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Strategie
Entwickler: GSC Game World
Publisher: Ubisoft
Release:
02.12.2004
Spielinfo Bilder Videos
Wer etwas für antike Massenschlachten übrig hat, freut sich sicher schon auf den neuen Alexander-Film von Oliver Stone, der am 23. Dezember endlich in die deutschen Kinos kommt. Zeitgleich wird auch ein gleichnamiges Strategiespiel bei Ubisoft erscheinen, mit dem ihr die Feldzüge des makedonischen Königs am heimischen Rechner nachspielen könnt. Ob das auch ein Schlacht-Fest wird?

Ein antiker Promi

Hauptdarsteller Colin Farrell spiele Alexander den Großen wie einen Popstar, heißt es. Ganz falsch ist diese Darstellung wohl nicht, löste doch der berühmte Makedonier bei ihm gewogenen Zeitgenossen fast ebensolche Begeisterungsstürme aus wie in der Gegenwart Madonna oder Robbie Williams.
Idyllische 2D-Stadtansicht im antiken Griechenland, wo Alexanders Feldzug beginnt.
Alexander verkörpert heute noch den antiken Prototypen des jugendlichen Helden, der mit seinen Gefährten loszog, um ein großes Abenteuer zu erleben. Von Kleinasien über Ägypten und Persien bis ins ferne Indien trieb ihn sein unstillbarer Drang, ständig neue Eroberungen zu machen.

Das kurze Leben Alexanders, das 323 v.Chr. in Babylon jäh endete, böte daher eigentlich genügend Stoff für ein Dutzend Spiele verschiedener Genres. Leider haben sich die Cossacks-Macher von GSC Game World für ihr Echtzeit-Strategiespiel allem Anschein nach wenig Neues einfallen lassen - sie setzen spielerisch auf Altbekanntes. Die griechische Kampagne beginnt im heimischen Mazedonien, wo der Königssohn nach Aufständen die Ordnung wieder herstellen muss. Daneben werdet ihr auch Perser, Ägypter und Inder spielen können, wobei ihr auch den Part von Perserkönig Darius übernehmen könnt.

Einfallsloses Spielprinzip

Das Gameplay entspricht dem, was man schon von anderen Echtzeit-Strategiespielen kennt. Um an eine ansehnliche Armee zu gelangen, zu der auch Reiter, Elefanten und Kampfwagen zählen können, müsst ihr eine Siedlung errichten, die aus 120 Gebäuden bestehen kann. Vier Standartrohstoffe gibt es: Eure Arbeiter bauen etwa Felder, auf denen Nahrungsmittel geerntet werden. Von Bedeutung sind militärische Bauten, denn werden sie vom Feind zerstört, erobert er die ganze Stadt. Das ist in den Missionen wichtig, bei denen es um das Einnehmen von Orten geht und die ihr auch mit einer vorgegebenen Streitmacht angeht.

Aus der Nähe betrachtet sieht das kriegerische Geschehen unscharf aus.
Nicht gerade für mehr Übersicht sorgen die 8000 Einheiten, die gleichzeitig über den engen Bildschirmausschnitt wuseln. Glücklicherweise lassen sich die automatisch produzierten Soldaten wenigstens umständlich zu Einheiten in drei Größen zusammenfassen. Mit Hilfe der Einstellungen aggressiv, normal oder defensiv werdet ihr deren Verhalten auf dem Schlachtfeld bestimmen können. Zwar marschieren sie in Reih und Glied, dennoch wird es keine Formationen wie Keil, Reihe oder Linie geben, die Auswirkungen auf die Kampfkraft haben. Schade, denn gerade die makedonische Phalanx mit der langen Lanze war für ihre Disziplin berühmt.

Antike Präsentation

Sehr schön sieht das Drumherum aus wie z.B. die Menüs, die bei Alexander im griechischen Stil gehalten sind. Leider gilt das nicht für die farbenfrohe 2D-Spielgrafik selbst: Zwar geben sich die Macher alle Mühe, die Städte und Landschaften mit Tiefenschärfe rüberzubringen. Leider wirken die Bilder aber oft unscharf und wenig zeitgemäß. Es hat aber auch sein Gutes, dass es sich um lizenziertes Anhängsel zum Film handelt, so wird es immer wieder Ausschnitte aus dem neuen Kinofilm geben. Und die hymnische Musik stammt von Vangelis (1492: Die Eroberung des Paradieses), der auch den Soundtrack zum Kinostreifen beisteuert.
    
 

AUSBLICK



Leider ist davon auszugehen, dass Alexander von Ubisoft und GSC Game World nur ein weiteres Echtzeit-Strategiespiel von vielen wird. Das Gameplay ist ziemlich einfallslos geraten, so dass sich das 2D-Spiel noch am ehesten mit dem durchwachsenen Punic Wars vergleichen lässt. Alle Hobby-Generäle sollten daher bloß kein zweites Rome erwarten. Hinzu kommt, dass Spielumsetzungen großer Filme fast schon traditionsgemäß in die Hose gehen. Bleibt also zu hoffen, dass wenigstens die Aufmachung mit den originalen Filmausschnitten überzeugen kann.


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