Hawken - Vorschau, Shooter, PC - 4Players.de

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Hawken (Shooter) von 505 games
Hawken
Science Fiction-Shooter
Entwickler: Adhesive Games
Publisher: 505 games
Release:
2014
06.2016
06.2016
Spielinfo Bilder Videos

Wer in unseren Gefilden den Begriff „Mech“ in den Mund nimmt, der bezieht sich meist auf die turmhohen Kampfläufer des Battletech-Universums. Die Panzer auf zwei Beinen bewegen sich dort schwerfällig über die riesigen Schlachtfelder und bekämpfen sich mit Lasern, Raketenwerfern und Partikelkanonen. Also spielt sich der Free-to-play-Titel Hawken wie ein Klon von MechWarrior: Online? Weit gefehlt!



Unreal Tournament in Mechs

Video
Hawken ist schnell, explosiv und dabei taktischer als es zunächst den Anschein macht.
Hawken steht vielmehr in der Tradition der  „Mechas“ aus Japan. Die fernöstlichen Vertreter der futuristischen Kampfanzüge, bekannt aus Animes wie „Macross“, sind äußerst agile und auf kurze Distanzen agierende Einheiten, die wenig mit den schwerfälligen BattleMech-Kolossen zu tun haben. Entwickler Adhesive Games vermischt dieses Verständnis des Exoskelettes mit westlichem Artdesign in ansehnlicher Kulisse und heraus kommt Hawken: eine Art Unreal Tournament mit Jetpacks in Mechs.

Unreal Tournament? Mechs? Jetpacks? Genau! Hawken ist unglaublich schnell und hat mich in den ersten Matches vage an Epics altehrwürdigen Mehrspielertitel erinnert. So weicht man unter Einsatz der Bewegungsdüsen blitzschnell seitlich aus, überrascht mit  den Sprungdüsen Gegner von oben oder führt auf Knopfdruck fixe Wendemanöver aus. Die aus der Cockpitperspektive geführten Gefechte sind schnell, intensiv und finden auf engen Maps auf extrem kurzen Distanzen statt. In den vier Spielmodi, Deathmatch,

Belagerung und Raketenangriff begegnen sich Teams aus bis zu sechs Spielern. Die „Mayhem“-Variante mit bis zu zehn Spielern pro Team befindet sich noch in der Testphase. Fraktionen oder eine übergeordnete Kampagnenkarte gibt es nicht: Hier zählt
Hübsch: Die aufgebohrte Unreal-3-Engine lässt kräftig die Muskeln spielen. Besonders die Partikeleffekte sind klasse.
Hübsch: Die aufgebohrte Unreal-3-Engine lässt kräftig die Muskeln spielen. Besonders die Partikeleffekte sind klasse.
das einzelne Gefecht.

Waffenauswahl und das Shopsystem

Leider geht durch den rasanten und durchaus unterhaltsamen Spielablauf manchmal das Gefühl verloren, eine mechanische Kampfmaschine zu spielen. Da jeder Mech nur zwei Waffen (sowie eine defensive und offensive Fähigkeit) besitzt, hat man oft den Eindruck einen etwas schwerfälligeren Soldaten zu steuern und keine sechs Meter hohen Kolosse. Zudem lassen sich die Mechs in der Werkstatt nicht so umfangreich einkleiden und spezialisieren wie ihre großen Verwandten. Die Waffenauswahl ist auf einige überdimensionierte Maschinenpistolen, Flakgeschütze und Kurzstrecken-Raketen- oder Granatwerfer beschränkt. Auch die Auswahl von Wärmetauschern oder Panzerung ist weniger umfangreich als man von BattleMechs gewohnt ist.

Stattdessen besitzen die Hawken-Mechs aber spezielle Fähigkeiten, die ebenfalls in der Werkstatt gewählt werden: So können auf Tastendruck z.B. Geschütztürme errichtet oder Schildgeneratoren platziert werden, die für eine kurze Zeit defensive oder offensive
In der Hitze des Gefechtes: Die Duelle fordern schnelle Reaktionen und Übersicht.
In der Hitze des Gefechtes: Die Duelle fordern schnelle Reaktionen und Übersicht.
Unterstützung liefern. Diese können etwa genutzt werden, um mir in den Gefechten Sekunden zum Überleben zu sichern. Halte ich nämlich die Reparatur-Taste gedrückt, verharrt mein Mech regungslos, während eine Drohne eilig Schäden beseitigt. So erhalten die frenetischen Gefechte eine taktische Note, die durch begrenzten Treibstoff für die Sprungdüsen sowie leicht überhitzende Waffen zusätzlich hervorgehoben wird. 

Das Free-to-play-System ist fair und keineswegs pay-to-win: Alle zwölf bis dato verfügbaren Mechs und Mech-Bauteile können durch in Matches gewonnene Ingame-Währung oder mit Echtgeld erstanden werden. Einzig optische Details wie Turmvarianten oder Farbschemata können nur mit barer Münzegekauft werden, haben aber keinen  Einfluss auf den Spielablauf. Zudem gibt es den ersten Mech gratis und „Schnupperwochen“-Trials für weitere Mechmodelle, bevor sie für rund drei Euro, oder Punkte im geschätzten Umfang von 20 ordentlich abgeschlossenen Matches pro Kampfgefährt erstanden werden können.
 
Hawken ist schnell, intensiv und dank polierter Unreal-3-Engine wirklich hübsch anzusehen. Besonders die Partikeleffekte in den Gefechten können sich sehen lassen. Die Spielmodi sind im momentanen Open-Beta-Status zwar (noch) nicht besonders originell, können mich aber gut unterhalten, da sie dennoch eigene Elemente wie etwa das Schlachtschiff im Belagerungs-Modus mitbringen. Zudem ist momentan das Matchmaking-System noch etwas unausgegoren: oft wird man mit hochstufigen Spielern zusammengeworfen, was gerade zu Beginn viele Nerven kostet. Das Free-to-play-Modell hingegen wirkt fair und bietet auch Spielern, die kein Geld in die Hand nehmen wollen die Möglichkeit, mit entsprechender Geduld alle Mechs und Upgrades freizuspielen. Da aber eine Story und ein übergeordneter Konflikt fehlen, wirkt Hawken eher wie ein Spiel für die schnelle Runde zwischendurch.

Einschätzung: gut

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Kommentare

dadaaaaa2017 schrieb am
Hawken ist tot, kann man sich schenken.
onaccdesaster schrieb am
@Nightfire123456:
Ja geht mir auch so. Ich würde gerne wieder Spiele dieser Art mit einer Kampagne sehen und nicht diese "Schnelle-Geld-Online-Gedöns."
Ich möchte gerne ein Teil einer Geschichte sein. Am Besten auch verschiedene Spielmodi wie die Arena in Mercenaries. Das letzte Game dieser Art war für mich Mechwarrior 4 Venegance und Mercenaries hatte ich mir von einem Kumpel ausgeliehen.
Wo sind diese alten guten Spiele? Wo die Fortsetzungen davon? Was kommt ist MW online, Hawken und bei einer Serie die auch zerstört wurde C+C online. Nee sry Leute das sind doch keine Spiele mehr sondern Möchtegern-Spiele! Nichts Halbes und nichts Ganzes !!
Nightfire123456 schrieb am
Hardtarget hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Man sollte auch erwähnen, dass Hawken nur von einer Handvoll von Leuten gemacht wurde. Was da ohne großes Budget, ohne Publisher-Backing alleine nur an optischen Schauwerten geschaffen wurde, sollte mit dem Vorurteil, dass Indie-Spiele nur Retro-Pixel und Flash können, endgültig aufräumen.
und was ist wenn es nachher auf teuren mühlen extrem ruckelt, übelst verbuggt ist oder ganz einfach null bock macht es zu spielen ??? ich würd erst was loben was ich selbst gesehen/gespielt hab.
Schonmal probiert? Mir sind noch keine gröberen Fehler aufgefallen, ist aber auch schon ne weile her als ich es das letzte mal getestet hatte. Das Problem ist wohl eher der Umfang bzw. die mangelnde Abwechslung. Das Spiel hat viele gute Seiten und macht eigentlich nichts wircklich verkehrt und trotzdem langweilt es mich nach schon nach einem kurzen anspielen. Ich denke auch nicht das sich da großartig noch was ändern wird, schade drum
oppenheimer schrieb am
Kajetan hat geschrieben: Was da ohne großes Budget, ohne Publisher-Backing alleine nur an optischen Schauwerten geschaffen wurde
Jau. Mir persönlich reicht ja schon, dass ich ein Unreal Engine 3-Spiel nicht auf den allerersten Blick als solches erkenne. Respekt. Ehrlich gesagt ist Hawken bis gerade komplett an mir vorbeigegangen.
Kajetan schrieb am
Hardtarget hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Man sollte auch erwähnen, dass Hawken nur von einer Handvoll von Leuten gemacht wurde. Was da ohne großes Budget, ohne Publisher-Backing alleine nur an optischen Schauwerten geschaffen wurde, sollte mit dem Vorurteil, dass Indie-Spiele nur Retro-Pixel und Flash können, endgültig aufräumen.
und was ist wenn es nachher auf teuren mühlen extrem ruckelt, übelst verbuggt ist oder ganz einfach null bock macht es zu spielen ??? ich würd erst was loben was ich selbst gesehen/gespielt hab.
Es geht hier um die Schauwerte, die Produktionswerte. Aber das Teil läuft ja schon ne Weile, ohne dass mir massive technische Probleme bekannt sind und ob einem Mecha-Online-Geballer Spass macht oder nicht., dass muss jeder selber wissen.
schrieb am

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