Europa Universalis: Rome - Vorschau, Strategie, PC - 4Players.de

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Europa Universalis 3 ist für seine ernorme Spieltiefe bekannt. Jetzt wollen die Macher diese in Europa Universalis Rome auf die Antike übertragen, wo ihr nicht nur mit Rom ein Weltreich schmieden könnt. Einmal mehr zeigen sich die großen Möglichkeiten, die in Paradox' Spielkonzept stecken. Pyrrhus, Hannibal oder Pompeius Magnus - wen wollt ihr ab April spielen?

Pyrrhus kommt nicht

Pyrrhus war der Alptraum jedes römischen Militärs. Als der Verwandte von Alexander dem Großen 280 v.Chr. mit seiner Elitetruppe von 20.000 Fußkämpfern, 2.500 Schützen, 3.000 schweren Reitern und 20 Kriegselefanten in Italien landete,

Wo bleibt er denn? Pyrrhus, der eigentlich die Griechen Unteritaliens verteidigen sollte, verspätet sich im Spiel. Ihr könnt die Provinzen ungestraft einsacken.   
 meinten nicht wenige, dass nun Roms letztes Stündchen geschlagen hätte. Der epirische König hatte weitreichende Eroberungspläne, die nicht nur den Süden Italiens sondern auch Sizilien betrafen, da er sich als makedonischer Herrscher empfehlen wollte. Zunächst schlug er die Römer erwartungsgemäß, aber dann verlor er in der nächsten Schlacht so viele gute Männer, dass er Frieden schließen wollte. Das ist es, was wir bis heute "Pyrrhussieg" nennen: Ein Sieg, der so teuer erkauft ist, dass er eigentlich keiner mehr ist.

Klar, dass die erste Kampagne von Europa Universalis Rome (EU Rome) diesem so wichtigen Ereignis gewidmet sein wird, da die Stadt am Tiber in der Folge zur militärischen Großmacht wurde. Wer im Spiel die Römer nimmt, wird sich allerdings wundern, wie leicht die zwei griechischen Provinzen in Unteritalien zu besetzen sind. Zwei ordentliche Legionen von je 5.000 Mann unter richtiger Führung räumen schnell auf. Der Feldzug des Pyrrhus fällt hingegen aus, denn der Epirer bekommt nicht genug Soldaten zusammen. Wenn ihr zum Spaß mal Epirus nehmt, wird klar warum, denn der Landstrich hat ja nichts. Hier wäre es besser, der KI von Anfang an eine ordentliche Truppe an die Hand zu geben, mit denen sie Rom einheizen kann. Sonst geht der Schuss nach hinten los und Legionäre marschieren bald an der Küste von Epirus auf.

Krieg der Titanen

Die nächste Einzelspieler-Kampagne dürfte da schon viel fordernder sein, denn nun geht es gegen die mächtige phönizische Handelsstadt in Nordafrika. Der Erste Punische Krieg steht an, der von 264 bis 241 v.Chr. zwischen den zwei Erzrivalinnen, Rom und Karthago, tobte. So dreht sich der Wind, denn gegen Pyrrhus waren beide noch verbündet. Es ging um die Vormacht im westlichen Mittlermeer, um Märkte und um die Herrschaft über das fruchtbare Sizilien. Das verspricht raumübergreifende Operation in einem großen Gebiet, Kämpfe um Rohstoffquellen und riesige Seeschlachten. Ein Gag für Geschichtsfanatiker wird übrigens sein, dass das Datum im Spiel stets auf römische Zählweise angegeben wird also seit der Gründung Roms (AVC).

Ihr merkt gleich, dass die Karthager aus anderem Holz geschnitzt sind als Pyrrhus Zwergstaat, denn bei ihnen steckt Masse dahinter. Ihr Handelsimperium erstreckt sich auch im Spiel vom heutigen Libyen über Tunesien bis nach Marokko und Südspanien, die Armee der Karthager ist groß, ihr Staatschatz üppig und ihre Flotte riesig. Korsika im Handstreich zu nehmen, ist aus römischer Sicht sicher keine dumme Idee, auch andere schwach besetzte Inseln der Karthager könnten lohnende Ziele sein. Aber irgendwann kommt es zur Landschlacht entweder in Italien, auf Sizilien oder an der Küste Nordafrikas, die wie bei Europa Universalis 3 automatisch ablaufen wird. Vermutlich wird der Konflikt mit einem faulen Frieden enden, der Rom ein paar neue Provinzen sichert. Eines scheint sicher: Die Sache mit Karthago ist noch nicht ausgestanden!

Caesar und die Gallier

Bislang ging es nur gegen kulturell hochstehende Griechen oder Karthager, aber was haben die Barbaren zu melden? Eine weitere Kampagne hat den Gallischen Krieg zum Thema, jenem Eroberungsfeldzug, den Caesar 58 v.Chr. vom Zaun brach.
Gallien ist noch zu haben. Dass es noch nicht rot ist, bedeutet dass es noch nicht zu Rom gehört. Ihr könnt Caesar schicken, um das zu ändern.
Alles begann mit den Helvetiern, die ins nicht besetzte Gallien umsiedeln wollten, weil sie von Germanen bedrängt wurden. Diesen geplanten Umzug nahm Caesar zum Anlass, einen Präventivschlag gegen aufmüpfige Kelten zu führen. Es blieb nicht dabei und ganz Gallien wurde unterjocht. Der eigentliche Widerstand begann aber erst Jahre später, als Vercingetorix einen Aufstand organisierte. Nach der Besetzung war den Galliern klar geworden, was es heißt, unter der Knute Roms zu leben. Keine freien Entscheidungen mehr und stattdessen astronomische Steuerzahlungen.

Im Spiel wird sich zeigen, dass die winzigen gallischen Stämme der riesigen Militärmaschinerie Roms, die gleich mit mehreren Elitelegionen aufmarschiert, anfänglich wenig entgegenzusetzen haben. Was kann eine helvetische Miliz da ausrichten? Im Gewirr der keltischen Kleinstaaten gilt es auch mehr, den Überblick zu behalten, wer Freund und Feind ist, denn manch ein Stamm ist mit Rom verbündet. Auch kann mich sich als Römer leicht verzetteln. Hier wird es aufs diplomatische Geschick ankommen, denn ohne Kriegsgrund geht gar nichts. Schließlich bestimmt immer noch die Diplomatie, wann Krieg erklärt wird, auch wenn Caesar das nicht so eng sah. Außerdem sollte nicht anderswo ein Krieg ausbrechen, während man in Gallien beschäftigt ist. Aufstände oder Barbareneinfälle sind jederzeit möglich.

                         

Kommentare

hille_bvb schrieb am
Hi,
kann mir denn keiner weiter helfen?
Hier nochmal meine Frage:
haben mir die Demo herrunter geladen.
Leider hakt die Demo wenn ich mit der Maus über die Karte scrolle. Hat jemand das selbe Problem? Könnte es vielleicht an Visata liegen?
An meiner Hardware liegt es nicht, habe einen
Intel Core Duo E6850 @ 3 GHz
4 GB Arbeitsspeicher
eine GeForce 8800 GTX 768 MB
Spartiak schrieb am
Nachdem Rom ja mittlerweile erhältlich ist, habe ich mich nun nochmal mit der Demo beschäftigt und weiß immer noch nicht, ob es mir gefällt. Die Testversion ist insofern nicht sonderlich gut zum direkten Vergleich mit dem Vorgänger geeignet, weil sie im fortgeschrittenen Stadium beginnt und den Spieler mitten in den 2. Punischen Krieg katapultiert, wo die Ausgangspositionen bereits festgelegt sind.
Die große Neuerung in EU Rom und das, womit sich auch in der Demo experimentieren läßt, ist die Inlands-Diplomatie, welche in Verbindung mit den Lebensläufen und wechselseitigen Beziehungen der einzelnen Beteiligten, zum Flair des Spiels beiträgt. Auf der anderen Seite sterben einem die Akteure aber quasi unter der Hand weg, so daß man ständig damit beschäftigt ist, Gouverneure und Truppenführer zu ersetzen, was dann unter dem Strich wieder ein generisches feeling vermittelt.
Der Handel ist dahingehend verbessert worden, daß er nicht nur als Geldquelle dient, sondern auch die unterschiedlichen Ressourcen berücksichtigt, welche Boni geben und Bauoptionen für die einzelnen Provinzen beinflussen.
Optisch hat EU Rom im Verhältnis zum Vorgänger klar gewonnen und sowohl der thematische Hintergrund, wie auch die höhere Anzahl von Events schaffen eine dichte Atmosphäre. Andererseits wurde das Interface verschlimmbessert, das Nachrichtenfenster vermittelt nur kryptische Informationen und die Lokalisierung ist, auch bei wohlwollender Betrachtung, suboptimal zu nennen.
Was mir nicht gefällt ist, daß die Schieberegler abgeschafft wurden, mit denen man früher die Verteilung des Budgets steuern und Forschungsschwerpunkte setzen konnte - weil es die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Spiel reduziert. Das fällt in der Demo nicht so deutlich ins Gewicht, weil dort die Personalpolitik für genügend Beschäftigung sorgt, aber wenn man in der Vollversion mit einem aus zwei Provinzen bestehenden Zwergstaat beginnen sollte, dann gibt es wahrscheinlich noch weniger zu...
GrandViZ schrieb am
Habe die Demo angespielt und das Spielprinzip von EU3 finde ich in gelungener Form auf die römische Zeit übertragen!
Ich werde es mir kaufen.
hille_bvb schrieb am
Hi,
haben mir die Demo herrunter geladen.
Leider hackt die Demo wenn ich mit der Maus über die Karte scrolle. Hat jemand das selbe Problem? Könnte es vielleicht an Visata liegen?
An meiner Hardware liegt es nicht, habe einen
Intel Core Duo E6850 @ 3 GHz
4 GB Arbeitsspeicher
eine GeForce 8800 GTX 768 MB
4P|Bodo schrieb am
Spartiak hat geschrieben:Gerade in die Demo reingeschaut und was mir auf Anhieb positiv auffällt, ist die neue map. Mit dem veränderten Interface muß ich dagegen erst anfreunden.
Was ich allerdings vermisse, sind die Schieberegeler, mit denen man Forschungsbudgets ändert und die Inflation ausgleicht. Habe ich da etwa versäumt, oder wurde das Micromanagement im Vergleich zum Vorgänger gekürzt ?

Hi Spartiak,
Inflation wird im Spiel keine Rolle spielen, obwohl es in Rom durchaus Geldentwertung gab. Oft dadurch, dass Münzen mit einem geringen Anteil von Edelmetallen ausgegeben wurden. Mit denen konnte man dann einfach nichts kaufen. Aber in der Zeit der römischen Republik, die das Spiel zum Thema hat, war die Währung weitgehend stabil. Und das Forschungsbudget erhöhst du, indem du die Provinzen ausbaust und die Forschungsleiter einteilst.
Gruß,
4P|Bodo
schrieb am

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