H1Z1: Just Survive - Vorschau, Shooter, PC - 4Players.de

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H1Z1: Just Survive (Shooter) von Daybreak Game Company
Friedliche Nachbarschaft
Gerade erst habe ich bemerkt, dass ich meine Notizen zu H1Z1 auf Papier von Bohemia Interactive gekrakelt habe. Treffender könnte es kaum sein, immerhin ist die Zombie-Apokalypse dem von Bohemia entwickelten DayZ frappierend ähnlich. Kann das Abenteuer trotzdem seine eigene Identität entwickeln?

Selbst ist der Überlebende

Auf den ersten Blick ist alles bekannt: Man erwacht mit einer Taschenlampe "bewaffnet", sucht in verlassenen Autos, Wohnhäusern, Tankstellen oder Supermärkten nach Waffen, Munition und Nahrung und verdrischt oder erschießt aufdringliche Untote. Es geht ums Überleben. Dabei wehrt man sich nicht nur gegen Angreifer, sondern muss ständig essen, trinken und Wunden verbinden.

Aus Stoffresten, die man aus Hemden oder Hosen reißt, entstehen Bandagen. Kaffee kann man in Wasser kochen, Holzplanken und Metall werden zu einer Machete und aus Holz entsteht ein Lagerfeuer, über dessen Flamme schmutziges Wasser zu sauberem wird. Selbst ist der Überlebende!

Ein Spiel der Spieler

Und auf den zweiten Blick? Genau wie das aktuelle DayZ wurde H1Z1 so früh veröffentlicht, dass etliche Inhalte noch fehlen. So erstreckt sich etwa die begehbare Welt nur über einen Bruchteil des Gebiets, das sie irgendwann einnehmen soll.

Das wird noch eine ganze Weile so bleiben: Derzeit ist Daybrerak Game Company (ehemals Sony Online Entertainment) ausschließlich um den fehlerfreien Betrieb des Onlinespiels bemüht. Weitere Inhalte sollen in
Willkommen in der Apokalypse - schon wieder!
Willkommen in der Apokalypse - schon wieder!
den kommenden Monaten hinzugefügt werden.

Einem geplanten Kurs folgen die Entwickler dabei nicht. Vielmehr sollen die Spieler durch das Einbringen von Vorschlägen mitbestimmen, welche Inhalte ihren Weg ins Spiel finden. Grundsätzlich ist das lobenswert.

Was womit?

Immerhin macht H1Z1 schon jetzt einiges richtig – richtiger als DayZ. Obwohl die ländliche Umgebung etwa deutlich künstlicher als der lebensnahe Wald in Chernarov aussieht und sich etliche Gegenden zum Verwechseln ähnlich sind, gefällt mir die direkte Steuerung: Hier muss ich keine Aktionstaste drücken, um über einen Zaun zu klettern, sondern springe einfach drüber. Taktische Finessen wie das Robben durch hohes Gras fallen zwar weg, aber der unkomplizierte Einstieg in eine kurze Runde hat Vorzüge.

Schnell geht auch das Lernen neuer Rezepte: Klickt man auf einen Gegenstand, werden alle damit kombinierbaren Objekte markiert. Bis zu vier Gegenstände fügt man so zusammen und erkennt, was sich daraus herstellen lässt. In einem zweiten Menü kann man das entdeckte Rezept jederzeit anwenden, falls man alle benötigten Materialien bei sich hat.

Man muss ja immer noch clever genug sein, um eine neue Formel zu entdecken – um jene Gegenstände ins knapp bemessene Inventar zu legen, die einer rudimentären Logik nach zusammenpassen. Ein Selbstläufer ist
Praktisch: Landkarten geben einen Überblick über die nahe Umgebung.
Praktisch: Landkarten geben einen Überblick über die nahe Umgebung.
die Herstellung also nicht. H1Z1 erspart mir aber das mühselige Abklappern der Rezeptelisten im Internet. Ärgerlich nur, dass ich beim Ansehen eines Objekts nicht sehe, wofür ich es verwenden kann. Das erschwert das gelegentliche Aussortieren des Inventars.

Unser trautes Heim

Immerhin kann ich das viele Holz und die große Metallstücke nicht ständig bei mir tragen. Solche Ressourcen lagere ich lieber an meinem Rückzugsort: einem derzeit gerade mal mannshohen Verschlag am Rand einer kleinen Siedlung. Mehrere Spieler haben sich dort niedergelassen, manche in kleinen Hütten, andere hinter einem hölzernen Zaun auf einer erhöhten Plattform.

Der Bau eines Heims gleich dem in Rust: Aus den richtigen Materialien errichtet man vorgefertigte Bretter und Türen bis hin zu kleinen Hütten. Auch Werkzeuge entstehen im Eigenbau, ebenso wie ein Kompass, Fallen oder Pfeil und Bogen. Für manche Aktionen muss ich sogar erst einen Schmelzofen errichten.

Kommentare

Balmung schrieb am
Tja, es ist, wie ja auch gerade in den letzten Post noch mal gesagt wurde, erst eine Alpha, also fehlen noch einige Features bzw. Content, das haben Alphas so an sich. Und Bezahl Alphas... ist nichts anderes als Early Access, auch wenn das Spiel später F2P wird, aber mit Geld verlangen hält man zumindest einen Teil der Chaoten ab um einigermaßen auch die Spieler als Tester für das Balancing verwenden zu können. Leider wurde das durch den Hype wiederum ziemlich zunichte gemacht.
Hype kann gut, aber auch sehr schlecht für ein Spiel sein. Zu viel Hype um eine Alpha und das Risiko steigt, dass es zum Release schon Niemanden mehr richtig interessiert. Ist Ex-SOE doch schon mit Landmark mehr oder weniger passiert.
Hype kann man leider auch sehr schwer steuern, der entsteht eher von selbst innerhalb der Community oder wir gar durch die Medien erst richtig ausgelöst.
Wurmjunge schrieb am
Ich werde nicht müde, immer wieder zu betonen, wie sehr mich die DayZ-Mod beeindruckt und mein Verständnis von Spielmechanik und -design erweitert hat. Strikte Mechanikorientierung, Kompromißlosigkeit und ein vorher ungekannter Grad an Immersion sind für mich die Stichworte dazu. Etliche Stunden Spielzeit, in denen nichts besonderes passieren mußte, um zu den ohne Zweifel aufregendsten und befriedigendsten Erlebnissen meiner doch einige Jahrzehnte währenden Spielerlaufbahn zu zählen.
Das Stand-alone-DayZ hat nun mittlerweile viel an Boden verloren, viel zu viel Entwicklungszeit für vorrangig kosmetische Verbesserungen, kaum echte Mechanikerweiterungen, keine Entwicklung im Bereich der Langzeitspielbarkeit. Trotzdem ist es ein Spiel mit starkem Charakter und hat für mich ganz klar eine Daseinsberechtigung, was ich von H1Z1 eben leider nicht sagen kann. Nichts was ich von dem, was ich von dem Spiel bis jetzt gesehen und gelesen habe, läßt mich darauf schließen, daß es in irgendeiner Weise positiv aus der Flut der uninspirierten und seelenlosen DayZ-Nachahmer herausragen könnte. Von denen ja mittlerweile eine recht erstaunliche Anzahl existiert und die sich aufgrund ihrer durchgehenden Charakterlosigkeit kaum noch auseinanderhalten lassen, was wiederum sehr eindrucksvoll die Inkompetenz und das Fehlen jeglicher Vision abseits vom schnellverdienten Dollar der organisierten Spieleindustrie demonstriert.
Und Spieler für zeitlich begrenzte Ereignisse im Spiel zahlen zu lassen, ist ein Vertriebskonzept dem ich beim allerbesten Willen nichts positives abgewinnen kann, den Frust vieler Frühkäufer diesbezüglich kann ich vollkommen nachvollziehen.
Friedenspfeife schrieb am
Also ich kann DayZ flüssig spielen. Ob ich jetzt mit V oder Leertaste springe ist mir ziemlich Wumpe. Und wenn ich mir überlege, wie viel Action ein voller Server bieten kann, wüsste ich nicht, was mir H1N1 brächte?
Es gibt eigentlich nur 2 Punkte, die DayZ noch immer nicht geschafft hat. Zum einen die Zombiemassen. Es sind einfach noch viel zu wenige und zu schwache Gegner.
Und die Landschaft ist ziemlich europäisch. Für ein Zombiespiel erwarte ich eigentlich immer eine amerikanische Kleinstadt. Aber da bin ich wohl Filmgeschädigt :mrgreen:
Enthroned schrieb am
Besonders schade an H1Z1 ist für mich, dass es im Voraus so gehyped wurde. Viele dachten wenn Sony, und sei es nur SOE, da am Werk ist, dann wird's ein richtiger Kracher. Survival ala Dead Island und Open World wie DayZ.
Mir persönlich war das Spiel ziemlich egal, weil ich lange dachte, dass es ein PS4 Exklusivtitel wird. Umso mehr war ich über ein Auftauchen bei Steam überrascht. Im Hinterkopf schwirrten noch die Stimmen während der DayZ Sessions mit Bekannten und Unbekannten herum, die lauteten: "bald kommt H1Z1[...]richtig gut[...]von Sony[...]".
Mag sein, dass das Spiel eine gute Atmosphäre beim Spielen mit anderen erzeugt. Dafür habe ich aber DayZ. Wozu brauch ich ein neueres Spiel von dem man erwarten sollte, dass es viele Fehler der Konkurrenz besser macht, aber selbst das nur im Ansatz schafft und dabei ganz eigene Fehler macht. Arma war nie dafür bekannt flüssig zu laufen, dafür immer für die unglaubliche Weitsicht und teils realistische Grafik. Genau diese Stärken hat DayZ wunderbar übernommen. Dabei zahlreiche Animationen für fast sämtliche Aktionen im Spiel.
Und H1Z1? Hier wurde Grafikpracht und vorallem Weitsicht dem flüssigen Gameplay geopfert. Damit käme ich durchaus klar, aber das jede Aktion mit einem simplen Klick und Warte-Rädchen ausgeführt wird ist einfach unsagbar dumm. Das Spiel ist durch und durch actionorientierter als DayZ, aber genauso fehlen noch die massen an Zombies um das zu nutzen.
Und während DayZ sich stück für stück mit immer wieder kleinen Features seinen Umfang annäht (Patch), bietet H1Z1 auch gerade mal ein Grundgerüst dessen, was es mal werden will und wo selbst DayZ schon ist.
Das man für eine Alpha 20? blechen soll, während das fertige Spiel kostenlos sein wird, setzt dem letztlich nur die Krone auf. Ich warte jedenfalls bis zum fertigen kostenlosen Release. Wenn es dann besser als DayZ ist umso besser und wenn nicht ist es wenigstens kein rausgeschmissenes Geld und ich dreh meine Runden...
TaLLa schrieb am
Merkwürdig, dass es bei den Größen bei Hardcore Survival höher im Kurs ist als DayZ einfach weil sauberer programmiert. Wobei vor allem BR sehr beliebt ist.
schrieb am

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