Endless Space 2 - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Endless Space 2 (Strategie) von SEGA
Mehr Story für Weltraumstrategen
Nach Stellaris und Master of Orion steht mit Endless Space 2 das nächste Weltraum-Strategiespiel in den Startlöchern. Die Amplitude Studios wollen diesmal die Geschichte der Fraktionen an ihre individuellen Spielweisen knüpfen und zeigten auf der gamescom ebenfalls, welche Ideen sie für die Boden- und Weltraum-Kämpfe haben.

Unterschiede durch die Geschichte

Bei der gamescom 2016 stellten die kürzlich von SEGA übernommenen Amplitude Studios die dritte Hauptrasse aus Endless Space 2 vor und gingen etwas weiter auf den Storyfokus und das Kampfsystem des 4X-Weltraum-Strategiespiels ein. Doch der Reihe nach: Die neue Fraktion Lumeris ist eine auf Handel spezialisierte Wasser-Rasse, die mafiös-familiäre Züge trägt und hauptsächlich nach Dust (Währung in Endless Space) strebt. Ihre Spielweise, die auf ihrer Hintergrundgeschichte (Trailer) fußt, dreht sich somit weniger um Kampf, Forschung oder Diplomatie, sondern eher um das Gewinnstreben und das kaufmännische Geschick. Entscheidet man sich als Lumeris-Anführer trotzdem gezielt auf kriegerische Expansion zu gehen, könnte es Probleme im Senat geben, der vorwiegend aus Pazifisten und Wissenschaftlern besteht. Die Story zu den Fraktionen soll also einen Einfluss auf ihre Spiel- und Handlungsweise haben und deswegen ist die spezielle Siegbedingung der Lumeris der ökonomische Sieg.
Design und Ausstattung der Schiffe können angepasst werden.
Design und Ausstattung der Schiffe können angepasst werden.
Neben den Lumeris gibt es noch die neugierigen, analytischen und wissenshungrigen Sophon sowie die kriegerischen Cravers - eine alles verzehrende insektenartige Lebensform. Sophon und Cravers tauchten bereits im ersten Teil auf.

Anschließend müssen die Lumeris in der Quest der gamescom-Demoversion gleich etwas gegen die Überbevölkerung ihrer Planeten und die damit verbundene Unzufriedenheit tun. Ein neuer Planet muss also besiedelt werden. Mit einem Erkundungsraumschiff wird ein neues Planetensystem entdeckt und mit Drohnen die Informationen über die Oberfläche bzw. die Bedingungen in Erfahrung gebracht. Ein Planet erweist sich als vielversprechend. Dort wird ein Außenposten gegründet, der dann später zu einer Kolonie wird - und da die Lumeris über das nötige Kleingeld verfügen, kann der Kolonisierungsvorgang beschleunigt werden.

Erst entscheiden, dann zuschauen
Die holographische Darstellung einer Bodenschlacht.
Die holographische Darstellung einer Bodenschlacht.

Doch die Kolonisierung wird von der benachbarten Fraktion nicht so gerne gesehen. Sie schickt daraufhin eine Kriegsflotte und schlägt los. Die Lumeris-Flotte wird hingegen nicht rechtzeitig eintreffen. Zunächst führen die Gegner einen Bodenangriff auf den Planeten durch. Dabei kann gewählt werden, ob man auf "lokalen Widerstand" oder die "Kapitulation" setzt. Der lokale Widerstand sorgt dafür, dass die Eroberung länger dauern wird und bis dahin ggf. eine Flotte eintreffen kann, dafür wird die Infrastruktur des Planeten stärker in Mitleidenschaft gezogen. Kapituliert man, bleibt alles (die Gebäude) für Rückeroberung schön intakt. Die Bodengefechte wiederum fallen interaktivlos aus. Man darf lediglich zusehen, wie sich Lufteinheiten, Panzer und Soldaten auf einer holographischen Oberfläche bekämpfen.

Deutlich schöner sind da die Weltraumschlachten, die "cineastisch" inszeniert und eine frei drehbare Kamera haben - allerdings gilt auch hier, dass die Einheiten selbstständig agieren und nicht gesteuert werden können. Als Anführer der Fraktion schlägt man die Schlacht nicht selbst, sondern gibt lediglich die Gesamttaktik vor. Vor der Schlacht wählt man aus drei möglichen Angriffsvarianten (Flankieren, in die Mitte fliegen etc.), die in Pfeilform visualisiert werden. Welche Taktik der Gegner verfolgen wird, ist nicht bekannt. Man weiß lediglich, welche Taktiken die Gegner wie häufig in der Vergangenheit eingesetzt haben und bekommt diese Information in Prozentzahlen serviert.
Vor einem Weltraumkampf legt man die Taktik fest.
Vor einem Weltraumkampf legt man die Taktik fest. Danach schaut man zu.
Jetzt muss man sich entscheiden. Danach entbrennt die Schlacht und man darf zuschauen, wie die großen und kleinen Raumschiffe sich schlagen.

Endless 2 soll im September als Early-Access-Titel mit vier Fraktionen an den Start gehen. Acht Fraktionen mit eigener Geschichte und speziellen Eigenarten sind insgesamt geplant. Auch Mod-Unterstützung (Fraktionen, Module, Raumschiffe, Quests) ist angedacht.
 

AUSBLICK



Während bei Stellaris mehr Dynamik und Vielfalt in die Weltraum-Strategie kam und Master of Orion eher auf das klassische Konzept mit Fokus auf Zugänglichkeit setzt, versucht Endless Space 2 den Story-Aspekt stärker zu betonen und damit eine persönlichere Note in das 4X-Genre zu bringen. Die Völker sollen sich basierend auf ihrem Story-Hintergrund nicht nur verschieden spielen, sondern auch unterschiedlich bei den anderen Völkern aufgenommen werden. Ein wirklich interessantes Konzept, das mich in den Partien aber noch überzeugen muss - nicht, dass es so wie bei Master of Orion (WG Labs) endet, dass sich die meisten Fraktionen im fortgeschrittenen Spielverlauf weitgehend gleich spielen. Und obgleich die Kämpfe weiterhin interaktivlos sind, warten sie mit interessanten Entscheidungen und zumindest schöner Inszenierung auf.

Einschätzung: gut


Vergleichbare Spiele

Kommentare

Kalle_Wirsch schrieb am
Also Story ... das seh ich dann doch etwas anders
- ja die verschiedenen Fraktionen spielen sich unterschiedlich
- ja man muss die verschiedenen Fraktionen komplett anders spielen
(Crawlers als friedfertiges Volk zu spielen führt bloß dazu, dass man revoltierende und damit unproduktive Planeten bekommt)
- ja, es gibt viele Quests,
- die davon abhängen wie man spielt
- die echte Konsequenzen haben
- die auch Ressourcen oder strategische Entscheidungen erfordern und nicht so nebenbei erledigt werden können
Kam man Story nennen. fühlt sich aber mehr wie ein Grafik-Adventure an.
Viel wichtiger ist, dass dies alles Einfluss auf die Entwicklung des Volkes hat und damit für die Globalstrategie relevant ist.
Die Globalstrategie ist dann aber auch der starke Teil von ES2:
Stellaris:
- Bringe eine möglichst große Flotte zu Punkt A und besiege den Gegner in einer Schlacht
MOO4:
- Bevölkere möglichst viele Planeten, sobald Du der dickste Fisch im Teich bist friss alle anderen
ES2:
- Große Imperien kämpfen sehr schnell mit einem Empire Overstretch. Revoltierende Planeten sind unproduktiv. Wenn das Empire zu groß ist kippt es. kann nicht mehr forschen, kann seine Flotten und Helden nicht mehr bezahlen, verliert diplomatischen Einfluss und ist nur mit sich selbst beschäftigt.
- kleine aber effiziente Völker können z.B. schneller forschen, generieren mehr Einfluss und höhere Erträge
- Man kann nicht alles erforschen, dauert zu lang. Hier sind Entscheidungen gefragt. Das bedeutet man kann versuchen die Gegner zu "kaufen", durch diplomatischen Einfluss zu erobern, oder mit Invasionstruppen. Aber man kann nie alles gleichzeitig machen.
- Man sollte nicht alles bauen was geht. Gebäude wirken sich auf die politische Einstellung der Bürger aus. Es gibt Anfangs nix schlimmeres als einen Multi-Kulti Staat wo jeder...
M_Coaster schrieb am
Ich fand den n Teil gelungen. Hat mich irgendwie total gefesselt - was mich gestört hat war das dröge Bevölkern der Planeten. Das hat Stellaris zuletzt viel besser gemacht. Endless Fantasy war dann auch auch sehr gut und dynamisch - eigentlich freue ich mich auf Endless Space 2, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das das Zugpferd "Story" so interessant wird. Automatisierter Bodenkampf sieht nur nach Eyecatcher aus :(
Eisenherz schrieb am
Hoffentlich nicht wieder so optisch steril und kalt wie Teil eins. Das UI war damals ne absolute Atmosphären-Katastrophe! Warum bekommt keiner mehr eine Oberfläche wie im uralten Birth of the Federation hin? Eine für jede Rasse angepasste Oberfläche mit Rasse-spezifischen Farben des UI, des Mauszeigers, andere Musik, Soundeffekte ... ect.
schrieb am

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