Der kritische Herbst

Special: Der kritische Herbst

So testet 4Players
Seite:  1 

Autor:
Jörg Luibl

Im Rahmen des kritischen Herbstes wurde uns ein Dokument zugespielt, das skandalöse Sprengkraft besitzt. Es handelt sich um einen Vertrag zwischen einem Publisher und einem deutschen Verlag, der als Gegenleistung für seine umfangreiche Berichterstattung zu einem Spiel direkt an den späteren Verkäufen beteiligt werden sollte: Zwei Euro pro Stück. Da lohnt sich der Hype in Previews, Specials und Reviews erst richtig…
Das Dokument

Unsere Berichterstattung über die negativen Aspekte in der Spielebranche hat beim Eingang dieses Vertrages einen bitteren Höhepunkt erreicht. Uns ging es in erster Linie um die subtilen Mechanismen der internen und externen Beeinflussung - vor allem von Wertungen. Aber die gekaufte Berichterstattung mit Gewinnbeteiligung? Dieser Vorwurf wurde bisher ins Reich der lächerlichen Hysterie verbannt und kaum ernsthaft diskutiert, obwohl er seit dem kritischen Herbst im Raum stand.

Schon im ersten anonymen Interview hatte unsere Quelle, ein Ex-Publisher, behauptet, dass es in seiner aktiven Zeit eine Gewinnbeteiligung der Presse gegeben hätte - hier der Auszug:

4Players: Zurück zu den Mechanismen auf Publisherseite. Welche Formen der Beeinflussung der Presse kennen Sie aus der Praxis? Wie geht man vor, wenn man ein Spiel pushen will?

Ex-Publisher: Man bietet der Presse eine Umsatzbeteiligung basierend auf Media Control Daten an und bestimmt im Vorfeld den Umfang an Präsenz in deren Publikationen. Das geschieht in Form von Covern, Previews, Reviews, Anzeigen bis hin zu den Most Wanted Charts. Dadurch können beide Seiten sehr lange im Voraus planen und der Publisher kann sicher sein, dass sein Produkt eine angemessene Rolle in den Publikationen spielt, da die Anzahl der Seiten lange im Voraus steht. Das geschieht natürlich nicht mit Spielen, die erwartungsgemäß eine schlechte Bewertung bekommen werden, sondern mit Produkten, die durchaus ein Anwärter auf höhere Wertungen sind. Da Ganze wird sogar schriftlich festgehalten und am Ende gibt es ein schönes festgezurrtes Paket. Erschreckend, aber wahr und ich habe dies selbst erlebt.

Das ist nur ein Teil des Kooperationsvertrages, der uns vorliegt. Er beinhaltet auch einen umfangreichen PR- und Marketingplan.
Uns lagen zum Zeitpunkt des Interviews allerdings noch keine Dokumente vor, die diesen Vorwurf hätten erhärten können. Jetzt sieht das Ganze anders aus: Wir haben unseren Augen nicht getraut, als wir vor wenigen Tagen postalisch einen mehrseitigen Vertrag erhalten haben. Dieser bestätigt die Aussage der Quelle in all ihren Einzelheiten und offenbart den größten Skandal der deutschen Spielepresse - selbst, wenn es sich dabei "nur" um einen Einzelfall gehandelt haben sollte. Er beinhaltet die Namen des betreffenden Spiels, des Publishers, des Verlages sowie der Unterzeichnenden. Er beinhaltet die detaillierte Darstellung des PR- & Marketingplans in seinen monatlichen Schüben (x-seitige Preview in Print und Online, Anzeigen, Videoerstellung, x-seitiger Test, Platzierung des Tests, Gewinnspiel, Tipps&Tricks, Demoversion etc.),   die in Aussicht gestellten Beträge für die Berichterstattung. Wir haben diese Inhalte bewusst ausgeschwärzt, wir werden auch in Zukunft keine Namen öffentlich nennen. Unsere Quelle betont zudem, dass diese Form der Kooperation auch von Verlagen abgelehnt worden sind.

Der kapitale Hype

Was bedeutet das für den Leser? Manchmal entsteht ein Hype, weil eine Redaktion ein Spiel liebt, weil man es aufgrund seiner Qualität oder der Lesererwartung pushen will. Und wenn man das tut, wird man von dem betreffenden Publisher natürlich unterstützt, indem man zu Exklusivinterviews eingeladen wird oder eine Exklusivdemo bekommt oder besonderes Material erhält - all das ist okay. Aber manchmal entsteht ein Hype scheinbar auch, weil man schlichtweg daran verdient, den Leser mit seiner Berichterstattung heiß auf ein Spiel zu machen. Wir zitieren aus dem PR- & Marketingplan, der vom Verlag ergänzt wurde:

"Wir wollen aus einem "No-Brand" einen Brand mit hohem Verkaufsvolumen machen. (...) Wir wollen mit maximalem Druck das Ergebnis erzwingen. (...) Durch diesen massiven Auftritt [in Print und Online; Anm. d.Red.] sichern wir Spiel X eine maximale Präsenz und wecken den Kaufwunsch."

Aus dem Vertrag geht dann hervor, dass die Gewinnbeteiligung, die wir im Vertrag gelb markiert haben, je nach verkaufter Stückzahl angehoben werden sollte: Ab 80.000 Einheiten sollte es 4 Euro, ab 100.000 Einheiten sollte es 5 Euro pro Stück geben.

Gekaufte Wertung?

Wurde die Wertung des Spiels auch schriftlich festgelegt? Nein. Es gibt sogar folgende Stelle im PR- & Marketingplan, die vom Verlag kommt:

"Was wir nicht garantieren können: die Produktbewertung. Hier müssen wir uns auf die Einschätzung von Publisher X verlassen können, dass der Titel mit den Genregrößen mithalten kann."

Mal abgesehen davon, dass man sich auf die Qualitätseinschätzung eines Herstellers verlässt: Was heißt das in der Praxis für die Wertungsfindung? Wenn es eine derartige Kooperation zwischen Publisher und Verlag gibt, bleibt die Frage, wie tief das Wissen über die Gewinnbeteiligung innerhalb der Verlagsstruktur gesickert ist: Vom Geschäftsführer über das Marketing und den Chefredakteur bis hin zum Tester des betreffenden Spiels? Weiß der Tester von den zwei plus X Euro, die sein Verlag pro verkauftem Spiel bekäme? Oder geschieht die "Wertungsfindung" über Argumente in einer Wertungskonferenz?

Spielkulturthema: Der kritische Herbst

Kolumne: Spielbranche am Apparat. Bei Anruf Award?
Anonymes Interview: Ex-Publisher packt aus.
Kolumne: Die Kultur der Kritik.
Special: Interne Beeinflussung.
Special: Externe Beeinflussung.

To be continued...
In diesem Fall war die Redaktion scheinbar an der Konzeption des PR- und Marketingplans beteiligt (siehe gelbe Markierung im Dokument). Falls das so ist: Wie schreibt ein Magazin über ein Spiel, wenn es zum Release zwei Euro am Abverkauf verdient? Egal, ob das Ergebnis im akzeptablen Wertungsschnitt bleibt oder nicht: Das Ergebnis hat nichts mehr mit Journalismus zu tun, nichts mehr mit kritischer Berichterstattung. Das Ergebnis ist nicht gekennzeichnete Werbung, böse Leserveraschung und unlautere Bereicherung. Wenn man am Kiosk in ein Spielemagazin investiert, erwartet man eine Kaufberatung von einem unabhängigen Medium und keine vom Hersteller gekaufte Berichterstattung.

Die Konsequenzen

Uns wurde im Laufe der Berichterstattung vorgeworfen, dass der Leser des kritischen Herbstes verunsichert werden würde: Wem kann man noch Glauben schenken? Welchem Magazin soll man trauen? Wenn der Leser, der Käufer oder Zocker durch diese Berichterstattung verunsichert sein sollte, dann ist das ein Ergebnis, dem sich die Branche stellen muss - jeder auf seine Art und Weise. Mit diesem Vertrag steht fest, dass so manche Euphorie am Kiosk ein betriebswirtschaftliches System hat. Mit diesem Vertrag wird auch klar, dass Formen der Beeinflussung und Manipulation nicht nur von PR- und Publisherseite angewandt werden, sondern auch von Verlagsseite initiiert werden. Die Glaubwürdigkeit des deutschen Spielejournalismus hat durch diese inakzeptablen Machenschaften der eigenen Zunft einen Tiefpunkt erreicht - auch, wenn es sich hier nur ein Beispiel, nur um ein schwarzes Schaf handeln sollte.

Um das noch mal klarzustellen: Der Vertrag liegt uns in all seinen Einzelheiten vor. Aber wir werden die uns vorliegenden Namen nicht öffentlich nennen. Als Teilnehmer dieser Branche möchten wir auch noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass wir Mechanismen beleuchten, die es nicht in jedem Verlag, nicht in jeder Redaktion oder bei jedem Publisher gibt.  Viele Kollegen auf Presse- und Publisherseite machen einen ehrlichen, einen guten Job - gar keine Frage. Aber die Kultur der Kritik muss auch dann verteidigt werden, wenn sie nur in Einzelfällen bedroht wird. Und vor allem muss viel reger über das diskutiert werden, was auf dem langen Weg zwischen Spielidee, Presswerk und Wertung falsch läuft.

Hiermit beenden wir den kritischen Herbst vorerst.

Der Wii naht...

4P|Redaktion
       

Kommentare

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  • Don.Roberto schrieb:
    Sag mal liest du meine Beiträge eigentlich auch? Ich frage mich wieso du mir immer Sachen unterstellst die ich nie gesagt habe.. Wie dem auch sei, ich denke ich habe hier klar und deutlich meine Meinung vertreten, und schlussendlich muss sich derjenige, der
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    Don.Roberto schrieb:
    Sag mal liest du meine Beiträge eigentlich auch? Ich frage mich wieso du mir immer Sachen unterstellst die ich nie gesagt habe.. Wie dem auch sei, ich denke ich habe hier klar und deutlich meine Meinung vertreten, und schlussendlich muss sich derjenige, der nur von einer einzigen Bewertung den Kauf seines Spiel abhängig macht, hinterher nicht wundern, wenn er mit halbfertigen oder auch schlechten Spielen auskommen muss. Ich habe mir beispielsweise kein Gothic 3 geholt, obwohl ich es eigentlich vorhatte, da ich mir doch den offensichtlich nicht für möglich gehaltenden Aufwand gemacht hab, sage und schreibe 3(!)!!!!!!!!!!einseinseinselfelf Tests zu lesen, und als berechtigte Zweifel aufgetreten waren obendrein noch das Spiel ausgeliehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, das der Kauf für mich nicht in Frage kommt, und habe mir so knapp 50? gespart. 2 oder mehr Meinungen sind immer besser als nur eine, soviel zum Thema Tellerand. Gute N8
    Kann mich da themk nur anschliessen. Im Übrigen habe ich deine Meinung von vorn herein verstanden und ich agiere ja ähnlich wie du wenn es um Spielekäufe geht, jedoch kann ich nicht von jedem Menschen erwarten, dass er sich mit dem Thema auseinander setzt wie die meisten Leute die hier im Forum posten. Das meinte ich im übrigen mit über den Tellerrand gucken. Das 2 oder mehr Meinungen immer besser als nur eine sind ist klar, jedoch erklär doch mal bitte einer Fleischfachverkäuferin bitte mal, dass sie vor einem Spielekauf auf verschiedenen Onlinportalen nachschauen soll als auch die Printmedien in betracht ziehen sollte, dies aber insgesammt eher Kritisch betrachten sollte und auch noich diverse Foren im auge behalten sollte. Siehst du das dilemma? Nicht? Tja dann kann ich dir auch nicht helfen. So viel dann auch zum Mars...Zum Augen und zu...und ach du weisst schon :wink: Geh doch mal nicht nur von deinen paar Nerds aus sondern von dem standard Konsumenten. Denn gehe einfach mal davon aus, dass die meisten Konsumenten der CBS (mit abstand auflagenstärkste SpieleZeitschrift in deutschland!) nicht die geringste Ahnung vom Spielemarkt haben und JA es gibt schlimmeres :roll:
  • Don.Roberto schrieb:
    Was heißt Banalität, ich habe lediglich darufhingewiesen, das es sobald verschiedene Interessensverbände in einem wirtschftlichen Kontext aufeinander treffen, jede dieser Interessenverbände versuchen wird, seine Interessen auf Teufel komm raus durchzusetzen.
     [...]
    Don.Roberto schrieb:
    Was heißt Banalität, ich habe lediglich darufhingewiesen, das es sobald verschiedene Interessensverbände in einem wirtschftlichen Kontext aufeinander treffen, jede dieser Interessenverbände versuchen wird, seine Interessen auf Teufel komm raus durchzusetzen.
    Alles schön und richtig. Du hast dabei nur vergessen, dass die Konsumenten auch quasi einer dieser Interessensverbände sind (wenngleich ein spezieller), welcher hier gerade (mittels Aufklärung) seine Interessen versucht durchzusetzen. Ich dachte immer, eine Test-Zeitschrift wäre, um mich zu informieren. Sollte sie das nicht mehr tun, ist sie nicht mehr die, welche ich zu erwerben gedenke, und hat somit bei mir auch ihren Anspruch als Informationsquelle verloren. Don.Roberto schrieb:
    wer glaubt da geht es um Moral,
    Unbestechlichkeit (Ehre) oder vielleicht noch eher Ehrlichkeit dürfte meist eher ein Beweggrund sein, Einflussnahmeangebote abzulehnen. Don.Roberto schrieb:
    wer glaubt da geht es um Moral, oder das Interesse des Verbrauchers ist nun mal naiv.
    Um das Interesse des Verbrauchers geht es häufig erst, wenn sich dieser dafür einsetzt. Wenn du nichts von dir gibst, solltest du dich nicht wundern, dass niemand etwas von dir wahrnimmt. Zitat:
    Daher sollte es auch niemanden vom Hocker hauen, wenn diese Vorgänge dann auch öffentlich werden.
    Ich hatte nicht das Gefühl, als würde es hier jemanden sonderlich vom Hocker hauen. Solltest du damit die Ausdrucksweise von u.A. 4players meinen (Skandal etc.), so sollte diese hauptsächlich dazu dienen, darauf aufmerksam zu machen, um etwas in Bewegung zu setzen, als weniger eine Unfassbarkeit zu äußern, denke ich. Wie du weißt, geht es dabei nicht zuletzt um Geld - Also um Macht über Einkommen, (Software-/Hardware-)Projekte und Art und Weisen einer Publikation. Diese Dinge könnten nicht ohne das Geld des Konsumenten existieren. Ein dementsprechend aufgeklärterer (informierter) Konsument kann durch seine Entscheidungen, in was er investiert, die Dinge nach seinen Gunsten formen. Wenn ich Don.Roberto einschätzen darf, würde ich sagen, dass er wie so manch einer zuviele schlechte Erfahrungen mit dem Gegenteil eines intelligent agierenden Konsumenten, also einem der blind in Geschäfte rennt gemacht hat, und daher diesbezüglich eher pessimistisch ist. Leider ist es nicht einfach, jemanden, der Hintergründe nicht kennt, von sinnvolleren Investitionen zu überzeugen. (das kennt sicher jeder Computerfreak) Es ist dabei anscheinend nicht wichtig, was dem unerfahrenen Konsumenten gesagt wird - ein Großteil der Informationen* ist für ihn nicht von entscheidender Wichtigkeit, da er sie schlicht nicht versteht. (-*Anders ist es, wenn er auch ohne Kenntnisse erfahren kann, dass ein Verlag, ein Geschäft, oder ein Entwickler unschöne Taktiken anwendet. Das sind dann die Infomationen, die nicht unter "ein Großteil der Informationen" fallen.) Wichtig ist, wie er Informationen und Aussagen bewertet. Und als jemand ohne Hintergrundkenntnisse, kann er mit vielen Infomationen wie gesagt schlicht nichts anfangen. Wie kommt er aber an die richtigen Informationen? Entweder er vertraut dabei auf jemanden, oder er entwickelt umfangreiche Kenntnisse. Beides ist sehr problematisch, denn: - Der Konsument muss entweder zeitintensiv eine gehörige Wissensbasis aufbauen, die ihm dann möglicherweiße jedoch auch im Falle von Investitionen außerhalb seines Wissensbereichs weiterhelfen kann, indem sie ihn mit einem geschärften Blick für un-/glaubwürdige Informationen ausstattet, ihn vielleicht einige meist gute Informationsquellen kennen lässt und ihn nicht zuletzt die Dinge hinterfragen lässt, Kriterien besser aufstellen und bewerten lässt und ihn eher dazu bringt, sich aktiv auf die Suche nach brauchbaren Tests zu machen. - Oder er vertraut auf eine Quelle, die ihm Ratschläge gibt. Da in diesem Fall der Grund für das Vertrauen in diese Quelle jedoch nicht auf eigenen Kenntnissen beruht, benötigt er fremde Informationen zur Glaubwürdigkeit dieser Quelle. Nun stellt sich die Frage, inwieweit diese Informationen wiederum glaubwürdig sind und ob all das representative Aussagen über die aktuell erhaltenen Infomationen aus der Quelle sind. - die dritte Möglichkeit, einfach jeden Ratschlag anzunehmen, und sich im Extremfall nicht mal über die Ansicht des Verkäufers hinaus zu informieren, ist die verbreiteste, und zugleich die unzuverlässigste Man kann also eine nachdenkend (tendenziell gut) konsumierende Gesellschaft nur aufbauen, indem man sehr vielen den Anreiz gibt, sich zu informieren und andere von ihrem Wissen zu überzeugen. (würde u.A. Mundpropaganda hier einordnen) Oder indem man eine Teststelle schafft, in die vertraut wird, die kritisiert werden darf, die offen ist, die möglichst tiefgreifend und weitgehend informiert, die es sich leisten kann, die Wahrheit auszusprechen. Anfänge sind gemacht: Geizhals und diverse andere Internet-Test/Preisvergleichsplattformen sind häufig sehr offen designt. Wenn dort ein Produkt von mehreren dutzend Personen sehr positiv bewertet wurde, trifft meist auch zu, dass dieses seinen Zweck gut erfüllt. Leider mischen sich hier manche Shopbetreiber zu sehr ein, und es kommt bei bestimmten Produkten zu emotionalen Vorabbewertungen. Oder die Stiftung Warentest, welche jedoch sehr viele Testgebiete abdeckt, für die wiederum unterschiedliche Kompetenzen (Personen) zuständig sind und sich dabei an manch einer Stelle nach dem was ich mitbekommen habe auch Fehler leistet. Aber ich glaube, der würde mehr direkte Kritik von den Konsumenten auch nicht schlecht tun, und wenn ein Hersteller mit einem 3-4 Jahre alten Test noch werben darf, ist das auch irgendwie nicht in Ordnung. Eine Plattform, die informiert und kritisieren können will, muss offen sein und selbst kritisiert werden können. Vielleicht wird es irgendwann abonnierbare Dienste geben, die den Konsumenten nach "allen" erdenklichen Kriterien über möglichst viele Produktgruppen informieren. Don.Roberto schrieb:
    Und ja, es gibt schlimmeres auf der Welt!
    Und darum kümmern wir uns auch noch! ;) Nochmal zum 4Players Vertrag: Vielleicht will nochmal jemand die Vermutungen aus meinem voletzten Beitrag überprüfen? Ansonsten muss doch an dem Vertrag irgendwas faul sein. Vielleicht wurde der Vertrag nie unterschrieben, wogegen nur der wage formulierte Absatz hier steht: 4players schrieb:
    Er beinhaltet die Namen des betreffenden Spiels, des Publishers, des Verlages sowie der Unterzeichnenden.
    Vielleicht hat nur die Seite des Publishers unterzeichnet. Oder es handelt sich nur um die Namen, welche unterzeichnen hätte sollen (etwas unlogisch) oder um andere Unterschriften (unwahrscheinlich) 4players schrieb:
    Unsere Quelle betont zudem, dass diese Form der Kooperation auch von Verlagen abgelehnt worden sind.
    Das spricht, von der Formulierung her, auch dafür, dass der Vertrag abgeschlossen wurde. Ebenso die Absprache mit der Redaktion, welche wohl kaum gänzlich ohne Gegenliebe stattgefunden hätte. Vielleicht ist der Publisher ja ein 4players Sponsor. Vielleicht war der Vertrag aber auch nur zu klein, um bei einer Veröffentlichung die nötige Brisanz zu haben. Z.B. im Falle eines kleineren Verlages oder einer Online-Publikation. Dagegen sprechen jedoch eindeutig die hohen veranschlagten Auszahlungen. @barlond: Deine Aussage ist interessant. Leider habe ich selbst darin zu wenig Einblick, um das überprüfen zu können. Jedoch frage ich mich (und dich), ob sich deine Erfahrungen vielleicht nur auf einen kleinen Bereich beziehen.(?) Seien es nun nur ein paar Verlage, in denen du gearbeitet hast, oder deine Branche, von der dir das bekannt ist, deren Stand jedoch mit anderen Branchen nicht gleichzusetzen ist. Schade, dass 4players wohl keine genaueren Daten veröffentlichen wird. Dadurch dürfte die Geschichte wohl in der Versenkung verschwinden. Abschließend noch eine Kritik am im Artikel verwendeten Schreibstil. 4players muss sich nach diesem Abschnitt nicht wundern, wenn einige Redakteure besagter Magazine sich aufregen: 4players schrieb:
    Wenn man am Kiosk in ein Spielemagazin investiert, erwartet man eine Kaufberatung von einem unabhängigen Medium und keine vom Hersteller gekaufte Berichterstattung.
    Das klingt ein wenig nach Verallgemeinerung. 4players schrieb:
    Uns wurde im Laufe der Berichterstattung vorgeworfen, dass der Leser des kritischen Herbstes verunsichert werden würde] Und daran könnte 4players ja eigentlich etwas ändern, indem sie sagen, wer es denn war. Da kamen die folgenden beiden Teile viel zu kurz: 4players schrieb:
    auch, wenn es sich hier nur ein Beispiel, nur um ein schwarzes Schaf handeln sollte.
    4players schrieb:
    Viele Kollegen auf Presse- und Publisherseite machen einen ehrlichen, einen guten Job - gar keine Frage.
    Uff, 4 Stunden geschrieben und nachgedachte. gn8 :Quetsch:
  • Sag mal liest du meine Beiträge eigentlich auch? Ich frage mich wieso du mir immer Sachen unterstellst die ich nie gesagt habe.. Wie dem auch sei, ich denke ich habe hier klar und deutlich meine Meinung vertreten, und schlussendlich muss sich derjenige, der nur von einer einzigen Bewertung den  [...] Sag mal liest du meine Beiträge eigentlich auch? Ich frage mich wieso du mir immer Sachen unterstellst die ich nie gesagt habe.. Wie dem auch sei, ich denke ich habe hier klar und deutlich meine Meinung vertreten, und schlussendlich muss sich derjenige, der nur von einer einzigen Bewertung den Kauf seines Spiel abhängig macht, hinterher nicht wundern, wenn er mit halbfertigen oder auch schlechten Spielen auskommen muss. Ich habe mir beispielsweise kein Gothic 3 geholt, obwohl ich es eigentlich vorhatte, da ich mir doch den offensichtlich nicht für möglich gehaltenden Aufwand gemacht hab, sage und schreibe 3(!)!!!!!!!!!!einseinseinselfelf Tests zu lesen, und als berechtigte Zweifel aufgetreten waren obendrein noch das Spiel ausgeliehen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, das der Kauf für mich nicht in Frage kommt, und habe mir so knapp 50? gespart. 2 oder mehr Meinungen sind immer besser als nur eine, soviel zum Thema Tellerand. Gute N8