Hearts of Iron 2: Doomsday - Test - 4Players.de

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Hearts of Iron 2: Doomsday (Strategie) von Koch Media
Hearts of Iron 2: Doomsday
Strategie
Publisher: Koch Media
Release:
07.04.2006
Spielinfo Bilder Videos
Ihr habt Hearts of Iron 2 schon mit sämtlichen Nationen durchgespielt, habt bei Tobruk, vor Stalingrad und in den Ardennen gewonnen und giert nach neuen Schlachtfeldern? Speziell für Veteranen gibt es jetzt die Erweiterung Doomsday, die den Kalten Krieg bis 1953 zum Thema hat. Was hat das äußerlich unveränderte Standalone-Add-On inhaltlich zu bieten?

Geniales Prinzip

Hearts of Iron 2 (HoI 2) ist sicher noch vielen Hobby-Generälen gut in Erinnerung als ebenso forderndes wie komplexes Strategiespiel. Ihr konntet die Nation eurer Wahl möglichst siegreich durch den Zweiten Weltkrieg begleiten, wobei ihr die wichtigsten Geschicke des Landes bestimmten konntet. Produktion, Militär, Handel, Diplomatie und Forschung lagen in eurer Hand. Jede Nation verfolgte ihre eigene Strategie, wobei insbesondere die Achsenmächte zu besonders aggressiven Vorgehen verlockten. Ein erfolgreicher Russlandfeldzug der Deutschen oder der Einmarsch von Rommel in Kairo waren durchaus machbar. Andere Nationen wie Frankreich kämpften ums nackte Überleben. Das Ganze lief in Echtzeit ab, obwohl es sich eher wie rundenbasiert spielte, da ihr die Geschwindigkeit einstellen und das Spiel pausieren konntet.

Kalter Krieg - ganz heiß

Der Zweite Weltkrieg ist in Doomsday Geschichte, Stalingrad ist nur noch eine Ruinenstadt in den Weiten der Sowjetunion und das Deutsche Reich und Japan haben längst die Waffen gestreckt. Deutschland ist in Besatzungszonen aufgeteilt, die ihr noch aus dem Geschichtsunterricht kennt. Doch der Friede hält nicht lange, denn im Oktober 1945 verstärken
Anderer Bedrohung als im Grundspiel, die dieses Mal rot statt braun ist und sich von Ost nach West bewegt. 
sich die Spannungen zwischen den einstigen Alliierten und der Dritte Weltkrieg bricht aus, als die USA Moskau und weitere Städte des Riesenreichs mit Atomwaffen bombardieren. Die Russen reagieren mit einer Großoffensive, die sich von Nordkarelien, über Mitteleuropa, die Türkei und Persien bis ins fernöstliche Korea zieht. Der Ostblock hat noch keine Atombombe und muss sich auf seine kampferprobten Panzerdivisionen verlassen, die in gewaltiger Zahl an die Front rollen.

Dieser hypothetische Konflikt zieht sich bis Ende 1953, klammert so leider interessante Ereignisse wie Mauerbau, Kubakrise oder Einmarsch des Warschauer Paktes in die Tschechei aus. Trotzdem ist der heiß gewordene Krieg nicht gänzlich aus der Luft gegriffen, da es durchaus Pläne gab, Osteuropa direkt nach Ende des Zweiten Weltkriegs vom "Joch des Kommunismus" zu befreien. Insbesondere der britische Premier Churchill, der den Begriff "Eiserner Vorhang" mitprägte, soll solche Überlegungen gehegt haben. Neben der Doomsday-Kampagne umfasst die Erweiterung zudem den gesamten Inhalt von HoI 2, das ihr so quasi zum verbilligten Preis bekommt. So könnt ihr theoretisch von 1936 bis in die 50er-Jahre mit der Nation eurer Wahl durchspielen.

Im Schilde führen

Ihr könnt natürlich auch die USA oder acht andere Nationen spielen, die alle eine eigene Strategie verfolgen. Als "Dampfwalze" UdSSR versucht ihr, euch auf dem eurasischen Kontinent breit zu machen, da eure Flotte und
An der nüchternen Präsentation hat sich nichts geändert, die fast dieselben übersetzungsresistenten Texte wie beim Grundspiel bietet. 
Luftstreitkräfte noch zu schwach sind. Die Forschung gilt einer eigenen Atombombe, einer der neuen Technologien, deren Zerstörungskraft und Verfügbarkeit jedoch noch begrenzt sind. Der Westen versucht, den Vormarsch der Russen so weit wie möglich zu verhindern und dominiert auf See und am Himmel. Die strategischen Langstreckenbomber der USA erreichen jeden Punkt in der Sowjetunion, um dort Fabriken, Militäreinrichtungen und Forschungszentren anzugreifen. Mit den USA müsst ihr alles daran legen, ihren technologischen Vorsprung auszubauen.

Obwohl aufgrund der Größe des Raums im Grunde unbesiegbar spielen sich die Russen dennoch keineswegs einfach. Eine Offensive im Herzen Europas will daher gut geplant und koordiniert sein, da die Truppenkonzentration der Westmächte nicht zu verachten ist und die Feind-KI sich clever anstellt. Sie lässt sich wieder einstellen, verhält sich aber weniger passiv als im Grundspiel, so dass koordinierte Attacken der Computergegner an der Tagesordnung sind. So kommt es in Deutschland, Österreich und Norditalien zum Stellungskrieg, den es aufzubrechen gilt. Da baltische und Schwarzmeerflotte von den US-Flugzeugträgern eingesperrt werden, bietet sich ein Vormarsch über Skandinavien oder den Balkan an. Ihr verliert leicht mal den Überblick in dem weltumspannenden Konflikt.

Spione aus der roten Zone

Um zu wissen, was der Feind weiß, gibt es nun auch den Geheimdienst. Ihr könnt Feinde und Verbündete ausspionieren und erfahrt so, was sie entwickeln
Feind hört mit! Dieses Mal könnt ihr auch Agenten auf strenggeheime Missionen schicken.
und produzieren. Natürlich könnt ihr auch politisch Einfluss nehmen, indem ihr Aufstände anzettelt oder Politiker ermorden lasst. Überhaupt ist es nicht ganz einfach, Spionage zu betreiben, da die Aktionen öfters mal fehlschlagen. Ihr finanziert das mir dem Geld, das ihr durch die Konsumgüterproduktion oder den Außenhandel einnehmt. Es hängt also letztlich von der Staatsform und den Ministern ab, wie erfolgreich ihr beim Ausspionieren seid. Gegenspionage schützt euch vor Agenten des Feindes.

Grundsätzlich ist es auch möglich, Schlüsseltechnologien zu stehlen, was aber nur selten gelingt. Waffentechnisch bedeutet Doomsday zwar eine Evolution aber keinen Quantensprung gegenüber dem Grundspiel. Zu Beginn sind das also die altbekannten Waffen des Zweiten Weltkriegs als da sind T-34 Panzer, Jagdflieger mit Propeller und konventionelle U-Boote. Erst später kommen dann moderne wie Atomwaffen, Düsenjets und Hubschrauber hinzu.

Pakte und Annektierung

Natürlich spielt auch die Diplomatie wieder eine enorme Rolle, die die aus dem Grundspiel bekannten Aktionen umfasst. So könnt ihr mit der Sowjetunion die Armeen Polens, Tschechiens, Jugoslawiens, Rumäniens, Bulgariens und Albaniens übernehmen und ihnen Befehle erteilen, als wären es eure eigenen. Im Grundspiel war das schon mit Deutschland und den Achsenmächten möglich. Habt ihr die Schlüsselprovinzen eines Landes eingenommen, habt ihr außerdem die Möglichkeit, die Nation ganz zu annektieren. Ihr verwaltet sie dann, als wäre sie euer eigenes Land. Im Spiel kommt das für Dänemark in Frage, das von den Sowjets erobert wird. Da Deutschland als Staat in der Nachkriegszeit noch nicht existiert, könnt ihr es euch auch nicht einverleiben
                  

Kommentare

Eurician schrieb am
Kleine Korrektur: Nicht 8, sondern ALLE vorhandenen Nationen können angespielt werden, indem man die Flaggen im Startmenü einfach austauscht. Der Traum den zweiten Weltkrieg aus der Sicht Äthiopiens mitzuerleben muss also kein Traum bleiben!
arvid [I] schrieb am
Schöner Testbericht. Wieder ein kniffliges Game, wo ich zwischendurch auch mal entspannt zum Kühlschrank laufen kann. 8)
schrieb am

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