Ein gemütlicher Waldspaziergang
Auch wenn es auf den ersten Blick ähnlich scheint: Elveon hat mit Tolkien nichts zu tun, das ganze Universum ist neu - zwangsläufig gibt es Überschneidungen, schließlich bedient Elveon ein ähnliches Szenario. Und ganz wie John Ronald Reuel haben auch hier die Entwickler eine eigene Schrift und Sprache erfunden - die ihr natürlich auch im Spiel zu hören bekommt, was im Endeffekt ein tief gebrummeltes, recht unverständliches,
aber edel klingendes Kauderwelsch ist. Selbst das Kampfsystem ist ein eigenes: alle Animationen wurden von einem professionellen Martial Arts-Team vorgeturnt und per Motion Capturing eingefangen, der dazu gehörige Kampfstil wurde speziell fürs Spiel entwickelt. Generell ist die Kulisse sehr auf einen cineastischen Effekt getrimmt: die Kameraeinstellungen in den Zwischensequenzen werden von Filmteams in Position gebracht, ein realistisches Wettersystem sorgt dafür, dass Richtung und Stärke von Wind und Regen zum richtigen Zeitpunkt ebenso für einen dramatischen Effekt sorgen wie rumpelnder Donner und gleißende Blitze. Haare und Mäntel flattern im Wind, getötete Gegner fallen in Zeitlupe und physikalisch korrekt zu Boden.
Leblose, wenn auch malerische Bilder: Den Bildern fehlen noch Details wie eine abwechslungsreiche Fauna oder bröckelndes Mauerwerk.
Nicht zuletzt soll auch die Architektur des Spiels auch dem gewieftesten Kirchenbaumeister die Spucke im Mund austrocknen lassen: Da es auf der neusten Unreal-Technologie basiert, konnten die Designer mit Polygonen um sich werfen wie Paris Hilton mit blondem Haar. Und so sind Paläste, Bergketten, Brücken, weite Hallen, gigantische Innenhöfe mit noch größeren Statuen oder verfallene Duellplätze hochkomplex aufgebaut, mit fantastisch filigranen Texturen versehen und mit coolen Post Processing-Effekten nachbearbeitet, die für einen dezenten Wasserfarben-Effekt sorgen. Für noch tiefer baumelnde Kinnladen sollen allerdings die Wälder sorgen, die noch realistischer als bei Oblivion aussehen sollen: Jeder Baum ist anders, es gibt keine geraden Stämme, sondern knorrige und verknotete, gigantische Gewächse, die wild in alle Richtungen wuchern. Die Kronen basieren zwar auf der Speedtree-Technologie, die
auch Gothic 3 zum Blühen bringt, die Stämme sind jedoch gesondert modelliert, um möglichst organisch auszusehen, der Boden ist dicht bewachsen. Für diesen natürlich Look arbeiten Architekten und Modellbauer im Team, die sonst nicht viel mit Computerspielen am Hut hatten - dafür aber umso mehr Expertise mit guter Architektur vorweisen können. ![]()
Ein episches Werk in hinreißender Kulisse: Elveon packt das Beste aus Severance und Rune in eine große Story.
Auch die Physik soll Standards setzen: Neben den üblichen Standards (gefällte Gegner, umfallende Geländeteile etc.) sollen es vor allem die kleinen Feinheiten sein, die Physikleistungskursler in Verzückung versetzen. Steht ihr z.B. längs auf einer Treppe, würdet ihr in jedem anderen Spiel mit der einen Körperhälfte in der Luft schweben. Nicht so in Elveon: Hier steht der Elb auf beiden Stufen, mit einem leichten Höhenunterschied zwischen den Füßen. Klingt eigentlich selbstverständlich. Ist es aber bislang nicht.
Ausblick
Ersteindruck: sehr gut
Kommentare
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Queequeg schrieb:
och man... sind insolvent gegangen... Verdammt, weil du den Thread ausgegraben hast hab ich mir voll Hoffnungen gemacht das sich doch noch ein Entwickler gefunden hat. -
och man... sind insolvent gegangen...
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das game wurde eingestellt schade drum wär sicher gut geworden