Sinking Island - Vorschau, Adventure, PC - 4Players.de

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Adventure
Publisher: Xider/bhv, Daedalic
Release:
05.10.2007
Spielinfo Bilder Videos
Nach dem Debakel mit dem Ausflug ins afrikanische Paradies will es Syberia-Schöpfer Benoit Sokal noch einmal wissen. Ein Krimiabenteuer soll es nun richten, das bei Xider Ende September 2007 erscheinen wird und das wir auf Englisch anspielen konnten. Es verschlägt euch auf Sinking Island, auf der ein steinreicher Magnat ein unrühmliches Ende fand. War es Mord? Wenn ja, wer hat ihn getötet?

Kein echtes Idyll

Ein Paradies ist auch die Insel Sagorah nicht, auf der das neueste Abenteuer von White Birds Productions spielen wird. Das schwermütige Eiland ist ein geschundener Ort, der nicht nur vom Namen her ebenso gut in einer Gruselgeschichte von H.P. Lovecraft vorkommen 
So unrühmlich endet der Milliardär Jones als verdrehte Leiche im Staub seines Eilandes.  
könnte. Die Insel war lange dem Willen des Milliardärs Walter Jones unterworfen, der ihr Antlitz nach seinem Gutdünken formte. Jones ließ einen riesigen Turm aus dem Nichts stampfen, der wohl durch seine Maßlosigkeit sogar die ehrgeizigen Babylonier in den Schatten stellt. Gedacht war es als Luxushotel, jedoch blieb der Erfolg aus. Auch kein Wunder, denn eigentlich scheint hier nur selten die Sonne.

Der tote Mann

Jetzt liegt Jones mausetot am Strand, gestürzt von einer hohen Klippe beim täglichen Spaziergang. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, allerdings spricht doch einiges dagegen, denn es gibt Spuren von einem Kampf: Rund um Jones' Rollstuhl sind verwirrende Fußabdrücke zu erkennen, die nicht von ihm als Gehbehinderten stammen können. Für den etwas farblosen Helden, Polizeiermittler Jack Norm, ist schnell klar, dass der gewichtige Investor vermutlich ermordet wurde. Allerdings braucht der Fahnder dafür noch harte Beweise, die ihr nun beschaffen müsst. Zunächst sucht ihr den Leichnam ab, der grausig zugerichtet ist...

Krimi wie gehabt

Es wird zwei Spielmodi geben: Klassisches Point&Click und gegen die Uhr. Da es sich um ein waschechtes Krimi-Adventure handeln wird, werden so gut wie alle Rätsel unmittelbar mit der Falllösung zu tun haben. Um weiter zu kommen, müsst ihr die richtigen Beweise für die jeweilige Tattheorie abliefern. Euer Polizei-PDA hilft euch dabei, indem er in groben Umrissen die Sachen vorgibt, die ihr suchen müsst. Hört sich innovativ an, ist aber im Grunde alles nichts Neues: Ihr müsst Zeugen verhören, Fotos machen und Hinweise einsammeln wie bei anderen Krimiabenteuern.

Einmal im praktischen Computer könnt ihr Sachen auch vergleichen wie etwa die Fingerabdrücke der zehn Verdächtigen. 
Fürs Auge gibt's Typisches aus dem Pinsel von Benoit Sokal, wobei Sonne und Dunkelheit miteinander ringen.
Jeder von ihnen hätte übrigens ein Motiv gehabt, den reichlich unpopulären Jones um die Ecke zu bringen. So soll die Mördersuche erschwert werden, da ihr auch auf falsche Fährten geführt werdet. In der Preview-Version war das bislang jedoch nur ansatzweise zu erkennen.

Schwermütiges Äußeres

Vom Stil erinnert Sinking Island an frühere Adventures, die das Team um Benoit Sokal entwarf. Die finstere Grafik, bei der mal wieder 3D-Figuren vor 2D-Hintergründen agieren, passt aber recht gut zur morbiden Thematik. Das Ganze spielt wieder in einer Art von künstlichen Zwischenwelt, die weder ganz realistisch noch völlig surreal ist. Hier ist es dann auch egal, wenn Gebäude und Einrichtung im Art deco-Stil entstehen, der in echt schon seit Jahrzehnten aus der Mode ist. Bislang konnten wir nur der englischen Sprachausgabe lauschen, die in Ordnung geht. Leider sind die Gesichter der Akteure alles andere als realistisch anzusehen - von ihren Lippenbewegungen ganz zu schweigen.
         
 

AUSBLICK



Nach Paradise braucht White Bird dringend einen Erfolg. Sinking Island versucht daher auf den längst rollenden Krimizug aufzuspringen, der allerdings schon fast voll ist. Dort tummeln sich nicht nur Leichtgewichte sondern Spiele wie CSI, Criminal Intent oder die Adventure der Agatha Christie-Reihe. Ob die verhaltene Kapitalismuskritik und die Abenteuerhandlung wirklich zusammenpassen, muss sich erst noch zeigen. Die etwas trockene Ermittlungsarbeit, die einen Großteil des Spiels ausmacht, will jedenfalls nicht so recht in das Art deco-Setting passen, weshalb alles ein wenig zusammengeschustert wirkt. Ob es dem Adventure gelingt, euren bislang blass gebliebenen Polizisten auf die falsche Fährte zu locken, muss ebenfalls erst noch ermittelt werden. Also noch zu viele Fragezeichen, um echte Vorfreude aufkommen zu lassen. Zudem erscheinen in nächster Zeit noch viele andere interessante Adventures, weshalb es Sinking Island schwer haben dürfte.

Ersteindruck: befriedigend


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