EA + FIFA = Skepsis
Sie haben die Lizenzen - von Ricken bis Ribéry, vom TUS Koblenz bis zum FC Chelsea. Sie haben die Fangesänge - von "Ruhrpott! Ruhrpott!" bis "Baaaaaaaayern!". All das ist verdammt reizvoll. Und sie haben die bessere Grafik, was die Details um und am Platz angeht. Dieses Jahr sieht der Rasen einfach klasse aus, und selbst das Dehnen des Trikotstoffs ist zu erkennen. Außerdem freut man sich über die Anzeige von Zeitspiel oder über die kleinen Kameraschwenks zum wütenden Torwart. Lediglich beim Publikum bleibt es bei den alten Klonfans im Tausenderpack. Aber was EA und FIFA bislang hauptsächlich abging, war schlicht und ergreifend die Magie auf dem Rasen. Dieses Gefühl, das Leder wirklich rollen, fliegen und satt im Kasten einschlagen zu lassen.
Und diesmal? Man kommt zwar nicht ran an das neue Pro Evolution Soccer 2008
(PES), das sich immer noch unberechenbarer, rasanter und wuchtiger spielt, aber es gibt deutliche Fortschritte. Dass der künstliche Wachslook der Spieler und der Wildwuchsrasen der peinlichen 360-Premiere der Vergangenheit angehören, ist selbstverständlich. Letztes Jahr hat man dann endlich Ball- und Körperphysik getrennt - das war bei PES seit Jahren Standard. Dieses Jahr serviert man dazu allerdings nicht nur ein ansehnlicheres, sondern taktisch und technisch interessanteres Fußballspiel. Taktisch deshalb, weil man sich jedes Tor erarbeiten und ein kluges Spiel aufziehen muss. Dabei profitiert man von der intelligenteren KI der Flügelspieler und Spitzen, die wirklich aktiv in die Lücken stoßen - da lohnt es sich, den Ball in den eigenen Reihen und die Augen offen zu halten.
Tricks mit Ronaldinho
Technisch deshalb, weil es neue Dribbeleinlagen gibt. Haltet ihr den linken Bumper gedrückt, könnt ihr mit dem rechten Stick je nach Spieler einige Kabinettstückchen zeigen. Ronaldinho hat mit einigen anderen gleich individuelle Zaubereien und Körpertäuschungen samt finalem Tunnel auf dem Kasten, andere Spieler wählen aus einen Standardrepertoire. Trotzdem erkennt man den Charakter einzelner Profis jetzt deutlicher - etwa bei einem Regisseur wie Diego, sogar beim verspielten Verteidiger Atouba. Das Getänzel um und Gestreichel der Kugel kann sich sehen lassen. Schade ist nur, dass es dafür in unserer Fassung scheinbar keinen Trainingsmodus gibt.
Diese Finessen sind nämlich gerade im Strafraum etwas kompliziert einzuleiten: Hier muss man zusätzlich zum linken Bumper noch die rechte Schultertaste halten, ohne sich die Finger zu verknoten. Trotzdem machen sie das Spiel aber ansehnlicher. Man kann über Zirkusaktionen wie das beidbeinige Hüpfen mit dem Ball über das Bein des Gegners natürlich streiten, aber wenn es klappt, ist man der Held. Schade ist, dass man ohne diese Tricks relativ schlecht am Gegner vorbei zeihen kann - hier ist PES einfach auf den ersten Metern nach der Ballannahme dynamischer, man kann sich schneller drehen und präziser auch kleine Manöver ausführen. Manchmal fühlt sich FIFA 08 noch etwas träge an.
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| Stil und Eleganz: Die neuen Trickfinessen machen das Spiel im Zweikampf attraktiver. |
Und diesmal? Man kommt zwar nicht ran an das neue Pro Evolution Soccer 2008
Tricks mit Ronaldinho
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| Aus 20 Metern: Die Ballphysik wurde verbessert, aber es fehlt immer noch dieses magische Schwere. Video: Spielerfähigkeiten & Bewegungen |
Diese Finessen sind nämlich gerade im Strafraum etwas kompliziert einzuleiten: Hier muss man zusätzlich zum linken Bumper noch die rechte Schultertaste halten, ohne sich die Finger zu verknoten. Trotzdem machen sie das Spiel aber ansehnlicher. Man kann über Zirkusaktionen wie das beidbeinige Hüpfen mit dem Ball über das Bein des Gegners natürlich streiten, aber wenn es klappt, ist man der Held. Schade ist, dass man ohne diese Tricks relativ schlecht am Gegner vorbei zeihen kann - hier ist PES einfach auf den ersten Metern nach der Ballannahme dynamischer, man kann sich schneller drehen und präziser auch kleine Manöver ausführen. Manchmal fühlt sich FIFA 08 noch etwas träge an.

