Civilization 6 - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Civilization 6 (Strategie) von 2K
Frisches Hexfeldgefühl
Runden-Strategie
Entwickler: Firaxis Games
Publisher: 2K
Release:
24.10.2016
21.10.2016
Spielinfo Bilder Videos

Ab 21. Oktober setzen Rundenstrategen wieder ihre sozialen Kontakte aufs Spiel, wenn sie Civilization 6 starten. Sid Meier hat 1991 eine pittoreske Parallelwelt mit historischem Flair erschaffen, der man sich nach den ersten Klicks zum Wohle der eigenen Zivilisation kaum entziehen kann. Der sechste Teil will die altbekannte Spielmechanik um einige interessante Änderungen bereichern und bietet sowohl Religion als auch Spionage von Beginn an.



Anführer mit Charakter

Endlich tut sich was im gegnerischen Verhalten: In Civilization 6 bleibt es auf der Verhandlungsebene zwar weitgehend beim bekannten Feilschen um Waren, Technologien, Zutritte und Allianzen, aber dafür agieren die Anführer deutlich markanter. Nicht nur, dass sie ihre Späher aktiver auf der Karte einsetzen: Als mein aztekischer Nachbar Montezuma z.B. erfährt, dass ich Seide besitze, wird er plötzlich aggressiv und schickt wenig später seine Adlerkrieger. Warum? Weil Luxusgüter als Ziel auf seiner Agenda stehen. Er respektiert zwar andere Herrscher, die dieselben wertvollen Waren besitzen, aber wenn man etwas hat, was er nicht hat, dann wird er wütend…

Civilization 6 wird zum Start am 21. Oktober acht spielbare Nationen anbieten: Brasilien, Azteken, Franzosen, Amerikaner, Ägypter, Chinesen, Japaner, Engländer.
Civilization 6 wird zum Start am 21. Oktober bisher acht bestätigte Nationen anbieten: Brasilien, Skythen, Franzosen, Amerikaner, Ägypter, Chinesen, Japaner, Engländer. Hinzu kommen Azteken für Vorbesteller sowie 90 Tage später kostenlos für alle.

Schön ist, dass es auf dieser Agenda des außenpolitischen Handelns einen sichtbaren sowie einen geheimen Punkt gibt. Also eine weitere Verhaltensweise, die man erstmal herausfinden muss. Und weil man recht schnell mehrere Nachbarn mit anderen Zielen hat, wirkt die Diplomatie schon in der Frühphase des Spiels deutlich interessanter: Oh, die Chinesen mögen es gar nicht, wenn man Weltwunder vor ihnen baut! Übrigens: Die Errichtung von Pyramiden, Hängenden Gärten & Co wird sehr schön vom Gerüst bis zur Vollendung auf der Karte animiert.

Weiblicher Geheimdienst der Medici

Man beginnt 4000 v.u.Z und kann sich wie gehabt über verschiedene Zeitalter bis in die Moderne entwickeln.
Man beginnt 4000 v.u.Z und kann sich wie gehabt über verschiedene Zeitalter bis in die Moderne entwickeln.

Manches auf der Agenda wird auch erst in späteren Zeitaltern relevant, wie z.B. bei Katharina von Medici: Die französische Anführerin respektiert lediglich Herrscher, die sich ähnlich auf Intrigen und Spionage konzentrieren wie sie. Wer sie spielt, bekommt schon in der Antike exklusiv Nachrichten vom weiblichen Geheimdienst über die anderen Spieler: „Eure Hofdame hat etwas Interessantes herausgefunden: China handelt mit Amerika.“ Zwar wiederholen sich diese Kurznachrichten recht oft, aber man kann dieses System weiter ausbauen. Wie die Spionage genau funktioniert, erläutern wir aber erst im Test.

Apropos Handel und Bauen: Man errichtet keine Straßen mehr manuell über Bautrupps, die sich übrigens nicht mehr automatisieren lassen und manchmal nach einer oder zwei Verbesserung als aufgebrauchte Einheit "verschwinden", sondern automatisch über jene Händler, deren Karawanen man losschickt. Letztere kann man übrigens auch mit Militär eskortieren, damit sie nicht so einfach überfallen werden können. Das sind beides kleine, aber feine Änderungen im Aufbaumanagement, die mir bisher gut gefallen, weil sie den Spielfluss fördern.

Kommentare

Ivan1914 schrieb am
Alter Schwede, da habe sie aber mal wirklich Einen raus gehauen. Habe am Anfang bei den ganzen "News" ja eher höchstens müde gelächelt.
Auch wenn die KI immer noch mit "strunzdumm" wohlwollend beschrieben ist und es jede Menge Probleme mit dem Balancing gibt: Endlich mal frischer, strategischer Wind in der Serie.
Nach nur knapp 20 Stunden und drei Partien im Spiel bin ich natürlich noch nicht durch alle strategischen und vor allem planungstechnischen Möglichkeiten durchgestiegen. Dennoch sagt mir mein Gefühl, dass das in ein paar (also 8+x) Monaten ein wirklich grandioses Civ werden wird. Mit ein paar durchdachten Mods - oder gutem Balancing seitens der Entwickler (yeah, sure) - wird das glaube ich mein modernes Lieblings-Civ.
Nach zwei tollen Tagen und teils grandiosen Partien stößt Civ6 sogar Blood+Wine gerade so von meinem GotY Thron.
Skuder schrieb am
Hallo
Habe auch 1-4 Civ. mit begeisterung gespielt. Auch UFO 1-3, Master of Orion II. Leider ist alle was danach kahm, hat nur eine schöne Grafik, aber die ki kannste vergessen. Bei civ 5 gab es keine abwechsung bei den Gegner, immer gleiche Reaktion. Auf dauer langwielig. Aber schöne Grafik. 4 Stunden gespielt und 50 Euro in den Sand gesetzt.
Will nur noch ein Civ 4, Master of Orion II und UFO 1-3 mit einer besseren Grafik. Das wäre für mich ein kaufgrund. Jedes mal höre ich von neuen spielelementeten, aber die taugen nichts.
Gruss
PlanethanZ schrieb am
Ich hab tausende und abertausende Stunden mit Civ1-4 verbracht, aber Civ5 hat mir die Lust an der Serie ziemlich genommen, obwohl ich am Anfang vom frischeren Ansatz begeistert war. Civ 6 sieht jetzt auch wieder vielversprechend aus (Forschung, große Städte, mehr Charakter für die KI), was ja wie eben erwähnt auch nicht zwangsläufig ein korrekter Eindruck sein muss, aber vielleicht kommt die Lust an der Reihe ja doch zurück.
Sugandhalaya schrieb am
Mit diesem Grafikstil kann ich mich überhaupt nicht anfreunden, das sieht alles so kindisch, niedlich und schwach texturiert aus. Und dazu diese Anführerdesigns. Nein, da sgeht garnicht, das erinnert mehr an Civ Revolution an ein richtiges Civ.
Zudem fehlen mir von Teil zu Teil die kleinen Spielereien, die das Spiel atmosphärisch gemacht haben. Früher gab es Stadtansichten, den eigenen Palast (Thronraum bei Civ2), ausführlichere Statistiken beim Spielende, ein passenderes Interface und schönere Ansichten bei den Bareatern und bei der Forschung (Sid Meier in Tunika bei Civ 1 war genial): Civ hat von mal zu mal mehr an Atmoshphäre eingebüßt und dieses neuen Grafikdesign ändert daran nicht unbedingt etwas.
Anstatt am Design herumzupfuschen, sollte man vielleicht endlich mal etwas für die Glaubwürdigkeit der KI und die Diplomatie tun. Schon seit den ersten Teilen war die KI bei der Diplomatie imme rnur gierig und sobald man selbst mal etwas verlangt hat (was man mangels Möglichkeiten kaum tun konnte), hat die KI gleich gejammert, mit den Säbeln gerasselt oder war für hunderte Runden verstimmt. Ein Diplomatiesystem, das tiefergehend, ausführlicher, nachvollziehbarer und variabler ist, würde der CIV-reihe wesentlich besser tun als diese ganzen Designunfälle.
Ich bleibe vorerst bei Civ 5, auch wenn dort das Diplomatiesystem nach wie vor Murks ist, immerhin stimmt da das Gesamtpaket und s sieht gut aus.
AS Sentinel schrieb am
Ihr seid ja immernoch am diskutieren. Hab heute wieder eine Runde Civ4 beendet, da fiel mir ein weiterer schwerer Kritikpunkt an Civ5 ein, der auch die unfertigkeit unterstreicht.
Civ5 hat keine Endstatistik mit Diagrammen und so Zeug.
Man sieht nur dieses unbefriedigende Fenster, "das Spiel ist aus dem und dem Grund vorbei".
Oder haben sie den mal nachgereicht?
schrieb am

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