Batman: The Telltale Series - Episode 1 - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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Batman: The Telltale Series - Episode 1 (Adventure) von Warner Bros. Interactive Entertainment
Frische Impulse?
Adventure
Entwickler: Telltale Games
Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment
Release:
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Spielinfo Bilder Videos

Telltales Adventure-Output läuft nach wie vor auf Hochtouren: Als Nächstes will man dem Dunklen Ritter auch im Spielebereich mehr erzählerische Tiefe verleihen und geht zurück zum Anfang der Geschichte. Können zahlreiche moralischen Entscheidungen und Reaktionstests bei den Kämpfen der Serie eine neue Facette verliehen oder verzettelt sich das Studio?



Zurück auf Anfang

Der Neustart der Geschichte dürfte auf Serienfans etwas konservativ wirken, stellt Neulingen aber Bruce Wayne und andere zentrale Figuren auf unterhaltsame Weise vor. Ich liege vermutlich irgendwo in der Mitte zwischen diesen Extremen: Ich kenne nicht die Comics, habe aber den Großteil der Kinofilme gesehen und in ein paar der Spiele hineingeschnuppert – und auch ich empfand den Ansatz reizvoll, erneut dem Start von Bruce Waynes technisiertem Undercover-Kampf gegen kriminelle Elemente in Gotham City beizuwohnen. Während meiner ersten Begegnung wird Catwoman noch als unbekannte Katzen-Einbrecherin tituliert und beim Privat-Pläuschchen mit Gangsterboss Carmine Falcone darf ich zum ersten Mal in Multiple-Choice-Dialogen meine Integrität beweisen. Die Erzählung teilt die erste Episode in zwei Parts: Als Batman wird meist in Quicktime-Events gekämpft und in Adventure-Manier ermittelt. In der anderen Hälfte bin ich als sein ziviles Alter Ego Bruce Wayne unterwegs, um in zahlreichen Gesprächen Entscheidungen zu treffen, potenzielle Unterstützer für die Kampagne von Bürgermeisterkandidat Harvey Dent zu begeistern oder z.B. den schmierigen Gangsterboss Falcone auf Abstand zu halten.

Zwischendurch werden in der Bathöhle Fundstücke ausgewertet.
Zwischendurch werden in der Bathöhle Fundstücke ausgewertet.
Schade allerdings, dass das Spiel in beiden Parts nicht so richtig in Fahrt kommen will. Die Kämpfe nach dem Quicktime-Schema wirken eher ermüdend als spannend und auch während der Dialoge plätschert die Geschichte zu ruhig vor sich hin – gerade für ein Thema wie Batman, dass man bekanntlich deutlich exzentrischer umsetzen kann. Allgemein wirkt der kriminelle Moloch Gotham City in Telltales typischer dreidimensionaler Comicgrafik ein wenig bieder. Zudem sehen manche Zeichnungen wie die vom Rathaus aus der Nähe reichlich unscharf aus. Zum Glück bleibt der Blick auf verwaschene Texturen die Ausnahme, denn davon abgesehen bemerkt man wieder an jeder Ecke Telltales Erfahrung im Bereich filmischer Inszenierung. Wenn sich der finstere Held Faust- und Wortgefechte mit seinen Widersachern liefert, wird das in gekonnten Einstellungswechseln lebendig präsentiert – ganz so, wie man es aus Hollywoods aktuellen Serienproduktionen kennt.

Enttäuschender Schlagabtausch

Zurücklehnen konnte ich mich dabei allerdings selten: Es gibt zwar keine wirkliche Kampfmechanik, in die meisten Auseinandersetzungen muss ich aber mit Hilfe kleiner Geschicklichkeitstests unter Zeitdruck eingreifen, wenn das entsprechende Logo eingeblendet wird. Hier ein Druck nach rechts, dort einer auf A, B oder Y - den Rest erledigt die agile Fledermaus. Schlage ich mich gut, lädt sich das Symbol für eine Art Finisher auf, der in der Praxis allerdings lediglich eine alternative Tastenkombination bedeutet.

Miau?
Miau?
Spielerisch sorgen die Gefechte also nicht gerade für Spannung, zumal es nur in wenigen Situationen überhaupt möglich ist, zu versagen. Selbst dann startet das Spiel sofort wieder beim letzten Hieb. Lediglich ein Steuerungs-Bug sorgte einmal dafür, dass ich solch eine Szene des Scheiterns zu Gesicht bekam, weil sich der angezeigte Finisher partout nicht ausführen ließ. Erst wildes Drücken auf andere Knöpfe half irgendwann weiter. Außerdem litt die getestete PC-Version unter gelegentlichen Bildblitzern und zwei Abstürzen. Ärgerliche Fehler, mit denen ich aber leben kann.

 

Kommentare

M_Coaster schrieb am
Palace-of-Wisdom hat geschrieben:Damit könnte ich leben, die vorgegaukelte Wahl die keine großen Konsequenzen hat nervt aber tierisch.

Für mich leider der Spielspaß-Killer. Ich war ganz am Anfang total begeistert, aber ich ich spiele von denen kein Spiel mehr. Pseudoentscheidungen sind Gift für die Atmosphäre.
ronny_83 schrieb am
Palace-of-Wisdom hat geschrieben:Die telltale games bieten alle kaum gameplay und sind für mich nicht mal richtige vieospiele. Damit könnte ich leben, die vorgegaukelte Wahl die keine großen Konsequenzen hat nervt aber tierisch. Daher sind die spiele für mich nur in Universen genießbar von denen ich ein Riesenfan bin.
Mal schauen wie viele Marken die noch umsetzen können bis die Leute gelangweilt sind.

Also auch Quicktime-Events, Point&Click und Antwortauswahl bzw. Entscheidungsmechanismen sind Gameplay/ Gameplaymechaniken. Nicht jedes Spiel hat dieselben und nur weil z.b. Hack&Slay wildes, sehr aktives Button-Smashing als Gameplaymechanik bietet, bedeutet das ja nicht, das Point&Click-Adventures kein Gameplay haben, nur weil man mit dem Coursor in der Szene umherklickt. Gameplay ist nix anderes als die Art und Weise, wie du ein Spiel bedienst. Und da bietet jedes Genre und jedes Spiel seit Anbeginn der Videospielzeit eben etwas anderes.
Wenn es danach ginge, das Gameplay nur bedeutet, ein Spiel viel, wild und kompliziert mit dem Gamepad zu steuern, wäre Tetris oder Baphomets Fluch auch kein Videospiel.
EllieJoel schrieb am
Hab seit TWD S1 jedes Telltale Spiel zu release gekauft (außer den Minecraft rotz) und hab immer noch einen riesen Spaß damit. Auch Batman war klasse. Eine gute Story und interessante Charaktere sind halt das wichtigste für mich. Hoffe solche Telltale spiele kommen noch für Jahrzehnte. Am meisten freu ich mich aber auf TWD S3. Konnte mit der TV Serie nie was Anfangen aber Telltale macht es einfach besser. Einzige was ich in Zukunft auslassen werden ist der Marvel Müll damit kann ich einfach nichts anfangen.
BigEl_nobody schrieb am
Palace-of-Wisdom hat geschrieben:Die telltale games bieten alle kaum gameplay und sind für mich nicht mal richtige vieospiele. Damit könnte ich leben, die vorgegaukelte Wahl die keine großen Konsequenzen hat nervt aber tierisch. Daher sind die spiele für mich nur in Universen genießbar von denen ich ein Riesenfan bin.
Mal schauen wie viele Marken die noch umsetzen können bis die Leute gelangweilt sind.

Stimme vollkommen zu, nur das ich nichtmal bei Universen Interesse habe, von denen ich ein Fan bin. Telltale hat ein unterdurchschnittliches Adventure gemacht (absurde kurze Spielzeit, kaum vorhandenes und anspruchsloses Gameplay, furchtbare Präsentation über Grafik und Audio, krudes Storytelling das auf permanente Cliffhanger ausgelegt ist ganz im Sinne von so mancher Fernsehserie) und danach nur noch CopyPaste für ihre Episoden und Reskins für andere Universen und Franchises betrieben.
Dragon2 schrieb am
@errish
Ich meine die Konsolenversion.
schrieb am

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