The Inner World: Der Letzte Windmönch - Test - 4Players.de

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The Inner World: Der Letzte Windmönch (Adventure) von Headup Games
Rückkehr ins Erdinnere
2D-Adventure
Entwickler: Studio Fizbin
Publisher: Headup Games
Release:
Q4 2017
Q4 2017
Q4 2017
20.10.2017
20.10.2017
20.10.2017
20.10.2017
20.10.2017
Spielinfo Bilder Videos

Klassische Point&Click-Adventures haben es schwer in Zeiten von Telltale-Serien und Life Is Strange. Nach Thimbleweed Park herrschte lange Flaute bei kniffligen Rätselspielen, doch mittlerweile haben sich auch die Entwickler von The Inner World an eine Fortsetzung gewagt. Können Robert, Laura und Taube Hack erneut Asposien vorm faschistischen Regime retten?



Nicht schon wieder!?

 

Na toll – kaum hat der naive Held Robert die Hohlwelt gerettet, stolpert er schon ins nächste Fettnäpfchen. Hat man scheiße am Schuh, hat man eben Scheiße am Schuh – oder in seinem Fall ein mechatronisches Monstrum namens „Basyl“, an dem er auf der Flucht hängen blieb, so dass er mit einem knisternden Energiestrahl versteinert wurde. Auch anderswo in der Welt finden sich Überreste der mechanischen Drachen, mit deren Hilfe Roberts Ziehvater Conroy die Welt unterwerfen wollte, indem er sie seinen Untertanen als Götter präsentierte. Kurz bevor der Held und seine Freunde den Schwindel öffentlich aufdecken konnten, ging die Aktion schief. Daher glaubt die Bevölkerung weiter an die rassistisch-religiöse Doktrin und macht die Spezies der Flötennasen für die Versteinerung Conroys und die Zerstörung der Basylen verantwortlich. Nicht gerade das Happy End, das man sich nach dem Abschluss von Teil 1 ausgemalt hatte.

Folge der Prophezeiung!
Die Acht mit einmal umsteigen, soweit ich weiß. Aber frag lieber noch mal nach!
Die allgegenwärtige Nazi-Symbolik und erste Gespräche macht sofort klar, wie stark sich der Großteil der Bevölkerung bereits der Hirnwäsche hingegeben hat. In persönlichen Gesprächen kann kaum einer von ihnen auf den Punkt bringen - woher ihr Hass gegen die Minderheit rührt. Weder den grenzdebilen Wachen noch den an Hans Landa angelehnten „Trötenjäger“ haben Argumente parat, welche über die offizielle Legende hinausgehen. Trotzdem halten sie sich strikt an die Vorgabe ihres neuen Führers Emil, den sie sogar standesgemäß mit „Heil Emil!“ grüßen. Das Heldentrio und ihre Verbündeten wissen es natürlich besser. Sogar der Verschwörungstheoretiker mit Aluhut im liberaleren Alt-Aspen weiß genau, wie die Hohlwelt im Inneren des Planeten in Wahrheit funktioniert: Seit Urzeiten lebt die Spezies der Flötennasen versteckt in den Wäldern, um ihre Lieder auf ihren Riechkolben zu spielen. Diese Melodien lassen frische Luft durch vier großen Windbrunnen in die Innenwelt strömen. Die Asposer sehen den Flötennasen ziemlich ähnlich – bis auf die gelöcherte Nase natürlich, die Robert auf seiner Reise lieber unter einer Tarnhaube versteckt.

 

Kleiner Robert, große Verantwortung

 

Für Robert steht also viel auf dem Spiel: Er soll die alte Ordnung herstellen, die übrigen Flötennasen vor der Exekution retten und das Ersticken der übrigen Bevölkerung verhindern. Schön, dass die Autoren dem naiven Protagonisten dabei Figuren zur Seite stellen, welche ihn mit ganz eigenen Vorstellungen auf die Probe stellen. Seine Freundin Laura will ihn dazu bewegen, endlich selbst Verantwortung zu übernehmen und seine ihm traditionell zustehende Rolle als König anzunehmen. Robert selbst vertraut allerdings lieber auf eine Erscheinung der alten Mama Dola. Sie trägt ihm auf, sich auf eine Reise ans andere Ende der Welt zu begeben, um dort den letzten Windmönch zu finden. Er wird schon wissen, wie man alles wieder ins Lot bringt – so Roberts Vorstellung.

 

Der Mann weiß, wovon er spricht.
Ist Robert reif für seine Amtszeit?
Ein lustiges Detail ist auch die Stimme Conroys, welche den gutmütigen Helden ununterbrochen aus dem Off traktiert. Eigentlich wurde sein fieser Ziehvater versteinert, doch Robert hört ihn weiterhin als Stimme im Kopf, die ihn bei jeder Gelegenheit runterbuttert. Klingt fies, aber Roberts naive Antworten ans gehässige „Über-ich“ ziehen die Seitenhiebe schön ins Lächerliche. Auch Anspielungen an politische und gesellschaftliche Debatten sind enthalten: Mal zieht Laura das Wort „übergriffig“ durch den Kakao, kurz danach benennt sie Hack als „autonome Taube“, die selbstverständlich niemandem gehöre außer sich selbst. Auf seiner rund zehn Stunden langen Reise trifft Robert neben hörigen Regime-Anhängern auch auf sympathischere Figuren wie die künstlerisch begabte Libretta, welche beim Fälschen diverser Dokumente aushilft. Immer wieder wechselt man zwischen Robert, Laura und Hack, um auf klassische Weise intensiv miteinander verwobene Puzzles zu lösen. In manchen Szenen wie dem Seilbahnhof darf man frei zwischen ihnen wechseln, um Hacks Flugfähigkeit oder Lauras Kraft auszunutzen. Robert wiederum kann auf der Flötennase Lieder spielen, um z.B. am Windbrunnen einen kräftigen Luftschwall heraufzubeschwören.

 

Kommentare

4P|Jan schrieb am
NapiKeks hat geschrieben: ?
13.11.2017 12:57
Mal eine andere Frage, ich wollte mir diese Woche den "ersten" Teil zu Gemüte führen, befinden sich "Spoiler" im Text?
Vielen Dank im Voraus.
Jepp, zwangsläufig. Dann lies den Test lieber nicht. ;)
NapiKeks schrieb am
Mal eine andere Frage, ich wollte mir diese Woche den "ersten" Teil zu Gemüte führen, befinden sich "Spoiler" im Text?
Vielen Dank im Voraus.
sabienchen schrieb am
Kobba hat geschrieben: ?
10.11.2017 23:38
Womensplaining !!! ^^
Noepp... Frauen "erklären"... nur dem männlichen Geschlecht hat man nicht zuzuhören... :Häschen:
Kobba schrieb am
Seppel21 hat geschrieben: ?
11.11.2017 00:00
Tja, das ist Dir gelungen. Respekt.
Danke.
Seppel21 schrieb am
Kobba hat geschrieben: ?
10.11.2017 23:38

Am Ende sollte es nur nen blöder Kommentar sein. :Vaterschlumpf:
Tja, das ist Dir gelungen. Respekt.
schrieb am

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