![]() |
| Brav laufen die Begleiter hinter einem her - zum Glück gibt es in der Stadt keine angreifbaren Gegner. |
Geteilter Grind ist halber Grind?
Leider triff auch ein absoluter Negativpunkt auf SotnW zu: Grind, denn stundenlanges, stupides und sinnfreies Klopfen von Monstern für Erfahrung ist mehr oder weniger der einzige Sinn im Spiel. Die Aufgaben sind sehr unkreativ und beschränken sich überwiegend darauf, große Mengen von Gegner zu töten - teilweise in einer extra Instanz und unter Zeitdruck. Am Ende ist es also egal, ob man alleine oder mit drei Charakteren vor sich hingrindet, Abwechslung und Spaß auf dem Weg zu Stufe 100 sehen anders aus.
Zwar bringt das Töten von Monstern weniger Erfahrungspunkte als das Einlösen der Erfahrungspunktekarten - gibt es meist als Belohnung für erledigte Aufgaben - aber dafür gibt es jede Menge Gegner. An manchen Stellen reicht es, die Charaktere zwischen zwei Punkten im "Assault Mode" hin und herlaufen zu lassen.
Alles was dazwischen liegt, wird niedergemäht und gibt Erfahrungspunkte. Da die Figuren mehr oder weniger alleine kämpfen kann man sich darauf konzentrieren hin und wieder einen Heilspruch anzubringen oder die Gegenstände einzusammeln, die von toten Gegnern zurückgelassen werden.
Monster verhauen im Akkord ohne Sinn und Verstand - Grind pur zu dritt.
Mozart trifft Techno
Was war ich erfreut, schöne Musik zum Einstieg von SotnW zu hören: sehr passend und sehr stimmig zum Barocken Ensamble. Doch der akustische Höhenflug erlebte leider ein jähes Ende und zwar genau in dem Moment, in dem man den ersten Schritt macht. Ein so stupides "Tock Tock Tock" der Schritte ist wirklich nicht mehr zeitgemäß. Als dann ohne Vorwarnung statt der Klänge eines Orchesters ein - noch dazu schlechter - Technobeat aus den Lautsprechern tönte, war der gute Eindruck vom Anfang leider völlig zerstört. Wie kann man nur so brachial gegen eine liebevoll erzeugte Atmosphäre vorgehen?
