The Age of Decadence - Vorschau - 4Players.de

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The Age of Decadence (Rollenspiel) von Iron Tower Studios
Imperiale Konsequenzen
Taktik-Rollenspiel
Entwickler: Iron Tower Studios
Release:
14.10.2015
Spielinfo Bilder Videos
Das isometrische Rollenspiel The Age of Decadence befindet sich seit mehr als einem Jahrzehnt bei Iron Tower Games in Entwicklung. Im Jahr 2004 startete das Vier-Mann-Team rund um Vince D. Weller das ambitionierte Projekt: Kein Mittelerde und keine Schwertküste, sondern eine an das Römische Reich angelehnte Low-Fantasy-Welt mit wenig Magie und authentischen Waffen sollte es werden - erzählerisch offen, je nach Klasse unterschiedlich erlebbar und mit spürbaren Konsequenzen im Handlungsverlauf. Wir haben die kürzlich aktualisierte Version gespielt.


Mit dem letzten Lebenspunkt

Als mein Assassine den Dolch mit einem kritischen Treffer versenkt, muss ich jubeln. Erstens, weil ich diesen Kampf schon zum vierten oder fünften Mal mit anderer Taktik ausprobiere - eigentlich wollte ich schon aufgeben und einem anderen Auftrag folgen. Zweitens, weil da endlich der miese dritte und damit letzte Gegner in einer Blutlache liegt. Warum ließ er sich in dem Dialog davor auch nicht einschüchtern? Und drittens, weil ich tatsächlich noch einen verdammten Lebenspunkt habe. Man kann auch sagen, dass das ein heikles Gefecht auf Messers Schneide war – also ab zum Heiler.

Das rundenbasierte Kampfsystem setzt auf Aktionspunkte: Jede Bewegung und jedes Manöver muss bezahlt werden.
Das rundenbasierte Kampfsystem setzt auf Aktionspunkte: Jede Bewegung und jedes Manöver muss bezahlt werden. Der Assassin steht da übrigens nicht gut...
In diesem Abenteuer stirbt man schneller als man seine Waffe wechseln kann. Deshalb beobachtet und führt man diese Gefechte höchst konzentriert. Und man überlegt sich dreimal, ob man sie überhaupt riskiert – vor allem, wenn man eine eher zivile der acht Klassen wie „Loremaster“, „Grifter“ oder „Merchant“ spielt. Letzter darf bei der Charaktererschaffung zwar 60 Punkte auf die zwölf zivilen Fähigkeiten wie Handel, Etikette oder Alchemie verteilen, aber nur 20 Punkte auf die elf Kampfattribute wie Schwert, Armbrust oder Block. Schön übrigens, dass verwandte Waffen auch von der Aufwertung profitieren.

Ein Niemand gibt sein Ehrenwort

Das Spiel entführt in eine Low-Fantasy-Welt, die vom Fall des Römischen Reiches inspiriert wurde.
Das Spiel entführt in eine Low-Fantasy-Welt, die vom Fall des Römischen Reiches inspiriert wurde. Ein Imperium liegt nach einer schrecklichen Katastrophe in Trümmern. Wissenschaft und Forschung stagnieren. Nur noch wenige Legenden über die alte Pracht kursieren, vieles gilt bereits als Mythos. Die Fürsten bzw. Häuser regieren lediglich Stadtstaaten, die ehemals stolze Garde kann gerade mal den offenen Bürgerkrieg verhindern. Man munkelt von einem weiteren Krieg, fanatische Mystiker predigen vom drohenden Untergang.
Aber auch, wenn man einen „Praetor oder „Mercenary“ spielt, die mit besseren militärischen Werten starten, beißt man schneller ins Gras als in jedem anderen Rollenspiel. Vor allem in Unterzahl hat man kaum eine Chance. Ich bin also sehr erleichtert, denn als Assassine kann ich meinem Gildenmeister von den „Boatmen of Styx“ berichten und mir hoffentlich eine Belohnung abholen. Außerdem bin ich gespannt, welcher Auftrag sich daraus ergibt und wie sich meine Taten auf das Verhältnis zu den sieben Fraktionen auswirken. Mein Ansehen bei den Assassinen steigt natürlich, aber was ist mit den drei Häusern Aurelian, Crassus und Daratan? Was ist mit der imperialen Garde und den „Forty Thieves“?

Es gibt nicht  nur einen, sondern satte sechs Bereiche für den eigenen Ruf: Die Zahl der Tötungen und der Kämpfe, die Loyalität gegenüber Auftraggebern, die eher friedlichen Lösungswege, das Prestige sowie das Ehrenwort gehören dazu. Wer einen einmal angenommenen Mordauftrag nicht ausführt, verliert z.B. an Loyalität. Trotzdem muss man auch ablehnen können: Selbst als Assassine in seiner schwarzen Lederrüstung ist man nicht der klassische Held, um dessen Karriere sich alles dreht. Es ist nicht nur so, dass an jeder Ecke der Tod lauert. Man wird auch wie ein Niemand in einer anarchistisch und dekadent anmutenden Welt behandelt – die Gespräche können noch gnadenloser sein als das Gefecht.

Kommentare

T.H. schrieb am
Ich habe es auch angespielt und freue mich darauf, dass die letzten Orte fertig werden.
Ich habe bislang nur die Non-Combat-Charaktere gespielt.
Ich bin nicht gut genug um die Combat-Charaktere zu spielen. Ich spiele Rollenspiele gerne - aber leider nicht gut.
Was ich ein wenig an diesem sehr guten Game vermisse, ist die Möglichkeit in Städte nach dem Ende der Questline zurückzukehren. Neue Questreihen in veränderten Städten würden viel Glaubwürdigkeit schaffen. Aber man muss realistisch sein... Das würde bedeuten, dass auf Basis einer Vielzahl von verschiedenen Szenarien Folgeszenarien entwickelt werden müssten und das ist mit 4 Leuten nicht zu machen.
For what's worth - Eine Empfehlung von mir.
VDWeller schrieb am
FieserMoep hat geschrieben:Manches Statements aus diesem Test kann ich so leider im Spiel garnicht wiederfinden.
Always a pleasure to meet a fan.
Anspruchsvolles Kampfsystem? Leider nicht wirklich. Der wichtigste Stat ist Verteidigung...
Defense IS and always should be an important stat, otherwise damage you take is simply not an issue. No defense - you're dead in 2-3 turns as it should be, UNLESS you're very good at killing people fast, in which case you can skip defense and jump straight to offense, which is a risky build and not for the new players.
...und ob ich den nun durch Dodge oder Block bekomme ist einerlei - beides hat seine minimalen Vor und Nachteile.
Dodge requires light armor (most armor have a penalty to Dodge), mobility (the more empty squares around the better), and it's focused on Offense - the passive ability is counter-attack plus you have your off hand free for, which means you can grab throwing nets, bolas, alchemical vials and bombs, or use a two-handed weapon.
Block is focused on Defense. It works best with heavy armor and its pasive allows you to deflect all damage. However, you can only use one-handed weapons.
Basically, they require different play styles, but other than that, you're right - no difference whatsoever.
Das tatsächlich wichtige an diesem Stat ist, das er Kämpfe in die Länge zieht ohne sich dabei selbst zu gefährden. Man kann so ohne Probleme die Offensive vernachlässigen - dann schlägt man eben zweimal mit 50% als einmal mit 75% Trefferchance zu:
Except for the longer it takes you to kill someone, the higher the chance of you ending up dead because you WILL take damage over time, even if your skills are high.
Mit maximaler Verteidigung hast du locker dafür Zeit und Kämpfe degenerieren in...
LePie schrieb am
FieserMoep hat geschrieben:Manches Statements aus diesem Test kann ich so leider im Spiel garnicht wiederfinden.
Anspruchsvolles Kampfsystem? Leider nicht wirklich. Der wichtigste Stat ist Verteidigung und ob ich den nun durch Dodge oder Block bekomme ist einerlei - beides hat seine minimalen Vor und Nachteile. Das tatsächlich wichtige an diesem Stat ist, das er Kämpfe in die Länge zieht ohne sich dabei selbst zu gefährden. Man kann so ohne Probleme die Offensive vernachlässigen - dann schlägt man eben zweimal mit 50% als einmal mit 75% Trefferchance zu: Mit maximaler Verteidigung hast du locker dafür Zeit und Kämpfe degenerieren in gegenseitige Abnutzung aus welcher der Spielercharakter nahezu immer triumphierend hervor geht.
Gleiches gilt leider auch für die Skill und Attribut Checks. Tasächlich hat dies recht wenig mit einem P&P zu tun, da nicht gewürfelt sondern schlicht ein hard-check ausgeführt wird. Sprich du hast Stärke 8+ oder eben nicht. Daran bemisst sich der automatische Erfolg oder Misserfolg. Tatsächlich ist das derart lächerlich, das man bereits bei der Charaktererschaffung minmaxen sollte da sich die Attribute nicht im Spiel steigern lassen jedoch maßgeblich dafür ausschlag gebend sind welche Areale man im Spiel überhaupt besuchen kann. Hierbei werden zudem recht selten bis garkeie Allternativen angeboten - gleiches für etwaige Encounter die nicht umgangen werden können; nichtmal durch einen angeheuerten Sölder oder Bodyguard auch wenn man gerade den extrem charismatischen und reichen Händler spielt.
Das Spiel ist nett, aber nach zwei Durchläufen mit unterschiedlichen Charakteren hat man quasi das meiste von der Story gesehen. Was sich dann unterscheidet ist, ob man eben die richtige Statkombination hat um das ein oder andere Goodie mehr zu finden. Die Klassen erlauben zwar manche Szene aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen, jedoch gibt es nur recht wenige solcher Szenen weshalb auch der...
FieserMoep schrieb am
Manches Statements aus diesem Test kann ich so leider im Spiel garnicht wiederfinden.
Anspruchsvolles Kampfsystem? Leider nicht wirklich. Der wichtigste Stat ist Verteidigung und ob ich den nun durch Dodge oder Block bekomme ist einerlei - beides hat seine minimalen Vor und Nachteile. Das tatsächlich wichtige an diesem Stat ist, das er Kämpfe in die Länge zieht ohne sich dabei selbst zu gefährden. Man kann so ohne Probleme die Offensive vernachlässigen - dann schlägt man eben zweimal mit 50% als einmal mit 75% Trefferchance zu: Mit maximaler Verteidigung hast du locker dafür Zeit und Kämpfe degenerieren in gegenseitige Abnutzung aus welcher der Spielercharakter nahezu immer triumphierend hervor geht.
Gleiches gilt leider auch für die Skill und Attribut Checks. Tasächlich hat dies recht wenig mit einem P&P zu tun, da nicht gewürfelt sondern schlicht ein hard-check ausgeführt wird. Sprich du hast Stärke 8+ oder eben nicht. Daran bemisst sich der automatische Erfolg oder Misserfolg. Tatsächlich ist das derart lächerlich, das man bereits bei der Charaktererschaffung minmaxen sollte da sich die Attribute nicht im Spiel steigern lassen jedoch maßgeblich dafür ausschlag gebend sind welche Areale man im Spiel überhaupt besuchen kann. Hierbei werden zudem recht selten bis garkeie Allternativen angeboten - gleiches für etwaige Encounter die nicht umgangen werden können; nichtmal durch einen angeheuerten Sölder oder Bodyguard auch wenn man gerade den extrem charismatischen und reichen Händler spielt.
Das Spiel ist nett, aber nach zwei Durchläufen mit unterschiedlichen Charakteren hat man quasi das meiste von der Story gesehen. Was sich dann unterscheidet ist, ob man eben die richtige Statkombination hat um das ein oder andere Goodie mehr zu finden. Die Klassen erlauben zwar manche Szene aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen, jedoch gibt es nur recht wenige solcher Szenen weshalb auch der individuelle Durchlauf recht kurz ausfällt. Insgesammt...
Ivan1914 schrieb am
Lil Ill hat geschrieben:Eine gute Grafik macht noch lange kein gutes Spiel.
Das is ja mal eine "last-gen" Aussage :) DA:I hatte eine tolle Grafik und wäre fast Spiel des Jahres (Leserwahl) geworden. :?
Gibt's denn auch was zu sammeln in AoD, oder sogar Türme? Falls nein, wirds wohl eh kaum einem gefallen.
schrieb am

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