StarCraft II: Wings of Liberty
USK: 12

Vorschau: StarCraft II: Wings of Liberty

So testet 4Players
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Autor:
Marcel Kleffmann

Harte Nüsse

Ja, die ersten Partien im Multiplayer versprechen Frust pur, da die Platzierungsmatches mitunter gegen andere Liga-Spieler stattfinden werden. Und wenn man nach wenigen Minuten mit Zerg-/Berstlingen von der Karte gefegt wird, sich Phasenprismen aus der Luft über die Gebäude hermachen oder springende Rächer die Baueinheiten vernichten, sollte man sich eine harte Schale zulegen, denn es gibt viele Möglichkeiten, früh ins Gras zu beißen. 
Diese Terraner-Übermacht wird nur Blut und Schleim von den Zerg übrig lassen.
 Zum Glück wird jede Partie als Replay gespeichert und so kann man sehen, wie der Gegner agiert hat. Man kann analysieren und nachvollziehen, warum der Andere besser war oder vielleicht nur mehr Glück hatte. Prinzipiell gibt es für jede Angriffsvariante des Gegners immer einen Konter, den man mit zunehmender Spielzeit kennen lernt.

Doch das Wichtigste zwischen dem ständigen "Gegner unter Druck setzen" ist, dass man die Karte überwacht und erkundet. Nur wenn man weiß, dass der Gegner auf Berstlinge (explodierende Selbstmordzergs) oder Mutalisken (Lufteinheiten) setzt, kann man entsprechend kontern. Selbst wenn der Kontrahent einen speziellen Einheitentyp dauerhaft baut und sonst nichts anders macht, z.B. Dutzende an Space Marines, kann man dank Aufklärung seine Strategie zum Scheitern bringen. Gegen Einheiten-Mischungen ist es schwieriger zu bestehen, z.B. wenn plötzlich Marines, Marodeure und Medivacs (Triple M-Taktik) oder Berserker, Hetzer, Unsterbliche und Kolosse auf der Bildfläche erscheinen. Es gibt Dutzende von funktionierenden Taktiken und Möglichkeiten, gegen den Feind vorzugehen und gerade das zeichnet StarCraft II aus, insbesondere wenn man die lächerlich wirkende Taktikbreite eines C&C4 dagegen sieht.

Ohne aggressives Vorgehen und bauen einer Zweitbasis innerhalb der ersten fünf bis sieben Minuten ist es schwer, in den Matches zu bestehen; zum Glück bieten die Replays ausreichend Transparenz. Allerdings ist die Balance ist noch nicht hundertprozentig überzeugend. So empfinde ich die Warpprismen der Protoss in der Frühphase als etwas zu stark, Ultralisken sowie Träger zu schwach, wobei der Beta-Test noch mehrere Wochen andauern wird und die Balance-Ungleichheiten längst nicht so gewaltig im Vergleich zu anderen Strategiespielen ausfallen. Wenn ihr euch über die drei wirklich unterschiedlichen Spezies und ihre Spielweisen informieren wollt, verweisen wir auf unsere letzte Vorschau.

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Ausblick

Dass die Kampagne von StarCraft II etwas Außergewöhnliches sein wird, war schon vor einigen Monaten abzusehen, aber dass der Story-Feldzug rund um Jim Raynor die Konkurrenz so dermaßen in Grund und Boden stampfen wird, ist beachtlich. Animationen, Charakter-Zeichnung, Story und deren Präsentation an Bord der Hyperion suchen ihresgleichen und lässt vor allem Videos à la C&C oder Text-Briefings vollkommen anachronistisch erscheinen. Vielmehr wirkt die Geschichte jederzeit ernst, düster, dreckig und dank zahlreicher erstklassiger Dialoge wird so das Universum vielschichtig und interessant. Darüber hinaus erwecken viele liebevolle Details an jeder Ecke das Szenario zum Leben. Ich will letztendlich nicht weiterspielen, um die letzte Mission zu schaffen, die dickste Waffe einzusetzen oder das Endvideo zu sehen, ich möchte wissen, wie die Geschichte weitergeht. Obgleich die optische Güteklasse der Echtzeit-Schlachten längst nicht so hochklassig ist und es sich prinzipiell sehr klassisch spielt, überzeugen das Missionsdesign sowie die gewaltigen taktischen Möglichkeiten. Ebenfalls positiv ist, dass der Spieler letztlich als Kommandant gefordert ist und ihm nicht alle Entscheidungen durch Automatismen oder Vereinfachungen abgenommen werden. So darf man frei wählen, welche Upgrades/Forschungen man braucht, ob die Nebenmission interessant ist oder nicht und auch das Armee-Management verlangt mehr vom Spieler als bloßes Zuschauen und stumpfe Massenproduktion. Taktik, Planung und vor allem Aufklärung sind essenziell wichtig, vor allem im Mehrspieler-Modus, der schon im jetzigen Beta-Stadium der Konkurrenz das Fürchten lehrt. Matchmaking, Transparenz (Replays) und Balance sind schon jetzt größtenteils vorbildlich, nur übergreifende Chat-Räume und Kleinigkeiten beim Freundessystem stören. Was kann da noch schief gehen? Vermutlich nicht viel, aber die Computerintelligenz könnte ebenso das Zünglein an der Waage spielen wie die Story, die beweisen muss, dass ihre erzählerischen Inhalte mit der herausragenden Präsentation mithalten können.

Ersteindruck: ausgezeichnet

Kommentare

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  • Sonic_The_Hedgehog schrieb:
    Und von Wow wollen wir erst gar nicht anfangen das ist auch kein Meilenstein gewesen. Da hatte Blizzard auch nur von Anfang an ihren Bonus durch ihren Namen und es war halt für alle Warcraft Fanatiker toll ein Mmo ihrer Lieblings rts games zu haben.
     [...]
    Sonic_The_Hedgehog schrieb:
    Und von Wow wollen wir erst gar nicht anfangen das ist auch kein Meilenstein gewesen. Da hatte Blizzard auch nur von Anfang an ihren Bonus durch ihren Namen und es war halt für alle Warcraft Fanatiker toll ein Mmo ihrer Lieblings rts games zu haben. Mal ganz davon abgesehenm dass die ganzen typischen WoW features von allen möglichen anderen mmos zusammengeklaut waren^^.
    Blizzard wer eigentlich nie so innovativ... blizzard hat es nur immer sehr gut verstanden, bekannte ideen in perfektion umzusetzen und ihre games in ein gut durchdachtes universum einzubauen. Die idee von zwei unterschiedlichen rassen bei SC war ja auch keine neue, hatte C&C schon vorher. Nur blizzard hatte es geschaft diese eben auszubalancieren. Und das haben sie auch erst mit brood war geschafft, dass vergessen viele. Sc hatte noch recht schlechtes, wenn auch nciht mieses, balancing. WoW hast du da schon angesprochen. Bei WC3 bin ich mir nu ehrlichgesagt nicht sicher ob der ausgepräge RPG charackter ne neue idee war oder einfach nur mal wieder sehr sehr gut umgesetzt. Also wer bei blizzard inovation verlangt ist schonmal fehl am platz. Man muss aber auch zugaben, dass es generell nicht viele echt innovative, gute spiele gibt, denn meist haperts denen an was anderen, bei RTS sowieso... Dazu kommt noch, dass der großteil der fans bei sc garkeine großen veränderungen wollte. Und da blizzard die community von anfang an mit teilhaben lassen wollte, macht sich das nu bei SC2 stark bemerkbar. Wer die entwicklung halbwegs verfolgt hat, weiß wieviele sachen gestrichen wurden, die zum teil große änderungen im spiel hervorgerufen hätten. Mir persönlich hätte ja ein resurcensystem wie bei DoW sehr gefallen. Das stand leider nie zur debatte Wenn wir shcon bei DoW sind: Zitat:
    zu dem Zeitpunkt des Dark crusade addons gab es 7 verschiedene Rassen und ich habe selten in einem Spiel so ein gutes balancing gehabt es war nahezu perfekt,
    DoW und gutes balancing? Also klar oberflächlich gesehen war es ok, jedenfalls nicht so schlecht wie das von CoH. Und im schnitt waren die rassen auch ausgeglichen. Im Schnitt! Denn das große problem war, dass einzellne rassen anderen unter- oder überlegen waren. Letzendlich wurden spiele darüber entschieden wer vorher die kügere rassenwahl getroffen hatte. Zitat:
    Ja Dawn of War hab ich gespielt (auch vor Soulstorm) aber wenn ich ehrlich bin haben sich die Rassen nicht sonderlich voneinander unterschieden (klar gibt schon unterschiede) aber bei Wc3 wars denk ich extremer.
    Dem wiederspreche ich dafür, die rassen haben sich sogar sehr unterschieden bei DoW. Bei WC3 war der techtree bei allen vier identisch, auch der basisbau unterschied sich kaum, da gab es bei DoW mit 7 rassen mehr abwechslung. Wenn man erhlich ist waren nur die einheiten und helden wirklich unterschiedlich, die dafür sehr. Aber bei WC3 zeigt sich auch warum bei SC 2 nie eine vierte rasse zur debatte stand (was ist daran jetzt zu eigenlich innovativ? naja egal). Denn blizzard hat bei WC3 trotz gleichem grundgerüst der rassen nie ein so gutes balancing wie bei SC:BW hinbekommen. Wie hätte das bei SC2 aussehen sollen wo sich die rassen viel stärker unterscheiden? Um zur kernfrage zurückzukommen. Warum soll ein spiel mit bekannten aber sehr gut umgesetzten spielprinzip und herausragender story keine hohe wertung bekommen könne? Shooter sind auch immer das gleiche, dennoch bekommen shooter mit guter story häufig gute wertungen. Bei einem PC spiel geht es doch darum eine geschichte zu erzählen und das macht SC2 excelent und die aufmachugn der kampagne ist zuzeit die referenz im RTS, da kenne ich ken spiel das da ran kommt.
  • Snowhawk schrieb:
    habs mal in Spoiler gesetzt, obwohl net mal soviel Spoiler ist und man ja selbst drauf kommen könnte.... da der text nicht einfach steht: "Hallo Zusammen VADER IST LUKES VATER!!"
    Jo klar, ein harter Spoiler wars nicht aber ich bin  [...]
    Snowhawk schrieb:
    habs mal in Spoiler gesetzt, obwohl net mal soviel Spoiler ist und man ja selbst drauf kommen könnte.... da der text nicht einfach steht: "Hallo Zusammen VADER IST LUKES VATER!!"
    Jo klar, ein harter Spoiler wars nicht aber ich bin noch nicht so weit und jetzt weiss ich schon viel :/.. Dachte eben Raynor würde Kerrigan sicher töten, was jetzt nicht mehr so danach aussieht :P.. naja, halb so schlimm ^^ Aber danke fürs Spoiler setzen jetzt :P
  • habs mal in Spoiler gesetzt, obwohl net mal soviel Spoiler ist und man ja selbst drauf kommen könnte.... da der text nicht einfach steht: "Hallo Zusammen VADER IST LUKES VATER!!"