Galactic Civilizations 2: Dread Lords - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Das römische Reich brauchte ebenso wie das mongolische Jahrhunderte, bis es sich mächtig entfalten konnte. Da ist es kein Wunder, dass sich auch ein interstellares Imperium der Zukunft nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln lässt. Ob ihr eins schmieden könnt, werdet ihr in Galactic Civilizations 2 unter Beweis stellen können, das Anfang März bei Deep Silver erscheinen soll. Ein würdiger Nachfolger?

Sonnensystem im Handstreich

Nehmt ihr die wissbegierigen Erdlinge, beginnt ihr ganz bescheiden mit einem Heimatplaneten. Neben den Menschen könnt ihr dieses Mal noch neun andere Alienvölker spielen, die der Fairness halber ähnlich anfangen. Je nach Einstellung befindet sich in der Galaxie meist ein erdähnlicher Planet in der Nähe, den ihr schnell kolonisieren könnt.
Eure kleine Welt wächst und gedeiht, bis ihr an Grenzen stoßt. Diese gilt es nun auszudehnen - koste es, was es wolle! 
Wer sein Raumdock gleich noch ein Kolonieschiff produzieren lässt, kann auch noch den Mars einheimsen, der aber nur Stufe vier auf der Skala der Bewohnbarkeit erreicht. Zum Vergleich: Die Erde besitzt die zehnte Stufe.

Monde werden zwar angezeigt, sind aber nicht kolonisierbar, weshalb dann erst mal Schluss mit der Expansion ist. Ihr müsst euch um den Ausbau eures Minireiches kümmern und erst mit mehr Wissen rund ums Terraforming werden unwirtliche Gebiete bewohnbar. Trotzdem soll sich jede Partie anders spielen, da die Karten zufallsgeneriert werden. Wahlweise könnt ihr auch eigene Karten und sogar Völker entwerfen.

Größenwahn erwünscht

Euer Imperium ist zunächst noch winzig, die Verheißungen sind jedoch gewaltig. Natürlich soll euer Reich das größte, modernste und reichste im ganzen Universum werden, wofür ihr Runde für Runde die Bereiche Produktion, Forschung, Handel, Politik, Diplomatie und Militär kontrolliert. Irgendwann treffen eure Spähschiffe auf fremde Völker, die euch nicht immer freundlich gesinnt sind. Um die Drohungen der brutalen Drengin zu verstehen, müsst ihr allerdings erst einmal den Babelfisch erfinden, der euch alles übersetzt.

Knallharte Eroberung ist nicht der einzige Weg, der zum Sieg führt: Ihr könnt auch über Einfluss, Diplomatie und Forschung zum Erfolg kommen. Ein mächtiges Mittel ist auch die Ausdehnung der Einflusssphäre, da ihr so Grenzplaneten unter eure Fuchtel bringen könnt. Trotz aller Komplexität, die die Verwaltung fast aller Lebensbereiche nach sich ziehen wird, erweist sich die Bedienung als sehr eingängig. Ein Multiplayer wird jedoch wie beim Vorgänger fehlen.

Wissen ist Macht

Was wollt ihr als nächstes erfinden? Ihr müsst nicht alles erforschen, da der Technologiebaum Spezialisierung zulässt.  
Wie bei der Civilization-Reihe müsst ihr eine Sache erst erfinden, um sie nutzen zu können: Wenn ihr z.B. Handelschiffe losschicken möchtet, müsst ihr erst einmal den interstellaren Handel erforschen. Der Technologiebaum wird von der Kommunikation über moderne Produktionsformen und Raumschiffantriebe bis zur futuristischen Waffentechnik reichen. Was ihr erforscht, bleibt euch überlassen, da eure Zivilisation nicht alles wissen muss, um Erfolg zu haben. Es gibt etwa leistungsfähigere Laser, die ihr aber nicht braucht, wenn ihr lieber auf Raketen setzen wollt. Am besten spezialisiert ihr euch, um mit den anderen Völkern Technologien zu tauschen. Manche Erfindungen sind aber wiederum so bahnbrechend, da sie andere erst möglich machen: Der Bereich Xeno-Technologie etwa, der Xeno-Fabrikation, Xeno-Forschung, Xeno-Wirtschaft oder fortgeschrittene Computer freischaltet.

Schmucklose Gefechte

Immerhin bieten die Raumschlachten ein paar mehr Möglichkeiten als beim Vorgänger - auch wenn die Schiffe wieder automatisch aufeinander losgehen werden. Außerdem dürft ihr die auf Wunsch auch selbst entworfene Schiffe zu Flotten zusammenfassen, die das Feuer mehrerer Schiffe gegen einen Gegner bündeln können. Grafisch sind die Kämpfe jedoch nicht der Rede wert; wer die magere Kulisse mit Star Wars: Empire at War  vergleicht, bemerkt schnell den himmelweiten Unterschied. Auch die grobe 3D-Darstellung des Universums verheißt wenig Aufregung, bestenfalls könnte man sie als unaufgeregten Gegenpol zur Hektik anderer Spiele sehen. Immerhin lässt sie sich frei drehen und zoomen, was wiederum zur Übersicht beiträgt. Auch die praktische Minikarte sorgt dafür, dass ihr euch in all den Sternenhaufen nicht verliert. Kleine Filmchen, die z.B. das Entstehen eurer Kolonie zeigen, werden das Spielgeschehen angenehm auflockern.            
 

AUSBLICK



Galactic Civilization 2 ruft sofort das alte Gefühl hervor, das rundenbasierte Spiele dieser Art wie Civ, Master of Orion oder der Vorgänger stets verursachen: Man will alles auf einmal - die Galaxie erkunden, Welten kolonisieren und Zukunftstechnologien erforschen. Das typische "Nur noch die eine Aktion, dann mache ich Schluss!"-Denken greift um sich und lässt die Stunden wie im Raumflug verrinnen. Hat eurer kümmerlichen Rasse schließlich irgendein aggressiver Nachbar den Garaus gemacht, müsst ihr es sogleich neu probieren, um dann alles anders zu machen. Dieses Mal besser aufs Militär achten und Schlachtkreuzer im Akkord produzieren oder doch lieber die Diplomatie pflegen und Bündnisse schließen? All das wird in eurer Hand liegen und das ist es, was diese komplexen Strategiespiele so spannend macht. Über die altmodische Grafik werdet ihr allerdings hinwegsehen müssen.Ersteindruck: gut


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