Eine Art 'Scherbenwelt'
Vor Urzeiten zerstörte eine aus Menschen und versklavten Daevi (Halbdämonen) formierte Armee in ihrem Aufstand gegen das Volk der Vhelgar die zentrale Energiequelle ihrer Unterdrücker. Eine gewaltige Schockwelle riss die Welt auseinander und mit der Zeit überzog ein dicker Eispanzer die abdriftenden Bruchstücke des Reiches. Jahrhunderte vergingen, bis der Eisschild die Fragmente freigab und das Leben erwachte. Auch Menschen und Daevitauchten wieder auf, schlossen sich zur "Enklave der Fünf Opfer" zusammen und streben jetzt danach alle im magischen Deadspell-Sturm treibenden Weltenbrocken zu erkunden, getreu der Spellborn-Devise "What lies hidden must be found".
"Rüstung gehört nur zum Aussehen"
Bevor ihr als Mensch oder Daevi die von der Unreal Engine 2.5 angetriebene Fantasy-Welt betretet, müsst ihr wie gewohnt einen Charakter erstellen und euch für eine der drei Klassen "Kämpfer", "Schurke" oder "Zauberer" entscheiden. Weiter geht es mit der optischen Gestaltung und dabei fällt auf, dass es weitaus mehr Einstellungsmöglichkeiten gibt als bei World of WarCraft oder EverQuest 2, jedoch nicht so ausufernd wie die Individualisierungspalette von Age of Conan, wo ihr sogar den Anstellwinkel der Ohren auswählen dürft.
Habt ihr das Äußere festgelegt, wird der erste große Unterschied zu anderen Online-Rollenspielen ersichtlich: Alle Rüstungsgegenstände haben primär einen optischen Nutzen und verbessern nicht die Werte des Charakters. Somit dürft ihr gleich zu Beginn eurem Protagonisten eine hübsche Rüstung sowie eine schicke Waffe verpassen. Hierbei dreht es sich lediglich um die Frage: "Sieht das gut aus oder nicht?". Ihr könnt sogar einem Zauberer eine dicke Plattenrüstung auf den Leib klicken, es gibt keinerlei Restriktionen seitens der Rüstungsklassen. Gleiches gilt für die Waffen, die keinerlei Einfluss auf die Werte des Charakters haben, außer
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| Ab Stufe 10 (Maximum ist 50) dürft ihr euch einer der rivalisierenden Fraktionen anschließen, was die Grundlage für PvP-Kämpfe darstellt. Für 'PvP-Verweigerer' gibt es eine neutrale Partei. |
Obwohl auf den Gegenständen keine Wertverbesserungen zu finden sind, scheinen die Spellborn-Entwickler ihrem eigenen auf Optik fokussierten System nicht vollends zu trauen, denn mit den "Gegenstandssiegeln" (die man als Beute von Gegnern in Dungeons oder als Questbelohnung bekommt) können Items einen Bonuswert bekommen oder andererseits noch schöner aussehen. So kann beispielsweise ein Siegel auf eine Halskette übertragen werden, um eine Verbesserung des Körperattributs zu bewirken oder den Widerstand gegen Runenmagie zu erhöhen. Generell zeigt sich das Charakterwert-System bei Spellborn sowieso eher spartanisch: Aus dem Grundattribut-Dreierpack "Körper", "Fokus" und "Geist" resultiert die klassenspezifische Angriffsstärke (z.B. Geist für den Zauberer, etc.) sowie eine gewisse Resistenz gegen eine der drei Disziplinen.




