Treasure Island - Vorschau, Adventure, PC - 4Players.de

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


3D-Adventure
Entwickler: Radon Labs
Release:
02.10.2008
Spielinfo Bilder Videos
Piraten, ein Schatz und jede Menge Geheimnisse - das sind die Zutaten, aus denen für gewöhnlich echtes Seemannsgarn gestrickt ist. Das werden auch grob die Bestandteil von Treasure Island sein, einem neuen Adventure von Radon Labs, das Anfang März 2008 bei HMH Interactive erscheinen soll. Kommt das moderne 3D-Piratenabenteuer an die klassische Vorlage heran?

Recht originalgetreu

Pro 7 ist mit seiner kürzlich gesendeten Verfilmung von Robert Louis Stevensons Roman "Die Schatzinsel" grandios gescheitert. Auch, weil man die bereits oft verfilmte Piratengeschichte nicht ernst genug nahm. Treasure Island wird sich

Wahrscheinlich der berühmteste Einbeinige der Weltliteratur: Expirat Long John Silver in seiner finsteren Spelunke in Bristol. 
beim Erzählen der insgesamt sechs Kapitel auch so manche Freiheit nehmen, ohne aber den Sinn fürs Original zu verlieren. Gerade über die neu eingefügte weibliche Person kann man diskutieren, ob sie wirklich notwendig ist, da Frauen im Roman fast völlig fehlen. Aber hier dürfte sie weniger als Fremdkörper wirken, da sie sich als die Tochter des Richters gut einfügt. Sie wird eine Ergänzung zum 17-jährigen Hawkins sein, der sich natürlich in sie verlieben wird, wie sich das für einen jugendlichen Heißsporn gehört.

Ansonsten wird sich natürlich alles darum drehen, dass der Held unversehens in den Besitz einer Schatzkarte gelangt, wie ihr das aus dem Buch kennt. Während er mutig versucht, den Gasthof seiner Eltern allein in Schuss zu halten, fällt dem Waisen das Schriftstück förmlich in de Hände. Der rumsüchtige Matrose Bill Bones trägt sie mit sich, als er in der gottverlassenen Spelunke absteigt. Nicht ohne Widerstand holt er sie sich und zusammen mit Dr. Livesey und der Richter macht sich der unerfahrene Jim auf eine gefahrvolle Schiffsreise zur Schatzinsel. Ihre Crew wird vom berühmten Long John Silver angeführt, der sich als ehemaliger Pirat entpuppt. Als er und der finstere Israel Hands die Seeleute aufhetzen, kommt es zur Meuterei.

Noch ne Buddel voll Rum

Gleich im ersten Kapitel werdet ihr Hochprozentiges für den geheimnisvollen Piraten ausschenken, der euer einziger Gast ist. Was führt den Trunkenbold an diesen entlegenen Ort? Nur der Alkohol kann es Bones entlocken. Die erste Ladung Rum ist
Im zweiten Kapitel macht ihr euch im Hafenviertel auf die Suche nach echten Seebären, die euch zur Schatzinsel begleiten
noch recht einfach zu besorgen, da ihr einfach per Drag& Drop den Krug wieder auffüllen müsst. Schon erzählt euch der Pirat mehr von sich. Er scheint sich vor irgendjemand zu verstecken. Dann will er Nachschub. Nun wird's schwerer: Alle Fässer sind leer, denn der verlotterte Typ hat alles leergesoffen. Aber draußen am Brunnen dämmert Jim, dass er vielleicht auf Wasser zurückgreifen könnte. Ist er schon so betrunken, dass er den Unterschied nicht merkt? Dumm nur, dass die Kurbel für den Eimer abgebrochen ist...

Die Rätsel werden allesamt klassisch sein, Actionsequenzen sind also nicht zu befürchten. Immer wenn's an klettern geht, wird Jim das automatisch machen, was auch für die Puzzles gilt, wenn ihr alle sieben Sachen beisammen habt. Die meisten Aufgaben werden mit dem Inventar zu tun haben, das auch eine 3D-Ansicht der Gegenstände bietet. So wird sich auch die Rückseite der Sachen anschauen lassen. Die Bedienung ist einfach gehalten, Gegenstände werden bequem per Plussymbol kombiniert. Die aktuelle Geschichte werdet ihr euch im Tagebuch durchlesen, das ständig aktualisiert wird. Um vorwärts zu kommen, müsst ihr meist ein Gespräch führen. Die Punkte, wo sich Aktionen vornehmen lassen, könnt ihr euch auf Wunsch anzeigen lassen (Hotspots).

Seemannsatmosphäre

Äußerlich wird der Eindruck einer Umgebung des 18. Jahrhunderts recht überzeugend vermittelt, wofür Radons Nebula 3D-Engine sorgt. Da wird es einsame Friedhöfe ebenso
Um ans Ziel zu kommen ist manch ausführliche Unterredung fällig, von denen die eine natürlich leichter fällt als andere.
geben wie verwinkelte Hafenstädte oder die dschungelüberwucherte Inselwelt. Viele der zeitgenössischen Gebäude lassen sich betreten, was bisweilen fast Rollenspielflair aufkommen lässt. Es wird Kameraschwenks geben, die auch in einem Abenteuerfilm zu finden sein könnten. Zwischensequenzen in Spielgrafik werden die Story um den Piratenschatz ins Bild setzen. Doch gerade in der Nahansicht offenbare sich auch erst Schwächen wie seltsame Bewegungen oder ungelenkte Animationen der leicht überzeichneten Charaktere.

Viele der umherstreifenden Leute lassen sich ansprechen und die wichtigen haben sogar etwas zu sagen. Die per Multiple-Choice beeinflussbaren Gespräche sind sogar recht lang und nicht uninteressant. Schon jetzt ist zu hören: Die deutsche Sprachausgabe wird professionelle Stimmen bieten, die sie gut in die historische Geschichte einfügen. In Fiesling klingt also auch so. Die ganz großen Sprecher sind zwar nicht zu hören, aber dafür gibt es viele brauchbare Stimmen. Nachholbedarf besteht freilich noch in Sachen Musik und Geräusche, die aber auch noch ganz fertig waren. Die endgültige Version dürfte hier mehr Aufschluss bieten.

            
 

AUSBLICK



Was ich bislang von Treasure Island gesehen habe, lässt sich gar nicht mal so schlecht an. Da ist das Seemannsgarn, das man zwar schon kennt, aber das hier interessant und mit einigen frischen Akzenten erzählt wird - künstlerische Freiheiten inbegriffen, wie etwa Madeleine als neue Weibsperson, die etwas Leben in die männlich dominierte Piratenbude bringt. Die Rätsel und Aufgaben werden in die Geschichte um den Schatz eingeflochten, sind dabei meist mit dem 3D-Inventar verknüpft und machen jetzt bereits Spaß. Da sie keine Undinge verlangen, dürften sie auch unbeübte Leichtmatrosen aufs Schiff locken. Den Machern gelingt es, ein optisch überzeugendes Bild der literarischen Schauplätze abzuliefern, die auch recht lebendig wirken. In Bristol könnt ihr sogar per Multiple-Choice mit den leichten Mädchen im Hafenviertel schäkern, um herauszufinden, wo die besten Matrosen sind. Bisher freue ich mich auf einen stimmungsvollen Abenteuertrip mit Long John Silver und seine Gesellen.

Ersteindruck: gut


Vergleichbare Spiele

Kommentare

Null. schrieb am
4P|Bodo hat geschrieben:Das loben wir dann gegebenenfalls in der Review, die erst noch kommt. Das ist schließlich nur ne Vorschau und kein Halbtest.
Ich habe das auch nicht als Halbtest aufgefasst, den anderen Berichten nach schien diese Sturmszene aber so ein zentraler Moment zu sein, dass mich einfach gewundert hat, wieso sie hier überhaupt nicht erwähnt wird.
Ist ja auch egal, Previews sind ja nur zum Mundwässern, abgerechnet wird am Ende der Saison.
Ghaleon schrieb am
4P|Bodo hat geschrieben:
Hi Null,
immer ruhig mit den jungen Pferden, mein Abenteurerfreund. [...]
Aber Hut ab vor den Kollegen, die das jetzt schon wieder halb durchgespielt haben wollen, obwohl's noch gar nicht fertig ist.;-)
Der Teil war nicht nett. :cry:
Gruß Ghal
4P|Bodo schrieb am
Null. hat geschrieben:Mich wundert ein bisschen, dass über die Szene auf dem Schiff im Sturm nichts geschrieben wird. Die ist nämlich in anderen Previews immer als graphisch und erzählerisch sehr beeindrucken aufgefallen.
Hi Null,
immer ruhig mit den jungen Pferden, mein Abenteurerfreund. Das loben wir dann gegebenenfalls in der Review, die erst noch kommt. Das ist schließlich nur ne Vorschau und kein Halbtest.
Aber Hut ab vor den Kollegen, die das jetzt schon wieder halb durchgespielt haben wollen, obwohl's noch gar nicht fertig ist.;-)
Gruß,
4P|Bodo
Null. schrieb am
Mich wundert ein bisschen, dass über die Szene auf dem Schiff im Sturm nichts geschrieben wird. Die ist nämlich in anderen Previews immer als graphisch und erzählerisch sehr beeindrucken aufgefallen.
schrieb am

Facebook

Google+