Brütal Legend
USK: 18
Action (Action-Adventure)

Test: Brütal Legend

So testet 4Players

Autor:
Michael Krosta

Was hat Brütal Legend für eine Odysee hinter sich: Nach dem Kauf von Vivendi wurde die Metal-Hommage von Neubesitzer Activision mangels finanzieller Erfolgsaussichten aufs Abstellgleis geschoben. Nach zähen Verhandlungen griff Electonic Arts zu und investierte in die Fertigstellung. Eine PC-Umsetzung war jedoch nicht Bestandteil der Abmachung und so rockten Jack Black, Ozzie Osbourne, Lita Ford & Co nur auf PS3 und Xbox 360. Bis jetzt...
Verspäteter Einlass

Video: Lange hat's gedauert, aber Brütal Legend hat es tatsächlich doch noch auf den PC geschafft.
Manche Stars lassen sich bekanntlich Zeit und lassen ihre Fans schon mal warten, bevor sie endlich die Bühne betreten. Im Fall von Brütal Legend musste sich das PC-Publikum über drei Jahre gedulden, bis Eddie Riggs (gespielt von Jack Black) schließlich auch ihre Plattform beehrt und in der atmosphärischen Fantasywelt mit Streitaxt, elektrischen Gitarren sowie einer Truppe aus Headbangern, Kampfbräuten und Rockern für das Überleben des Heavy Metal eintritt.

Man muss Tim Schafer und seine Mitstreiter bei Double Fine einfach lieben: War Brütal Legend schon von Anfang an eine Art Fanservice für Freunde härterer Gitarrenklänge, war auch die PC-Umsetzung für das Studio eine Herzensangelegenheit. Da der damalige Publisher EA keine Pläne in dieser Richtung hatte und ein solches Unterfangen folglich auch nicht finanzieren wollte, stemmte man sie jetzt in Eigenregie.

Optimierungen...

Höhere Weitsicht, mehr Details und V-Sync: Die PC-Version ist die schönste, aber trotzdem nicht gerade modern.
Höhere Weitsicht, mehr Details und V-Sync: Die PC-Version ist die schönste, aber trotzdem nicht fehlerfrei oder modern.
Am grundlegenden Spielprinzip, dem Leveldesign oder Modi hat sich im Vergleich zu den Konsolen nichts geändert. Von daher verweise ich an dieser Stelle auf unseren alten Test für PS3 und Xbox 360 aus dem Jahr 2009. DLC-Inhalte wie neue Figuren-Skins, alternative Waffen und Fahrzeug-Upgrades sind hier jedoch direkt enthalten. Damit die Spielbalance nicht aus den Fugen gerät und man sich nicht schon am Anfang mit einer übermächtigen Ausrüstung den Dämonen stellt, wird ein Großteil der zusätzlichen Inhalte erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung gestellt. Neu ist die Unterstützung von Maus und Tastatur als Alternative zum (360-)Controller, auch wenn ich die Pad-Steuerung am PC bevorzuge, da sich die Kamera hier mit dem Analogstick besser bedienen lässt als mit der Maus und ich mir bei der Tastaturbelegung vor allem im hektischen Strategieteil eher die Finger verknote. Es ist zwar gut, dass diese Alternative angeboten wird, doch wer einen Controller sein Eigen nennt, kann gut darauf verzichten.

Hinsichtlich der Technik wurden einige Anpassungen vorgenommen, um das Spiel für den PC zu optimieren: Da wäre zu einen die Auflösung, die sich hier auf echtes FullHD von 1920x1080 aufbohren lässt. Die Sichtweite wurde zudem beträchtlich erhöht, das nervige Aufploppen von Objekten im Vorder- und Hintergrund minimiert. Die zuschaltbaren Optionen für Kantenglättung und vertikale Synchronisation (V-Sync) tragen ebenfalls dazu bei, dass man auf dem PC eindeutig die schönsten Metal-Kulissen zu Gesicht bekommt.

...und Fehler

Los, hüpf rein, Baby!
Los, hüpf rein, Baby!
Trotzdem darf man keine Hochglanz-Optik erwarten: Sein Alter und die Konsolenherkunft merkt man Brütal Legend jederzeit an, zumal die Hardwareanforderungen bei maximalen Einstellungen unverhältnismäßig hoch ausfallen und einige Zwischensequenzen nur in niedrig aufgelöster Form vorliegen. Zudem scheint die erhöhte Weitsicht nur Objekte, nicht aber die Schattendarstellung zu betreffen. Alte Kritikpunkte wie die zickige Kamera oder fragwürdige Kollisionsabfrage bleiben genauso bestehen wie spielerische Schwächen bei den chaotischen Strategieabschnitten, repetitiven Sekundärmissionen und der sehr kurzen Kampagne. Auf dem PC gesellen sich zusätzlich einige Bugs und Fehler dazu: So fehlt z.B. bei manchen Tutorials die Einblendung, welche Knöpfe man überhaupt drücken muss und auch die Songnamen des fantastischen Soundtracks werden derzeit nicht mehr mit einer Infobox eingeblendet. Auch die Darstellung in Ozzys Shop ist unter dem Punkt „Back Patches“ noch fehlerhaft, während im Soundbereich manche Effekte fehlen, andere dagegen in niedrigerer Qualität als auf den Konsolen ertönen.

The God of Heavy Metal!
The God of Heavy Metal!
Auf dem PC wird ebenfalls die englische Sprachfassung angeboten. Super, immerhin war sie auch schon auf PS3 und 360 die bessere Wahl. Abgesehen von der unterirdisch schlechten Laut-/Leise-Abmischung ist aber auch die deutsche Synchro überdurchschnittlich gut. Leider ist am PC die Abmischung ebenfalls nicht perfekt - und das sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch: Vor allem bei Fahrten im „Höllenpflug“ übertönt die Musik die kurzen Dialogschnipsel und auch in manchen Zwischensequenzen, die z.T. Immer noch abrupt enden,  ist die Lautstärkeverteilung nicht immer optimal. Hier hätte man mehr Sorgfalt walten lassen können bzw. müssen.

Kommentare

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  • LightningYu schrieb:
    Ich bin ehrlich gesagt kein Metal fan, mehr der Rock-Fan(Ala AC-DC, Guns n Roses, Led Zeppelin, Rammstein - wobei ich Musiktechnisch grundsätzlich sehr offen bin[außer schlager etc, das mag ich gar nicht]) und mir fällts ehrlich gesagt schwer, Metal zu
     [...]
    LightningYu schrieb:
    Ich bin ehrlich gesagt kein Metal fan, mehr der Rock-Fan(Ala AC-DC, Guns n Roses, Led Zeppelin, Rammstein - wobei ich Musiktechnisch grundsätzlich sehr offen bin[außer schlager etc, das mag ich gar nicht]) und mir fällts ehrlich gesagt schwer, Metal zu erkennen. Jedoch finde ich bisher(noch nicht durch) das Spiel richtig Klasse.
    Metal in der heutigen Zeit zu erkennen ist ganz easy. Früher war es harter, teilweise auch schneller Sound mit tiefem oder hohem Gesang. Zum Beispiel: Metallica Judas Priest King Diamond Dio Der Übergang von (Hard)Rock zu Metal war recht fließend, wie man etwa an Sabbath sehr gut feststellen kann (die meiner Meinung nach immer zwischen Rock und Heavy Metal hin- und herpendelten, ebenso wie Deep Purple). Heutzutage ist Metal meistens stupides Gekreische, sowohl seitens des Sängers und der Gitarren, in Kombination von schnellen Drums. Ich nenne es auch gerne "Banshee-Musik". Dazu zählen für mich In Flames, Bullet for my Valentine und all sowas. Ich ignoriere dabei jetzt geflissentlich, dass es im Genre noch Unterscheidungen zwischen Metal-Core usw. gibt. Kurz gesagt: Metal von Früher ist ganz anders als Metal von heute. Schriller, schneller, unverständlicher. Und irgendwie hört sich gefühlt jeder zweite Song gleich an.
  • Ich bin ehrlich gesagt kein Metal fan, mehr der Rock-Fan(Ala AC-DC, Guns n Roses, Led Zeppelin, Rammstein - wobei ich Musiktechnisch grundsätzlich sehr offen bin[außer schlager etc, das mag ich gar nicht]) und mir fällts ehrlich gesagt schwer, Metal zu erkennen. Jedoch finde ich bisher(noch nicht  [...] Ich bin ehrlich gesagt kein Metal fan, mehr der Rock-Fan(Ala AC-DC, Guns n Roses, Led Zeppelin, Rammstein - wobei ich Musiktechnisch grundsätzlich sehr offen bin[außer schlager etc, das mag ich gar nicht]) und mir fällts ehrlich gesagt schwer, Metal zu erkennen. Jedoch finde ich bisher(noch nicht durch) das Spiel richtig Klasse. Es ist zwar kein Tripple AAA Titel, mehr ein Nieschenspiel, denoch sehr spassig und vorallem der Humor kommt gut. Jack Black ist zudem noch ein Spitzen Bonus. Und ich hab mir ja die Version mit dem Soundtrack geholt für 15? und ich finde für den Preis, kann man einfach nichts falsch machen. Es gibt DLC die kosten mittlerweile soviel... Was den Soundtrack betrifft, wie gesagt sehe ich mich nicht als Metal fan und wenn ich ihn mir so anhöre, gibt es nur ein paar Tracks die mir wirklich gefallen(mit dem Rest kann ich nichts anfangen), aber ingame finde ich passen die Tracks gut zu der Atmo & Situationen. Gameplaytechnisch finde ich das Spiel auch sehr gut. Erinnert mich teilweise etwas an Overlord, und ich finde das RTS System sehr gelungen, wobei ich Anfangs vermutet habe es ist ein typischer Schnetzler ala God of War, etc.. Zur Synchro: Auch ich habs am Anfang nicht gecheckt, das man das in den Optionen umstellen kann. Was ich sehr positiv finde, ist das man das Spiel mit Deutschen Texten und Englisher Synchro spielen kann. Ich werde allerdings das Spiel auch nochmal auf Deutsch durchspielen. Wenn man hier die Typische Jack Black Stimme genommen hat, ist es alleine dafür wert für mich nochma durchzuzocken. Aber die Orginal-Stimmen machen schon einiges her und da ich schon mit Englisher Synchro angefangen habe, werde ich den Rest auch so durchspielen... So Nebenbei: ICh finde das Spiel angenehmer mit dem Gamepad zu zocken^^
  • Brütal Legend ist im aktuellen Double Fine Humble Bundle mit drin: https://www.humblebundle.com/ Selbst wenn's nicht so gut wie Psychonauts sein sollte, geht man eben danach in's Basic Braining  [...] Brütal Legend ist im aktuellen Double Fine Humble Bundle mit drin: https://www.humblebundle.com/ Selbst wenn's nicht so gut wie Psychonauts sein sollte, geht man eben danach in's Basic Braining