Warhammer: Battle March - Vorschau, Strategie - 4Players.de

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Echtzeit-Strategie
Publisher: Deep Silver
Release:
01.09.2008
16.05.2008
Spielinfo Bilder Videos
Orkse. Überall dreckige Orkse. Schwere Jungz! Darunter auch Speerwerfa! Im März soll es in der Warhammerwelt von ihnen wimmeln. Vor einiger Zeit haben wir einen Blick auf die allumfassende Konsolen-Version geworfen, jetzt konnten wir vorab die PC-Fassung anspielen und uns mit den Orks anfreunden. Was haben die Grünhäute in der Erweiterung zu bieten?

Altlasten

Ende November 2006 versuchte Black Hole Entertainment mit Warhammer: Mark of Chaos die martialischen Schlachten des Fantasy-Universums auf dem PC zu entfesseln. Doch es fehlte dem "Möchtegern-Medieval II"-Verschnitt nicht nur an Finessen, prachtvoller Umgebung sowie cleveren Gegnern - es musste sich zudem mit allerlei Bugs und Fehlern herumschlagen (4P-Wertung: 76%). Es gab also viel zu tun für die Entwickler,

Die Einheiten-Modelle können sich sehen lassen, die Umgebung hingegen nicht!
die erst mit einer Patch-Offensive reagierten und jetzt den "Battle March" einläuten wollen...

Dreckige Orkse!

Neben den beiden bekannten Kampagnen (Imperium und Chaos) schickt der "Schlachtmarsch" die Grünhäute in die Wirren des Krieges, sprich Orks und Goblins. Hierbei dürfen sich Ork-Freunde auf die einmalige "Waaagh!"-Sprache der kriegslüsternden  Horde freuen (u.a. Speerwerfa, Da Groß'n Trommeln). Der Story-Feldzug beginnt damit, dass ihr zunächst die anderen Stämme vereinigt und ihnen zeigt "waz wir draufhab'n Jungz", um letztendlich gemeinsam gegen Zwerge (Orkisch: Stumpenz) und das Imperium (Orkisch, z.B. Menschis) in den Krieg zu ziehen.

Generell unterscheiden sich die taktischen Schlachten kaum von denen in Mark of Chaos: Mit starken Helden und ihren Spezialfähigkeiten (z.B. Schamane mit Erdbeben; Waaagh-Schrei für stärkere Angriffsmoral) zieht ihr gemeinsam mit anderen Truppenverbänden aus Nah- oder Fernkämpfern durch das vor Feinden nur so wimmelnde Reich. Als Belohnung winken Erfahrungspunkte für alle Kämpfer sowie Gegenstände und erweiterbare Talente für Helden (inklusive 3er-Talentbaum wie in einem Rollenspiel mit Kampf-Fähigkeiten à la "Wirbelnder Spalta" oder der Führungs-Fertigkeit "Zerstampft'se"). Unterwegs auf den großen Karten müsst ihr trotzdem sorgsam auf eure Mannen aufpassen, damit sie nicht in einen Hinterhalt 
Solche größeren Truppen-Ansammlungen sind eher die Ausnahme.
geraten - insbesondere Helden sind anfänglich gar nicht so heroisch wie sie meinen. So kann es vorkommen, dass man die ersten Missionen trotz "leichten" Schwierigkeitsgrades mehrfach spielen darf, da irgendeine Überraschung oder Unachtsamkeit für ein abruptes Ende gesorgt hat - die fehlende freie Speicherfunktion hilft dabei ungemein.

Bisher machte die Kampagne abseits des gestiegenen Schwierigkeitsgrades einen durchaus guten Eindruck und wird ähnlich wie im Hauptprogramm von vielen qualitativ schwankenden Zwischensequenzen fortgesponnen. Auch um etwas Abwechslung bei den Auftragszielen ist man bemüht: Es darf gesucht, patrouilliert, beschützt und natürlich vernichtet werden. Allerdings bleiben die Kämpfe trotz der Spezialfähigkeiten ziemlich statisch und das Gefühl eine monumentale/epische Schlacht auszufechten, stellte sich zu keiner Zeit ein - dafür sind stets zu wenig Einheiten anwesend. Gleiches gilt für die Helden-Duelle, die kaum spektakulär anzusehen sind und simpel nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip ablaufen.

Tolle Kämpfer, lahme Kulisse

Erstklassig sind hingegen die Charakter-Modelle aller Kämpfer, vor allem der Orks. Allem Anschein nach musste bei dem aufwändigen Truppen-Design an anderer Stelle gespart werden und zwar bei der Umgebung, die abermals einen tristen und öden Eindruck hinterlässt. Dafür hat sich bei unserer Probepartie kein größerer Bug (außer obligatorischen Wegfindungsproblemen) gezeigt und die Performance innerhalb der Matches ist ebenfalls gut, solange man von den viel zu langen Ladezeiten absieht.

         
 

AUSBLICK



Ja, es ist "nur" ein Add-On und es kann nicht alle groben Unzulänglichkeiten des Hauptprogramms aus der Welt schaffen - wie etwa die wenig monumentalen Schlachten, die nicht allzu große taktische Vielfalt oder die spröde Landschaft. Wiedergutmachen wollen die Entwickler diese Schwächen mit einer bisher interessant wirkenden Kampagne rund um die coolen Grünhäute mit ihrer witzigen Sprache: Speerwerfa & Spalta lassen grüßen. Allerdings stößt der kniffelige Schwierigkeitsgrad noch sauer auf - zumindest auf "leicht" sollte das freie Speichern erlaubt sein, denn sowohl Helden als auch die Truppenverbände können bereits bei kleinen Unachtsamkeiten das Zeitliche segnen. Dann müsst ihr wieder lange Ladezeiten (wieso eigentlich bei der lahmen Landschaft?) sowie stellenweise bescheiden übersetzte Texte über euch ergehen lassen - hoffentlich werden die in der finalen Fassung von der Lokalisierungsabteilung noch geschliffen.

Ersteindruck: befriedigend


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