Magic: The Gathering Arena - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

 

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Strategie
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Gute Visualisierung mit Fehlern im Detail
Auch die Visualisierung des Spielfeldes ist gut gelungen: Die eigene Handkarten werden am unteren Rand des Bildschirms übersichtlich eingeblendet und auch relevante (weil durch Fähigkeiten interative) Karten, die im Friedhof liegen, werden entsprechend markiert dargestellt. Zudem wurden ausgelöste Fähigkeiten und ihre Bedingungen mit grafischen Elementen und leuchtenden Bögen versehen, sodass man die Ergebnisse bestimmter Effekte deutlich besser nachvollziehen kann als bei Magic the Gathering: Online. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen: klickt man vor der Kampfphase beispielsweise auf eine Kreatur mit einer aktivierbaren Fähigkeit, wird diese ohne Rückfrage ausgelöst – was zu einem sehr ärgerlichen Fehlzug führen kann, der einem in einem engen Match durchaus den Sieg kostet. Zudem verschwinden die Einblendungen von Spontanzaubern und Hexereien übertrieben schnell, sodass man sich oft durch den Friedhof des Gegners klickt um zu verstehen, warum man gerade eine Kreatur verloren hat.  
Cool: Mit manuell platzierbaren Stops in den jeweiligen Phasen des Zuges, die ebenfalls übersichtlich angezeigt werden, können Kampftricks geschickt platziert oder Effekte in der Schlussphase des Kontrahenten ausgelegt werden. Zudem gibt es so die Möglichkeit zu bluffen; etwa indem man das Spiel vor der Angriffsphase des Gegners manuell unterbricht und angestrengt auf seine Karten starrt, obwohl sich dort kein einziger Spontanzauber findet – den Gegner aber, genau wie am Spieltisch, psychisch unter Druck setzt.
Deckbaukasten mit kleinen Schwächen
Auch der ansehnliche Deckbaukasten, mit dem man sich nach Lust und Laune seine Karten in 60-Karten-Decks zusammenstellen kann, hat gerade in der Bedienung noch leichte Schwächen, auch wenn diese im Vergleich zur geschlossenen Beta bereits reduziert wurden. Viele der Einblendungen sind zu groß und man braucht zu viele Klicks, um durch die eigene Sammlung auf der linken Bildschirmseite zu scrollen. Vieles wirkt für eine PC-Anwendung etwas  sehr auf  Touch-Bedienung getrimmt, denn immerhin fußt Arena auf der Unity-Engine und ist damit perfekt für die Umsetzung auf mobile Plattformen geeignet – und nur so könnte man dem hauptsächlich mobil gespielten Hearthstone wohl überhaupt die Stirn bieten.
MTG: Arena verfolgt ein klassisches Free-to-play-Modell. Wie üblich ersteht man Ingame-Währung über den Shop, mit der man sich Boosterpacks kauft, um die Sammlung um neue Karten zu erweitern. Ein gängiges Prinzip für ein Sammelkartenspiel – immerhin ist der Magic-Booster so etwas wie die Mutter aller Videospiel-Beutekisten. Zudem können mit über Siege eingeheimster Spielwährung ebenfalls Packs gekauft werden, die allerdings in ihrer virtuellen Form nur acht anstatt 15 Karten beinhalten. Die Gewinnausschüttung der normalen Matches wirkt zunächst fair, zumal man bei jedem Sieg zusätzlich eine zufällige Einzelkarte oder etwas Ingame-Währung einsackt und alle fünf Siege ein Pack der aktuellen Edition ausgehändigt bekommt. Dennoch ist hier aller Anfang hier schwer, zumal die Matches  im standardmäßig ausgewählten „Arena“-Spielmodus der Freien bzw. Ranglistenspiele nicht im üblichen Best-of-Three Modus gespielt werden. Hier ist jedes Spiel eine einmalige Angelegenheit. Der Einsatz des Sideboards und damit auch der Einsatz neuer Taktiken gegen den jetzt bekannten Gegner ist somit nicht möglich – auch wenn ebenfalls „klassische“ Spielmodi zur Verfügung stehen.
Gute Visualisierung mit Fehlern im Detail

Auch die Visualisierung des Spielfeldes ist gut gelungen: Die eigene Handkarten werden am unteren Rand des Bildschirms übersichtlich eingeblendet und auch relevante (da durch Fähigkeiten interaktive) Karten, die im Friedhof liegen, werden entsprechend markiert dargestellt. Zudem wurden ausgelöste Fähigkeiten und ihre Bedingungen mit grafischen Elementen und leuchtenden Bögen versehen, sodass man die Ergebnisse bestimmter Effekte deutlich besser nachvollziehen kann als bei Magic: the Gathering Online. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen: klickt man vor der Kampfphase beispielsweise auf eine Kreatur mit einer aktivierbaren Fähigkeit, wird diese ohne Rückfrage ausgelöst – was zu einem sehr ärgerlichen Fehlzug führen kann, der einem in einem engen Match durchaus den Sieg kostet. Zudem verschwinden die Einblendungen von Spontanzaubern und Hexereien übertrieben schnell, sodass man sich oft durch den Friedhof des Gegners klickt um zu verstehen, warum man gerade eine Kreatur verloren hat. 

Cool: Mit manuell platzierbaren Stops in den jeweiligen Phasen des Zuges, die ebenfalls übersichtlich angezeigt werden, können Kampftricks geschickt platziert oder Effekte in der Schlussphase des Kontrahenten ausgelegt werden. Zudem gibt es so die Möglichkeit zu bluffen; etwa indem man das Spiel vor der Angriffsphase des Gegners manuell unterbricht und angestrengt auf seine Karten starrt, obwohl sich dort kein einziger Spontanzauber findet – den Gegner aber, genau wie am Spieltisch, psychisch unter Druck setzt.

Deckbaukasten mit kleinen Schwächen

Spielen, Sammlung erweitern, Deck bauen, spielen: der altbewährte Magic-Zyklus greift auch bei Arena.
Spielen, Sammlung erweitern, Deck bauen, spielen: der altbewährte Magic-Zyklus greift auch bei Arena.
Auch der ansehnliche Deckbaukasten, mit dem man sich nach Lust und Laune seine Karten in 60-Karten-Decks zusammenstellen kann, hat gerade in der Bedienung noch leichte Schwächen, auch wenn diese im Vergleich zur geschlossenen Beta bereits reduziert wurden. Viele der Einblendungen sind zu groß und man braucht zu viele Klicks, um durch die eigene Sammlung auf der linken Bildschirmseite zu scrollen. Vieles wirkt für eine PC-Anwendung etwas  sehr auf  Touch-Bedienung getrimmt, denn immerhin fußt Arena auf der Unity-Engine und ist damit perfekt für die Umsetzung auf mobile Plattformen geeignet – und nur so könnte man dem hauptsächlich mobil gespielten Hearthstone wohl überhaupt die Stirn bieten.

MtG: Arena verfolgt ein klassisches Free-to-play-Modell. Wie üblich ersteht man Ingame-Währung über den Shop, mit der man sich Boosterpacks kauft, um die Sammlung um neue Karten zu erweitern. Ein gängiges Prinzip für ein Sammelkartenspiel – immerhin ist der Magic-Booster so etwas wie die Mutter aller Videospiel-Beutekisten. Zudem können mit über Siege eingeheimster Spielwährung ebenfalls Packs gekauft werden, die allerdings in ihrer virtuellen Form nur acht anstatt 15 Karten beinhalten. Die Gewinnausschüttung der normalen Matches wirkt zunächst fair, zumal man bei jedem Sieg zusätzlich eine zufällige Einzelkarte oder etwas Ingame-Währung einsackt und alle fünf Siege ein Pack der aktuellen Edition ausgehändigt bekommt. Dennoch ist hier aller Anfang hier schwer, zumal die Matches  im standardmäßig ausgewählten „Arena“-Spielmodus der Freien bzw. Ranglistenspiele nicht im üblichen Best-of-Three Modus gespielt werden. Hier ist jedes Spiel eine einmalige Angelegenheit. Der Einsatz des Sideboards und damit auch der Einsatz neuer Taktiken gegen den jetzt bekannten Gegner ist somit nicht möglich – auch wenn ebenfalls „klassische“ Spielmodi mit maximal drei Spielen pro Partie zur Verfügung stehen.

Kostenpflichtige Sealed-Events

Events wie Sealed oder der klassische Draft bei dem jeder Spieler drei Booster öffnet, eine einzelne Karte zieht und das Pack weitergibt, bis alle Karten um den Tisch herum verteilt  sind, kosten nämlich, ebenfalls wie in der Realität, Eintritt. Ähnlich wie beim gescholtenen Dota-Kartenspiel Artifact von Valve schlagen diese mit bis zu 2000 Edelsteinen zu Buche, was rund 15-20¤ entspricht. Das ist zwar auch der Preis von Prerelease-Veranstaltungen in Spieleläden in der echten Welt, kann aber für Online-Matches schnell abschreckend wirken. Und genau dieses Modell brach Artifact letztlich auch beinahe das Genick –das könnte auch Arena drohen, obwohl Magic-Spieler das Invest in ihr Hobby eher gewohnt sind.

Teurer Spaß: Bei der Preisgestaltung orientiert man sich etwas zu sehr am Papp-Original.
Teurer Spaß: Bei der Preisgestaltung orientiert man sich etwas zu sehr am Papp-Original.
Es winken zusätzlich zu den erstandenen Event-Boostern zwar auch Preise in Form von Packs und Edelsteinen, dennoch ist die Hürde für Neu-Spieler relativ hoch, zumal man meist vier oder fünf von sieben Spielen gewinnen muss, um ohne „Verlust“ auf dem Edelstein-Konto aus dem Event zu gehen. Immerhin: Hat man an einem realen Prerelease teilgenommen, erhält man über Codes sogenannte Tickets, mit denen man einmalig „gratis“ an einem Online-Turnier teilnehmen kann.  Eventuell sollte hier dennoch über einen „Gratis-Draft“ nachgedacht bzw. die Preise etwas gesenkt werden.  Cool: Kauft man ein physisches Produkt wie z.B. Planeswalker-Decks, können die Karten der eigenen Sammlung bei Arena ebenfalls über einen beigelegten Code hinzugefügt werden. Einzig Booster-Packungen sind davon ausgenommen, hier gibt es nur generelle Codes, mit denen jeder Account drei Packs einer Edition freischalten kann.

Zudem gibt es saisonale Ränge, über die im jeweiligen weitere Booster bzw. Gold-Belohnungen errungen werden können. Außerdem gibt es endlich auch Direkt-Herausforderungen, die allerdings nur mit Kenntnis des Spielernamens ausgesprochen werden können. Hat man sich das Alias eines Kontrahenten nicht gemerkt, gibt es keine Möglichkeit die Gegner der letzten paar Matches erneut herauszufordern. 
 

AUSBLICK



Magic: the Gathering Arena ist eine gelungene Umsetzung des Sammelkarten-Urgesteins! Während die anspruchsvolle und taktische Spielmechanik präzise auf den Bildschirm übertragen wurde, glänzt die Kulisse mit übersichtlicher Darstellung, coolen Effekten und schönen Illustrationen. Auch der Deck-Editor und die Wildcard-Lösung für Duplikate können überzeugen. Einzig die Betonung der Arena-Modi mit ihren Einzelspielen und die Reduzierung der üblichen Best-of-Three-Matches auf die zweite Reihe in nur drei Spielmodi enttäuscht. Zudem ist die Preisgestaltung  des Free-to-play-Titels etwas zu sehr der grenzwertigen Wizards-of-the-Coast-Preispolitik in der Realität angepasst. So könnten die Startkarten stärker, die Booster günstiger und einzelne Draft-Events gratis sein, um neue Spieler nicht mit (für Veteranen aus der Realität bekannte) Kosten für Drafts und Sealed-Events abzuschrecken. Zudem fehlen derzeit noch Formate wie Commander, Brawl oder Pauper. Und die Direkt-Herausforderung bietet nur rudimentäre Duell-Möglichkeiten. Zudem ist unklar, was bei der „Rotation“ im Herbst mit der eigenen Sammlung passiert. Doch trotz all dieser Probleme besticht Arena mit seiner präzisen Inszenierung der tiefgründingen und motivierenden Spielmechanik von Magic: The Gathering, die das Sammelkartenspiel auch 26 Jahre nach Release zu einer Macht am Spieltisch macht.

Kommentare

Caparino schrieb am
Gibt es ein 2vs2 Modus?
Habe mit Kumpels damals immer Monofarben im 2vs2 gespielt mit ein paar Hausregeln.
Kartendesign und Flufftexte gehörten für mich dazu.
Aber als wir mal eine lange Pause eingelegt hatten und ein paar neue Booster gekauft haben wurde man vom "Powercreep" erschlagen. War mein Sierra Engel mal Gold wurde er später auf Silber abgewertet etc. ...
Glaube nicht das MTG gut gealtert ist.
PickleRick schrieb am
Danke, mindfaQ, da werfe ich mal einen Blick drauf. Vieles von dem, was Du erwähnt hast, war mir nicht klar.
mindfaQ schrieb am
PickleRick hat geschrieben: ?
05.02.2019 10:03
An Artifact schreckt mich ab, dass es nichts umsonst gibt und ich ungern in virtuelle Güter investiere. Kann man da ohne zu Bezahlen mal reinschnuppern und wie viel muss man so im Schnitt pro Monat investieren, um ohne allzu großen Anspruch an kompetitives Gewinnen Spaß zu haben?
Draft: gibt es kostenlos sowie mit Eintrittsgeld. Vielleicht nehmen die Leute, die die kostenlose Variante spielen es nicht ganz so ernst, aber üblicherweise sind auch beim Gratismodus die Spiele gut. Das ist der Modus, welchen ich am meisten gespielt habe.
Constructed: aktuell meines Erachtens noch nicht attraktiv, weil das Meta nicht sehr variantenreich ist (meine Meinung). Durch den Initialkauf und einiges an Aufleveln bekommt man eine Basis an Karten, müsste für ein wettbewerbsfähiges Deck aber schon noch etwas einkaufen. Die komplette Kollektion kostet aktuell 78 USD, die teuerste Karte ist Axe für 3,42 Euro, die meisten Karten liegen unter einem Euro.
Kostenlos gibt es aktuell ein Preconstructed-Format, wo man ein vorgefertigtes Deck wählen kann und gegen andere Spieler, die den gleichen Modus spielen, gegen die vorgefertigten Decks antritt und versucht seine Siegesserie zu verbessern.
Dann gibt es noch offene Turniere Free-for-All, denen man beitreten kann und bei denen man Chaos Blitz Modus spielt. Bei jedem Match bekommen die Spieler ein zufälliges zweifarbiges Deck zugewiesen. Ist ganz witzig, nur aktuell etwas umständlich, da man den Turnieren beitreten muss. Wäre gut, wenn es das als Matchmaking-Option gäbe, aber aktuell ist leider die Spielerzahl so gering, dass man damit das Matchmaking nur ausbremsen würde.
Die...
Everything Burrito schrieb am
ab und an starte ich magic, bis mich das manasystem nach 2 runden schon ankotzt, entweder kommt ein land nach dem anderen oder garnichts.
hearthstone ist eine balancing clownfiesta.
AS Sentinel schrieb am
bin echt überrascht wieviele karten & gold man doch gratis kriegt. einzig die preise für die draftmodi sind meiner meinung nach zu hoch angesetzt. weiss aber auch noch nicht, was es da zu gewinnen gibt.
schrieb am