Mad Tracks - Test, Rennspiel, PC - 4Players.de

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Arcade-Racer
Entwickler: LOAD Inc.
Release:
30.05.2007
20.02.2006
Spielinfo Bilder Videos
Ach, was waren das noch für herrliche Zeiten, als man sich auf der PlayStation mit Micro Machines, Circuit Breakers & Co spannende Multiplayer-Duelle geliefert hat, die so manche Freundschaft auf eine harte Probe gestellt haben. Mit Mad Tracks versucht Frogster, PC-Spielern ein ähnliches Spielerlebnis zu bieten. Haben die kleinen Flitzer das Zeug zum großen Spaß?

Am Anfang war der Schock

Eine Warnung gleich vorweg: Macht euch auf einen kleinen Schock gefasst, wenn ihr Mad Tracks das erste Mal in Aktion erlebt! Was sind denn das für matschige, detailarme und grobe Texturen, mit denen die Rennstrecken von einem Eiskanal über einen Looping-Kurs bis hin zum Kicker und einem Rittersaal in Szene gesetzt werden? Und erst diese klobigen Autos, die zwar realen Pendants wie einem VW Käfer oder Porsche nachempfunden sind, aber ganz offensichtlich aus wenigen Polygonen bestehen und nicht viel mehr hermachen als unterschiedlich geformte Blöcke, die sich mit Minimal-Animationen

Kleiner Looping gefällig?
über die Strecken bewegen. Selbst wenn Mad Tracks vor fünf Jahren auf den Markt gekommen wäre, hätte es aufgrund seiner grafischen Darstellung niemand in Begeisterungsstürme versetzt und sogar das betagte Micro Machines sieht im Vergleich besser aus. Dies mag jedoch auch mit den Szenarien zusammenhängen, die in der Codemasters-Flitzerei einfach besser inszeniert wurden als hier.

Doch dann kam das Licht

Schlecht ist Mad Tracks deshalb aber keineswegs. Ganz im Gegenteil: Kaum ein anderes Spiel in diesem Genre bietet dermaßen viel Abwechslung. Neben den 46 Rennszenarien können vor allem die reichhaltigen Spielmodi überzeugen: Anstatt einfach nur Standardrennen mit den üblichen Extras wie Raketenwerfer, Eisblock-Verwandlung, Energie-Absorber und Turbo zu bieten, tretet ihr auch bei Checkpoint-Rennen gegeneinander an, setzt euer Auto als Bowlingkugeln gegen Ming-Vasen ein, schubst im Wettbewerb Gegenstände und Gegner von Tischen, flüchtet in einem Brunnen vor dem steigenden Wasser, kämpft im Team um den Sieg, weicht in einer Destruction Derby-Arena entgegen kommenden Gegenständen aus oder versucht in Elimination-Rennen nicht als Letzter die Ziellinie nach einer Runde zu überqueren. Insgesamt stehen über zwanzig Minispiele zur Verfügung, die nicht nur für Abwechslung sorgen, sondern auch einige ungewöhnliche Modi beinhalten. Schon mal daran gedacht, ein Billard- oder Fußballspiel mit den Mini-Autos auszutragen? Da kommt Spaß auf, keine Frage! Allerdings nur im Multiplayer-Modus, an dem online und via LAN bis zu acht Spieler teilnehmen dürfen. Solo ist dagegen schnell die Luft raus, da der Abenteuermodus, in dem ihr all die Minispiele freischaltet, schnell vorüber ist und die Profi-Stufe kaum noch Neuerungen mit sich bringt. Habt ihr erst mal alles gesehen, werdet ihr euch nur selten allein zu einem Arcadespiel durchringen, in dem ihr die Minispiele nach eigenen Wünschen anpassen könnt. Mit welcher der wenigen Fahrzeugklassen ihr an den Start geht, ist dagegen in vielen Wettbewerben vorgeschrieben, genau wie die Wagenfarbe etc… Hier wären mehr Freiheiten und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten wünschenswert gewesen. Umständlich ist zudem die Vorarbeit zur Online-Raserei: Da der Hersteller keine Server stellt, muss einer der Spieler diese Aufgabe übernehmen. Die Folge: Alle Teilnehmer müssen die IP des Server-Rechners umständlich per Hand eingeben. Wer darauf keine Lust hat, kann alternativ

Kickern mal anders!
mit bis zu vier Spielern auf Splitscreen-Rennen zurückgreifen, bei denen es jedoch sehr schnell sehr eng auf der Tastatur werden kann.

Simple Steuerung

Die Steuerung von Mad Tracks ist sehr simpel und intuitiv ausgefallen. Neben dem üblichen Beschleunigen, Bremsen und Lenken könnt ihr die aufgesammelten Boni durchschalten und anwenden sowie zwischen vier Außenperspektiven und einer Innenansicht wählen. Probleme gibt es beim Rückwärtsfahren, was nicht nur äußerst träge abläuft, sondern auch ungünstig von der (Außen-)Kamera eingefangen wird. Ansonsten reagieren die Flitzer jedoch hervorragend und flott auf eure Befehle. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn ihr könnt nicht Gas geben ohne Ende: Beschleunigt ihr, zieht sich eine kleine Feder, eure Energieanzeige,  immer mehr zusammen und so kann es passieren, dass ihr vor der nächsten großen Steigung plötzlich keine Power mehr habt. Deshalb empfiehlt es sich, gerade in Bergab-Passagen das Fuß vom Gas zu nehmen, damit sich die "Energie-Feder" wieder etwas strecken kann. Damit gewinnen die Rennen neben dem Einsatz von Waffen und Gadgets eine weitere taktische Komponente, die in heißen Duellen das Zünglein an der Waage sein kann.

Kratzer im Lack

Leider haben die Rennen vor allem im Solospiel mit einigen Problemen zu kämpfen. Prinzipiell sind die KI-Fahrer vollkommen doof, was ihr fahrerisches Können anbelangt. Da wird blind in die Streckenbegrenzung gekracht oder durch eine

Wer räumt als Erster den Tisch ab?
zu hohe Geschwindigkeit über selbige hinausgeschossen. Dieses Manko gleichen sie aber mit einer guten Portion Zielwasser wieder aus, denn treffsicher sind die Kerle mit den Extrawaffen allemal und sorgen für den ein oder anderen Frustmoment, wenn sie euch kurz vor dem Ziel noch eine Rakete in den blechernen Hintern jagen, die euch innerhalb weniger Sekunden vom ersten auf den letzten Platz befördern kann. Ein wirklich großes Manko ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass es in der Regel sehr lange dauert, bis ihr nach einem heftigen Abflug wieder automatisch auf die Strecke zurückgesetzt werdet – und das oft ein gutes Stück vor der eigentlichen Unfallstelle. So richtig ärgerlich war aber erst das, was uns vor allem beim Wettbewerb "Schrei im Eis" immer wieder passiert ist: Kommt ihr von der glatten Strecke ab oder werdet durch einen Angriff weggeblasen und landet anschließend als Eisblock im kalten Wasser, werdet ihr einfach nicht mehr automatisch auf die Strecke zurückgesetzt! Zum Glück habt ihr die Möglichkeit, euch nach einer solchen Misere manuell auf Knopfdruck zum letzten Checkpoint beamen zu lassen, um das Rennen wieder aufzunehmen. Unschön sind zudem einige Clippingfehler, die die Reifen eures Flitzers wie in einem Moor in der Bodentextur verschwinden lassen, doch hat dies nur optische, aber keine spielerischen Auswirkungen.   
 

   

Kommentare

Deckrs schrieb am
Mit mehreren Leuten/Split Screen macht das Spiel trotzdem hölligen Spaß. Da sind Sachen wie Grafik etc. dann sowieso nur Nebensache. Alleine, da habt ihr Recht, wirds schnell langweilig und wirklich anspruchsovll ist es auch nicht.
Empfehlen kann ich das Spiel trotzdem!
Was haltet ihr davon??
schrieb am

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