Guild Wars 2
USK: 12
Rollenspiel (Online-Rollenspiel)

Vorschau: Guild Wars 2

So testet 4Players
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Autor:
Mathias Oertel

Online-Rollenspiele waren für lange Zeit unabdingbar mit einem Abo-Modell verbunden - zumindest bis Guild Wars kam, das den Grundstein für Rollenspiel-Vergnügen ohne monatliche Kosten gelegt hat. Abseits des Initialkaufs fielen keine weiteren Gebühren an. Aber das ist so ziemlich die einzige Parallele zur Fortsetzung. Der Rest ist neu, anders und wird, da lege ich mich fest, große Wellen schlagen.
Wie? Schon so spät?

Video: ArenaNet hat sich viel vorgenommen, wird aber aller Voraussicht nach alles Angestrebte erreichen.
Ich habe die Initiierungsriten der Norn-Krieger hinter mich gebracht und in einem imposant inszenierten Kampf einen riesigen Eiswurm besiegt. Ich habe Logikrätsel in Form von Fragen gelöst. Ich habe Höhlen erforscht und Monster besiegt. Ich habe sogar die Gestalt eines Schneeleoparden angenommen und Kleinwild gejagt. Und jetzt stehe ich hier vor einem Dorf und liefere mir mit den ansässigen Kindern eine zünftige Schneeballschlacht! Und ich kann nicht genug kriegen.

Doch nicht nur als Mitglied der Norn, einem Wikinger-ähnlichen Volk, das in den nördlichen Gefilden Tyrias beheimatet ist, gibt es kaum eine Möglichkeit, dem Motivations-Sog zu entkommen, der durch die abwechslungsreichen Aufgaben entsteht. Auch als Charr (einer Katzen/Rind/Ziegen-Mischung) oder als Mensch (die einzige spielbare Klasse des Vorgängers) findet man sich schnell in einer Missions-Mixtur wieder, die Stunden zu Minuten werden lässt und bei der man sich irgendwann verwundert die Augen reibt: Es ist doch nicht wirklich schon so spät? Doch, ist es! Verdammt! Sylvari und Asura, die zwei weiteren Rassen in Guild Wars 2 (GW2), waren übrigens noch nicht spielbar.

Motivierendes Vielerlei

Man hat nicht nur mit einer persönlichen (in Instanzen ablaufenden) Hauptmission zu tun, deren Inhalt nicht nur vom Volk oder der gewählten Klasse, sondern in Nuancen auch von Antworten auf Fragen bei der Charakter-Erstellung abhängt.
 Zusätzlich gibt es in jedem Gebiet "Standard"-Aufgaben, die nach konventionellem Prinzip mit Questgebern zu tun haben und die von allen erledigt werden können/dürfen/sollen. Doch inhaltlich weicht man bereits hier vom Standard ab und bietet mehr als nur Hol-/Bring-Dienste oder Kill-Quests. Kühe müssen gefüttert und Schädlinge von den Feldern vertrieben werden. Man muss Banditen jagen, Bärenjungen mit Futter versorgen, die Fangkäfige von Fischern von unliebsamen Raubfischen befreien, Löcher in einem Damm stopfen, Steine von Wegen räumen usw. Der Clou: Obwohl es meist auch immer eine Möglichkeit gibt, die jeweilige Aufgabe nur über Kampf zu lösen, hat man oftmals  die Option, über friedfertige Aktionen die Statusleiste der Mission zu füllen – klasse!

Die Umgebungen sind gleichermaßen stimmungsvoll wie malerisch.
Die Umgebungen sind gleichermaßen stimmungsvoll wie malerisch.
Als weiterer Stützpfeiler der Augabenstruktur dienen die "dynamischen Missionen", von denen es Hunderte geben wird. Läuft man auf dem Weg zur nächsten Haupt- oder Nebenquest durch die Botanik, kann es passieren, dass eine Einblendung auf ein Ereignis in der Nähe hinweist, an dem man teilnehmen kann - oder auch nicht. Das kann ein Angriff eines besonders mächtigen Monsters oder einer fiesen Gegnergruppe sein, aber auch vielschichtigere Formen annehmen. So wurde beispielsweise im Startgebiet der Menschen eine Farm von Banditen überfallen. In anderen Rollenspielen würde es jetzt heißen: "Töte alle Banditen" - so auch hier. Aber: Alternativ kann man auch helfen, indem man z.B. versucht, die von den Gegnern gelegten Feuer zu löschen, während andere Spieler die Offensive suchen. Denn wenn eine bestimmte Anzahl von Heuballen in Flammen aufgeht, gilt dieser Event als gescheitert.

(Gem)einsam

Das Besondere an der GW2-Welt: Auch wenn man alleine unterwegs sein sollte -weil die Kumpel oder Gildenfreunde nicht online sind oder weil man partout keine Lust auf Gruppendynamik hat- sorgen diese Ereignisse für eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl. Auch solo fühlt man sich als Teil einer Gemeinschaft, die zwar jeweils eigenen Zielen folgt, aber dennoch an einem gemeinsamen Strang zieht - und das habe ich in dieser Form seit dem guten alten Dark Age of Camelot nicht mehr gefühlt.


Kommentare

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  • Vernon schrieb:
    Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte genausogut ein Zahl stehen können, nur macht es ein Fortschrittsbalken vielleicht etwas "mystischer".
    Mit dem kleinen aber  [...]
    Vernon schrieb:
    Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte genausogut ein Zahl stehen können, nur macht es ein Fortschrittsbalken vielleicht etwas "mystischer".
    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass du machen kannst, was du willst, um diesen zu füllen. Du musst oft nicht nur Monster töten, sondern hast auch andere Optionen. "All in One"-Quests sind das. Wer sich darüber wundert, dass sich GW2 ebenso wie alle anderen MMOs auf's Grinding herunterbrechen lässt ... tja, dem ist nicht zu helfen.
  • mcbix, Bitte nicht falsch verstehen, aber das ist genau die Sorte Hype, die mich mittlerweile ankotzt: "Spiel X war crap, aber Spiel Y, welches noch rauskommt, wird voll geil." Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte  [...] mcbix, Bitte nicht falsch verstehen, aber das ist genau die Sorte Hype, die mich mittlerweile ankotzt: "Spiel X war crap, aber Spiel Y, welches noch rauskommt, wird voll geil." Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte genausogut ein Zahl stehen können, nur macht es ein Fortschrittsbalken vielleicht etwas "mystischer". Weiterhin denke ich, dass jene die in WoW fähig spielen, auch in GW2 fähig sein werden. Ähnlich wie Leute, die was im PvP drauf haben, auch gut im PvE sind. Der Grund sitzt meiner Meinung nach einfach vorm Bildschirm: geistige Frische, gute Hand-Auge-Koordination undsoweiter. So wie ich das mitbekam, haben nicht mehr viele The Old Republic als WoW-Killer bezeichnet. Viele haben einfach noch AoC vs WAR irgendwo im Hinterkopf und äusserten sich dementsprechend vorsichtiger. Wie gut das Spiel ohne Dreifaltigkeit klappt, muss man erstmal an grösseren Herausforderungen testen. Klar, ein Shatterer, der nur an seiner Position festgeklemmt ist, braucht keinen Tank. Da Du gerade gegen WoW und Kacknoobs wetterst (oder "hatest"): Also die Bosskämpfe in WoW sind schon recht gut gemacht. Gerade dort brauchst du ein gutes Zusammenspiel von 25 Leuten. GW2 brüstet sich damit, kein Raids zu haben. Und "kiten", zu dem ich "ausweichen" zählen würde, wird auch und vor allem in GW2 wichtig sein.
  • Ich finde es schon lustig, wie viele hier den Artikel / das Spiel madig machen. Ich selbst hatte so ein Empfinden für ein MMO seit WoW Classic / BC nicht mehr und das bedeutet einiges. Ich kann mich noch genau bei Star Wars erinnern, wie es jeder gehypt hat und gemeint hat, dass es einen  [...] Ich finde es schon lustig, wie viele hier den Artikel / das Spiel madig machen. Ich selbst hatte so ein Empfinden für ein MMO seit WoW Classic / BC nicht mehr und das bedeutet einiges. Ich kann mich noch genau bei Star Wars erinnern, wie es jeder gehypt hat und gemeint hat, dass es einen absoluten WoW Killer endlich gibt. (Es gab damals nicht viele Kritiker und was war....nichts!) So wie bei Swtor gab es häufig den Begriff des Killers und keiner konnte sich behaupten. Bei Gw2 ist es genau anders herum und das kann man in vielen recht lustig nachlesen. Es wird selten von dem WoW Killer geredet, da die meisten Leute sich auf das Spiel selbst freuen und auf die erfrischenden Mechaniken die kommen werden, sowie das von mir bereits o.g. Gefühl. Zum Spiel selbst: Es hat weiß Gott viele Neuerungen. In anderen MMO´s heißt es "Töte X Gegner"/ parallel dazu gibt es in GW 2 keine richtigen Quests und immer mehrere Methoden um sich Ausrüstungshändler im Spiel (Herzen) freizuspielen. Um bei den Herzen was zu kaufen musst du jedoch Events machten, was dir dann Eventpunkte vergibt and so on. Weiter gibt es keine Heiler/Tank/DD Klassen richtig mehr und trotzdem wissen Instanzen zu begeistern und auch endlich von ihrer Herausforderung. (Von Woltk kenne ich kaum noch Boss Taktiken, weil man seitdem Addon eh nur BLIND herumgelaufen ist und mit 20 von 25 kacknoobs trotzdem die meisten HC Raids erfolgreich gestalten konnte). Anders GW2 das wie GW1 auf die Feinabstimmung in der Gruppe Gebrauch macht und für den "HC" auch eine Gruppe mit etwas Skill benötigt bei der jeder für sich selbst und für die Gruppe mitverantwortlich ist (Jeder ist DD / Heiler /Tank). Dazu kommen die dynamischen Kämpfe, in denen man teils selbst ausweicht und nicht wie in WoW und anderen MMOS Gegner kitet. Naja so on, Hater werdens eh spielen und sich aufregen wegen dem schönen WoW, wenn nicht auch nicht schade! Und für alle anderen viel Spaß am 25ten

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