Ich habe dich, mein spitzohriger Bruder: Die Kooperation zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Figuren ist das zentrale Designelement des Spiels.
Spock und Kirk könnten unterschiedlicher kaum sein: Der eine rational bis zum Gehtnichtmehr, stets kühl, berechnend und logisch – der andere ein Draufgänger, der lieber über einen klaffenden Abgrund springt als nach dem Brückenschalter zu suchen. Gegensätze arbeiten bekanntlich sehr gut zusammen, was die Grundlage für das „asymmetric gameplay“ ist, das Entwickler Digital Extremes zum Design-Credo erhoben hat. Quintessenz des Ganzen ist, dass man die Stärken der beiden kombinieren und stets kooperieren muss – die Designer sprechen da lässig von „Bro-Op“. So ist Spock z.B. ständig mit dem Tricorder unterwegs, scannt alles und jeden, öffnet damit Türen (in Form eines Signal-Überlagerungs-Minispiels) und findet Schwachstellen der Gegner, die Kirk
Die echsenförmigen Gorn sind die neuen Feinde. Das Spieldesign hingegen hat mit Ideenlosigkeit zu kämpfen.
Was in der Theorie super klingt, wirkt in der Praxis leider sehr unspektakulär: Die gezeigten Gefechte sahen nach ideenlosem Standard-Geballer aus; gewürzt von einem einfachen Deckungssystem und verziert von vielen Ausweichrollen. Auch die generelle Präsentation war kein Augenzucker. Die Figuren bewegten sich steif durch die ordentlichen Szenarien, die Gesichter leblos vor sich her tragend – immerhin zeigen sie im Kampf Verletzungen, auch gehen die Uniformen auf Dauer kaputt. Das Design von Kirk, Spock, Pille und Co. basiert auf den Schauspielern; Chris Pine, Zachary Quinto oder Simon Pegg sind klar erkennbar. Außerdem sprechen zumindest die Hauptakteure mit den Zungen der Original-Schauspieler, was im lockeren Palaver zwischen Kirk, Spock und Scotty gut zur Geltung kommt. Noch besser: Der fette Soundtrack aus der Feder von Michael Giacchino, der im Vergleich zum Film dezent aufgemöbelt wurde. Trotzdem: Was es bislang zu sehen gab, sah nach Standard-Action von der 08/15-Designstange aus. Mit vielen Lensflares.
Ersteindruck: befriedigend
Kommentare
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Ja, ein Star Trek Rollenspiel von Bioware wäre cool (und nicht so ein MMORPG-Verschnitt wie Star Wars TOR). Das würde der Grösse der Serien auch ansatzweise gerecht werden, aber mittlerweile wird Star Trek ja zum absoluten Popcornkino verarbeitet. Der letzte Star Trek Film ist visuell zwar [...] Ja, ein Star Trek Rollenspiel von Bioware wäre cool (und nicht so ein MMORPG-Verschnitt wie Star Wars TOR). Das würde der Grösse der Serien auch ansatzweise gerecht werden, aber mittlerweile wird Star Trek ja zum absoluten Popcornkino verarbeitet. Der letzte Star Trek Film ist visuell zwar überragend, aber inhaltlich nur ne Lachnummer. Dieses Spiel wird noch mehr Grund zum Fremdschämen liefern.
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sowas wie star trek zu einem konolenspiel zu verarbeiten ist nicht einfach, obwohl ichs mir gut vorstellen könnte wenns wie wie mass effect 1 oder 2 ablaufen würde. aber an klauen haben die designer gsd auch nicht gedacht [...] sowas wie star trek zu einem konolenspiel zu verarbeiten ist nicht einfach, obwohl ichs mir gut vorstellen könnte wenns wie wie mass effect 1 oder 2 ablaufen würde. aber an klauen haben die designer gsd auch nicht gedacht