Son of Nor - gc-Vorschau, Action, PC - 4Players.de

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Son of Nor (Action) von stillalive studios
Son of Nor
Action-Adventure
Entwickler: stillalive studios
Publisher: -
Release:
27.04.2015
Q2 2014
Spielinfo Bilder Videos
"Ja, da ist schon meine Schuld", sinniert Julian Mautner von stillalive. Und antwortet damit auf meine Frage, ob ein Action-Adventure mit dem Ansatz von Son of Nor nicht ein reichlich ambitioniertes Unterfangen für ein junges Studio ist.

Vor einigen Monaten hatte das in Innsbruck ansässige Team sein Konzept auf Kickstarter erfolgreich beworben und werkelt seitdem munter an der weiteren Umsetzung. Im Rahmen der gamescom gewährte Mautner uns einen Blick auf eine Demo- bzw. Tutorialmission, mit der man derzeit auch bei Publishern vorstellig wird.

Auf dem Weg zu einer Zielmarkierung muss der Spieler darin an einem feindlichen Lager vorbei. Wird man vom Gegner erblickt, versucht dieser einen Alarm auszulösen und damit ein paar Kollegen heranzurufen. Was allerdings nur dann klappt, wenn der Spieler den Auslöser dafür nicht schon in weiser Voraussicht zerlegt hat.
Video


Bei den ersten Gegnern handelt es sich um einfache mit einem Bogen bewaffneten Handlanger. Mit ein paar fix erschaffenen Sandhügeln sorgt man erstmal dafür, dass es keine direkte Schusslinie gibt. Während die Wache dann versucht, diese wiederherzustellen und läuft, hat man die Distanz verkürzt und erlegt den Gegner mit einem Feuerzauber. Ein etwas andere Kaliber sind die mit einem Schild bewaffneten Gegner, die sich von einem einfachen Feuerzauber oder ein paar herumgeschleuderten Steinen nicht gar so beeindrucken lassen. Fazit: Der Schild muss weg.

Hügel basteln

Die Welt von Son of Nor besteht aus einzelnen Levels, die über eine Oberweltkarte verbunden sind. Jeder Bereich ist eine Art Mini-Sandkasten, in den der Spieler geworfen wird. Dank der diversen Spielereien mit Physik und Elementen hat man einen gewissen Freiheitsgrad beim Erreichen seiner Ziele.

Mit dem bereits erwähnten Terraforming kann der Spieler Sandböden schnell heben oder senken. Dadurch lassen sich wie dargelegt fix Schutzwälle gegen Fernangriffe errichten oder Wege blockieren. Verformt man den Boden unter einem heranstürmenden Gegner, verliert dieser sein Gleichgewicht. Mittels Telekinese lassen sich Objekte aufheben oder gar Teile aus Felsen herausreißen und auf Gegner schleudern.

Jene beiden Kräfte stehen dem Spieler von Anfang an zur Verfügung und werden in der Welt von Son of Nor nur von Menschen beherrscht. Dies gilt nicht für drei weitere magische Fähigkeiten, die man im Laufe des Spiels erwirbt: Feuer, Wind und Essenz. Die ersten beiden Kräfte bedürfen keiner weiteren Erläuterung, die dritte beschwört Seelen, die Gegner angreifen. Die Entwickler wollen das Spruchsystem noch etwas verfeinern, so könnte es dann z.B. verschiedene Ausbaustufen der einzelnen Zauber geben.
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Während Terraforming und Telekinese uneingeschränkt nutzbar sind, müssen die anderen Zauber aus der Umwelt gesammelt werden. Windkräfte kann man aus Windhosen abgreifen, Feuer aus Feuerstellen und Essenz aus Wasserstellen. Dabei werden stets drei Ladungen aufgenommen, d.h. man kann einen Feuerzauber drei Mal nutzen, bevor man wieder Nachschub braucht. Später wird man noch Kristalle finden, in denen Zauber gespeichert werden können, so dass mehrere Zauber zur gleichen Zeit mitgeführt werden können. Dies ist auch notwendig, denn...


... interessanter wird es dann, wenn man die Kräfte untereinander kombiniert: Wer ein Objekt anzündet, bevor er es schleudert, macht daraus ein explosives Geschoss. Wind und Feuer ergeben einen feurigen Tornado, während die Kombo eines Zaubers mit Essenz diesem teilweise zielsuchenden Charakter verleiht. Natürlich werden sich Wind, Essenz und Feuer auch zu dritt kombinieren lassen.

Kombos sind nicht nur über Kristalle möglich, da Son of Nor sich kooperativ angehen lässt: Bis zu vier Teilnehmer können sich gemeinsam den Gegnern stellen. Das Spiel, welches auf der Unity-Engine fußt, soll Mitte 2014 fertiggestellt und auf Windows, OS X und Linux veröffentlicht werden. Derzeit wirbt man auf Steam Greenlight um Unterstützung. Mit einem entsprechenden Publishingpartner könnten natürlich noch weitere Plattformen dazukommen.

Das Gezeigte wirkte durchaus ansprechend, für eine konkrete Bewertung warten wir aber erstmal darauf bis wir selbst etwas mehr Zeit mit dem Titel verbringen können. Offen bleiben schließlich allerlei Fragen, z.B.: Bekommen die Innsbrucker die Mechanik so ausbalanciert, dass sie nicht zu mächtig und das Spiel nicht zu einfach wird, ohne den Spieler dabei durch die Levelgestaltung zu sehr zu beschneiden? Werden die Umgebungen und Aufträge so abwechslungsreich sein, dass das Spiel auch über eine kurze Sitzung hinaus motiviert?

Sicher ist hingegen: Das Kickstarter-Geld wird nicht projektfremd verprasst. Da sich Mautner erst sehr spät um die Reise nach Köln gekümmert und kein Hotelzimmer zu vertretbaren Preisen mehr gefunden hatte, schlief der Geschäftsführer von stillalive während der Woche einfach in einem Zelt im gamescom-Camp.

Einschätzung: gut

(Etwas unscharf, aber dennoch präsent: Julian Mautner von stillalive)

 

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