Das japanische Phänomen
Vor knapp einem Jahr erschien die letzte Version von Monster Hunter mit dem Untertitel "Portable 2G" in Japan - und sie hat sich 3,5 Millionen Mal verkauft. Das ist eine unglaubliche Resonanz, die kein anderes PSP-Spiel erreicht und von der selbst einige große Multiplattformtitel nur träumen können. Wenn es also einen exklusiven Kaufgrund für die PSP gibt, dann Monster Hunter - zumal es wohl die schönsten Landschaften zeigt, die man unterwegs sehen kann.
Kein Wunder also, dass der scheidende Sony-Chef David Reeves auf Capcoms Hausmesse in Monaco als Stargast auftrat, um die 1:1-Umsetzung für Europa anzukündigen. Neben reichlich Lob für die Kreativität der Entwickler sowie das traditionell "enge und hervorragende Verhältnis" zu Capcom (das allerdings bei Lost Planet 2 etwas lockerer zu sitzen scheint, denn dort konzentrieren sich Japaner auf die 360-Fassung), versprach er auch das beste Jahr für die PSP: "Es werden viele erstklassige Spiele kommen - und eines davon ist Monster Hunter Freedom Unite."
Das kollektive Jagen
Kann dieses Spiel auch hierzulande begeistern? Ich muss zugeben, dass ich Monster Hunter bisher nicht selbst gespielt habe - ich kenne es nur von Bildern und Videos sowie unseren Berichten über die Vorgänger. Aber vielleicht ist das ja gerade die beste Voraussetzung für den Erstfaszinationstest? In Monaco konnte ich zusammen mit zwei amerikanischen Pressekollegen und einer japanischen Führerin erstmals in die dreidimensionale Fantasywelt abtauchen.
Das Prinzip ist einfach: Ein Host startet ein Spiel, dem tritt man bei und beginnt in einem Gasthaus, in dem man gemeinsam Aufträge annehmen kann - insg. soll es 400 geben. Außerdem kann man von hier aus sein privates Quartier samt Küche besuchen, seinen Charakter anpassen, Waffen wechseln oder noch schnell eine stärkende Mahlzeit einnehmen, die temporär bestimmte Fähigkeiten oder Widerstände erhöht.
Moment, mal: Warum Führerin? Der Großteil der westlichen Journalisten hat scheinbar ein ähnlich jungfräuliches Verhältnis zur Monsterjagd wie ich und deshalb organisierte Capcom ein Dutzend lokale Netzwerkabenteuer für Vierergruppen, die von einem erfahrenen Abenteurer angeführt wurden. Das spricht also nicht für anmachen,
losziehen, Spaß haben?
Der Fluch der hundert Buttons
Richtig: Monster Hunter ist spröde. Und die ersten Schritte in der 3D-Welt sind unsichere. Wer ein einfaches Hack'n Slay mit zwei belegten Knöpfen erwartet, wird also schnell eines Besseren belehrt; zumal die Hiebe viel zu träge ausgeführt werden. Die PSP ist quasi komplett belegt von den Schultertasten bis zum Digikreuz - selbst die Select-Taste kann genutzt werden. Man kann Waffen ziehen und einstecken, sprinten, blocken, horizontale und vertikale Hiebe sowie zig kleine Aktionen oder Kombos einleiten.
Außerdem wird man als Einsteiger zunächst sehr oft unterbrochen, weil man an der falschen Stelle den falschen Knopf gedrückt hat oder noch eine Kiste öffnen muss, um die Karte für das nächste Gebiet mitzunehmen. Und so manche Steuerungslösung wirkt zunächst reichlich kompliziert - vor allem in der Hitze des Gefechts: Warum muss ich die Schultertaste gedrückt halten und dann mit Kreis durch meine Tränke scrollen, um selbige einzunehmen? Ginge das nicht komfortabler?
Vor knapp einem Jahr erschien die letzte Version von Monster Hunter mit dem Untertitel "Portable 2G" in Japan - und sie hat sich 3,5 Millionen Mal verkauft. Das ist eine unglaubliche Resonanz, die kein anderes PSP-Spiel erreicht und von der selbst einige große Multiplattformtitel nur träumen können. Wenn es also einen exklusiven Kaufgrund für die PSP gibt, dann Monster Hunter - zumal es wohl die schönsten Landschaften zeigt, die man unterwegs sehen kann.
Kein Wunder also, dass der scheidende Sony-Chef David Reeves auf Capcoms Hausmesse in Monaco als Stargast auftrat, um die 1:1-Umsetzung für Europa anzukündigen. Neben reichlich Lob für die Kreativität der Entwickler sowie das traditionell "enge und hervorragende Verhältnis" zu Capcom (das allerdings bei Lost Planet 2 etwas lockerer zu sitzen scheint, denn dort konzentrieren sich Japaner auf die 360-Fassung), versprach er auch das beste Jahr für die PSP: "Es werden viele erstklassige Spiele kommen - und eines davon ist Monster Hunter Freedom Unite."
Das kollektive Jagen
Kann dieses Spiel auch hierzulande begeistern? Ich muss zugeben, dass ich Monster Hunter bisher nicht selbst gespielt habe - ich kenne es nur von Bildern und Videos sowie unseren Berichten über die Vorgänger. Aber vielleicht ist das ja gerade die beste Voraussetzung für den Erstfaszinationstest? In Monaco konnte ich zusammen mit zwei amerikanischen Pressekollegen und einer japanischen Führerin erstmals in die dreidimensionale Fantasywelt abtauchen.
Das Prinzip ist einfach: Ein Host startet ein Spiel, dem tritt man bei und beginnt in einem Gasthaus, in dem man gemeinsam Aufträge annehmen kann - insg. soll es 400 geben. Außerdem kann man von hier aus sein privates Quartier samt Küche besuchen, seinen Charakter anpassen, Waffen wechseln oder noch schnell eine stärkende Mahlzeit einnehmen, die temporär bestimmte Fähigkeiten oder Widerstände erhöht.
Moment, mal: Warum Führerin? Der Großteil der westlichen Journalisten hat scheinbar ein ähnlich jungfräuliches Verhältnis zur Monsterjagd wie ich und deshalb organisierte Capcom ein Dutzend lokale Netzwerkabenteuer für Vierergruppen, die von einem erfahrenen Abenteurer angeführt wurden. Das spricht also nicht für anmachen,
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| Die unhandliche Steuerung behält Capcom leider bei. |
Der Fluch der hundert Buttons
Richtig: Monster Hunter ist spröde. Und die ersten Schritte in der 3D-Welt sind unsichere. Wer ein einfaches Hack'n Slay mit zwei belegten Knöpfen erwartet, wird also schnell eines Besseren belehrt; zumal die Hiebe viel zu träge ausgeführt werden. Die PSP ist quasi komplett belegt von den Schultertasten bis zum Digikreuz - selbst die Select-Taste kann genutzt werden. Man kann Waffen ziehen und einstecken, sprinten, blocken, horizontale und vertikale Hiebe sowie zig kleine Aktionen oder Kombos einleiten.
Außerdem wird man als Einsteiger zunächst sehr oft unterbrochen, weil man an der falschen Stelle den falschen Knopf gedrückt hat oder noch eine Kiste öffnen muss, um die Karte für das nächste Gebiet mitzunehmen. Und so manche Steuerungslösung wirkt zunächst reichlich kompliziert - vor allem in der Hitze des Gefechts: Warum muss ich die Schultertaste gedrückt halten und dann mit Kreis durch meine Tränke scrollen, um selbige einzunehmen? Ginge das nicht komfortabler?




