-Welten fliegt und auf alles ballert, was sich bewegt. Die Dreh-Mechanik bereichert das Prinzip aber um einen frischen Kniff. Zu Beginn fühlt es sich noch ziemlich ungewohnt an, doch zumindest bei manchen Projektilen hat man schon bald den Dreh raus: Auf den ersten Blick sprühen dem Spieler fiese Kugelwolken entgegen, die sich selbst mit guten Reflexen nicht durchdringen lassen. Sobald man den L- oder R-Trigger drückt, neigt sich die Welt aber nach rechts oder links zur Seite und man erkennt, dass es sich lediglich um einen flachen Kugelteppich handelt. Aus der neuen Perspektive kann man bequem an ihm vorbei schlüpfen und wendet sich neuen Angreifern zu.

Ein Treffer bedeutet hier noch lange nicht das Aus: Die großzügig bemessene Energieleiste macht das Spiel auch für Einsteiger interessant.
Ein Treffer bedeutet hier noch lange nicht das Aus: Die großzügig bemessene Energieleiste macht das Spiel auch für Einsteiger interessant.
Nicht alle Schüsse lassen sich auf diese Weise umgehen, bei den gelben Exemplaren klappt es aber vorzüglich. Sie können auch mit aufladbaren Attacken wie einem Laser-Schuss aus dem Weg geräumt werden. Oder man saugt einfach sämtliche Projektile aus der Umgebung mit dem Overdrive ab und hat zumindest einen Moment lang wieder freie Bahn.

Fiese Heckenschützen

Auch die Homing-Raketen aus Astebreed haben die Entwickler übernommen: An den Wänden der Tunnels oder Hochhausschluchten tauchen immer wieder Geschütze auf, die man mit normalen Attacken nicht erreichen kann. Also fliegt man einfach so nah wie möglich an sie heran, damit einige Homing-Raketen sie automatisch unter Beschuss nehmen. In manchen Tunnels sollte man sich konstant um die eigene Achse drehen, um alle ringförmig verteilten Laserkanonen aus dem Weg zu räumen, bevor ihr gleißender Strahl die Luft zerschneidet. Solche Aktionen wollen natürlich geschickt mit dem Chaos im Vordergrund abgestimmt werden.

Je nach Farbe lassen sich die Projektile zur Seite wegdrehen oder auch nicht.
Je nach Farbe lassen sich die Projektile zur Seite wegdrehen oder auch nicht.
All das ist erfreulich hübsch inszeniert: Das Farbspektrum beschränkt sich zwar auf blau und rot, doch das passt gut zu all den futuristischen Industrieanlagen, Steinbrüchen und schwebenden Hochhausschluchten mit ihren schicken Glanz- und Lichteffekten. Auf einem Rechner mit einer GeForce GTX770 lief alles stets perfekt sauber und flüssig. Wer eine bessere Sichtbarkeit von Gegnern oder der Umgebung bevorzugt, kann ablenkende Details deaktivieren oder andere Feinheiten wie die Tasten-Belegung konfigurieren. Eine Rahmenhandlung haben sich die Entwickler leider gespart. Stattdessen geht es ohne Umschweife in die Action, wodurch die kurze Kampagne ziemlich schnell durchgespielt ist.

Zu wenig Abwechslung

Außerdem mangelt es den Kulissen ein wenig an Abwechslung. Es gibt zwar immer wieder alternative Abzweigungen und abrupte Dramaturgie-Wechsel wie das Hinabsinken in einen riesigen Schacht inklusive herabstürzender Felsbrocken, das durchgängig blaurote Design lässt das Spiel aber um einiges abwechslungsärmer wirken als Astebreed. Das ausgeklügelte Punktesystem sorgt aber trotzdem für einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor: Neben einem Gesamt-Multiplikator gibt es z.B. auch eine Variante für kurzfristige Ketten, die man ebenfalls im Auge behalten sollte.

Raaaah!
Zeit für den intergalaktischen Staubsauger!
Das Anhäufen großer Punktzahlen wurde schön auf die unterschiedlichen Attacken abgestimmt; die Feinheiten werden im gelungenen Herausforderungsmodus erklärt. Dort lernt man wie in einem Tutorial diverse Kniffe, während man wenige Sekunden kurze Tests absolviert. Wer möchte, kann seine Replays übrigens teilen oder die Aufzeichnungen der weltbesten Spieler aus den Bestenlisten herunterladen. Neben dem Story-Modus und den kleinen Herausforderungen lassen sich die Levels auch häppchenweise bestreiten, um hohe Punktzahlen aufzustellen. Schön auch, dass endlich mal wieder ein japanisches Shoot-em-up die Action mit kernigen Trance- und Hardcore-Stücken unterstreicht. Der Vorgänger Revolver 360 erschien übrigens im Microsofts Indie-Programm für die Xbox 360.

 

Kommentare

padi3 schrieb am
schaut besser aus als diese anderen titel: Astebreed, Dyad, Geometrie Wars 3, finde ich. musste nochmal nachgucken, was das alles überhaupt war; werde sie wieder vergessen.
sowas hab ich schon lange nicht mehr gehabt, die drehmechanik ist eine interessante idee, und ausgerechnet das soll es nur für die blechkiste geben? was n shit. :(
schrieb am

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