Moderne Vollzeit-Taktiker?
Heute fehlt der Bindestrich, der Name blieb: XCOM ist die Neuauslegung des Klassikers mit modernen Mitteln – das Civilization-Studio Firaxis hat sich der Verjüngung angenommen. Aber funktioniert das Prinzip noch? Immerhin erforschten Strategen damals nicht nur neue Technologien und rekrutierten frische Soldaten; sie befehligten ihre Kämpfer auch in beinharten taktischen Gefechten, die nicht selten das Leben wertvoller Mitstreiter kosteten. Das war eine umfangreiche Mischung aus Strategie und Taktik – ein umfangreiches Spiel für Spieler mit Zeit.
Der Ausbau der Stützpunkte verlangte Geduld und einen bedachten Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen. Forschung, Wirtschaft und Entwicklung mussten aufeinander abgestimmt werden und sollte ein Land nicht mit der Arbeit der X-COM zufrieden sein, strich es gar seine finanzielle Unterstützung – besonders auf schweren Einstellungen drohte der planetaren Verteidigung ständig das "Game Over". Traut Firaxis dem modernen Spieler das auch heute noch zu?
Aus Alt wird Neu
Sie trauen sich! Und im Kern ist es wie damals: Zunächst entscheide ich mich für den Standort meiner Basis, auch wenn ich diesmal lediglich den Kontinent, nicht die präzise Position bestimmen darf. Ein Stützpunkt in Südamerika ermöglicht dabei schnellere Autopsien toter Außerirdischer, während Laboratorien und Produktionshallen in Europa
nur die Hälfte kosten. Ich kann mich außerdem entscheiden, ob ich jederzeit beliebig viele Speicherstände anlege oder ob das Spiel einen einzigen Spielstand automatisch aktualisiert, so dass ich selbst schlimme Fehler nicht ausbügeln kann. Entscheidungen, von denen ich sowohl im taktischen Gefecht als auch im strategischen Aufbau mehr als genug treffen werde, wiegen dadurch umso schwerer – eine großartige Option!
Eine bedauerliche Kürzung ist, dass ich nur eine Basis errichten darf, anstatt mich hier auf die Forschung und anderswo auf die Produktion zu spezialisieren. Der zentrale Stützpunkt wird auch nicht von Aliens angegriffen, denn dann könnten die Außerirdischen mit nur einem Überfall das Spiel für sich entscheiden – ein so hohes Risiko wollte Firaxis dann doch nicht eingehen. Zumindest verteile ich meine Abfangjäger aber nach Gutdünken auf allen Kontinenten. Die Positionierung will gut überlegt sein, denn die Flugzeuge haben eine begrenzte Reichweite: Ein in Afrika stationierter Jäger kann ein über Asien geortetes UFO nicht erreichen. Und Länder, die unter Angriffen leiden, verfallen ausgesprochen schnell in Panik...
Heute fehlt der Bindestrich, der Name blieb: XCOM ist die Neuauslegung des Klassikers mit modernen Mitteln – das Civilization-Studio Firaxis hat sich der Verjüngung angenommen. Aber funktioniert das Prinzip noch? Immerhin erforschten Strategen damals nicht nur neue Technologien und rekrutierten frische Soldaten; sie befehligten ihre Kämpfer auch in beinharten taktischen Gefechten, die nicht selten das Leben wertvoller Mitstreiter kosteten. Das war eine umfangreiche Mischung aus Strategie und Taktik – ein umfangreiches Spiel für Spieler mit Zeit.
Der Ausbau der Stützpunkte verlangte Geduld und einen bedachten Umgang mit wirtschaftlichen Ressourcen. Forschung, Wirtschaft und Entwicklung mussten aufeinander abgestimmt werden und sollte ein Land nicht mit der Arbeit der X-COM zufrieden sein, strich es gar seine finanzielle Unterstützung – besonders auf schweren Einstellungen drohte der planetaren Verteidigung ständig das "Game Over". Traut Firaxis dem modernen Spieler das auch heute noch zu?
Aus Alt wird Neu
Sie trauen sich! Und im Kern ist es wie damals: Zunächst entscheide ich mich für den Standort meiner Basis, auch wenn ich diesmal lediglich den Kontinent, nicht die präzise Position bestimmen darf. Ein Stützpunkt in Südamerika ermöglicht dabei schnellere Autopsien toter Außerirdischer, während Laboratorien und Produktionshallen in Europa
Der Blick auf die Basis gleicht dem Querschnitt eines Ameisenhaufens.
Eine bedauerliche Kürzung ist, dass ich nur eine Basis errichten darf, anstatt mich hier auf die Forschung und anderswo auf die Produktion zu spezialisieren. Der zentrale Stützpunkt wird auch nicht von Aliens angegriffen, denn dann könnten die Außerirdischen mit nur einem Überfall das Spiel für sich entscheiden – ein so hohes Risiko wollte Firaxis dann doch nicht eingehen. Zumindest verteile ich meine Abfangjäger aber nach Gutdünken auf allen Kontinenten. Die Positionierung will gut überlegt sein, denn die Flugzeuge haben eine begrenzte Reichweite: Ein in Afrika stationierter Jäger kann ein über Asien geortetes UFO nicht erreichen. Und Länder, die unter Angriffen leiden, verfallen ausgesprochen schnell in Panik...
