Die anderen fünf Aktionen, darunter auch eine klassenspezifische Gesundheitsregeneration (es gibt keine klassische Heilklasse mehr), setzen sich aus einem Pool von über 30 wählbaren Spezialfähigkeiten zusammen, die zum Freischalten allesamt einen bis über 20 Skillpunkte verbrauchen. Die wiederum bekommt man als Belohnung an allerlei Orten
(glücklicherweise auf der Karte markiert), wobei es hier wie im Rest des PvE-Erlebnisses nicht nur auf Kampf ankommt, wenn man die Punkte einheimsen möchte. Zusammen mit den umfangreichen Einfärbemöglichkeiten, die einem von Anfang an zur Verfügung stehen, gibt es mehr als genug Optionen, seine Vorlieben sowohl äußerlich als auch hinsichtlich der Fähigkeiten in die Welt Tyrias einbringen zu können.
Das wird natürlich umso wichtiger, je häufiger man sich auch mit anderen Spielern messen möchte. Schon in Teil 1 haben die Teams in den PvP-Auseinandersetzungen die jeweiligen Fähigkeiten aufeinander abgestimmt. Und das wird hier sicherlich nicht anders. Allerdings haben wir in der zur Verfügung stehenden Zeit nur einen kurzen Blick auf den PvP-Bereich geworfen, so dass die Einschätzung mit mehr Zeit an anderer Stelle stattfinden muss. Doch potenziell sorgen die an die klassischen Guild Wars-Episoden angelehnten Duelle für zusätzliche Vorfreude. Das gilt bei mir umso mehr für die "World vs World"-Prämisse, bei der ganze Server-Bevölkerungen in mehrere Tage dauernden Schlachten gegeneinander antreten und um Boni für ihren Server kämpfen. Hier weht mehr als nur ein Hauch Dark Age of Camelot durch Tyria und ich hoffe inständig, dass NCsoft es schafft, nicht nur in den
Fußstapfen Midgards oder Hibernias zu wandeln, sondern mit eigenen Spuren den Weg vorgibt.
Das Maß aller Dinge
Manchmal habe ich wirklich gezweifelt, ob ich es hier wirklich mit einem Vertreter der Online-Rollenspiele zu tun hatte. Zwar hat der Vorgänger mit seinem markanten Stil, der auch heute immer noch gut aussieht, bereits beweisen, dass die Grafikabteilung bei ArenaNet sehr fähig ist. Doch mit Guild Wars 2 übertrifft man sich. Die Umgebungen setzen in der direkten Spielerumgebung auf gestochen scharfe Texturen, feine Animationen und in den Gefechten auf ein wahres Effektfeuerwerk. Die hohe Sichtweite kann ebenfalls überzeugen, setzt aber auf einen mit der Entfernung zunehmenden Weichzeichner. Und der sorgt dafür, dass man bei einem Blick auf den Horizont immer wieder das Gefühl hat, ein Gemälde zu betrachten – sehr eindrucksvoll und wesentlich imposanter als die comichaft angehauchte Interpretation des Star Wars-Universums von Bioware! Zwar habe ich erst einen verdammt kleinen Teil Tyrias gesehen (ein Wochenende ist unglaublich kurz), doch wenn man hier den Standard des bisher Gezeigten hält, dürfte Tyria der neue Maßstab für Online-Rollenspiele werden.
BioWare zeigt, wie es geht
In einem Punkt jedoch liegt man deutlich hinter der Expertise der Kanadier zurück: der Sprachausgabe. Zwar ist löblich, dass man hier dem Spieler auch ein komplett lokalisiertes Erlebnis bieten möchte, doch die Qualität (bzw. das Fehlen selbiger) hat bei mir dafür gesorgt, dass ich irgendwann die "Sprachflucht" ergriffen und auf Englisch umgestellt habe.
Inhaltlich zwar korrekt und größtenteils sauber übersetzt, war die Vertonung derart daneben, dass ich mich mit Grausen abwenden musste. Mal emotionslos, dann wiederum gnadenlos überbetont, wie es selbst ein Schülertheater nicht schaffen könnte, frage ich mich, was sich NCsoft dabei gedacht hat und ob man hier zu viel an der falschen Stelle gespart hat. Bevor die finale Version mit dieser Minusqualität in den Handel kommt, würde ich vorschlagen, die englische Sprachausgabe zu nehmen und diese nur zu untertiteln. Im Detail kommt sie zwar auch nicht an das heran, was Bioware für die Alte Republik der Sternenkriege vom Stapel ließ, doch sie ist derzeit in jedem Fall dem deutschen Gestammel vorzuziehen.

Video: Nach diesem Schema werden die meisten Dialoge ablaufen. Die deutsche Version ist momentan allerdings noch stark verbesserungsfähig...
Das wird natürlich umso wichtiger, je häufiger man sich auch mit anderen Spielern messen möchte. Schon in Teil 1 haben die Teams in den PvP-Auseinandersetzungen die jeweiligen Fähigkeiten aufeinander abgestimmt. Und das wird hier sicherlich nicht anders. Allerdings haben wir in der zur Verfügung stehenden Zeit nur einen kurzen Blick auf den PvP-Bereich geworfen, so dass die Einschätzung mit mehr Zeit an anderer Stelle stattfinden muss. Doch potenziell sorgen die an die klassischen Guild Wars-Episoden angelehnten Duelle für zusätzliche Vorfreude. Das gilt bei mir umso mehr für die "World vs World"-Prämisse, bei der ganze Server-Bevölkerungen in mehrere Tage dauernden Schlachten gegeneinander antreten und um Boni für ihren Server kämpfen. Hier weht mehr als nur ein Hauch Dark Age of Camelot durch Tyria und ich hoffe inständig, dass NCsoft es schafft, nicht nur in den
Endlich ein vollwertiger Ersatz für die Reich-gegen-Reich-Duelle aus Dark Age of Camelot? Das wird die Zukunft zeigen - Potenzial ist vorhanden.
Das Maß aller Dinge
Manchmal habe ich wirklich gezweifelt, ob ich es hier wirklich mit einem Vertreter der Online-Rollenspiele zu tun hatte. Zwar hat der Vorgänger mit seinem markanten Stil, der auch heute immer noch gut aussieht, bereits beweisen, dass die Grafikabteilung bei ArenaNet sehr fähig ist. Doch mit Guild Wars 2 übertrifft man sich. Die Umgebungen setzen in der direkten Spielerumgebung auf gestochen scharfe Texturen, feine Animationen und in den Gefechten auf ein wahres Effektfeuerwerk. Die hohe Sichtweite kann ebenfalls überzeugen, setzt aber auf einen mit der Entfernung zunehmenden Weichzeichner. Und der sorgt dafür, dass man bei einem Blick auf den Horizont immer wieder das Gefühl hat, ein Gemälde zu betrachten – sehr eindrucksvoll und wesentlich imposanter als die comichaft angehauchte Interpretation des Star Wars-Universums von Bioware! Zwar habe ich erst einen verdammt kleinen Teil Tyrias gesehen (ein Wochenende ist unglaublich kurz), doch wenn man hier den Standard des bisher Gezeigten hält, dürfte Tyria der neue Maßstab für Online-Rollenspiele werden.
BioWare zeigt, wie es geht
Das Figurendesign hinterlässt ebenfalls einen gelungenen Eindruck.
Inhaltlich zwar korrekt und größtenteils sauber übersetzt, war die Vertonung derart daneben, dass ich mich mit Grausen abwenden musste. Mal emotionslos, dann wiederum gnadenlos überbetont, wie es selbst ein Schülertheater nicht schaffen könnte, frage ich mich, was sich NCsoft dabei gedacht hat und ob man hier zu viel an der falschen Stelle gespart hat. Bevor die finale Version mit dieser Minusqualität in den Handel kommt, würde ich vorschlagen, die englische Sprachausgabe zu nehmen und diese nur zu untertiteln. Im Detail kommt sie zwar auch nicht an das heran, was Bioware für die Alte Republik der Sternenkriege vom Stapel ließ, doch sie ist derzeit in jedem Fall dem deutschen Gestammel vorzuziehen.
Ausblick
Ersteindruck: sehr gut
Kommentare
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Vernon schrieb:
Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte genausogut ein Zahl stehen können, nur macht es ein Fortschrittsbalken vielleicht etwas "mystischer". Mit dem kleinen aber [...] Vernon schrieb:
Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte genausogut ein Zahl stehen können, nur macht es ein Fortschrittsbalken vielleicht etwas "mystischer". Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass du machen kannst, was du willst, um diesen zu füllen. Du musst oft nicht nur Monster töten, sondern hast auch andere Optionen. "All in One"-Quests sind das. Wer sich darüber wundert, dass sich GW2 ebenso wie alle anderen MMOs auf's Grinding herunterbrechen lässt ... tja, dem ist nicht zu helfen. -
mcbix, Bitte nicht falsch verstehen, aber das ist genau die Sorte Hype, die mich mittlerweile ankotzt: "Spiel X war crap, aber Spiel Y, welches noch rauskommt, wird voll geil." Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte [...] mcbix, Bitte nicht falsch verstehen, aber das ist genau die Sorte Hype, die mich mittlerweile ankotzt: "Spiel X war crap, aber Spiel Y, welches noch rauskommt, wird voll geil." Erst einmal sind diese "Töte 10 Tiere" in GW2 hinter einem Fortschrittsbalken versteckt. Da hätte genausogut ein Zahl stehen können, nur macht es ein Fortschrittsbalken vielleicht etwas "mystischer". Weiterhin denke ich, dass jene die in WoW fähig spielen, auch in GW2 fähig sein werden. Ähnlich wie Leute, die was im PvP drauf haben, auch gut im PvE sind. Der Grund sitzt meiner Meinung nach einfach vorm Bildschirm: geistige Frische, gute Hand-Auge-Koordination undsoweiter. So wie ich das mitbekam, haben nicht mehr viele The Old Republic als WoW-Killer bezeichnet. Viele haben einfach noch AoC vs WAR irgendwo im Hinterkopf und äusserten sich dementsprechend vorsichtiger. Wie gut das Spiel ohne Dreifaltigkeit klappt, muss man erstmal an grösseren Herausforderungen testen. Klar, ein Shatterer, der nur an seiner Position festgeklemmt ist, braucht keinen Tank. Da Du gerade gegen WoW und Kacknoobs wetterst (oder "hatest"): Also die Bosskämpfe in WoW sind schon recht gut gemacht. Gerade dort brauchst du ein gutes Zusammenspiel von 25 Leuten. GW2 brüstet sich damit, kein Raids zu haben. Und "kiten", zu dem ich "ausweichen" zählen würde, wird auch und vor allem in GW2 wichtig sein.
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Ich finde es schon lustig, wie viele hier den Artikel / das Spiel madig machen. Ich selbst hatte so ein Empfinden für ein MMO seit WoW Classic / BC nicht mehr und das bedeutet einiges. Ich kann mich noch genau bei Star Wars erinnern, wie es jeder gehypt hat und gemeint hat, dass es einen [...] Ich finde es schon lustig, wie viele hier den Artikel / das Spiel madig machen. Ich selbst hatte so ein Empfinden für ein MMO seit WoW Classic / BC nicht mehr und das bedeutet einiges. Ich kann mich noch genau bei Star Wars erinnern, wie es jeder gehypt hat und gemeint hat, dass es einen absoluten WoW Killer endlich gibt. (Es gab damals nicht viele Kritiker und was war....nichts!) So wie bei Swtor gab es häufig den Begriff des Killers und keiner konnte sich behaupten. Bei Gw2 ist es genau anders herum und das kann man in vielen recht lustig nachlesen. Es wird selten von dem WoW Killer geredet, da die meisten Leute sich auf das Spiel selbst freuen und auf die erfrischenden Mechaniken die kommen werden, sowie das von mir bereits o.g. Gefühl. Zum Spiel selbst: Es hat weiß Gott viele Neuerungen. In anderen MMO´s heißt es "Töte X Gegner"/ parallel dazu gibt es in GW 2 keine richtigen Quests und immer mehrere Methoden um sich Ausrüstungshändler im Spiel (Herzen) freizuspielen. Um bei den Herzen was zu kaufen musst du jedoch Events machten, was dir dann Eventpunkte vergibt and so on. Weiter gibt es keine Heiler/Tank/DD Klassen richtig mehr und trotzdem wissen Instanzen zu begeistern und auch endlich von ihrer Herausforderung. (Von Woltk kenne ich kaum noch Boss Taktiken, weil man seitdem Addon eh nur BLIND herumgelaufen ist und mit 20 von 25 kacknoobs trotzdem die meisten HC Raids erfolgreich gestalten konnte). Anders GW2 das wie GW1 auf die Feinabstimmung in der Gruppe Gebrauch macht und für den "HC" auch eine Gruppe mit etwas Skill benötigt bei der jeder für sich selbst und für die Gruppe mitverantwortlich ist (Jeder ist DD / Heiler /Tank). Dazu kommen die dynamischen Kämpfe, in denen man teils selbst ausweicht und nicht wie in WoW und anderen MMOS Gegner kitet. Naja so on, Hater werdens eh spielen und sich aufregen wegen dem schönen WoW, wenn nicht auch nicht schade! Und für alle anderen viel Spaß am 25ten