Guild Wars 2
USK: 12
Rollenspiel (Online-Rollenspiel)

Test: Guild Wars 2

So testet 4Players

Autor:
Mathias Oertel

Teil 3 (06.09.2012)

Die Reise geht weiter


Mein Elementarmagier hat seit dem letzten Journaleintrag eine bewegte Reise hinter sich. Der Alptraum-Hof als Antagonist der Anfangsphase ist kaum mehr als eine blasse Erinnerung und war, wie sich herausstellen sollte, nur ein Vorgeplänkel. Mittlerweile (bei
Wo einen die Reise auch hinführt, findet man immer wieder malerische Umgebungen.
Wo einen die Reise auch hinführt, findet man immer wieder malerische Umgebungen.
Level 45) geht es nicht mehr nur um die Sylvari, sondern um das Schicksal Tyrias: Alle fünf Völker müssen sich zusammenraufen, wenn sie die übergeordnete Bedrohung durch die Alt-Drachen und ihre finstere Armee aufhalten wollen. Ich bin mittendrin und werde Zeuge, wie sich Charr und Menschen wegen ihrer kriegerischen Vergangenheit angiften, während sich Norn und Asura gegenseitig die Schuld am Untergang Tyrias geben.

Leider hat man bei den oberflächlichen, aber dennoch bei Laune haltenden Dialogen keine Einflussmöglichkeiten, sondern muss sein Schicksal über sich ergehen lassen. Dennoch bekommt man ein gutes Gefühl für den erzählerischen Unterbau, der nur bei der Hauptgeschichte interessant ist und während der übrigen Reise durch den Fantasy-Vergnügungspark eine untergeordnete Rolle spielt. Und Entscheidungen muss ich mittlerweile sogar während der instanzierten Phase der Hauptmission treffen: Gehe ich diesen oder jenen Weg? Versuche ich, die Hohepriesterin eines Stammes per Gespräch zu überzeugen oder beweise ich mich in der Arena? Dass mittlerweile die Erzählabschnitte hinsichtlich der Levelanforderung etwas weiter auseinanderklaffen und ich auch mal zwei oder drei Charakterstufen mit den Standard-Aufgaben Erforschung, dynamische Events,
Man kann nur selten die Aussicht allein genießen...
Man kann nur selten die Aussicht allein genießen...
Rohstoffe sammeln etc. verbringen muss, stört mich nur wenig - zumal ich am Ende immer wieder mit der Story-Sequenz belohnt werde.

Durchweg motivierend?

Im Vergleich zu z.B. Age of Conan, wo man in der Launchphase bereits im Midgame inhaltlich auf Sparflamme kochte, ist Tyria nicht nur anfänglich, sondern immer noch zum Bersten gefüllt. Es gibt genug Gebiete für alle Stufen und auch meine Befürchtung, dass man sich bei ArenaNet vielleicht doch irgendwann auf das mir verhasste Grinding zurückfallen lässt, hat sich nicht bewahrheitet. Ja: Es gibt inzwischen nur noch wenige Abweichungen der bis jetzt gesehenen Quest-Schemata. Aber bis hierhin ist das Spektrum sehr breit gestreut und es macht mir weiterhin eine Menge Spaß, durch die Abschnitte zu streifen und Herausforderungen zu erledigen. Man kommt in einen sehr angenehmen Spielfluss und wird immer wieder auch für Kleinigkeiten belohnt: Es gibt Erfahrungspunkte für ein Rohstoffsammel-Pensum, NPC-Tötungen, Kämpfe gegen variierende Gegner oder erledigte Events - und das alles auf einer täglichen Basis. Naturgemäß steigt die erforderliche Erfahrung bis zur nächsten Stufe nicht linear, sondern leicht exponentiell an, doch man wird nie in das Korsett einer Leveltretmühle gezwängt, sondern bekommt den Aufstieg quasi als Nebenprodukt "geschenkt". Selbst wenn man die in der Schwarzlöwen-Handelsgesellschaft angebotenen oder manchmal als Belohnung ausgeschütteten Booster nicht nutzt.

Die Story-Instanzen überraschen mit Fallen und nerven mitunter mit unausgewogenen Gegnermassen.
Die Story-Instanzen überraschen mit Fallen und nerven mitunter mit unausgewogenen Gegnermassen.
Im Gegensatz dazu ist der Anforderungsgrad innerhalb der Story-Instanzen mitunter höchst unterschiedlich und schrammte bei mir (Erfahrungen anderer Klassen-/Völkerkombinationen können abweichen) gelegentlich gefährlich nah an der Frustgrenze entlang. Ein-, zwei oder von mir aus auch drei Mal sterben, weil man in einem Kampf einen entscheidenden Fehler gemacht, sich beim Ausweichen von Fallen doof angestellt oder sich für die falsche Waffe bzw. das falsche Element entschieden hat, wäre für mich in Ordnung.
Immer wieder draufzugehen, weil die Anzahl der Gegner nicht an das empfohlene Level angepasst scheinen, ist nervig. Nach dem Ableben kann ich mir zwar aussuchen, ob ich beim Kontrollpunkt weitermachen oder die Instanz verlassen möchte. Doch beides ist nicht optimal. Wenn ich gehe, muss ich die komplette Mission von vorne beginnen, sprich: auch alle Gegner sind wieder da. Und gehe ich an den Kontrollpunkt zurück, nehme ich den Rüstungsmalus ebenso in Kauf wie die Tatsache, dass alle vorher nicht besiegten Feinde wiedererstarkt auf mich warten - eine Möglichkeit, meine Kluft innerhalb der Instanz zu reparieren, gibt es leider nicht. Bislang bin ich in meiner Geschichte drei Mal mit einer derartigen Situation konfrontiert worden; für mein Empfinden zu häufig.


Kommentare

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  • stimmt. downscaling verstärkt und die eventbelohnungen erhöht. um lv80 zu erreichen muss man die startgebiete überhaupt nicht verlassen. selbst wenn man zu beginn "nur schnell" alles auf 100% bringen will, ist man nach den 1-15 startgebieten schon auf lv30-35. /fail.
  • Extrem überbewertetes Spiel. Aber so wie es gehypt und als "next Gen MMO " dargestellt wurde, müsste es mich eigentlich nicht wundern. Das einzig positive ist die persönliche Story, die aber schnell nicht mehr persönlich ist da man sich 3 Gruppen anschließt und ab da ihre Aufgaben macht.  [...] Extrem überbewertetes Spiel. Aber so wie es gehypt und als "next Gen MMO " dargestellt wurde, müsste es mich eigentlich nicht wundern. Das einzig positive ist die persönliche Story, die aber schnell nicht mehr persönlich ist da man sich 3 Gruppen anschließt und ab da ihre Aufgaben macht. Die ist nett gemacht und vollvertont. Wer so etwas allerdings in besser erleben will, sollte SW:ToR spielen. Der Rest ist Standard Kost. Außer (!) das PvP das ist wirklich gut, aber Guild Wars ist nun mal ein PvP Spiel. Obwohl ich hier auch enttäuscht war, da die großartigen Belagerungsschlachten auch nix besonderes waren. Das gleiche habe ich schon Jahre vorher in WoW gesehen und zwar in Tausendwinter. Belagerungsmaschinen, eine Burg, und zerstörbare Umgebung. Allerdings konnte man dort auch die Mauern einreißen. End Content gibt es nicht wirklich, ein paar Dungeons ohne großartige Encounter ( ist wohl den "kein Tank, Heiler , DD Sytem" zu verschulden) und mehrstufige Events rund um Orr, die beim ersten mal nett sind, aber man kennt bis dahin Events eben schon. Meistens tötet man solange etwas bis der Balken voll ist. Oder man sammelt was, bringt etwas usw...das was halt in anderen MMOs als Quests gibt, nur hier heißt es Event. Ansonsten versucht halt Arenanet Jumping Puzzle als End Content zu verkaufen... Aber wer will schon freiwillig durch die Rechteckige Welt rennen und die suchen?^^ Für mich ist das K.O Kriterium das alle 80iger gleich sind und man herunterstuft wird. Dadurch fühlt man sich nie richtig stärker oder mächtiger. Und ab Level 50 ist bei mir die Motivation weiter zu spielen schlagartig auf 0 gegangen. Ich habe mich gefragt: Warum? Es ist egal was ich mache, wie sehr ich mich anstrenge, ich verbessere meinen Charakter ab jetzt nicht mehr. Und meiner Meinung nach, gehört das ständige verbessern eines Charakters in ein Rollenspiel. Auch wenn das bei einen MMO die Itemspirale bedeutet. Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu, auch mit Itemspirale hätte ich GW2 im PvE nicht weitergespielt. Eine 85% hätte für das Game auch gereicht.
  • SSBPummeluff schrieb:
    Jo, es gibt Bugs, mich stört gerade einer gewaltig, der schon 2x gefixt wurde und dennoch nicht geht, also die Persönliche Story: Der pakt wird geschmiedet. 1 Monat schon verbuggt, und scheinbar ist auch die 70er PS davon verbuggt, da freue ich mich jetzt
     [...]
    SSBPummeluff schrieb:
    Jo, es gibt Bugs, mich stört gerade einer gewaltig, der schon 2x gefixt wurde und dennoch nicht geht, also die Persönliche Story] jupp genau den hatte ich auch. hab die quest dann einfach nochmal gestartet, mich immer an den questverweisen auf der minimap orientiert, und dann hat es letztlich auch funktioniert. zugegeben, es war schon recht nervig

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