Brothers in Arms: Earned in Blood - Vorschau, Shooter, PC, Xbox - 4Players.de

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Ego-Shooter
Entwickler: Gearbox Software
Publisher: Ubisoft
Release:
kein Termin
16.04.2010
26.10.2005
06.10.2005
Spielinfo Bilder Videos
Brothers in Arms: Road to Hill 30 war Anfang des Jahres unter all den ausufernd vielen WW2-Shootern endlich etwas Besonderes: Ein Spiel, bei dem tatsächlich das Team und nicht nur der Spieler selbst im Mittelpunkt des Geschehens stand. Kurz nach der Veröffentlichung wurden bereits die Arbeiten am Nachfolger bestätigt, der bereits im Oktober erscheinen soll –wir haben eine fast fertige Version ausführlich probegespielt!

Wir waren Helden

Matt Baker ist Geschichte, Joe Hartsock ist jetzt der Held: »Red« spielte im Vorgänger nur eine Nebenrolle, in Earned in Blood wird der schüchterne junge Amerikaner zum Sergeant befördert und bekommt seinen eigenen Trupp. Das Spiel wird komplett aus seiner Sicht als eine Ansammlung von Rückblenden gezeigt – beginnend am 6. Juni, endend am 22. Juni 1944, dem Tag seiner Erzählung. Es fängt alles mit eurem überstürzten Absprung an, an dessen Ende ihr hilflos in einem Baum zappelt und in den kalten Gewehrlauf eines deutschen Soldaten blickt. Kurz bevor er eurem irdischen Dasein ein Ende bereiten kann, wird er von einem eurer

Ihr müsst eure Truppen klug postieren - Einzelkämpfer haben keine Chance.
Kameraden erwischt, woraufhin euch ein kurzes Tutorial wieder mit den Besonderheiten der Steuerung vertraut macht. Denn im Gegensatz zu den Medal of Honors oder Call of Dutys dieser Welt seid ihr an dieser Front nicht nur für euch, sondern auch für eure Mitsoldaten zuständig. Per einfachem Rechtsklick in die Landschaft schickt ihr eure Mannen in die Gegend, lasst sie Flankenpositionen einnehmen oder die Gegner unter Beschuss nehmen. Stumpfes Ballern führt hier nicht nur zu akutem Munitionsmangel, sondern auch zu einem verfrühten Exitus, langsames Vorgehen in Verbindung mit taktisch kluger Verteilung eurer Männer sichert euch den Sieg. Insofern hat auch Earned in Blood mehr mit einem Strategiespiel als mit einem Ego-Shooter zu tun – obwohl euer Ballerfinger natürlich nach wie vor gut belastet wird.

Earned in Blood ist weder Add-On noch zweiter Teil – eine Art Mischwesen, wie seinerzeit z.B. Serious Sam: Second Encounter. Das bedeutet in erster Linie, dass sich technisch kaum etwas verändert hat, was allerdings angesichts der grafischen Qualität des Programms keine schlechte Nachricht ist: Ihr lauft durch bemerkenswert schöne Landschaften, durchquert zu jeder Tages- und Nachtzeit saftig grüne Wälder und Wiesen, zerbombte Städte oder von Feinden wimmelnde Dörfer. Realistische Wettereffekte, massig gescriptete Aktionen und dezente Gewalteffekte, die niemals in den Gore-Bereich abdriften, vermitteln ein bedrückend glaubwürdiges Gefühl, welches nur durch die schwachen Texturen,

Das Figurendesign ist Gearbox sehr gut gelungen - man sieht euren Kameraden deutlich ihre Stimmung an.
speziell an Häusern oder Brücken, die teilweise aus sehr einfachen Kacheln aufgebaut sind, etwas geschwächt wird. Jedoch stechen die hervorragenden Gesichtsanimationen und die coolen Effekte deutlich aus der Masse hervor – bekommt man z.B. mit dem Gewehrkolben eine gewischt, sieht man für einige Zeit nur noch grau in grau verwischt.

Kontrolle ist alles

Der Story-Modus führt euch 16 Missionen lang durch die Hölle des Krieges: Ihr müsst u.a. aus einer deutschen Kirche Verbandszeug und Blut für verwundete Kameraden besorgen, ein Chateau sichern oder einen Bahnhof einnehmen, der unter heftigem deutschem Mörserbeschuss liegt. Vier Schwierigkeitsgrade (den schwersten »Authentic« muss man erst freispielen) wirken sich dabei nicht nur auf die Gegnerstärke, sondern auch auf den taktischen Spielanteil aus: Auf dem einfachsten Level ist Earned in Blood noch am ehesten ein Ego-Shooter, in dem die Gegner kaum sinnvoll gehen und sich einfach unter Kontrolle halten lassen. Mit jeder Stufe darüber leisten sie immer besseren Widerstand, was sich besonders darin äußert, dass sie neuerdings versuchen, eure Mannen durch geschicktes Flankieren in die Mangel zu nehmen – ein Manöver, das sie vorher nicht drauf hatten. Eure Aufgabe ist es daher, eure Truppen, unterteilt in Fire- und Assault-Teams, sinnvoll in Deckung zu schicken und so die Widersacher nach und nach auszuräuchern. Falls euch mal die

Ihr könnt eure Jungs mit einfachen Anweisungen in die Landschaft schicken.
Übersicht fehlt, könnt ihr auf Knopfdruck in eine taktische Sicht schwenken, in der ihr das Schlachtfeld aus einer schrägen Perspektive zu sehen bekommt, in der bereits entdeckte Feinde erkennbar sind, während die Action pausiert wird – perfekt, um das weitere Vorgehen zu planen. Ein nettes Feature ist auch das Autosave-System: An kritischen Punkten wird automatisch gespeichert, wobei euch das Programm nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen anbietet, euer Team vollständig geheilt zu laden - mit dem Spruch »Krieg ist nicht fair, aber ein Spiel sollte es sein«.

Der Skirmish-Modus bietet euch neben der Story einige Möglichkeiten, euer spielerisches Geschick zu verfeinern – entweder allein mit und gegen die KI oder im LAN bzw. Internet. Im »Objective«-Spielmodus hat jede Team eine Mission zu erfüllen, im »Timed Assault« nur eine bestimmte Zeit dafür. Am witzigsten ist die »Defense«-Variante: Hier müsst ihr immer neue und immer stärkere Gegner-Wellen so lange wie möglich abwehren – gerade hier ist clevere Team-Positionierung das A und O. Ihr dürft sowohl auf amerikanischer als auch deutscher Seite spielen, das Verhalten der KI ist detailliert einstellbar.

         
 

AUSBLICK



Bedrückend schön: Earned in Blood verbreitet von Anfang an dieselbe tragische Stimmung wie das Hauptprogramm – das liegt nicht nur an der tollen Grafik, sondern auch an dem super Sound, der flankiert von leiser Streicher-Musik und jeder Menge authentischer Sprachausgabe (Flüche, Schreie, interessante Dialoge) einen beeindruckenden Akustik-Teppich webt. Shooter-Freunde werden hier wie gehabt kaum glücklich werden, BiA ist nun mal eher ein gemütliches, taktiklastiges Spiel, in dem der direkte Weg kaum zum Erfolg führt. Wenn ihr aber am Ballern genauso viel Freude wie am Planen einer Mission habt, dann dürfte Earned in Blood genau euer Spiel werden.


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