Aura 2 - Die heiligen Ringe - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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Eigentlich sind die Tage der allzu steifen Point&Click-Adventures mit Apparaturorgien und höchst mysteriösem Hintergrund gezählt. Nichtsdestotrotz erschien nun mit Aura 2 bei The Adventure Company ein weiterer Myst-Klon, der die gute alte Zeit neu beleben will. Gelingt der Wiederbelebungsversuch oder sollte man Tote lieber ruhen lassen?

Déjà-vu in fantastischer Kulisse

Aus dem Sommer 2004 stammt der Vorgänger Aura von Streko Graphics, der ein filmreif inszeniertes Fantasy-Abenteuer bieten wollte. Auf der Suche nach
Die Story verwirrt selbst für Fantasy-Verhältnisse mit unzähligen Namen, Fraktionen und Typen.
mächtigen Artefakten musstet ihr allerhand Intrigen aus dem Kreis der Magier aus dem Weg gehen. Leider kam nicht mehr als ein gewöhnliches Adventure heraus, das eine hohe Dichte der berüchtigten Apparaturenrätsel aufwies. Die reichlich verwirrende Story war trotz Fantasy-Setting absolute Nebensache und tauchte nur sporadisch in den gerenderten Zwischensequenzen auf. Hier bekamen allenfalls Rätselfetischisten neues Futter.

Als wäre inzwischen keine Zeit verstrichen, erinnert Aura 2 frappierend an den lahmen Vorgänger. Die undurchsichtige Story, die vielen Geheimnisse und die verschnörkelte Umgebung - alles schon mal gesehen. Alles wirkt mechanisch, abweisend und menschenleer, wie ihr das von Myst kennt. Immerhin müsst ihr den Vorgänger nicht gespielt haben, da selbst Veteranen die Entschlüsselung des großen Mysteriums für den zweiten Teil reichlich wenig bringt. Ohnehin dürfte sich niemand an die verwirrende Geschichte erinnern. So fangen alle bei null an, was auch wieder demokratisch ist.

Unverständliche Story

Nicht nur im Herr der Ringe spielen die Ringe der Macht eine tragende Rolle sondern auch bei Aura. Allerdings ist das Ganze weitaus weniger spannend als Tolkiens Ringkrieg, denn die Story kommt nur schleppend aus den Startlöchern. In Aura 2 geht es jedoch nicht darum, einen Herrscherring zu zerstören, sondern ihr müsst die Ringe dem Clan der Bewahrer zurückbringen. Eine rivalisierende Gruppe will das natürlich verhindern, um ihrerseits die begehrten Artefakte in die Finger zu bekommen. Zunächst erwacht ihr in einer fremden Umgebung, die es zu erforschen gilt. Wer ist Freund wer Feind?

Die Geschichte wird außerdem so unterirdisch schlecht erzählt, dass es mit dem Verständnis so eine Sache ist. Zwar gibt es immer wieder Zwischensequenzen, die durchaus ansehnlich gemacht sind, aber sie sorgen eher für Verwirrung denn für Klärung. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Videosequenzen durch die ausufernde Rätselei nur all Schaltjahr mal zu sehen sind. Bis ihr das nächste Filmschnipselchen bekommt, habt ihr daher wieder vergessen worum es geht. Die Story wird dadurch mehr zerhackt, als dies bei vergleichbaren Adventures der Fall ist. Vielleicht liegt es daran, dass Mystery selten eine Auflösung parat hat.

Puzzles satt

Einziger Grund, warum jemand überhaupt Aura spielt, sind die vielen Rätsel. Die große Masse davon sind Kombinationsrätsel, bei denen ihr etwa eine Reihe von Symbolen für ein Schloss ergründen
Wer ein Faible für mechanische Apparate mit Geheimnis hat, kommt vielleicht auf seine Kosten. 
müsst. Damit wird dann ein Mechanismus in Gang gesetzt, der einen Apparat zum Laufen bringt. Während des mit dem Öffnen von vielen Türen verbundenen Umherstreifens werden automatisch Notizen gemacht, die euch als Hilfe dienen. So werden die Rätsel etwas leichter, da im Notizbuch nur das steht, worauf es wirklich ankommt. Die fehlerfrei übersetzen Texte müsst ihr trotzdem lesen, um etwa die Bedeutung der Symbole zu begreifen. Actionsequenzen gibt es nicht.

Mechanismen gibt also es wie Sand am Meer. Regelmäßig müsst ihr auch Gegenstände aus dem Inventar verwenden, um weiter zu kommen. Meistens sind das Schlüssel, Hebel oder Artefakte, die ihr einsetzen müsst. Die Rätsel sind nicht sonderlich abwechslungsreich und immer in etwa ähnlich aufgebaut: Apparat finden, Hinweise einsammeln, Muster durchschauen und Mechanismus knacken. Trotz Notizbuch ist nicht immer ganz klar, was zu tun ist. Ihr müsst das Haus zum Laufen bringen, aber wie stellt ihr das konkret an. Was müsst ihr als erstes tun? Leider könnt ihr auch niemand fragen, da die paar Leute, die ihr trefft keine Fragen beantworten. Dialoge beginnen irgendwann automatisch.

Altbackenes Äußeres

Optisch kommen allenfalls diejenigen auf ihre Kosten, die
Na wenn das mal nicht an Myst erinnert, ohne allerdings dessen Klasse zu erreichen.
auf den altmodischen Look derartiger Render-Abenteuer stehen. Die romantischen Hintergründe, fantastischen Gebäude und an Jugendstil erinnernden Einrichtungsgegenstände sind recht ansehnlich, wenn man davon absieht, dass es weitgehend Standgrafiken sind, durch die ihr in Egosicht wandelt. Es gibt zwar Abwechslung im Ambiente wie eine grüne Welt oder mittelalterlich anmutende Gefilde. Es mangelt aber an Bewegung - selbst wenn es gelegentlich Animationen gibt, wo sich mal was rührt wie ein Seil, das umher baumelt. 3D sind dabei allenfalls die Personen, die vor den Kulissen agieren.

Die Zwischensequenzen sind recht ansehnlich aber keinesfalls so gut, wie man das vielleicht erwarten würde. Immerhin gibt es eine professionelle Sprachausgabe, die teils mit bekannten Stimmen aufwartet. So ist die deutsche Stimme von Simon the Sorcerer 4 zu hören, was ganz gut passt. Wie meist bei kleineren Produktionen sind die Nebenfiguren weniger gut besetzt.

               

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