Civilization 6: Rise and Fall - Test, Strategie - 4Players.de

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Civilization 6: Rise and Fall (Strategie) von 2K
Nette Ideen, blöde Altlasten
Runden-Strategie
Entwickler: Firaxis Games
Publisher: 2K
Release:
03.2018
03.2018
08.02.2018
Spielinfo Bilder Videos

Mit Rise and Fall haben Firaxis und 2K Games die erste inhaltliche Erweiterung für Civilization 6 veröffentlicht. Neuerungen wie Stadt-Loyalität, Gouverneure, goldene Zeitalter und düstere Epochen versuchen sich in das große Ganze einzugliedern. Doch leider ist es den Entwicklern immer noch nicht gelungen, die Intelligenz des Computergegners in dem Maße zu verbessern, wie es nötig gewesen wäre. Mehr dazu im Test des Add-ons.



Von goldenen und dunklen Zeitaltern

Goldene Zeitalter und dunkle Zeitalter gehören zu den namengebenden, inhaltlichen Neuerungen der Erweiterung. Goldene Zeitalter gab es zwar schon in anderen Civ-Spielen, aber die „Hoch-Zeiten“ für die Zivilisationen funktionieren nun völlig anders und sind bei weitem nicht mehr so stark.

Von Zeitalter zu Zeitalter (Klassik, Mittelalter, Moderne etc.) lassen sich „Zeitalterpunkte“ erspielen, die nach dem Abschluss einer Ära ein dunkles Zeitalter, ein normales Zeitalter oder ein goldenes Zeitalter einleiten. Solche Zeitalterpunkte erhält man zum Beispiel für die Erforschung von bestimmten Technologien, die Entdeckung von Naturwundern, die erste

Durch die Zeitalterpunkte entsteht Schritt für Schritt eine Chronik der eigenen Zivilisation.
Durch die Zeitalterpunkte entsteht Schritt für Schritt eine Chronik der eigenen Zivilisation.

Weltumrundung, für diplomatische Aktivitäten, den Bau von Weltwundern etc. - also als Belohnung für typische Akivtitäten in der Civ-Welt. Festgehalten werden die Errungenschaften auf einer schicken Zeittafel, die wie eine Chronik der Zivilisation fortgeführt und präsentiert wird.

Schafft man es nicht, genügend Zeitalterpunkte zu sammeln, um einem dunklen Zeitalter zu entgehen, muss man mit bestimmten Mali zum Beispiel bei der Loyalitätsgenerierung und leicht düsterer Optik leben. So richtig schlimm ist das Verweilen in einem finsteren Zeitalter jedoch nicht, jedenfalls dann nicht, wenn das Reich einigermaßen gefestigt ist - zumal bestimmte Politiken für solche „Notstände“ vorgesehen sind. Gelingt der Sprung in ein goldenes Zeitalter, darf man sich für einen Bonus entscheiden und über glänzendere Optik freuen. Springt man gleich von einem dunklen in ein goldenes Zeitalter, gibt es übrigens mehr Boni. Darüber hinaus darf man sich zu Beginn eines jeden Zeitalters für eine Art Quest entscheiden, die zusätzlich Zeitalterpunkte für bestimmte Aktivitäten verspricht - je nach gewünschter Spielweise.

Loyale und abtrünnige Städte

Die größte spielerische Neuerung dürfte das Loyalitätssystem mit sich bringen. Alle Städte haben bei Rise-and-Fall-Partien nun einen Loyalitätswert, der angibt, wie treu sie sich den jeweiligen Zivilisationen/Reichen zugehörig fühlen. Sobald die Loyalität auf null fällt, wird die Stadt rebellieren, sich von der aktuellen Zivilisation trennen und eine "freie Stadt" werden, die militärisch erobert oder durch Loyalitätsdruck von anderen Reichen annektiert werden kann.

Vor der Gründung einer neuen Stadt können die lokalen Loyalitäten angezeigt werden. Generell fühlt das System zu kompakteren Reichen.
Vor der Gründung einer neuen Stadt können die lokalen Loyalitäten angezeigt werden. Generell führt das System zu kompakteren Reichen.

Loyalitätsdruck entsteht durch die Anzahl der Bevölkerung der Zivilisation(en), die sich im Umfeld (neun Felder) der Stadt befindet. Gründet man beispielweise eine neue Stadt ziemlich weit abseits des eigenen Reiches, womöglich in der Nähe eines anderen Reiches, ist die Chance ziemlich hoch, dass sich diese Stadt irgendwann friedlich vom Acker macht. Neben dem „Bürgerdruck“ kann Loyalität durch Annehmlichkeiten, Gouverneure, Brot-und-Spiele oder kulturelle Allianzen erhöht werden. Dieses neue System ist übrigens besonders praktisch, wenn KI-Gegner neue Städte an vermeintlich freien Plätzen im Reich des Spielers bauen wollen. Erzeugt man genug Druck, läuft die Stadt von alleine übrig - eine friedliche Übernahme, toll. Einen Malus für extrem viele Städte gibt es übrigens nicht.

Gouverneure können die Loyalität einer Stadt stabilisieren. Sie verfügen über einzigartige Fähigkeiten (Finanzverwaltung, Diplomat, Truchsess, Erzieher, Kardinal etc.), die mithilfe eines Mini-Talentbaums, verbessert werden können. Sie gewähren den Städten, denen sie zugewiesen sind, spezielle Vorteile basierend auf ihren grundlegenden Eigenschaften - abseits des erwähnten Loyalitätsschubs. Insgesamt gibt es sieben unterschiedliche Gouverneure, die rekrutiert und in den Städten stationiert werden können.

Loyalitätsgeschichten

Durch farbige Pfeile wird der Loyalitätsdruck symbolisiert. Die neue Leiste unter dem Stadtnamen gibt an, wie weit die Stadt davon entfernt ist, zu rebellieren.
Durch farbige Pfeile wird der Loyalitätsdruck symbolisiert. Die neue Leiste unter dem Stadtnamen gibt an, wie weit die Stadt davon entfernt ist, zu rebellieren.


Auf dem ersten Blick ist das Loyalitätssystem eine wirklich gute Idee, da sich friedlich Städte annektieren lassen, aber es bringt auch Probleme. Abgesehen davon, dass die Gründung einer Kolonie abseits des Heimatreiches nun deutlich kniffeliger ist, präsentieren sich militärische Eroberungen als ziemlich lästig bis ätzend, wenn man nicht gleich mehrere Städte auf einen Schwung erobern will, um damit den Loyalitätsdruck drastisch zu senken. Selbst mit unübertroffener militärischer Stärke, dem Einsatz eines Gouverneurs, dem Kauf von bestimmten Gebäuden und der Eroberung anderer Städte in der Nähe ist es manchmal einfach nicht möglich, die drohende Abwanderung zu verhindern - gerade bei Hauptstädten ist mir das gleich mehrfach passiert. Es war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Hier wirkt die Gesamt-Ausbalancierung des Loyalitätssystems etwas fragil und nicht ausgewogen.

Kommentare

FuerstderSchatten schrieb am
Starslayer78 hat geschrieben: ?
01.03.2018 10:14
Interrex hat geschrieben: ?
28.02.2018 15:09
Starslayer78 hat geschrieben: ?
28.02.2018 03:00
Alles schön und nett, aber ich werde mir Civ 6 trotzdem nicht kaufen. Die KI in Civ 5 war schon Schrott, als die Tests zu Civ 6 kamen und man nur gelesen hat das die KI noch die selben Fehler macht die sie schon im 5. Teil gemacht hat, war das Spiel für mich gestorben. Somit ist Teil 6 der erste und einzige Teil den ich seit Civ 1 nicht habe, aber diese rotzdoofe KI zieh ich mir nicht nochmal rein, Civ 5 war da echt gruselig, eher traurig was Firaxis aus Civ gemacht hat.
Nur ändern wird sich da nichts dran, solange immer soviele alles Preordern und blind kaufen. Damit stimmen die Absatzzahlen und die Einnahmen, also warum sollte sich da noch wer mühe geben die "Kuh" Spieler lässt sich doch auch so lukrativ melken.
Von allen Civs ist Civ 5 das beste (nur meine Erfahrung, natürlich mit dem letzten Update plus alle Adons und DLC....Civ 6 habe ich wegen der schwachen KI noch nicht gespielt) :!:
Starslayer78 schrieb am
Interrex hat geschrieben: ?
28.02.2018 15:09
Starslayer78 hat geschrieben: ?
28.02.2018 03:00
Alles schön und nett, aber ich werde mir Civ 6 trotzdem nicht kaufen. Die KI in Civ 5 war schon Schrott, als die Tests zu Civ 6 kamen und man nur gelesen hat das die KI noch die selben Fehler macht die sie schon im 5. Teil gemacht hat, war das Spiel für mich gestorben. Somit ist Teil 6 der erste und einzige Teil den ich seit Civ 1 nicht habe, aber diese rotzdoofe KI zieh ich mir nicht nochmal rein, Civ 5 war da echt gruselig, eher traurig was Firaxis aus Civ gemacht hat.
Nur ändern wird sich da nichts dran, solange immer soviele alles Preordern und blind kaufen. Damit stimmen die Absatzzahlen und die Einnahmen, also warum sollte sich da noch wer mühe geben die "Kuh" Spieler lässt sich doch auch so lukrativ melken.
Von allen Civs ist Civ 5 das beste (nur meine Erfahrung, natürlich mit dem letzten Update plus alle Adons und DLC....Civ 6 habe ich wegen der schwachen KI noch nicht gespielt) :!: :D
Hmm Civ 5 soll das beste Civ sein?! Hast du Teil 4 oder Alpha Centauri mal gespielt? Da arbeitet die KI mit und wenn du nicht aufpasst und vieles nicht richtig gemacht...
Kurdy schrieb am
Numrollen hat geschrieben: ?
28.02.2018 15:26
Ja Civ5 mit 10000 DLC ist dann endlich spielbar? Yea, voll der Gewinn. Hat man ja nur über 200? für ausgegeben.
Oder 3,79 im Steam-Sale.
Numrollen schrieb am
Ja Civ5 mit 10000 DLC ist dann endlich spielbar? Yea, voll der Gewinn. Hat man ja nur über 200? für ausgegeben. Ich hab Civ5 gezockt und relativ schnell die Lust verloren, mit "Haupt" DLC 1 und 2 war es besser. Alles natürlich im Sale gekauft für insgesamt 40? und fand im Vergleich zu Civ4 immer noch zu viel ausgegeben.
Ich hab mit Civ1 angefangen aber mit Civ5 ist, genauso wie mit Total War Rome 2, die Serie vorbei für mich. Kauf ich nicht mehr.
Interrex schrieb am
Starslayer78 hat geschrieben: ?
28.02.2018 03:00
Alles schön und nett, aber ich werde mir Civ 6 trotzdem nicht kaufen. Die KI in Civ 5 war schon Schrott, als die Tests zu Civ 6 kamen und man nur gelesen hat das die KI noch die selben Fehler macht die sie schon im 5. Teil gemacht hat, war das Spiel für mich gestorben. Somit ist Teil 6 der erste und einzige Teil den ich seit Civ 1 nicht habe, aber diese rotzdoofe KI zieh ich mir nicht nochmal rein, Civ 5 war da echt gruselig, eher traurig was Firaxis aus Civ gemacht hat.
Nur ändern wird sich da nichts dran, solange immer soviele alles Preordern und blind kaufen. Damit stimmen die Absatzzahlen und die Einnahmen, also warum sollte sich da noch wer mühe geben die "Kuh" Spieler lässt sich doch auch so lukrativ melken.
Von allen Civs ist Civ 5 das beste (nur meine Erfahrung, natürlich mit dem letzten Update plus alle Adons und DLC....Civ 6 habe ich wegen der schwachen KI noch nicht gespielt) :!: :D
schrieb am