Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar
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Vorschau: Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar

So testet 4Players
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Autor:
Benjamin Schmädig

Auto Assault versuchte es mit Mad Max-Action und The Chronicles of Spellborn wird es mit einem ungewöhnlichen Kampfsystem versuchen - alle träumen vom Erfolg eines World of WarCraft. Doch bislang konnte kaum jemand Blizzards Geldschlauch anzapfen. Trotzdem klingt Codemasters Idee zumindest wirtschaftlich einleuchtend: Stricke ein leicht zu verstehendes Prinzip um eine weltbekannte Lizenz und die Kunden rennen dir die Tür ein. Aber macht Der Herr der Ringe Online auch Spaß?

Ein Ring sie ewig zu binden?

Seid ihr in eurer Kindheit zusammen mit Bilbo Beutlin auf Schatzsuche gegangen? Habt ihr mit den Gefährten gefiebert, als von Südosten aus Schatten über Mittelerde zogen? Wart ihr aufgebracht, weil Tom Bombadil in Peter Jacksons Film nicht erwähnt wurde? Oder ist Jacksons Inszenierung für euch einfach großartige Unterhaltung? So oder so: Der Herr der Ringe ist spätestens seit seinem Leinwandauftritt in aller Munde. Es dürfte in den westlichen Breitengraden kaum einen Menschen geben, der nicht von dem Einen Ring gehört hat. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Codemasters große Hoffnungen für seinen ersten großen Auftritt in Sachen Online-Rollenspiel hegt -

Ein fieser Anfang: Als Mensch macht ihr schon nach der Einführung Bekanntschaft mit einem Ringgeist.
die bisherigen MMOGs des britischen Publishers, RF Online und Archlord waren lediglich Fingerübungen. Das Ziel ist abgesteckt und klar formuliert: Die namhafte Lizenz soll so stark einschlagen, dass der Gipfel, auf dem World of WarCraft thront, in sich zusammen rutscht.

Ist das möglich? Ist in der Erfolgsgeschichte des Computerspiels des Jahrzehnts überhaupt Platz für ernst zu nehmende Konkurrenz? Der große Name allein verhallte schließlich schon bei Dungeons & Dragons Online fast ungehört; die Beschränkung auf das Teamspiel fand nur wenig Anhänger, von Überläufern aus dem WoW-Lager ganz zu schweigen. Und auch wenn erneut Entwickler Turbine die Lizenz in den Händen hält - die vermeintliche Erfolgsformel wurde umgeschrieben. Sie lautet nicht mehr: "Wir begeistern euch mit etwas völlig Neuem." Stattdessen schlägt der Ausführende Produzent Jeffrey Steefel ganz andere Töne an und meint: "Keine Experimente mehr. Wir polieren das von World of WarCraft eingeführte Konzept, wickeln es in wertvolles Lizenzpapier und zielen in den Mainstream."

Kompromiss mit Tolkien

Der gern zitierte Mass Appeal soll ziehen - und wie ernst es den Entwicklern damit ist, zeigt ein Kompromiss an die Erwartungshaltung potentieller Käufer: Turbine schließt die Möglichkeit aus, dass sich Abenteurer gegenseitig bekämpfen. Weil Tolkien die Bösewichter als profillose Soldaten beschreibt, bzw. jedwede Charakterisierung außen vor lässt, sei es einfach nicht möglich, ein sinnvolles Abenteuer um Orks, Trolle oder Goblins zu stricken -

Bewegte Bilder aus Mittelerde

- Das Auenland
- Trailer Nummer drei
- Spielszenen aus Tolkiens Welt

Menschen, Elfen, Zwerge und Hobbits stehen in Der Herr der Ringe schließlich auf der gleichen Seite. Und da sich die Online-Welt so nah wie möglich ans Original hält, sind PvP-Kämpfe wie in jedem vergleichbaren Titel nicht vorgesehen. Damit Online-Rollenspieler aber nicht den Aufstand proben, dürft ihr euch nach einer gewissen Zeit, genauer gesagt ab Stufe zehn, am so genannten Monster Play beteiligen. Begebt euch dafür ins Gebiet der Ettenöden im Norden, wo ihr in die Rolle eines Bösewichts schlüpfen könnt, um die dort herum streunenden Elfen oder Zwerge anzugreifen. Ihr dürft aber auch Aufträge erledigen und beides bringt euch Punkte, für die ihr Belohnungen für euren eigentlichen Helden erhaltet. Leider konnte Turbine bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zeigen, wie Monster Play aussieht. Ob Kämpfe mit einem "geliehenen" Soldaten Saurons Spaß machen, bleibt somit abzuwarten. Fest steht, dass die Übernahme der Monster zeitweilig ist, denn sie dürfen die Ettenöden nicht verlassen.

Hätte Turbine nicht einfach eine Geschichte um die Soldaten der Finsternis stricken können? Ein weiteres Zugeständnis zeigt schließlich, dass Kompromisse durchaus möglich sind, denn dass sich z.B. Elfen und Zwerge nicht grün sind, wird nur in Dialogen deutlich. Ursprünglich war aber geplant, dass die zerstrittenen Rassen nicht Seite an Seite über Feld und Flur streifen können. Erst wenn ihr euer gutes Ansinnen beweist, wärt ihr als Zwerg auch in Bruchtal willkommen gewesen. Laut Steefel erschien den Entwicklern ein System mit wechselnden Vertrauensverhältnissen jedoch zu kompliziert. Schade - gerade hier hatte

Dagegen wirkt die Aussicht auf einen Kampf gegen diesen Troll wie ein Spaziergang...
ich mir Treue zum Original erhofft, denn ausgerechnet die Interaktion gehört für die meisten Abenteurer zur Tagesordnung. Dann wäre ich eben nicht mit meinem Zwergen-Kumpel in die Schlacht gezogen! Dem Gefühl, tatsächlich in Mittelerde zu sein, hätte es gut getan.

Zumal sich Der Herr der Ringe Online sonst an die Vorlage hält. So dürft ihr entweder Mensch, Elf, Zwerg oder Hobbit sein, könnt aber nicht mit jeder Rasse jede Klasse wählen. Hobbits werden nie als Zauberer tätig sein, Zwerge sind keine Diebe und nur Menschen führen ihre Gruppe als Anführer in den Kampf. Seltsamerweise dürft ihr übrigens nicht als weiblicher Zwerg in die Welt ziehen und das, obwohl Tolkien die Zwerg-Frauen erwähnt.

Namensflut

Das Szenario orientiert sich hingegen wieder an den Büchern; die Geschichte dringt allerdings in Bereiche vor, die Tolkien nur oberflächlich beschreibt. Die namensgebende Bedrohung des Hexenkönigs aus dem nordwestlichen Angmar z.B. ließ Raum für neue Erzählungen und so müsst ihr euch einer Bedrohung stellen, von der die Gefährten um Frodo höchstens am Rande erfahren. Je weiter ihr voran schreitet, desto mehr Details ändern sich dabei in eurer Spielewelt. Grundsätzlich bleibt Mittelerde zwar stets gleich, aber eure Taten wirken sich in den zehn Prozent aus, die euch in von der Außenwelt abgeschlossene Instanzen führen.

         

Kommentare

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  • /me hofft immernoch, dass im [url=http://www.whitewolfclan.net/pobs/review.htm]Juni[/url] alles gut wird.
  • @Pascal Wiederkehr: Amen Der Tot aller kommenden oder "regierenden" Onlinerollenspiele wird sowieso Guild Wars 2. Nicht instanzierte riesige Spielewelt, verschiedene Klassen, gut ausbalanciertes und vom PVE getrenntes PVp oder GVG...ect. und vorallem kostenlos!!! Davon profitiert  [...] @Pascal Wiederkehr: Amen Der Tot aller kommenden oder "regierenden" Onlinerollenspiele wird sowieso Guild Wars 2. Nicht instanzierte riesige Spielewelt, verschiedene Klassen, gut ausbalanciertes und vom PVE getrenntes PVp oder GVG...ect. und vorallem kostenlos!!! Davon profitiert jeder Onlinerollenspieler, egal ob er Guild Wars gerne spielt oder es für Müll hält. Durch das kostenlose Spielvergnügen müssen andere darauf reagieren und ebenfalls die Preise schrauben, um konkurenzfähig zu bleiben. A-Net geht in die richtige Richtung!!!
  • Meine Meinung zu WAR: Ich war ja einer der grössten Fans hatte sogar ne Fanseite ^^ doch je mehr ich darüber erfahren konnte, je weniger fand ich WAR gut. Warhammer Online nimmt den Grafikstyle von WoW, das RvR von DAoC und legt das Augenmerk von PVE auf PVP. Balancing funktioniert selbst im  [...] Meine Meinung zu WAR: Ich war ja einer der grössten Fans hatte sogar ne Fanseite ^^ doch je mehr ich darüber erfahren konnte, je weniger fand ich WAR gut. Warhammer Online nimmt den Grafikstyle von WoW, das RvR von DAoC und legt das Augenmerk von PVE auf PVP. Balancing funktioniert selbst im Table-Top-Spiel nicht, wwie soll es also in einem Onlinespiel funktionieren? Wenn dann im End-Game alle nur noch die "kleinen" verprügeln hat WAR schnell das gleiche Image wie WoW. Toll dann warten halt alle auf ein neues MMORPG.