Stellaris - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Stellaris (Strategie) von Paradox Interactive
Ein Sieg der Diplomatie?
Strategie
Release:
09.05.2016
09.05.2016
09.05.2016
Spielinfo Bilder Videos
Paradox Interactive (Europa Universalis, Hearts of Iron, Crusader Kings) hat die Vergangenheit längst aufgearbeitet – jetzt blickt das schwedische Studio in die Zukunft. Dabei macht Stellaris wenig anders als ähnliche Strategiespiele: Von den ersten Schritten ins All bis zum Kampf um die Vorherrschaft in der gesamten Galaxie führt man ein Volk durch militärische, gesellschaftliche, wissenschaftliche und diplomatische Entwicklungen. Mit einer Besonderheit hebt es sich allerdings von seinen Konkurrenten ab...

Runde, mach mal Pause!

Wer in Galactic Civilizations 3, Master of Orion, Polaris Sector oder Star Ruler 2 die ersten Kolonisten auf einen fremden Planeten schickt, der weiß, dass ihm bald zahlreiche Völker den Platz im Universum streitig machen werden. Um Völkerverständigung geht es in der 4X-Strategie nur am Rande. Stattdessen kämpfen humanoide, pilzige, aquatische und sonstige Wesen mal mit politischem Druck, mal mit martialischen Mitteln um die größte Ausdehnung, fortschrittlichste Forschung oder stärkste Wirtschaft.

Das ist in Stellaris nicht anders, auch wenn die futuristische Geschichte nicht im Rundentakt, sondern mit beliebiger Geschwindigkeit und jederzeit anhaltbar in Echtzeit vorbeizieht. Und noch etwas unterscheidet diese unendlichen Weiten von den meisten ihrer Parallelwelten: Wo dort vielleicht ein Dutzend Völker um historische Fußnoten ringen, sind es in Stellaris bis zu 40. Das Verwalten einzelner Planeten rückt deshalb in den Hintergrund – diplomatisches Schalten steht im Mittelpunkt.

Während Regierungsvertreter also die Entwicklung einzelner Planeten gemäß der geforderten Schwerpunkte (Energie, Material oder eine Optimierung auf Kriegswirtschaft) eigenständig vorantreiben, lässt man Forscher neue
Unendliche Weiten: Diplomatisches Geschacher spielt in Stellaris eine zentrale Rolle.
Farbenfrohe Weiten: Diplomatisches Geschacher spielt in Stellaris eine zentrale Rolle.
Planetensysteme analysieren und Kolonisten neues Grenzland erschließen. Man vergrößert die Flotte, forscht, tauscht eigene Erkenntnisse gegen die Rohstoffe anderer Völker, schlägt Aufständische nieder und verteidigt sein Reich gegen mächtige Angreifer.

Wie willst du siegen?

Seltsam nur, dass man die Rahmenbedingungen kaum verändern darf. Das variieren zahlreicher Regler (Verteilung der Ressourcen und Planeten, Häufigkeit und Art besonderer Vorkommnisse, das An- oder Abschalten ganzer Spielinhalte) gehört in der 4X-Strategie eigentlich zum guten Ton – Stellaris erlaubt nicht einmal das Festlegen möglicher Siegbedingungen. Man kann unterschiedlich vielen Konkurrenten vom Start weg einen Vorteil einräumen sowie Größe und Art der Galaxie wählen. Nach der Entscheidung für einen von gerade mal drei Schwierigkeitsgraden war's das aber schon. Lediglich das Aktivieren des "Ironman", also des ständigen Fortführens ein und desselben Spielstandes, ist eine interessante Option.

Und immerhin darf man das eigene sowie alle weiteren zentralen Völker umbenennen, in ihren Eigenschaften grundlegend verändern sowie eine komplett neue Art erstellen, wahlweise mit zufälligen Charakteristiken.

Dennoch ist vor allem das Fehlen unterschiedlicher Zielvorgaben ärgerlich. Ich bin selbst kein Fan des Siegs nach Punkten und halte es für unlogisch, dass andere Parteien ihre Niederlage anerkennen, sobald ein Gegner bestimmte
Von der Nahansicht einzelner Sternensysteme verabschiedet man sich bald.
Von der Nahansicht einzelner Sternensysteme verabschiedet man sich bald.
Gebäude gebaut oder einen gewissen wissenschaftlichen Fortschritt erzielt hat. In Galactic Civilizations 3 oder Endless Space schalte ich solche Optionen deshalb ab. Stellaris lässt mir hingegen keine andere Wahl als die Galaxie mit Macht an mich zu reißen – das ist gerade nach der Einführung des diplomatischen Siegs in Star Ruler 2 sehr schade! Dabei räumt Stellaris doch gerade der Diplomatie einen so hohen Wert ein.

Verantwortung als Teil des Ganzen

Die gewinnt spätestens dann an Wert, wenn der Einflussbereich des eigenen Imperiums an die Ausläufer anderer Reiche stößt. Charaktereigenschaften und Ideologien sowie die Spannungen beim Teilen derselben Grenze und andere Faktoren bestimmen dann über das Auftreten der Kontrahenten. Man kann Botschaften errichten, um die Beziehungen zu verbessern oder Mitstreiter zu Rivalen erklären. Selbstverständlich darf man auch Bündnisse eingehen, um im Kriegsfall Unterstützung zu erhalten.

Kommentare

Margorion schrieb am
Clarke Update 1.1 ist nun fertig: https://forum.paradoxplaza.com/forum/index.php?threads/update-1-1-clarke-released-checksum-ed47-not-for-problem-reports.940049/
Changelog:
Spoiler: anzeigen
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######################## VERSION 1.1.0 #######################
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# Features
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* Strike Craft attack behavior was changed
* It is no longer necessary to control planets to demand them in war, but controlling planets that are set as wargoals now generates more warscore
* It is now possible to set a custom ruler/heir title for your custom empires
* It is now possible to write a biography for your custom empire
* Added an Influence reward for establishing communications, or conversely being contacted
* Collection of strategic...
Poly schrieb am
naja so einfach kann man die meisten EUIV Konzepte doch gar nicht auf Stellaris übertragen. Fängt schon mit dem vordefinierten start an. Zumal vieles von dem was dessoul sagt in EUIV eben nur so gut funktionert weil es immer schon große Gegner gibt wenn man ein Spiel in EUIV startet.
SethSteiner schrieb am
Ich kann nichts zu deinem Spiel sagen aber Gegenallianzen waren bspw. schon im Blorgstream zusehen gewesen also im Spiel sind die drin. Ansonsten ist es natürlich das gleiche Prinzip wie in EU IV, wenn die Eroberung von Territorium erst Mal darin resultiert, dass es neue Fraktionen gibt, die man bekämpfen muss, um einen Aufstand zu verhindern oder wenn man es nicht schafft, gegen diesen Aufstand bestehen muss. Ich kann eine Beta beim besten Willen nicht erkennen, auch wenn das Spiel sicher alles andere als Fehlerfrei ist. Eine Beta ist das was woanders Early Access ist und auch, wenn ich mehr mit modden als mit Spielen beschäftigt war, ist Stellaris davon einfach weit entfernt. Allein wie flüssig der Multiplayer verläuft, wenn ich das mit EU IV vergleiche, sehe ich sogar eine deutliche Steigerung.
dessoul schrieb am
EU4 ist für mich immer ein komplettes durchkontrollieren, wer mit wem verbündet ist, wie ich zu den anderen aufgestellt bin und ob ein Krieg auch schnell zu gewinnen ist. Plus, dass, wenn ich zu viel erobere, ich sofort eine Gegenallianz am Hals habe, die mir bei einer Schwäche den Arsch aufreisst. EU4 steckt auch voller Fiesigkeiten, z.B. wenn der mächtigste Konkurrenz plötzlich eine Heiratsunion mit dem Zweitmächtigsten Gegner eingeht und ich für die nächsten 50 Jahre ganz lieb sein muss, weil ich ansonsten überrannt werde. Stellaris hat absolut nichts davon.
EU4 kam August 2013 raus und hat einen Berg von Patches und zig DLCs und Zusätze hinter sich. Fast 3 Jahre konstante Arbeit. Und selbst jetzt finde ich noch Kleinigkeiten, die mich stören. Stellaris ist in seinen Grundsätzen nicht schlecht, aber ist eine riesige Baustelle. Und sie haben die ganzen Errungenschaften von EU4 nicht im Mindesten übernommen. Das Spiel in seinem jetzigen Zustand ist in meinen Augen noch eine Beta.
dessoul schrieb am
jamatik hat geschrieben:
dessoul hat geschrieben: [...].

So wie du das beschreibst, klingt dies alles andere als nach einer kaputten KI. Im Gegenteil - eher nach einer äußerst effizienten KI, die mit minimalen Aufwand dein Reich vernichtet hat. Dich dann deinem Schicksal überlassen hat. (Warum noch Risiken aufwenden für einen Genocide, der so oder so Eintritt?)
Da fehlte nur noch die Einsicht deinerseits, da du wahrscheinlich auf den eindeutigen Spielbildschirm "Sie haben verloren!" gewartet hast;)

Nein, du hast das nicht verstanden.
Es GAB KEINEN GENOZID. Oder etwas ähnliches.
Die Armeen haben nichts gemacht! Die haben ein paar Planeten erobert und dann nichts mehr. Wäre das ein Genozid gewesen, wärs ja noch irgendwie gut gewesen. Aber die standen einfach nur noch in der Gegend rum! Das Spiel war für mich gelaufen, OHNE das es ein "Game over" gegeben hätte, weil nichts mehr lief. Spiel das Spiel doch mal selber und versuche, zu verlieren. Es ist nicht möglich, weil die KI gelinde gesagt, nicht sehr gut ist.
Und zu dem Vorgänger, der gemeint hat, das Spiel hätte das gleiche Prinzip, wie in EU4. Hat es nicht. Ich hab mal ein weiteres Spiel Spasseshalber angefangen, auch wenn ich weiss, dass es Blödsinn ist, weil das Spiel im momentanen Zustand noch eine riesige Baustelle ist. Ich habe einfach mal die ganze Umgebung vasaliert. Gabs bisher auch nur irgendeine wirklich gute Gegenreaktion? Nein. Ich beherrsche etwa die Hälfte der Galaxis und gabs bisher auch nur irgendeine Gegenallianz? Nicht im mindesten.
schrieb am

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