Star Trek Online (Rollenspiel) von Namco Bandai Partners und Atari
Star Trek Online
Star Trek Online
Online-Rollenspiel
Entwickler: Cryptic Studios
Publisher: Namco Bandai Partners und Atari
Release:
02.02.2010
Spielinfo Bilder Videos
2005 startete Perpetual Entertainment die Entwicklung von Star Trek Online, doch das Studio schaffte es nicht, das Projekt zu Ende zu bringen. So landete die mächtige Lizenz im Jahr 2008 bei den Cryptic Studios, die mit City of Heroes und Champions Online schon Online-Erfahrung haben - ursprüngliche Ideen und Gerüste von Perpetual wurden scheinbar nicht übernommen. Aber ob zwei Jahre Entwicklungszeit für ein Onlinespiel solcher Größenordnung reichen, das kann und darf bezweifelt werden und das spiegelt die letzte Beta-Fassung wider, die dem Release-Client sehr nahe kommen dürfte...

Kommt Zeit, kommt Patch!

Video: Die Vigilant-Klasse: 50 Crewmitglieder; 4 Front- und 2 Heckwaffenplätze; 4 Brückenstationen.
 Anfang Dezember konnten wir einen ersten Blick auf Star Trek Online (STO) werfen und stürzten uns in überraschend gelungene, taktisch angehauchte und vergleichsweise langsame Weltraum-Schlachten, während die Außenteameinsätze sowohl Kontrolle als auch Spannung vermissen ließen (zur Vorschau). Seit Mitte Dezember konnten wir in die geschlossene Beta reinschauen und mit der Zeit kam die Ernüchterung: STO wirkte für eine Februar-Veröffentlichung viel zu unfertig und so gut wie alles ist instanziert! Es kommt kaum das Gefühl auf, mit Hunderten von Leuten unterwegs zu sein, es fehlt an (menschlichem) Leben in den Sektoren - mehr als 40 Spieler in einem Sektorblock habe ich nicht gesehen, dafür Dutzende von Instanzen desselben Areals, in denen jeweils 30 bis 40 Spieler unterwegs waren. Gleichermaßen will sich der Eindruck eines zusammenhängenden Universums dank vieler Ladepause nicht einstellen. Für weiteres Kopfschütteln sorgten Server- sowie Engine-Performance, von den zahllosen Bugs und nicht funktionierenden Missionen will ich gar nicht anfangen. Star Trek Online wirkte Mitte Januar furchtbar unfertig und der Februar-Releasetermin war in meinen Augen ein Wunschtraum (zum Beta-News-Report).
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In der letzten Beta-Woche hat Cryptic gewaltig nachgelegt und rund vier GigaByte an Patches aufgespielt. Ein Großteil der technischen Probleme wurde aus der Welt geschafft (STO läuft recht stabil, sofern die Server mitspielen), die häufigen Ladepausen verkürzt und endlos viele Fehler behoben - ganz nebenbei wurde radikal an der Balance geschraubt. Nachfolgend der Eindruck eines taktischen "Lieutenant Commander" der Förderation 
Die U.S.S. Oberon untersucht gerade einige Anomalien... (Beta-Screenshot)
 nach rund 15 Stunden Spielzeit, basierend auf dem letzten Stand der Open Beta, bevor die Testphase mit einem Riesenangriff der Borg endete...

Unterwegs im Weltraum

Wie es sich bei der ersten Vorschau angedeutet hat, sind die Weltraumkämpfe das Highlight - sobald man sich mit der Steuerung angefreundet und die Tatsache akzeptiert hat, dass keine Loopings möglich sind - bei einem bestimmten Steig- oder Sink-Winkel ist Schluss. Obwohl die Schlachten prinzipiell nach dem Muster "Schild runterschießen und Rumpf durchlöchern" ablaufen, sind die Gefechte der dicken und trägen Raumschiffe durch den 3D-Raum, die Fertigkeiten des Kapitäns und der Brückenoffiziere, die Subsystem-Energieverteilung und die unterschiedlichen Fähigkeiten/Kombinationen der Gegner sehr kurzweilig - gerade minutenlange Duelle oder Hetzjagden mit Schlachtschiffen sind reizvoll. Gegner-Fertigkeiten wie "Plasmanebel", Minen, Abfangjäger, Quantentorpedos oder kleine Flugkörper, die sich an den Antrieb hängen und Energie abzapfen, beleben die Gefechte und machen sie interessant. Hoffentlich bieten die späteren Gefechte ähnliche Ideen und Herausforderungen.

Kommentare

  • what ? man kann das Schiff garnicht erkunden ? Dachte man kann auf seinem Schiff rum rennen usw
  • Diese "neueren" Spiele im ST-Universum wirken mir einfach viel zu arcademäßig! Wenn ich Captain eines Raumschiffs bin, dann will ich "mein" Schiff sehen - und zwar nicht nur, wie an einem 80er-Spielautomaten von achtern, sondern von innen! Ich will es erkunden, mit der Mannschaft  [...] Diese "neueren" Spiele im ST-Universum wirken mir einfach viel zu arcademäßig! Wenn ich Captain eines Raumschiffs bin, dann will ich "mein" Schiff sehen - und zwar nicht nur, wie an einem 80er-Spielautomaten von achtern, sondern von innen! Ich will es erkunden, mit der Mannschaft an Bord interagieren und von der Brücke aus befehligen können! Ich will die Gerätschaften an Bord benutzen und das Kribbeln im Bauch hautnah erleben können, wenn es heißt: Roter Alarm! Bridge Commander war ein netter Ansatz, der aber leider nie konsequent ausgebaut wurde und nur vage angedeutet hat, was in diese Richtung möglich wäre... Fazit: Für mich völlig uninteressant! Dass das Spiel in so einem desolaten Zustand abgeliefert wird, ist trotzdem eine Frechheit!
  • Geht s nur mir so, oder findet ihr das Spiel auch zu einfach? Die Fleetaction szenarien sind nur stupides rumballern, ohne jeglichen Taktischen anspruchs. Gleiches gilt für Bodenkämpfe. Zudem besteht das gameplay (zumindest die ersten 15 level) aus drücken der Taste 1,2 und F. Genial. Für  [...] Geht s nur mir so, oder findet ihr das Spiel auch zu einfach? Die Fleetaction szenarien sind nur stupides rumballern, ohne jeglichen Taktischen anspruchs. Gleiches gilt für Bodenkämpfe. Zudem besteht das gameplay (zumindest die ersten 15 level) aus drücken der Taste 1,2 und F. Genial. Für mich bietet es absolut keine Motivation mehr: Aufleveln: Durch den PIPI-Schwierigkeitsgrad ist es einfach nicht nötig stärker zu werden. wenn ich einen stärkeren Phaser bekomme... ja dann ist das halt so Erkunden: Tja was will man hier erkunden? die lieblosen/leblosen Planeten? Die lieblosen, sterielen Raumstationen? OK, der Weltraum ist noch schon anzusehen, aber bietet nicht die Abwechslung, die andere MMo's mit ihrer Welt erreichen. Ich sehe bei diesem Spiel weder Spielspaß, noch Potenzial. Hier wurde das Game einfach schlecht umgesetzt. Zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig verständniss für Star Trek, zu wenig Ahnung von Spielen und eine schlechte technische Umsetzung haben leider zu diesem Debakel geführt. Und da wird auch kein umfangreicher Patch helfen können. Da müsste man schon die ganze Infrastruktur der Galaxie verändern, wo Planeten nicht nur als Map für nur einer Quest herhalten.

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