Bone Gold - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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Telltale sahnt zur Zeit mit seinen Sam & Max-Episoden regelmäßig sehr gute Noten ab. Jetzt ist mit Bone eine andere Reihe der Adventure-Spezialisten erstmals auf Deutsch zu haben: Zwei Episoden des skurrilen Comic-Abenteuers erschienen bei Xider/bhv als Bone Gold. Ob die Knochenmännlein genauso viel Klasse haben wie das agile Polizistenduo?

Two in one

Das Bundle "Bone Gold" besteht aus den Episoden "Flucht aus Boneville" und "Das große Kuhrennen", die beide in der von Comic-Autor Jeff Smith ersonnenen Fantasy-Welt
Fone ist der netteste der Bones und findet meistens rasch neue Freunde. Für seinen Vetter Phoney gilt das genaue Gegenteil.
spielen. Da sich das Spiel exakt an die Vorlage hält, begleitet ihr die drei Vettern Fone, Smiley und Phoney Bone auf ihrer Entdeckungsreise durch ein grünes und geheimnisvolles Tal. Wer sich daran stört, dass die drei Akteure knubblige Knochen sind, der sollte sich das Adventure nicht antun - alle anderen bekommen zwei Episoden auf einmal. Da beide Teile recht kurz sind, wäre alles andere auch eine Frechheit gewesen. Ihr müsst diese übrigens der Reihe nach spielen, um richtig mitzukommen.

Obwohl die mit Fantasy-Anleihen gespickte Geschichte nach den zwei Episoden nicht zu Ende ist, ist sie unterhaltsam und sorgt für Neugierde - manche Frage bleibt also unbeantwortet. Die Bones treffen auf ihrer Suche auf allerhand seltsame Wesen, wozu ein sprechendes Blatt, gefräßige Rattenviecher und ein schläfriger roter Drache gehören. An die Genialität der Sam & Max-Reihe reicht sie aber leider kaum ran, was in erster Linie an den oft harmlosen Dialogen liegt. Von der unterschwelligen Gesellschaftskritik eines Sam & Max keine Spur. Das Gute daran ist, dass Bone so viel eher für Kinder geeignet, die aber die frustrierenden Aufgaben nicht mögen dürften.

Flucht aus Boneville

Rätselfreunde werden schnell merken, dass die Bones reichlich fehl am Platze sind. Eigentlich wollen sie so schnell wie möglich zurück in ihre Heimat Boneville, doch das ist nicht so einfach, denn von dort hat man sie erst schmählich verjagt. Einstweilen sitzen sie in dem Tal fest, dessen Bewohner ganz schön seltsam sind. Nach ihrer Flucht landen sie in der Idylle, sind aber noch getrennt. Im ersten Teil lernen sie die wichtigsten Leute kennen, als da sind die hübsche Thorn und ihre Grandma Ben. Vielleicht gibt es hier jemand, der ihnen weiterhelfen kann.

Ihr spielt zunächst Fone, den nettesten der drei Bones, der rasch Freunde findet. Er ist hilfsbereit und versucht, mit allen gut auszukommen. Schon beim ersten Aufeinandertreffen verliebt sich der Knochen Hals über Kopf in Thorn, wagt aber nicht, es ihr zu sagen. Anders der eingebildete Phoney, der einst in Boneville ein reicher Man war. Jetzt ist er unfreundlich, und pflaumt jeden an, der nicht gleich nach seiner Pfeife tanzt. Ganz anders ist wieder Smiley, der arm aber glücklich ist. Er ist Musiker und dekoriert die idyllische Landschaft mit seinen Zigarrenkippen, die auch mal suchen müsst.

Spielchen und Rätsel

Im Tal müssen die Bones verschiedene Aufgaben meistern, die in schneller Folge nacheinander kommen. Zuerst müsst ihr einen Fluss überqueren, wobei ihr die Springwanze steuert. Es gibt eine
Wie kommt Phoney nur an der Wanze vorbei, die immer gleich in die Luft geht, wenn man sie reizt?
Reihe von Steinen, über die ihr springen müsst. Damit nicht genug springt das Insekt in einem bestimmten Rhythmus. Viele würden das eher als Minispielchen denn als Rätsel bezeichnen. Eher wieder witzig, dass ihr zunächst mit Fone mit den Opossumkindern Verstecken spielt, wobei ihr sie sucht, und anschließend mit dem barschen Phoney noch einmal, wobei ihr euch verstecken müsst. Der macht natürlich manches anders, da er sich für den Größten hält, was zum Schmunzeln anregt.

Leider ist nicht immer ganz klar, was wirklich zu tun ist. Bis ihr herausgefunden habt, wie Phoney die Kinder zu sich locken muss, vergeht einiges an Zeit. Bei der zweite Episode müsst ihr gleich zu Beginn den Boden wischen, da sich Phoney ein Bier bestellt hat, ohne Geld zu haben. Wie ihr wischen müsst, um alle Fußspuren zu beseitigen, ist völlig unklar. Manches ist auch schlicht nervig, wie etwa die Suchorgien wie Stummelsuchen in der Dunkelheit der Höhle. Ein paar Inventarrätsel gibt es natürlich auch noch, die aber nicht der Rede wert sind, da sie rasch gelöst sind. Die wenigen echten Actioneinlagen lassen sich auch überspringen - das schont die Nerven
                         

Kommentare

johndoe-freename-110084 schrieb am
Naja, bin selber Redakteur bei der Konkurrenz und hab mich erst auch gewundert, dass das mit den üblichen Tasten nicht möglich war. Probieren geht aber über studieren :wink: .
Alagos schrieb am
Hm ich hab die Leertaste irgendwie als Standart zum überspringen von Dialogen im Kopf, aber gut, ich spiele auch seit Jahren keine Adventures mehr ^^
4P|Bodo schrieb am
Hi The.Crow,
du hast natürlich recht und ich werde es gleich ändern. Leider ist das weder dem Tutorial zu entnehmen noch sonst springt es direkt ins Auge. Vielleicht hätte man eher auf eine der dafür sonst üblichen Tasten (ESC, Enter oder rechte Maustaste) zurückgreifen sollen. Ich kann nämlich nicht bei jedem Spiel jedes Mal die ganze Tastatur durchklicken.
Gruß,
4P|Bodo
schrieb am

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